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Majjhima Nikāya 117 Mittlere Lehrreden 117

Mahācattārīsakasutta Die großen Vierzig

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“

“Bhadante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“ariyaṁ vo, bhikkhave, sammāsamādhiṁ desessāmi saupanisaṁ saparikkhāraṁ. „Mönche und Nonnen, ich werde euch edle rechte Versenkung mit ihren wesentlichen Bedingungen und ihren Voraussetzungen lehren.

Taṁ suṇātha, sādhukaṁ manasi karotha, bhāsissāmī”ti. Hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“

“Evaṁ, bhante”ti kho te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ja, Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“Katamo ca, bhikkhave, ariyo sammāsamādhi saupaniso saparikkhāro? „Und was ist edle rechte Versenkung mit ihren wesentlichen Bedingungen und ihren Voraussetzungen?

Seyyathidaṁ—sammādiṭṭhi, sammāsaṅkappo, sammāvācā, sammākammanto, sammāājīvo, sammāvāyāmo, sammāsati; Es ist rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Handeln, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz und rechte Achtsamkeit.

yā kho, bhikkhave, imehi sattahaṅgehi cittassa ekaggatā parikkhatā—Einswerden des Geistes, bei dem diese sieben Faktoren als Voraussetzungen zugegen sind,

ayaṁ vuccati, bhikkhave, ariyo sammāsamādhi saupaniso itipi, saparikkhāro itipi. nennt man edle rechte Versenkung ‚mit ihren wesentlichen Bedingungen‘ und auch ‚mit ihren Voraussetzungen‘.

Tatra, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti. In dieser Sache kommt rechte Ansicht zuerst.

Kathañca, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti? Und wie kommt rechte Ansicht zuerst?

Micchādiṭṭhiṁ ‘micchādiṭṭhī’ti pajānāti, sammādiṭṭhiṁ ‘sammādiṭṭhī’ti pajānāti—sāssa hoti sammādiṭṭhi. Wenn man falsche Ansicht als falsche Ansicht versteht und rechte Ansicht als rechte Ansicht, ist das für einen rechte Ansicht.

Katamā ca, bhikkhave, micchādiṭṭhi? Und was ist falsche Ansicht?

‘Natthi dinnaṁ, natthi yiṭṭhaṁ, natthi hutaṁ, natthi sukatadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko, natthi ayaṁ loko, natthi paro loko, natthi mātā, natthi pitā, natthi sattā opapātikā, natthi loke samaṇabrāhmaṇā sammaggatā sammāpaṭipannā ye imañca lokaṁ parañca lokaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedentī’ti—‚Geben, Opfer oder Spenden haben keinen Sinn. Es gibt keine Frucht und kein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt kein Leben nach dem Tod. So etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden, gibt es nicht. Und es gibt keinen Asketen oder Brahmanen, der sich richtig benimmt, richtig übt, und der das Leben nach dem Tod erklärt, nachdem er es durch eigene Einsicht erkannt hat.‘

ayaṁ, bhikkhave, micchādiṭṭhi. Das ist falsche Ansicht.

Katamā ca, bhikkhave, sammādiṭṭhi? Und was ist rechte Ansicht?

Sammādiṭṭhimpahaṁ, bhikkhave, dvāyaṁ vadāmi—Rechte Ansicht ist zweifach, sage ich.

atthi, bhikkhave, sammādiṭṭhi sāsavā puññabhāgiyā upadhivepakkā; Es gibt rechte Ansicht, die mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

atthi, bhikkhave, sammādiṭṭhi ariyā anāsavā lokuttarā maggaṅgā. Und es gibt rechte Ansicht, die edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

Katamā ca, bhikkhave, sammādiṭṭhi sāsavā puññabhāgiyā upadhivepakkā? Und was ist rechte Ansicht, die mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift?

