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Majjhima Nikāya 107 Mittlere Lehrreden 107
Gaṇakamoggallānasutta Mit Moggallāna dem Buchhalter
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati pubbārāme migāramātupāsāde. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī im Ostkloster auf, im Pfahlbau-Langhaus der Mutter Migāras.
Atha kho gaṇakamoggallāno brāhmaṇo yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavatā saddhiṁ sammodi. Da ging der Brahmane Moggallāna der Buchhalter zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Ekamantaṁ nisinno kho gaṇakamoggallāno brāhmaṇo bhagavantaṁ etadavoca: Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin und sagte zum Buddha:
“Seyyathāpi, bho gotama, imassa migāramātupāsādassa dissati anupubbasikkhā anupubbakiriyā anupubbapaṭipadā yadidaṁ—„Werter Gotama, in diesem Pfahlbau-Langhaus können wir schrittweise Schulung sehen, schrittweises Vorgehen, schrittweise Übung,
yāva pacchimasopānakaḷevarā; nämlich bis hinab zur untersten Treppenstufe.
imesampi hi, bho gotama, brāhmaṇānaṁ dissati anupubbasikkhā anupubbakiriyā anupubbapaṭipadā yadidaṁ—Unter den Brahmanen können wir schrittweise Schulung sehen, schrittweises Vorgehen, schrittweise Übung,
ajjhene; nämlich im Aufsagen.
imesampi hi, bho gotama, issāsānaṁ dissati anupubbasikkhā anupubbakiriyā anupubbapaṭipadā yadidaṁ—Unter den Bogenschützen können wir schrittweise Schulung sehen, schrittweises Vorgehen, schrittweise Übung,
issatthe. nämlich im Bogenschießen.
Amhākampi hi, bho gotama, gaṇakānaṁ gaṇanājīvānaṁ dissati anupubbasikkhā anupubbakiriyā anupubbapaṭipadā yadidaṁ—Unter uns Buchhaltern, die wir unseren Lebenserwerb im Rechnungswesen verdienen, können wir schrittweise Schulung sehen, schrittweises Vorgehen, schrittweise Übung,
saṅkhāne. nämlich im Rechnen.
Mayañhi, bho gotama, antevāsiṁ labhitvā paṭhamaṁ evaṁ gaṇāpema: Denn wenn wir einen Lehrling bekommen, lassen wir ihn zuerst so rechnen:
‘ekaṁ ekakaṁ, dve dukā, tīṇi tikā, cattāri catukkā, pañca pañcakā, cha chakkā, satta sattakā, aṭṭha aṭṭhakā, nava navakā, dasa dasakā’ti; ‚Ein mal eins, zwei mal zwei, drei mal drei, vier mal vier, fünf mal fünf, sechs mal sechs, sieben mal sieben, acht mal acht, neun mal neun, zehn mal zehn.‘
satampi mayaṁ, bho gotama, gaṇāpema, bhiyyopi gaṇāpema. Wir lassen ihn sogar bis hundert rechnen.
Sakkā nu kho, bho gotama, imasmimpi dhammavinaye evameva anupubbasikkhā anupubbakiriyā anupubbapaṭipadā paññapetun”ti? Ist es möglich, auf ähnliche Weise in dieser Lehre und Schulung eine schrittweise Schulung zu beschreiben, ein schrittweises Vorgehen, eine schrittweise Übung?“
“Sakkā, brāhmaṇa, imasmimpi dhammavinaye anupubbasikkhā anupubbakiriyā anupubbapaṭipadā paññapetuṁ. „Das ist möglich, Brahmane.
