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Saṁyutta Nikāya 12.38 Verbundene Lehrreden 12.38
4. Kaḷārakhattiyavagga 4. Das Kapitel mit Kaḷāra dem Adligen
Cetanāsutta Absicht
Sāvatthiyaṁ viharati. In Sāvatthī.
“Yañca, bhikkhave, ceteti yañca pakappeti yañca anuseti, ārammaṇametaṁ hoti viññāṇassa ṭhitiyā. „Mönche und Nonnen, was ihr beabsichtigt und plant und wofür ihr zugrunde liegende Neigungen habt, das wird zu einer Stütze für das Fortbestehen des Bewusstseins. „Beabsichtigen“ (ceteti) und „planen“ (pakappeti) spielen die Rolle der „Willensbildungsprozesse“ (saṅkhāra), und „zugrunde liegende Neigungen“ (anuseti) stehen für „Unwissenheit“. | Dieses Sutta veranschaulicht das dreifache Muster (tivaṭṭa), zu dem das abhängige Entstehen später aufgegliedert wurde. Die zwölf Faktoren werden unter drei Überschriften gruppiert: Unwissenheit, Verlangen und Ergreifen sind „Befleckungen“ (kilesavaṭṭa); Willensbildungsprozesse und fortgesetztes Dasein sind „Taten“ (kammavaṭṭa); die übrigen sind „Ergebnisse“ (vipākavaṭṭa). Innerhalb dieser Gruppen werden verschiedene Synonyme oder verwandte Begriffe in verschiedenen Zusammenhängen gebraucht (siehe z. B. SN 12.19). Am wenigsten passt bhava in dieses Schema, da es alle drei Kategorien enthält, aber unter „Taten“ eingeordnet ist, da es Ergreifen mit Wiedergeburt verbindet. (Sujato)
Ārammaṇe sati patiṭṭhā viññāṇassa hoti. Wenn diese Stütze da ist, wird das Bewusstsein verankert. Das heißt, es wird in einem neuen Leben wiedergeboren. (Sujato)
Tasmiṁ patiṭṭhite viññāṇe virūḷhe āyatiṁ punabbhavābhinibbatti hoti. Wenn das Bewusstsein verankert ist und wächst, kommt es in der Zukunft zum Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes. Es „wächst“, wenn die Person heranwächst und reift, und führt so zur Erneuerung des Kreislaufs (siehe SN 12.64, SN 22.53, MN 38:28.1). (Sujato)
Āyatiṁ punabbhavābhinibbattiyā sati āyatiṁ jāti jarāmaraṇaṁ sokaparidevadukkhadomanassupāyāsā sambhavanti. Wenn es künftiges Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes gibt, kommen künftig Wiedergeburt, Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis zustande.
Evametassa kevalassa dukkhakkhandhassa samudayo hoti. So kommt diese ganze Masse des Leidens zustande.
No ce, bhikkhave, ceteti no ce pakappeti, atha ce anuseti, ārammaṇametaṁ hoti viññāṇassa ṭhitiyā. Wenn ihr nichts beabsichtigt oder plant, aber noch zugrunde liegende Neigungen habt, wird das zu einer Stütze für das Fortbestehen des Bewusstseins. Zugrunde liegende Neigungen manifestieren sich als moralisch wirksame Willensbildungsprozesse. Gewöhnlich kommt solche Willensbildung aber nicht ununterbrochen vor, sondern nur von Zeit zu Zeit. Einen großen Teil der Zeit ist kein aktiver Wille da, etwa wenn wir schlafen. Doch solange die Neigungen noch da sind, ist man nicht befreit. (Sujato)
Ārammaṇe sati patiṭṭhā viññāṇassa hoti. Wenn diese Stütze da ist, wird das Bewusstsein verankert.
Tasmiṁ patiṭṭhite viññāṇe virūḷhe āyatiṁ punabbhavābhinibbatti hoti. Wenn das Bewusstsein verankert ist und wächst, kommt es in der Zukunft zum Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes.
Āyatiṁ punabbhavābhinibbattiyā sati āyatiṁ jāti jarāmaraṇaṁ sokaparidevadukkhadomanassupāyāsā sambhavanti. Wenn es künftiges Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes gibt, kommen künftig Wiedergeburt, Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis zustande.
Evametassa kevalassa dukkhakkhandhassa samudayo hoti. So kommt diese ganze Masse des Leidens zustande.
Yato ca kho, bhikkhave, no ceva ceteti no ca pakappeti no ca anuseti, ārammaṇametaṁ na hoti viññāṇassa ṭhitiyā. Wenn ihr nichts beabsichtigt oder plant und keine zugrunde liegenden Neigungen habt, wird das nicht zu einer Stütze für das Fortbestehen des Bewusstseins.
Ārammaṇe asati patiṭṭhā viññāṇassa na hoti. Wenn keine Stütze da ist, wird das Bewusstsein nicht verankert.
Tadappatiṭṭhite viññāṇe avirūḷhe āyatiṁ punabbhavābhinibbatti na hoti. Wenn das Bewusstsein nicht verankert ist und wächst, kommt es in der Zukunft nicht zum Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes.
Āyatiṁ punabbhavābhinibbattiyā asati āyatiṁ jāti jarāmaraṇaṁ sokaparidevadukkhadomanassupāyāsā nirujjhanti. Wenn es kein künftiges Hervorbringen eines neuen Daseinszustandes gibt, kommen künftig Wiedergeburt, Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis nicht zustande.
Evametassa kevalassa dukkhakkhandhassa nirodho hotī”ti. So hört diese ganze Masse des Leidens auf.“
Aṭṭhamaṁ.