‘Atthi dinnaṁ, atthi yiṭṭhaṁ, atthi hutaṁ, atthi sukatadukkaṭānaṁ kammānaṁ phalaṁ vipāko, atthi ayaṁ loko, atthi paro loko, atthi mātā, atthi pitā, atthi sattā opapātikā, atthi loke samaṇabrāhmaṇā sammaggatā sammāpaṭipannā ye imañca lokaṁ parañca lokaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedentī’ti—‚Geben, Opfer und Spenden sind sinnvoll. Es gibt eine Frucht und ein Ergebnis von guten und schlechten Taten. Es gibt ein Leben nach dem Tod. Es gibt so etwas wie Mutter und Vater oder Wesen, die durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden. Und es gibt Asketen und Brahmanen, die sich richtig benehmen, richtig üben, die das Leben nach dem Tod erklären, nachdem sie es durch eigene Einsicht erkannt haben.‘

ayaṁ, bhikkhave, sammādiṭṭhi sāsavā puññabhāgiyā upadhivepakkā. Das ist rechte Ansicht, die mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

Katamā ca, bhikkhave, sammādiṭṭhi ariyā anāsavā lokuttarā maggaṅgā? Und was ist rechte Ansicht, die edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades?

Yā kho, bhikkhave, ariyacittassa anāsavacittassa ariyamaggasamaṅgino ariyamaggaṁ bhāvayato paññā paññindriyaṁ paññābalaṁ dhammavicayasambojjhaṅgo sammādiṭṭhi maggaṅgaṁ—Es ist die Weisheit – die Fähigkeit der Weisheit, die Kraft der Weisheit, der Faktor des Erwachens ‚Erforschung der Gesetzmäßigkeiten‘ und rechte Ansicht als Faktor des Pfades – bei einem, der zum Edlen entschlossen ist, zum Unbefleckten entschlossen, der den edlen Pfad besitzt und ihn entwickelt.

ayaṁ vuccati, bhikkhave, sammādiṭṭhi ariyā anāsavā lokuttarā maggaṅgā. Das nennt man rechte Ansicht, die edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

So micchādiṭṭhiyā pahānāya vāyamati, sammādiṭṭhiyā, upasampadāya, svāssa hoti sammāvāyāmo. Man setzt sich ein, um falsche Ansicht aufzugeben und sich rechte Ansicht zu eigen zu machen: Das ist für einen rechter Einsatz.

So sato micchādiṭṭhiṁ pajahati, sato sammādiṭṭhiṁ upasampajja viharati, sāssa hoti sammāsati. Achtsam gibt man falsche Ansicht auf und macht sich rechte Ansicht zu eigen: Das ist für einen rechte Achtsamkeit.

Itiyime tayo dhammā sammādiṭṭhiṁ anuparidhāvanti anuparivattanti, seyyathidaṁ—sammādiṭṭhi, sammāvāyāmo, sammāsati. So laufen diese drei Dinge immer weiter um rechte Ansicht herum und umkreisen sie: nämlich rechte Ansicht, rechter Einsatz und rechte Achtsamkeit.

Tatra, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti. In dieser Sache kommt rechte Ansicht zuerst.

Kathañca, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti? Und wie kommt rechte Ansicht zuerst?

Micchāsaṅkappaṁ ‘micchāsaṅkappo’ti pajānāti, sammāsaṅkappaṁ ‘sammāsaṅkappo’ti pajānāti, sāssa hoti sammādiṭṭhi. Wenn man falsches Denken als falsches Denken versteht und rechtes Denken als rechtes Denken, ist das für einen rechte Ansicht.

Katamo ca, bhikkhave, micchāsaṅkappo? Und was ist falsches Denken?

Kāmasaṅkappo, byāpādasaṅkappo, vihiṁsāsaṅkappo—Sinnliche, böswillige und grausame Gedanken.

ayaṁ, bhikkhave, micchāsaṅkappo. Das ist falsches Denken.

Katamo ca, bhikkhave, sammāsaṅkappo? Und was ist rechtes Denken?

Sammāsaṅkappampahaṁ, bhikkhave, dvāyaṁ vadāmi—Rechtes Denken ist zweifach, sage ich.

atthi, bhikkhave, sammāsaṅkappo sāsavo puññabhāgiyo upadhivepakko; Es gibt rechtes Denken, das mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

atthi, bhikkhave, sammāsaṅkappo ariyo anāsavo lokuttaro maggaṅgo. Und es gibt rechtes Denken, das edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

Katamo ca, bhikkhave, sammāsaṅkappo sāsavo puññabhāgiyo upadhivepakko? Und was ist rechtes Denken, das mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift?

Nekkhammasaṅkappo, abyāpādasaṅkappo, avihiṁsāsaṅkappo: Entsagende, wohlwollende und mildherzige Gedanken.

‘ayaṁ, bhikkhave, sammāsaṅkappo sāsavo puññabhāgiyo upadhivepakko’. Das ist rechtes Denken, das mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

Katamo ca, bhikkhave, sammāsaṅkappo ariyo anāsavo lokuttaro maggaṅgo? Und was ist rechtes Denken, das edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades?