Seyyathāpi, brāhmaṇa, dakkho assadammako bhaddaṁ assājānīyaṁ labhitvā paṭhameneva mukhādhāne kāraṇaṁ kāreti, atha uttariṁ kāraṇaṁ kāreti; Wie wenn ein geschickter Zureiter ein erlesenes Vollblutpferd bekäme: Zuerst würde er es daran gewöhnen, die Trense zu tragen.
evameva kho, brāhmaṇa, tathāgato purisadammaṁ labhitvā paṭhamaṁ evaṁ vineti: Ebenso leitet der Klargewordene, wenn er einen Menschen bekommt, der für die Schulung geeignet ist, diesen zuerst so an:
‘ehi tvaṁ, bhikkhu, sīlavā hohi, pātimokkhasaṁvarasaṁvuto viharāhi ācāragocarasampanno aṇumattesu vajjesu bhayadassāvī, samādāya sikkhassu sikkhāpadesū’ti. ‚Komm, Mönch, sei tugendhaft, gezügelt in der Ordenssatzung, verhalte dich angemessen und suche an angemessenen Orten um Almosen nach. Sieh die Gefahr im kleinsten Fehler und halte die Schulungsregeln ein, die du aufgenommen hast.‘
Yato kho, brāhmaṇa, bhikkhu sīlavā hoti, pātimokkhasaṁvarasaṁvuto viharati ācāragocarasampanno aṇumattesu vajjesu bhayadassāvī, samādāya sikkhati sikkhāpadesu, tamenaṁ tathāgato uttariṁ vineti: Wenn er tugendhaft ist, leitet der Klargewordene ihn weiter an:
‘ehi tvaṁ, bhikkhu, indriyesu guttadvāro hohi, cakkhunā rūpaṁ disvā mā nimittaggāhī hohi mānubyañjanaggāhī. ‚Komm, Mönch, bewache die Tore der Sinne. Wenn du mit dem Auge ein Bild siehst, bleibe nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ tassa saṁvarāya paṭipajjāhi; rakkhāhi cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ āpajjāhi. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übe Zügelung, bewache das Sehvermögen und halte es im Zaum.
Sotena saddaṁ sutvā …pe… Wenn du mit dem Ohr einen Ton hörst …
ghānena gandhaṁ ghāyitvā …pe… Wenn du mit der Nase einen Geruch riechst …
jivhāya rasaṁ sāyitvā …pe… Wenn du mit der Zunge einen Geschmack schmeckst …
kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā …pe… Wenn du mit dem Körper eine Berührung empfindest …
manasā dhammaṁ viññāya mā nimittaggāhī hohi mānubyañjanaggāhī. Wenn du mit dem Geist eine Vorstellung erkennst, bleibe nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.
Yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ tassa saṁvarāya paṭipajjāhi; rakkhāhi manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ āpajjāhī’ti. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übe Zügelung, bewache das Vorstellungsvermögen und halte es im Zaum.‘
Yato kho, brāhmaṇa, bhikkhu indriyesu guttadvāro hoti, tamenaṁ tathāgato uttariṁ vineti: Wenn er die Tore der Sinne bewacht, leitet der Klargewordene ihn weiter an:
‘ehi tvaṁ, bhikkhu, bhojane mattaññū hohi. ‚Komm, Mönch, halte Maß beim Essen.
