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Saṁyutta Nikāya 12.22 Verbundene Lehrreden 12.22
3. Dasabalavagga 3. Das Kapitel über die zehn Kräfte
Dutiyadasabalasutta Die zehn Kräfte (2)
Sāvatthiyaṁ viharati. In Sāvatthī.
“Dasabalasamannāgato, bhikkhave, tathāgato catūhi ca vesārajjehi samannāgato āsabhaṁ ṭhānaṁ paṭijānāti, parisāsu sīhanādaṁ nadati, brahmacakkaṁ pavatteti: „Mönche und Nonnen, ein Klargewordener hat zehn Kräfte und vier Arten von Selbstvertrauen. Damit beansprucht er den Platz des Bullen, brüllt sein Löwengebrüll in den Versammlungen und dreht das göttliche Rad.
‘iti rūpaṁ iti rūpassa samudayo iti rūpassa atthaṅgamo, So ist Form, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.
iti vedanā iti vedanāya samudayo iti vedanāya atthaṅgamo, So ist Gefühl, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen.
iti saññā iti saññāya samudayo iti saññāya atthaṅgamo, So ist Wahrnehmung, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.
iti saṅkhārā iti saṅkhārānaṁ samudayo iti saṅkhārānaṁ atthaṅgamo, So sind Willensbildungsprozesse, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.
iti viññāṇaṁ iti viññāṇassa samudayo iti viññāṇassa atthaṅgamo. So ist Bewusstsein, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen.
Iti imasmiṁ sati idaṁ hoti, imassuppādā idaṁ uppajjati; Wenn dieses besteht, gibt es dieses; aufgrund des Erscheinens von diesem erscheint dieses.
imasmiṁ asati idaṁ na hoti imassa nirodhā idaṁ nirujjhati. Wenn dieses nicht besteht, gibt es dieses nicht; aufgrund des Aufhörens von diesem hört dieses auf.
Yadidaṁ avijjāpaccayā saṅkhārā; Das heißt: Unwissenheit ist die Bedingung für Willensbildungsprozesse.
saṅkhārapaccayā viññāṇaṁ …pe… Willensbildungsprozesse sind die Bedingung für Bewusstsein. …
evametassa kevalassa dukkhakkhandhassa samudayo hoti. So kommt diese ganze Masse des Leidens zustande.
Avijjāya tveva asesavirāganirodhā saṅkhāranirodho; Wenn Unwissenheit schwindet und restlos aufhört, hören Willensbildungsprozesse auf.
saṅkhāranirodhā viññāṇanirodho …pe… Wenn Willensbildungsprozesse aufhören, hört Bewusstsein auf. …
evametassa kevalassa dukkhakkhandhassa nirodho hoti’. So hört diese ganze Masse des Leidens auf.
Evaṁ svākkhāto, bhikkhave, mayā dhammo uttāno vivaṭo pakāsito chinnapilotiko. So ist diese Lehre von mir gut erklärt, klargemacht, offengelegt, erhellt und von Stückwerk befreit.
Evaṁ svākkhāte kho, bhikkhave, mayā dhamme uttāne vivaṭe pakāsite chinnapilotike alameva saddhāpabbajitena kulaputtena vīriyaṁ ārabhituṁ: In dieser so gut erklärten Lehre reicht es völlig aus, dass ein ehrbarer Mensch, der aus Vertrauen fortgezogen ist, seine Energie aufrüttelt:
‘kāmaṁ taco ca nhāru ca aṭṭhi ca avasissatu, sarīre upassussatu maṁsalohitaṁ. Yaṁ taṁ purisathāmena purisavīriyena purisaparakkamena pattabbaṁ, na taṁ apāpuṇitvā vīriyassa saṇṭhānaṁ bhavissatī’ti. ‚Gerne sollen nur Haut, Sehnen und Knochen übrig bleiben! Sollen Fleisch und Blut in meinem Körper vertrocknen! Ich werde nicht aufgeben, bevor ich nicht erreicht habe, was mit menschlicher Stärke, Energie und Tatkraft möglich ist!‘
Dukkhaṁ, bhikkhave, kusīto viharati vokiṇṇo pāpakehi akusalehi dhammehi, mahantañca sadatthaṁ parihāpeti. Ein träger Mensch lebt in Leiden, ist in schlechte, untaugliche Eigenschaften verwickelt und vernachlässigt das große Ziel seines Herzens.
Āraddhavīriyo ca kho, bhikkhave, sukhaṁ viharati pavivitto pāpakehi akusalehi dhammehi, mahantañca sadatthaṁ paripūreti. Doch ein energischer Mensch lebt glücklich, abgeschieden von schlechten, untauglichen Eigenschaften, und erfüllt das große Ziel seines Herzens.
Na, bhikkhave, hīnena aggassa patti hoti. Das Beste wird nicht vom Schlechtesten erreicht.
Aggena ca kho, bhikkhave, aggassa patti hoti. Das Beste wird vom Besten erreicht.
Maṇḍapeyyamidaṁ, bhikkhave, brahmacariyaṁ, satthā sammukhībhūto. Dieses geistliche Leben ist die Crème, Mönche und Nonnen, und der Lehrer sitzt vor euch.
Tasmātiha, bhikkhave, vīriyaṁ ārabhatha appattassa pattiyā, anadhigatassa adhigamāya, asacchikatassa sacchikiriyāya. Daher sollt ihr eure Energie aufrütteln, um zu erreichen, was noch nicht erreicht ist, zu erringen, was noch nicht errungen ist, und zu erkennen, was noch nicht erkannt ist:
‘Evaṁ no ayaṁ amhākaṁ pabbajjā avañjhā bhavissati saphalā saudrayā. ‚So wird unser Fortziehen nicht vergeblich sein, sondern reich und fruchtbar.
Yesañca mayaṁ paribhuñjāma cīvarapiṇḍapātasenāsanagilānappaccayabhesajjaparikkhāraṁ tesaṁ te kārā amhesu mahapphalā bhavissanti mahānisaṁsā’ti—Und die Dienste derer, deren Roben, Almosen, Unterkunft sowie Arznei und Krankenversorgung wir benutzen, werden ihnen reiche Frucht und großen Vorteil bringen.‘
evañhi vo, bhikkhave, sikkhitabbaṁ. So sollt ihr euch schulen.
Attatthaṁ vā hi, bhikkhave, sampassamānena alameva appamādena sampādetuṁ; Euer eigenes Wohl zu erwägen, Mönche und Nonnen, reicht völlig aus, damit ihr beflissen weitermacht.
paratthaṁ vā hi, bhikkhave, sampassamānena alameva appamādena sampādetuṁ; Das Wohl anderer zu erwägen, reicht völlig aus, damit ihr beflissen weitermacht.
ubhayatthaṁ vā hi, bhikkhave, sampassamānena alameva appamādena sampādetun”ti. Das Wohl beider zu erwägen, reicht völlig aus, damit ihr beflissen weitermacht.“
Dutiyaṁ.