Yo kho, bhikkhave, ariyacittassa anāsavacittassa ariyamaggasamaṅgino ariyamaggaṁ bhāvayato takko vitakko saṅkappo appanā byappanā cetaso abhiniropanā vacīsaṅkhāro—Es ist der Gedanke – das Ausrichten des Geistes, das Denken, das Pflanzen, Einpflanzen, Verankern, der sprachliche Vorgang – bei einem, der zum Edlen entschlossen ist, zum Unbefleckten entschlossen, der den edlen Pfad besitzt und ihn entwickelt.

ayaṁ, bhikkhave, sammāsaṅkappo ariyo anāsavo lokuttaro maggaṅgo. Das ist rechtes Denken, das edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

So micchāsaṅkappassa pahānāya vāyamati, sammāsaṅkappassa upasampadāya, svāssa hoti sammāvāyāmo. Man setzt sich ein, um falsches Denken aufzugeben und sich rechtes Denken zu eigen zu machen: Das ist für einen rechter Einsatz.

So sato micchāsaṅkappaṁ pajahati, sato sammāsaṅkappaṁ upasampajja viharati; sāssa hoti sammāsati. Achtsam gibt man falsches Denken auf und macht sich rechtes Denken zu eigen: Das ist für einen rechte Achtsamkeit.

Itiyime tayo dhammā sammāsaṅkappaṁ anuparidhāvanti anuparivattanti, seyyathidaṁ—sammādiṭṭhi, sammāvāyāmo, sammāsati. So laufen diese drei Dinge immer weiter um rechtes Denken herum und umkreisen es: nämlich rechte Ansicht, rechter Einsatz und rechte Achtsamkeit.

Tatra, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti. In dieser Sache kommt rechte Ansicht zuerst.

Kathañca, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti? Und wie kommt rechte Ansicht zuerst?

Micchāvācaṁ ‘micchāvācā’ti pajānāti, sammāvācaṁ ‘sammāvācā’ti pajānāti; sāssa hoti sammādiṭṭhi. Wenn man falsche Rede als falsche Rede versteht und rechte Rede als rechte Rede, ist das für einen rechte Ansicht.

Katamā ca, bhikkhave, micchāvācā? Und was ist falsche Rede?

Musāvādo, pisuṇā vācā, pharusā vācā, samphappalāpo—Falsche, entzweiende, harte oder unsinnige Rede.

ayaṁ, bhikkhave, micchāvācā. Das ist falsche Rede.

Katamā ca, bhikkhave, sammāvācā? Und was ist rechte Rede?

Sammāvācampahaṁ, bhikkhave, dvāyaṁ vadāmi—Rechte Rede ist zweifach, sage ich.

atthi, bhikkhave, sammāvācā sāsavā puññabhāgiyā upadhivepakkā; Es gibt rechte Rede, die mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

atthi, bhikkhave, sammāvācā ariyā anāsavā lokuttarā maggaṅgā. Und es gibt rechte Rede, die edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

Katamā ca, bhikkhave, sammāvācā sāsavā puññabhāgiyā upadhivepakkā? Und was ist rechte Rede, die mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift?

Musāvādā veramaṇī, pisuṇāya vācāya veramaṇī, pharusāya vācāya veramaṇī, samphappalāpā veramaṇī—Man unterlässt den Gebrauch falscher, entzweiender, harter oder unsinniger Rede.

ayaṁ, bhikkhave, sammāvācā sāsavā puññabhāgiyā upadhivepakkā. Das ist rechte Rede, die mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

Katamā ca, bhikkhave, sammāvācā ariyā anāsavā lokuttarā maggaṅgā? Und was ist rechte Rede, die edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades?

Yā kho, bhikkhave, ariyacittassa anāsavacittassa ariyamaggasamaṅgino ariyamaggaṁ bhāvayato catūhi vacīduccaritehi ārati virati paṭivirati veramaṇī—Es ist das Standhalten, das Widerstehen, das Sichenthalten und Unterlassen der vier Arten von schlechtem Verhalten mit der Sprache bei einem, der zum Edlen entschlossen ist, zum Unbefleckten entschlossen, der den edlen Pfad besitzt und ihn entwickelt.

ayaṁ, bhikkhave, sammāvācā ariyā anāsavā lokuttarā maggaṅgā. Das ist rechte Rede, die edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

So micchāvācāya pahānāya vāyamati, sammāvācāya upasampadāya; svāssa hoti sammāvāyāmo. Man setzt sich ein, um falsche Rede aufzugeben und sich rechte Rede zu eigen zu machen: Das ist für einen rechter Einsatz.