Paṭisaṅkhā yoniso āhāraṁ āhāreyyāsi—Denke beim Essen über deine Nahrung gründlich nach:
neva davāya na madāya na maṇḍanāya na vibhūsanāya, yāvadeva imassa kāyassa ṭhitiyā yāpanāya vihiṁsūparatiyā brahmacariyānuggahāya—iti purāṇañca vedanaṁ paṭihaṅkhāmi, navañca vedanaṁ na uppādessāmi, yātrā ca me bhavissati anavajjatā ca phāsuvihāro cā’ti. „Nicht zum Spaß, zum Schwelgen, als Schmuck oder Putz, sondern nur, um diesen Körper zu erhalten, um Schaden abzuwenden und das geistliche Leben zu fördern; so werde ich altes Unbehagen beenden und neues nicht entstehen lassen, und ich werde durchhalten und ohne Tadel und unbeschwert leben können.“‘
Yato kho, brāhmaṇa, bhikkhu bhojane mattaññū hoti, tamenaṁ tathāgato uttariṁ vineti: Wenn er beim Essen maßhält, leitet der Klargewordene ihn weiter an:
‘ehi tvaṁ, bhikkhu, jāgariyaṁ anuyutto viharāhi, divasaṁ caṅkamena nisajjāya āvaraṇīyehi dhammehi cittaṁ parisodhehi, rattiyā paṭhamaṁ yāmaṁ caṅkamena nisajjāya āvaraṇīyehi dhammehi cittaṁ parisodhehi, rattiyā majjhimaṁ yāmaṁ dakkhiṇena passena sīhaseyyaṁ kappeyyāsi pāde pādaṁ accādhāya sato sampajāno uṭṭhānasaññaṁ manasikaritvā, rattiyā pacchimaṁ yāmaṁ paccuṭṭhāya caṅkamena nisajjāya āvaraṇīyehi dhammehi cittaṁ parisodhehī’ti. ‚Komm, Mönch, weihe dich dem Wachsein. Meditiere am Tag im Gehen und im Sitzen und läutere den Geist von Hemmnissen. Meditiere in der ersten Nachtwache im Gehen und im Sitzen und läutere den Geist von Hemmnissen. Lege dich in der mittleren Nachtwache in der Haltung des Löwen nieder – auf die rechte Seite, einen Fuß auf den anderen gelegt – achtsam und der Situation bewusst, den Geist auf die Zeit des Aufstehens gerichtet. Stehe in der letzten Nachtwache auf und meditiere im Gehen und im Sitzen und läutere den Geist von Hemmnissen.‘
Yato kho, brāhmaṇa, bhikkhu jāgariyaṁ anuyutto hoti, tamenaṁ tathāgato uttariṁ vineti: Wenn er dem Wachsein geweiht ist, leitet der Klargewordene ihn weiter an:
‘ehi tvaṁ, bhikkhu, satisampajaññena samannāgato hohi, abhikkante paṭikkante sampajānakārī, ālokite vilokite sampajānakārī, samiñjite pasārite sampajānakārī, saṅghāṭipattacīvaradhāraṇe sampajānakārī, asite pīte khāyite sāyite sampajānakārī, uccārapassāvakamme sampajānakārī, gate ṭhite nisinne sutte jāgarite bhāsite tuṇhībhāve sampajānakārī’ti. ‚Komm, Mönch, habe Achtsamkeit und Situationsbewusstsein. Sei beim Ausgehen und Zurückkommen der Situation bewusst, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben, beim Essen, Trinken, Kauen, Schmecken, beim Ausscheiden von Urin und Kot, beim Gehen, Stehen, Sitzen, Schlafen und Wachen, Reden und Schweigen.‘
Yato kho, brāhmaṇa, bhikkhu satisampajaññena samannāgato hoti, tamenaṁ tathāgato uttariṁ vineti: Wenn er Achtsamkeit und Situationsbewusstsein hat, leitet der Klargewordene ihn weiter an:
‘ehi tvaṁ, bhikkhu, vivittaṁ senāsanaṁ bhajāhi araññaṁ rukkhamūlaṁ pabbataṁ kandaraṁ giriguhaṁ susānaṁ vanapatthaṁ abbhokāsaṁ palālapuñjan’ti. ‚Komm, Mönch, suche einen abgelegenen Platz auf: eine Wildnis, den Fuß eines Baumes, einen Hügel, eine Schlucht, eine Berghöhle, ein Leichenfeld, einen Wald, den freien Himmel, einen Strohhaufen.‘
So vivittaṁ senāsanaṁ bhajati araññaṁ rukkhamūlaṁ pabbataṁ kandaraṁ giriguhaṁ susānaṁ vanapatthaṁ abbhokāsaṁ palālapuñjaṁ. Und so tut er es.
So pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto nisīdati pallaṅkaṁ ābhujitvā, ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya, parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā. Nach dem Essen, wenn er vom Almosengang zurückkommt, setzt er sich mit gekreuzten Beinen hin, richtet den Körper gerade auf und verankert die Achtsamkeit bei sich.
