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Saṁyutta Nikāya 12.20 Verbundene Lehrreden 12.20
2. Āhāravagga 2. Das Kapitel über Nahrung
Paccayasutta Bedingungen
Sāvatthiyaṁ viharati. In Sāvatthī.
“Paṭiccasamuppādañca vo, bhikkhave, desessāmi paṭiccasamuppanne ca dhamme. „Mönche und Nonnen, ich will euch das abhängige Entstehen lehren und abhängig entstandene Erscheinungen.
Taṁ suṇātha, sādhukaṁ manasi karotha, bhāsissāmī”ti. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“
“Evaṁ, bhante”ti kho te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ja, Herr“, antworteten sie.
Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:
“Katamo ca, bhikkhave, paṭiccasamuppādo? „Und was ist abhängiges Entstehen?
Jātipaccayā, bhikkhave, jarāmaraṇaṁ. Wiedergeburt ist die Bedingung für Alter und Tod.
Uppādā vā tathāgatānaṁ anuppādā vā tathāgatānaṁ, ṭhitāva sā dhātu dhammaṭṭhitatā dhammaniyāmatā idappaccayatā. Ob Klargewordene erscheinen oder nicht, dieses Naturgesetz besteht, diese Beständigkeit natürlicher Gesetzmäßigkeiten, diese Gewähr natürlicher Gesetzmäßigkeiten: spezifische Bedingtheit.
Taṁ tathāgato abhisambujjhati abhisameti. Ein Klargewordener erwacht zu dieser und erfasst sie,
Abhisambujjhitvā abhisametvā ācikkhati deseti paññāpeti paṭṭhapeti vivarati vibhajati uttānīkaroti. dann erklärt er sie, lehrt sie, stellt sie fest, etabliert sie, stellt sie klar, gliedert sie auf und enthüllt sie.
‘Passathā’ti cāha: ‚Seht‘, sagt er,
‘jātipaccayā, bhikkhave, jarāmaraṇaṁ’. ‚Wiedergeburt ist die Bedingung für Alter und Tod‘.
Bhavapaccayā, bhikkhave, jāti …pe… Fortgesetztes Dasein ist die Bedingung für Wiedergeburt …
upādānapaccayā, bhikkhave, bhavo … Ergreifen ist die Bedingung für fortgesetztes Dasein …
taṇhāpaccayā, bhikkhave, upādānaṁ … Verlangen ist die Bedingung für Ergreifen …
vedanāpaccayā, bhikkhave, taṇhā … Gefühl ist die Bedingung für Verlangen …
phassapaccayā, bhikkhave, vedanā … Kontakt ist die Bedingung für Gefühl …
saḷāyatanapaccayā, bhikkhave, phasso … Die sechs Sinnesfelder sind die Bedingung für Kontakt …
nāmarūpapaccayā, bhikkhave, saḷāyatanaṁ … Name und Form sind die Bedingung für die sechs Sinnesfelder …
viññāṇapaccayā, bhikkhave, nāmarūpaṁ … Bewusstsein ist die Bedingung für Name und Form …
saṅkhārapaccayā, bhikkhave, viññāṇaṁ … Willensbildungsprozesse sind die Bedingung für Bewusstsein …
avijjāpaccayā, bhikkhave, saṅkhārā Unwissenheit ist die Bedingung für Willensbildungsprozesse.
uppādā vā tathāgatānaṁ anuppādā vā tathāgatānaṁ, ṭhitāva sā dhātu dhammaṭṭhitatā dhammaniyāmatā idappaccayatā. Ob Klargewordene erscheinen oder nicht, dieses Naturgesetz besteht, diese Beständigkeit natürlicher Gesetzmäßigkeiten, diese Gewähr natürlicher Gesetzmäßigkeiten: spezifische Bedingtheit.
Taṁ tathāgato abhisambujjhati abhisameti. Ein Klargewordener erwacht zu dieser und erfasst sie,
Abhisambujjhitvā abhisametvā ācikkhati deseti paññāpeti paṭṭhapeti vivarati vibhajati uttānīkaroti. Dann erklärt er sie, lehrt sie, stellt sie fest, etabliert sie, stellt sie klar, gliedert sie auf und enthüllt sie.
‘Passathā’ti cāha: ‚Seht‘, sagt er,
‘avijjāpaccayā, bhikkhave, saṅkhārā’. ‚Unwissenheit ist die Bedingung für Willensbildungsprozesse‘.
Iti kho, bhikkhave, yā tatra tathatā avitathatā anaññathatā idappaccayatā—Die Tatsache, dass das wirklich ist, nicht unwirklich, nicht anders; seine spezifische Bedingtheit:
ayaṁ vuccati, bhikkhave, paṭiccasamuppādo. Das nennt man das abhängige Entstehen.
Katame ca, bhikkhave, paṭiccasamuppannā dhammā? Und was sind abhängig entstandene Erscheinungen?