So sato micchāvācaṁ pajahati, sato sammāvācaṁ upasampajja viharati; sāssa hoti sammāsati. Achtsam gibt man falsche Rede auf und macht sich rechte Rede zu eigen: Das ist für einen rechte Achtsamkeit.

Itiyime tayo dhammā sammāvācaṁ anuparidhāvanti anuparivattanti, seyyathidaṁ—sammādiṭṭhi, sammāvāyāmo, sammāsati. So laufen diese drei Dinge immer weiter um rechte Rede herum und umkreisen sie: nämlich rechte Ansicht, rechter Einsatz und rechte Achtsamkeit.

Tatra, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti. In dieser Sache kommt rechte Ansicht zuerst.

Kathañca, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti? Und wie kommt rechte Ansicht zuerst?

Micchākammantaṁ ‘micchākammanto’ti pajānāti, sammākammantaṁ ‘sammākammanto’ti pajānāti; sāssa hoti sammādiṭṭhi. Wenn man falsches Handeln als falsches Handeln versteht und rechtes Handeln als rechtes Handeln, ist das für einen rechte Ansicht.

Katamo ca, bhikkhave, micchākammanto? Und was ist falsches Handeln?

Pāṇātipāto, adinnādānaṁ, kāmesumicchācāro—Das Töten lebender Geschöpfe, das Stehlen und das Begehen sexueller Verfehlungen.

ayaṁ, bhikkhave, micchākammanto. Das ist falsches Handeln.

Katamo ca, bhikkhave, sammākammanto? Und was ist rechtes Handeln?

Sammākammantampahaṁ, bhikkhave, dvāyaṁ vadāmi—Rechtes Handeln ist zweifach, sage ich.

atthi, bhikkhave, sammākammanto sāsavo puññabhāgiyo upadhivepakko; Es gibt rechtes Handeln, das mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

atthi, bhikkhave, sammākammanto ariyo anāsavo lokuttaro maggaṅgo. Und es gibt rechtes Handeln, das edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

Katamo ca, bhikkhave, sammākammanto sāsavo puññabhāgiyo upadhivepakko? Und was ist rechtes Handeln, das mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift?

Pāṇātipātā veramaṇī, adinnādānā veramaṇī, kāmesumicchācārā veramaṇī—Man unterlässt es, lebende Geschöpfe zu töten, zu stehlen und sexuelle Verfehlungen zu begehen.

ayaṁ, bhikkhave, sammākammanto sāsavo puññabhāgiyo upadhivepakko. Das ist rechtes Handeln, das mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

Katamo ca, bhikkhave, sammākammanto ariyo anāsavo lokuttaro maggaṅgo? Und was ist rechtes Handeln, das edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades?

Yā kho, bhikkhave, ariyacittassa anāsavacittassa ariyamaggasamaṅgino ariyamaggaṁ bhāvayato tīhi kāyaduccaritehi ārati virati paṭivirati veramaṇī—Es ist das Standhalten, das Widerstehen, das Sichenthalten und Unterlassen der drei Arten von schlechtem Verhalten mit dem Körper bei einem, der zum Edlen entschlossen ist, zum Unbefleckten entschlossen, der den edlen Pfad besitzt und ihn entwickelt.

ayaṁ, bhikkhave, sammākammanto ariyo anāsavo lokuttaro maggaṅgo. Das ist rechtes Handeln, das edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

So micchākammantassa pahānāya vāyamati, sammākammantassa upasampadāya; svāssa hoti sammāvāyāmo. Man setzt sich ein, um falsches Handeln aufzugeben und sich rechtes Handeln zu eigen zu machen: Das ist für einen rechter Einsatz.

So sato micchākammantaṁ pajahati, sato sammākammantaṁ upasampajja viharati; sāssa hoti sammāsati. Achtsam gibt man falsches Handeln auf und macht sich rechtes Handeln zu eigen: Das ist für einen rechte Achtsamkeit.