So abhijjhaṁ loke pahāya vigatābhijjhena cetasā viharati, abhijjhāya cittaṁ parisodheti; Er gibt das Begehren nach der Welt auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Begehren ist, und läutert den Geist von Begehren.
byāpādapadosaṁ pahāya abyāpannacitto viharati sabbapāṇabhūtahitānukampī, byāpādapadosā cittaṁ parisodheti; Er gibt bösen Willen und Gehässigkeit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von bösem Willen ist, voller Anteilnahme für alle Lebewesen, und läutert den Geist von bösem Willen.
thinamiddhaṁ pahāya vigatathinamiddho viharati ālokasaññī sato sampajāno, thinamiddhā cittaṁ parisodheti; Er gibt Dumpfheit und Benommenheit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Dumpfheit und Benommenheit ist, er nimmt Licht wahr, ist achtsam und der Situation bewusst und läutert den Geist von Dumpfheit und Benommenheit.
uddhaccakukkuccaṁ pahāya anuddhato viharati ajjhattaṁ vūpasantacitto, uddhaccakukkuccā cittaṁ parisodheti; Er gibt Rastlosigkeit und Reue auf, meditiert ohne Rastlosigkeit, mit innerlich friedvollem Geist, und läutert den Geist von Rastlosigkeit und Reue.
vicikicchaṁ pahāya tiṇṇavicikiccho viharati akathaṅkathī kusalesu dhammesu, vicikicchāya cittaṁ parisodheti. Er gibt den Zweifel auf, meditiert, indem er über den Zweifel hinausgegangen ist, nicht im Unklaren über taugliche Eigenschaften, und läutert den Geist von Zweifel.
So ime pañca nīvaraṇe pahāya cetaso upakkilese paññāya dubbalīkaraṇe Er gibt diese fünf Hindernisse auf, die Verunreinigungen des Herzens, die die Weisheit schwächen.
vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Dann tritt er, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält.
Vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ …pe… dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Wenn das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt er in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.
Pītiyā ca virāgā … tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Und mit dem Schwinden der Ekstase tritt er in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘
Sukhassa ca pahānā … catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Vergehen früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt er in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.
Ye kho te, brāhmaṇa, bhikkhū sekkhā apattamānasā anuttaraṁ yogakkhemaṁ patthayamānā viharanti tesu me ayaṁ evarūpī anusāsanī hoti. So leite ich jene Mönche und Nonnen an, die in Schulung sind, die ihren Herzenswunsch noch nicht erfüllt haben, doch die so leben, dass sie nach dem unübertrefflichen Refugium vor dem Joch streben.
Ye pana te bhikkhū arahanto khīṇāsavā vusitavanto katakaraṇīyā ohitabhārā anuppattasadatthā parikkhīṇabhavasaṁyojanā sammadaññāvimuttā tesaṁ ime dhammā diṭṭhadhammasukhavihārāya ceva saṁvattanti, satisampajaññāya cā”ti. Aber für jene Mönche und Nonnen, die vollendet sind, die die Befleckungen aufgelöst, das geistliche Leben erfüllt und getan haben, was zu tun war, die Bürde abgelegt, ihr eigenes wahres Ziel erreicht, die die Fessel des fortgesetzten Daseins endgültig gelöst haben und durch Erleuchtung richtig befreit sind, für sie führen diese Dinge zu seliger Meditation in diesem Leben und zu Achtsamkeit und Situationsbewusstsein.“