Jarāmaraṇaṁ, bhikkhave, aniccaṁ saṅkhataṁ paṭiccasamuppannaṁ khayadhammaṁ vayadhammaṁ virāgadhammaṁ nirodhadhammaṁ. Alter und Tod sind unbeständig, bedingt, abhängig entstanden und müssen enden, verschwinden, schwinden und aufhören.
Jāti, bhikkhave, aniccā saṅkhatā paṭiccasamuppannā khayadhammā vayadhammā virāgadhammā nirodhadhammā. Wiedergeburt …
Bhavo, bhikkhave, anicco saṅkhato paṭiccasamuppanno khayadhammo vayadhammo virāgadhammo nirodhadhammo. Fortgesetztes Dasein …
Upādānaṁ bhikkhave …pe… Ergreifen …
taṇhā, bhikkhave … Verlangen …
vedanā, bhikkhave … Gefühl …
phasso, bhikkhave … Kontakt …
saḷāyatanaṁ, bhikkhave … Die sechs Sinnesfelder …
nāmarūpaṁ, bhikkhave … Name und Form …
viññāṇaṁ, bhikkhave … Bewusstsein …
saṅkhārā, bhikkhave … Willensbildungsprozesse …
avijjā, bhikkhave, aniccā saṅkhatā paṭiccasamuppannā khayadhammā vayadhammā virāgadhammā nirodhadhammā. Unwissenheit ist unbeständig, bedingt, abhängig entstanden und muss enden, verschwinden, schwinden und aufhören.
Ime vuccanti, bhikkhave, paṭiccasamuppannā dhammā. Diese nennt man abhängig entstandene Erscheinungen.
Yato kho, bhikkhave, ariyasāvakassa ‘ayañca paṭiccasamuppādo, ime ca paṭiccasamuppannā dhammā’ yathābhūtaṁ sammappaññāya sudiṭṭhā honti, so vata pubbantaṁ vā paṭidhāvissati: Wenn ein edler Schüler wahrhaftig mit rechter Weisheit dieses abhängige Entstehen und diese abhängig entstandenen Erscheinungen klar gesehen hat, ist es ganz unmöglich, dass er sich zum ersten Anfang zurückwendet und denkt:
‘ahosiṁ nu kho ahaṁ atītamaddhānaṁ, nanu kho ahosiṁ atītamaddhānaṁ, kiṁ nu kho ahosiṁ atītamaddhānaṁ, kathaṁ nu kho ahosiṁ atītamaddhānaṁ, kiṁ hutvā kiṁ ahosiṁ nu kho ahaṁ atītamaddhānan’ti; ‚War ich in der Vergangenheit? War ich nicht in der Vergangenheit? Was war ich in der Vergangenheit? Wie war ich in der Vergangenheit? Nachdem ich was war, wurde ich in der Vergangenheit was?‘
aparantaṁ vā upadhāvissati: Ebenso ist es unmöglich, dass er sich nach vorne zum letzten Schluss wendet und denkt:
‘bhavissāmi nu kho ahaṁ anāgatamaddhānaṁ, nanu kho bhavissāmi anāgatamaddhānaṁ, kiṁ nu kho bhavissāmi anāgatamaddhānaṁ, kathaṁ nu kho bhavissāmi anāgatamaddhānaṁ, kiṁ hutvā kiṁ bhavissāmi nu kho ahaṁ anāgatamaddhānan’ti; ‚Werde ich in der Zukunft sein? Werde ich in der Zukunft nicht sein? Was werde ich in der Zukunft sein? Wie werde ich in der Zukunft sein? Nachdem ich was bin, werde ich was in der Zukunft werden?‘
etarahi vā paccuppannaṁ addhānaṁ ajjhattaṁ kathaṅkathī bhavissati: Ebenso ist es unmöglich, dass er unschlüssig über die Gegenwart ist und denkt:
‘ahaṁ nu khosmi, no nu khosmi, kiṁ nu khosmi, kathaṁ nu khosmi, ayaṁ nu kho satto kuto āgato, so kuhiṁ gamissatī’ti—‚Bin ich? Bin ich nicht? Was bin ich? Wie bin ich? Dieses Lebewesen – woher kommt es? Und wohin wird es gehen?‘
netaṁ ṭhānaṁ vijjati.
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Tathā hi, bhikkhave, ariyasāvakassa ayañca paṭiccasamuppādo ime ca paṭiccasamuppannā dhammā yathābhūtaṁ sammappaññāya sudiṭṭhā”ti. Weil dieser edle Schüler wahrhaftig mit rechter Weisheit dieses abhängige Entstehen und diese abhängig entstandenen Erscheinungen klar gesehen hat.“
Dasamaṁ.
Āhāravaggo dutiyo.
Tassuddānaṁ
Āhāraṁ phagguno ceva,
Dve ca samaṇabrāhmaṇā;
Kaccānagotta dhammakathikaṁ,
Acelaṁ timbarukena ca;
Bālapaṇḍitato ceva,
Dasamo paccayena cāti.