Itiyime tayo dhammā sammākammantaṁ anuparidhāvanti anuparivattanti, seyyathidaṁ—sammādiṭṭhi, sammāvāyāmo, sammāsati. So laufen diese drei Dinge immer weiter um rechtes Handeln herum und umkreisen es: nämlich rechte Ansicht, rechter Einsatz und rechte Achtsamkeit.

Tatra, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti. In dieser Sache kommt rechte Ansicht zuerst.

Kathañca, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti? Und wie kommt rechte Ansicht zuerst?

Micchāājīvaṁ ‘micchāājīvo’ti pajānāti, sammāājīvaṁ ‘sammāājīvo’ti pajānāti; sāssa hoti sammādiṭṭhi. Wenn man falschen Lebenserwerb als falschen Lebenserwerb versteht und rechten Lebenserwerb als rechten Lebenserwerb, ist das für einen rechte Ansicht.

Katamo ca, bhikkhave, micchāājīvo? Und was ist falscher Lebenserwerb?

Kuhanā, lapanā, nemittikatā, nippesikatā, lābhena lābhaṁ nijigīsanatā—Heucheln, schmeicheln, Andeutungen machen und andere abwerten und das Benutzen von materiellem Besitz, um mehr materiellem Besitz nachzujagen.

ayaṁ, bhikkhave, micchāājīvo. Das ist falscher Lebenserwerb.

Katamo ca, bhikkhave, sammāājīvo? Und was ist rechter Lebenserwerb?

Sammāājīvampahaṁ, bhikkhave, dvāyaṁ vadāmi—Rechter Lebenserwerb ist zweifach, sage ich.

atthi, bhikkhave, sammāājīvo sāsavo puññabhāgiyo upadhivepakko; Es gibt rechten Lebenserwerb, der mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

atthi, bhikkhave, sammāājīvo ariyo anāsavo lokuttaro maggaṅgo. Und es gibt rechten Lebenserwerb, der edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

Katamo ca, bhikkhave, sammāājīvo sāsavo puññabhāgiyo upadhivepakko? Und was ist rechter Lebenserwerb, der mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift?

Idha, bhikkhave, ariyasāvako micchāājīvaṁ pahāya sammāājīvena jīvikaṁ kappeti—Da gibt ein edler Schüler falschen Lebenserwerb auf und verdient seinen Unterhalt mit rechtem Lebenserwerb.

ayaṁ, bhikkhave, sammāājīvo sāsavo puññabhāgiyo upadhivepakko. Das ist rechter Lebenserwerb, der mit Befleckungen verbunden ist, an guten Taten teilhat und zu Bindungen heranreift.

Katamo ca, bhikkhave, sammāājīvo ariyo anāsavo lokuttaro maggaṅgo? Und was ist rechter Lebenserwerb, der edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades?

Yā kho, bhikkhave, ariyacittassa anāsavacittassa ariyamaggasamaṅgino ariyamaggaṁ bhāvayato micchāājīvā ārati virati paṭivirati veramaṇī—Es ist das Standhalten, das Widerstehen, das Sichenthalten und Unterlassen falschen Lebenserwerbs bei einem, der zum Edlen entschlossen ist, zum Unbefleckten entschlossen, der den edlen Pfad besitzt und ihn entwickelt.

ayaṁ, bhikkhave, sammāājīvo ariyo anāsavo lokuttaro maggaṅgo. Das ist rechter Lebenserwerb, der edel ist, unbefleckt, überweltlich, ein Faktor des Pfades.

So micchāājīvassa pahānāya vāyamati, sammāājīvassa upasampadāya; svāssa hoti sammāvāyāmo. Man setzt sich ein, um falschen Lebenserwerb aufzugeben und sich rechten Lebenserwerb zu eigen zu machen: Das ist für einen rechter Einsatz.

So sato micchāājīvaṁ pajahati, sato sammāājīvaṁ upasampajja viharati; sāssa hoti sammāsati. Achtsam gibt man falschen Lebenserwerb auf und macht sich rechten Lebenserwerb zu eigen: Das ist für einen rechte Achtsamkeit.

Itiyime tayo dhammā sammāājīvaṁ anuparidhāvanti anuparivattanti, seyyathidaṁ—sammādiṭṭhi, sammāvāyāmo, sammāsati. So laufen diese drei Dinge immer weiter um rechten Lebenserwerb herum und umkreisen ihn: nämlich rechte Ansicht, rechter Einsatz und rechte Achtsamkeit.