Evaṁ vutte, gaṇakamoggallāno brāhmaṇo bhagavantaṁ etadavoca: Auf diese Worte sagte der Brahmane Moggallāna der Buchhalter zum Buddha:
“kiṁ nu kho bhoto gotamassa sāvakā bhotā gotamena evaṁ ovadīyamānā evaṁ anusāsīyamānā sabbe accantaṁ niṭṭhaṁ nibbānaṁ ārādhenti udāhu ekacce nārādhentī”ti? „Erreichen alle seine Schüler, wenn sie so vom Buddha unterwiesen und angeleitet werden, das höchste Ziel, das Erlöschen, oder erreichen es manche nicht?“
“Appekacce kho, brāhmaṇa, mama sāvakā mayā evaṁ ovadīyamānā evaṁ anusāsīyamānā accantaṁ niṭṭhaṁ nibbānaṁ ārādhenti, ekacce nārādhentī”ti. „Manche erreichen es, und manche erreichen es nicht.“
“Ko nu kho, bho gotama, hetu ko paccayo yaṁ tiṭṭhateva nibbānaṁ, tiṭṭhati nibbānagāmī maggo, tiṭṭhati bhavaṁ gotamo samādapetā; „Was ist der Grund, werter Gotama, was ist die Ursache, dass, obwohl es doch das Erlöschen gibt, obwohl es den Pfad gibt, der zum Erlöschen führt, und den werten Gotama, der sie ermuntert,
atha ca pana bhoto gotamassa sāvakā bhotā gotamena evaṁ ovadīyamānā evaṁ anusāsīyamānā appekacce accantaṁ niṭṭhaṁ nibbānaṁ ārādhenti, ekacce nārādhentī”ti? dennoch manche seiner Schüler das Erlöschen erreichen und manche es nicht erreichen?“
“Tena hi, brāhmaṇa, taṁyevettha paṭipucchissāmi. Yathā te khameyya tathā naṁ byākareyyāsi. „Nun, Brahmane, ich werde dir dazu Gegenfragen stellen, und du kannst antworten, wie du möchtest.
Taṁ kiṁ maññasi, brāhmaṇa, Was denkst du, Brahmane?
kusalo tvaṁ rājagahagāmissa maggassā”ti? Kennst du dich mit dem Weg nach Rājagaha aus?“
“Evaṁ, bho, kusalo ahaṁ rājagahagāmissa maggassā”ti. „Das tue ich, Herr.“
“Taṁ kiṁ maññasi, brāhmaṇa, „Was denkst du, Brahmane?
idha puriso āgaccheyya rājagahaṁ gantukāmo. Da käme ein Mensch daher, der nach Rājagaha gehen wollte.
So taṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadeyya: Er begäbe sich zu dir und sagte:
‘icchāmahaṁ, bhante, rājagahaṁ gantuṁ; ‚Herr, ich wünsche, nach Rājagaha zu gehen.
tassa me rājagahassa maggaṁ upadisā’ti. Bitte zeige mir den Weg nach Rājagaha.‘
Tamenaṁ tvaṁ evaṁ vadeyyāsi: Du würdest zu ihm sagen:
‘ehambho purisa, ayaṁ maggo rājagahaṁ gacchati. ‚Hier, werter Mann, das ist der Weg, der nach Rājagaha führt.
Tena muhuttaṁ gaccha, tena muhuttaṁ gantvā dakkhissasi amukaṁ nāma gāmaṁ, tena muhuttaṁ gaccha, tena muhuttaṁ gantvā dakkhissasi amukaṁ nāma nigamaṁ; Folge ihm eine Stunde, und du wirst ein gewisses Dorf sehen. Folge ihm eine weitere Stunde, und du wirst einen gewissen Marktflecken sehen.
tena muhuttaṁ gaccha, tena muhuttaṁ gantvā dakkhissasi rājagahassa ārāmarāmaṇeyyakaṁ vanarāmaṇeyyakaṁ bhūmirāmaṇeyyakaṁ pokkharaṇīrāmaṇeyyakan’ti. Folge ihm eine weitere Stunde, und du wirst Rājagaha sehen mit seinen entzückenden Parks, Wäldern, Wiesen und Lotusteichen.‘
So tayā evaṁ ovadīyamāno evaṁ anusāsīyamāno ummaggaṁ gahetvā pacchāmukho gaccheyya. Wenn er so von dir angeleitet würde, könnte er dennoch den falschen Weg einschlagen und nach Westen gehen.
Atha dutiyo puriso āgaccheyya rājagahaṁ gantukāmo. Aber dann käme ein zweiter Mensch daher, der nach Rājagaha gehen wollte.
So taṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadeyya: Er begäbe sich zu dir und fragte dich nach dem Weg,
‘icchāmahaṁ, bhante, rājagahaṁ gantuṁ;
tassa me rājagahassa maggaṁ upadisā’ti.
Tamenaṁ tvaṁ evaṁ vadeyyāsi: und du würdest ihm die gleiche Erklärung geben wie dem ersten.
‘ehambho purisa, ayaṁ maggo rājagahaṁ gacchati.
Tena muhuttaṁ gaccha, tena muhuttaṁ gantvā dakkhissasi amukaṁ nāma gāmaṁ;
tena muhuttaṁ gaccha, tena muhuttaṁ gantvā dakkhissasi amukaṁ nāma nigamaṁ;
tena muhuttaṁ gaccha, tena muhuttaṁ gantvā dakkhissasi rājagahassa ārāmarāmaṇeyyakaṁ vanarāmaṇeyyakaṁ bhūmirāmaṇeyyakaṁ pokkharaṇīrāmaṇeyyakan’ti.
So tayā evaṁ ovadīyamāno evaṁ anusāsīyamāno sotthinā rājagahaṁ gaccheyya. Wenn er so von dir angeleitet würde, könnte er sicher in Rājagaha ankommen.
Ko nu kho, brāhmaṇa, hetu ko paccayo yaṁ tiṭṭhateva rājagahaṁ, tiṭṭhati rājagahagāmī maggo, tiṭṭhasi tvaṁ samādapetā; Was ist der Grund, Brahmane, was ist die Ursache, dass, obwohl es doch Rājagaha gibt, obwohl es den Weg gibt, der nach Rājagaha führt, und dich, der sie ermuntert,
atha ca pana tayā evaṁ ovadīyamāno evaṁ anusāsīyamāno eko puriso ummaggaṁ gahetvā pacchāmukho gaccheyya, eko sotthinā rājagahaṁ gaccheyyā”ti? dennoch ein Mensch den falschen Weg einschlägt und nach Westen geht und ein anderer sicher in Rājagaha ankommt?“
“Ettha kyāhaṁ, bho gotama, karomi? „Was kann ich dazu tun, werter Gotama?
Maggakkhāyīhaṁ, bho gotamā”ti. Ich bin der, der den Weg zeigt.“
“Evameva kho, brāhmaṇa, tiṭṭhateva nibbānaṁ, tiṭṭhati nibbānagāmī maggo, tiṭṭhāmahaṁ samādapetā; „Ebenso erreichen, obwohl es doch das Erlöschen gibt, obwohl es den Pfad gibt, der zum Erlöschen führt, und mich, der sie ermuntert,
atha ca pana mama sāvakā mayā evaṁ ovadīyamānā evaṁ anusāsīyamānā appekacce accantaṁ niṭṭhaṁ nibbānaṁ ārādhenti, ekacce nārādhenti. dennoch manche meiner Schüler, wenn sie so von mir unterwiesen und angeleitet werden, das höchste Ziel, das Erlöschen, und manche erreichen es nicht.
Ettha kyāhaṁ, brāhmaṇa, karomi? Was kann ich dazu tun, Brahmane?