Tatra, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti. In dieser Sache kommt rechte Ansicht zuerst.

Kathañca, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti? Und wie kommt rechte Ansicht zuerst?

Sammādiṭṭhissa, bhikkhave, sammāsaṅkappo pahoti, sammāsaṅkappassa sammāvācā pahoti, sammāvācassa sammākammanto pahoti, sammākammantassa sammāājīvo pahoti, sammāājīvassa sammāvāyāmo pahoti, sammāvāyāmassa sammāsati pahoti, sammāsatissa sammāsamādhi pahoti, sammāsamādhissa sammāñāṇaṁ pahoti, sammāñāṇassa sammāvimutti pahoti. Rechte Ansicht bringt rechtes Denken hervor. Rechtes Denken bringt rechte Rede hervor. Rechte Rede bringt rechtes Handeln hervor. Rechtes Handeln bringt rechten Lebenserwerb hervor. Rechter Lebenserwerb bringt rechten Einsatz hervor. Rechter Einsatz bringt rechte Achtsamkeit hervor. Rechte Achtsamkeit bringt rechte Versenkung hervor. Rechte Versenkung bringt rechte Erkenntnis hervor. Und rechte Erkenntnis bringt rechte Freiheit hervor.

Iti kho, bhikkhave, aṭṭhaṅgasamannāgato sekkho, dasaṅgasamannāgato arahā hoti. Somit besitzt der in Schulung Befindliche acht Faktoren und der Vollendete besitzt zehn Faktoren.

Tatrapi sammāñāṇena aneke pāpakā akusalā dhammā vigatā bhāvanāpāripūriṁ gacchanti. Und auch hier wird das Ausrotten vieler schlechter, untauglicher Eigenschaften durch rechte Erkenntnis vollständig entwickelt.

Tatra, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti. In dieser Sache kommt rechte Ansicht zuerst.

Kathañca, bhikkhave, sammādiṭṭhi pubbaṅgamā hoti? Und wie kommt rechte Ansicht zuerst?

Sammādiṭṭhissa, bhikkhave, micchādiṭṭhi nijjiṇṇā hoti. Jemand mit rechter Ansicht hat falsche Ansicht abgetragen.

Ye ca micchādiṭṭhipaccayā aneke pāpakā akusalā dhammā sambhavanti te cassa nijjiṇṇā honti. Und die vielen schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgrund von falscher Ansicht entstehen, auch die hat er abgetragen.

Sammādiṭṭhipaccayā aneke kusalā dhammā bhāvanāpāripūriṁ gacchanti. Und aufgrund von rechter Ansicht werden viele taugliche Eigenschaften vollständig entwickelt.

Sammāsaṅkappassa, bhikkhave, micchāsaṅkappo nijjiṇṇo hoti …pe… Jemand mit rechtem Denken hat falsches Denken abgetragen. …

sammāvācassa, bhikkhave, micchāvācā nijjiṇṇā hoti … Jemand mit rechter Rede hat falsche Rede abgetragen. …

sammākammantassa, bhikkhave, micchākammanto nijjiṇṇo hoti … Jemand mit rechtem Handeln hat falsches Handeln abgetragen. …

sammāājīvassa, bhikkhave, micchāājīvo nijjiṇṇo hoti … Jemand mit rechtem Lebenserwerb hat falschen Lebenserwerb abgetragen. …

sammāvāyāmassa, bhikkhave, micchāvāyāmo nijjiṇṇo hoti … Jemand mit rechtem Einsatz hat falschen Einsatz abgetragen. …

sammāsatissa, bhikkhave, micchāsati nijjiṇṇā hoti … Jemand mit rechter Achtsamkeit hat falsche Achtsamkeit abgetragen. …

sammāsamādhissa, bhikkhave, micchāsamādhi nijjiṇṇo hoti … Jemand mit rechter Versenkung hat falsche Versenkung abgetragen. …

sammāñāṇassa, bhikkhave, micchāñāṇaṁ nijjiṇṇaṁ hoti … Jemand mit rechter Erkenntnis hat falsche Erkenntnis abgetragen. …

sammāvimuttassa, bhikkhave, micchāvimutti nijjiṇṇā hoti. Jemand mit rechter Freiheit hat falsche Freiheit abgetragen.

Ye ca micchāvimuttipaccayā aneke pāpakā akusalā dhammā sambhavanti te cassa nijjiṇṇā honti. Und die vielen schlechten, untauglichen Eigenschaften, die aufgrund von falscher Freiheit entstehen, auch die hat er abgetragen.

Sammāvimuttipaccayā ca aneke kusalā dhammā bhāvanāpāripūriṁ gacchanti. Und aufgrund von rechter Freiheit werden viele taugliche Eigenschaften vollständig entwickelt.

Iti kho, bhikkhave, vīsati kusalapakkhā, vīsati akusalapakkhā—So sind da zwanzig Dinge auf der Seite des Tauglichen und zwanzig auf der Seite des Untauglichen.

mahācattārīsako dhammapariyāyo pavattito appaṭivattiyo samaṇena vā brāhmaṇena vā devena vā mārena vā brahmunā vā kenaci vā lokasmiṁ. Diese Lehrdarlegung über die Großen Vierzig wurde vorwärts gerollt. Und sie kann von keinem Asketen oder Brahmanen oder Gott oder Māra oder Brahmā oder von irgendjemandem in der Welt zurückgerollt werden.

Yo hi koci, bhikkhave, samaṇo vā brāhmaṇo vā imaṁ mahācattārīsakaṁ dhammapariyāyaṁ garahitabbaṁ paṭikkositabbaṁ maññeyya tassa diṭṭheva dhamme dasasahadhammikā vādānuvādā gārayhaṁ ṭhānaṁ āgacchanti—Wenn irgendein Asket oder Brahmane denkt, er könne diese Lehrdarlegung über die Großen Vierzig tadeln und ablehnen, verdient er in eben diesem Leben eine Gegendarstellung und Tadel aus zehn berechtigten Gründen.

sammādiṭṭhiñce bhavaṁ garahati, ye ca micchādiṭṭhī samaṇabrāhmaṇā te bhoto pujjā, te bhoto pāsaṁsā; Wenn solch ein werter Mensch rechte Ansicht tadelt, ehrt und preist er Asketen und Brahmanen, die falsche Ansicht haben.

sammāsaṅkappañce bhavaṁ garahati, ye ca micchāsaṅkappā samaṇabrāhmaṇā te bhoto pujjā, te bhoto pāsaṁsā; Wenn er rechtes Denken …

sammāvācañce bhavaṁ garahati …pe… rechte Rede …

sammākammantañce bhavaṁ garahati … rechtes Handeln …

sammāājīvañce bhavaṁ garahati … rechten Lebenserwerb …

sammāvāyāmañce bhavaṁ garahati … rechten Einsatz …

sammāsatiñce bhavaṁ garahati … rechte Achtsamkeit …

sammāsamādhiñce bhavaṁ garahati … rechte Versenkung …

sammāñāṇañce bhavaṁ garahati … rechte Erkenntnis …

sammāvimuttiñce bhavaṁ garahati, ye ca micchāvimuttī samaṇabrāhmaṇā te bhoto pujjā, te bhoto pāsaṁsā. oder rechte Freiheit tadelt, ehrt und preist er Asketen und Brahmanen, die falsche Freiheit haben.

Yo koci, bhikkhave, samaṇo vā brāhmaṇo vā imaṁ mahācattārīsakaṁ dhammapariyāyaṁ garahitabbaṁ paṭikkositabbaṁ maññeyya tassa diṭṭheva dhamme ime dasasahadhammikā vādānuvādā gārayhaṁ ṭhānaṁ āgacchanti. Wenn irgendein Asket oder Brahmane denkt, er könne diese Lehrdarlegung über die Großen Vierzig tadeln und ablehnen, verdient er in eben diesem Leben eine Gegendarstellung und Tadel aus diesen zehn berechtigten Gründen.

Yepi te, bhikkhave, ahesuṁ okkalā vassabhaññā ahetuvādā akiriyavādā natthikavādā tepi mahācattārīsakaṁ dhammapariyāyaṁ na garahitabbaṁ nappaṭikkositabbaṁ amaññiṁsu. Selbst die, die laute und kühne Verfechter der Keine-Ursache-Doktrin, der Doktrin des Nicht-Tuns und des Nihilismus waren, haben nicht gedacht, dass diese Lehrdarlegung über die Großen Vierzig getadelt oder abgelehnt werden sollte.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Nindābyārosaupārambhabhayā”ti. Aus Furcht, dass man sie tadeln und kritisieren und an ihnen etwas aussetzen würde.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.

Mahācattārīsakasuttaṁ niṭṭhitaṁ sattamaṁ.
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