Maggakkhāyīhaṁ, brāhmaṇa, tathāgato”ti. Der Klargewordene ist der, der den Weg zeigt.“
Evaṁ vutte, gaṇakamoggallāno brāhmaṇo bhagavantaṁ etadavoca: Auf diese Worte sagte der Brahmane Moggallāna der Buchhalter zum Buddha:
“yeme, bho gotama, puggalā assaddhā jīvikatthā na saddhā agārasmā anagāriyaṁ pabbajitā saṭhā māyāvino ketabino uddhatā unnaḷā capalā mukharā vikiṇṇavācā indriyesu aguttadvārā bhojane amattaññuno jāgariyaṁ ananuyuttā sāmaññe anapekkhavanto sikkhāya na tibbagāravā bāhulikā sāthalikā okkamane pubbaṅgamā paviveke nikkhittadhurā kusītā hīnavīriyā muṭṭhassatino asampajānā asamāhitā vibbhantacittā duppaññā eḷamūgā, na tehi bhavaṁ gotamo saddhiṁ saṁvasati. „Werter Gotama, es gibt diese Personen ohne Vertrauen, die nicht aus Vertrauen, sondern um des Lebenserwerbs willen aus dem Haus fortgezogen sind ins hauslose Leben. Sie sind doppelzüngig, betrügerisch und hinterhältig. Sie sind rastlos, unverschämt, launisch und unflätig, mit loser Zunge. Sie bewachen die Tore der Sinne nicht, halten beim Essen kein Maß und weihen sich nicht dem Wachsein. Sie haben kein Interesse am Asketenleben und keine eifrige Achtung vor der Schulung. Sie sind genießerisch und lasch, die Ersten bei Rückfällen, sie vernachlässigen die Abgeschiedenheit, sind träge, mit wenig Energie. Sie sind unachtsam, ohne Situationsbewusstsein, ohne Versenkung, mit schweifendem Geist, geistlose Trottel. Mit diesen lebt der werte Gotama nicht zusammen.
Ye pana te kulaputtā saddhā agārasmā anagāriyaṁ pabbajitā asaṭhā amāyāvino aketabino anuddhatā anunnaḷā acapalā amukharā avikiṇṇavācā indriyesu guttadvārā bhojane mattaññuno jāgariyaṁ anuyuttā sāmaññe apekkhavanto sikkhāya tibbagāravā nabāhulikā nasāthalikā okkamane nikkhittadhurā paviveke pubbaṅgamā āraddhavīriyā pahitattā upaṭṭhitassatino sampajānā samāhitā ekaggacittā paññavanto aneḷamūgā, tehi bhavaṁ gotamo saddhiṁ saṁvasati. Aber es gibt diese ehrbaren Menschen, die aus Vertrauen aus dem Haus fortgezogen sind ins hauslose Leben. Sie sind nicht verschlagen, hinterhältig oder heimtückisch. Sie sind nicht rastlos, unverschämt, launisch oder unflätig, haben keine lose Zunge. Sie bewachen die Tore der Sinne, halten beim Essen Maß und weihen sich dem Wachsein. Sie haben Interesse am Asketenleben und eifrige Achtung vor der Schulung. Sie sind nicht genießerisch oder lasch und fallen nicht zurück, sie vernachlässigen die Abgeschiedenheit nicht, sind energisch und entschlossen. Sie sind achtsam, mit Situationsbewusstsein und Versenkung, mit geeintem Geist, weise und gescheit. Mit diesen lebt der werte Gotama zusammen.
Seyyathāpi, bho gotama, ye keci mūlagandhā, kālānusāri tesaṁ aggamakkhāyati; Wie von allen duftenden Wurzeln die Narde als die beste gilt,
ye keci sāragandhā, lohitacandanaṁ tesaṁ aggamakkhāyati; von allen duftenden Kernholzarten rotes Sandelholz als das beste gilt
ye keci pupphagandhā, vassikaṁ tesaṁ aggamakkhāyati; und von allen duftenden Blüten die Jasminblüte als die beste gilt,
evameva bhoto gotamassa ovādo paramajjadhammesu. ebenso ist der Rat des werten Gotama die beste der derzeitigen Lehren.
Abhikkantaṁ, bho gotama, abhikkantaṁ, bho gotama. Vortrefflich, werter Gotama! Vortrefflich!
Seyyathāpi, bho gotama, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ bhotā gotamena anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der werte Gotama die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.
Esāhaṁ bhavantaṁ gotamaṁ saraṇaṁ gacchāmi dhammañca bhikkhusaṅghañca. Ich nehme Zuflucht zum werten Gotama, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.
Upāsakaṁ maṁ bhavaṁ gotamo dhāretu ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. Von diesem Tag an soll der werte Gotama mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“
Gaṇakamoggallānasuttaṁ niṭṭhitaṁ sattamaṁ.