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Majjhima Nikāya 101 Mittlere Lehrreden 101

Devadahasutta Bei Devadaha

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sakkesu viharati devadahaṁ nāma sakyānaṁ nigamo. Einmal hielt sich der Buddha im Land der Sakyer auf, bei dem Marktflecken der Sakyer mit Namen Devadaha.

Tatra kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da wandte sich der Buddha an die Mönche und Nonnen:

“bhikkhavo”ti. „Mönche und Nonnen!“

“Bhadante”ti te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ehrwürdiger Herr“, antworteten sie.

Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:

“santi, bhikkhave, eke samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: „Mönche und Nonnen, es gibt manche Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben:

‘yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, sabbaṁ taṁ pubbekatahetu. ‚Alles, was dieses Individuum erfährt – angenehm, schmerzhaft oder neutral –, all das liegt an seinen früheren Taten.

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo; Indem man vergangene Taten mittels inbrünstiger Bußübung vernichtet und keine neuen Taten tut, kommt so in Zukunft nichts mehr auf.

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī’ti. Ohne künftige Wirkung werden Taten aufgelöst; mit dem Auflösen der Taten wird das Leiden aufgelöst; mit dem Auflösen des Leidens wird Gefühl aufgelöst; und mit dem Auflösen des Gefühls wird alles Leiden abgetragen sein.‘

Evaṁvādino, bhikkhave, nigaṇṭhā. So ist die Lehre der Jaina-Asketen.

Evaṁvādāhaṁ, bhikkhave, nigaṇṭhe upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi: Ich bin zu den Jaina-Asketen gegangen, die das sagen, und sagte:

‘saccaṁ kira tumhe, āvuso nigaṇṭhā, evaṁvādino evaṁdiṭṭhino—‚Ist es wirklich wahr, ist es die Ansicht der Ehrwürdigen,

yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, sabbaṁ taṁ pubbekatahetu. alles, was dieses Individuum erfährt – angenehm, schmerzhaft oder neutral –, all das liege an seinen früheren Taten?

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo; Indem man vergangene Taten mittels inbrünstiger Bußübung vernichte und keine neuen Taten tue, komme so in Zukunft nichts mehr auf?

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī’ti? Ohne künftige Wirkung würden Taten aufgelöst; mit dem Auflösen der Taten werde das Leiden aufgelöst; mit dem Auflösen des Leidens werde Gefühl aufgelöst; und mit dem Auflösen des Gefühls werde alles Leiden abgetragen sein?‘

Te ca me, bhikkhave, nigaṇṭhā evaṁ puṭṭhā ‘āmā’ti paṭijānanti. Und sie antworteten: ‚Ja.‘

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi: Ich sagte zu ihnen:

‘kiṁ pana tumhe, āvuso nigaṇṭhā, jānātha—‚Aber geehrte Jaina-Asketen, wisst ihr,

ahuvamheva mayaṁ pubbe, na nāhuvamhā’ti? dass ihr in der Vergangenheit existiert habt, dass ihr nicht nicht existiert habt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, das wissen wir nicht, Geehrter.‘

‘Kiṁ pana tumhe, āvuso nigaṇṭhā, jānātha—‚Aber wisst ihr,

akaramheva mayaṁ pubbe pāpakammaṁ, na nākaramhā’ti? dass ihr in der Vergangenheit schlechte Taten getan habt, dass ihr sie nicht nicht getan habt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, das wissen wir nicht.‘

‘Kiṁ pana tumhe, āvuso nigaṇṭhā, jānātha—‚Aber wisst ihr,

evarūpaṁ vā evarūpaṁ vā pāpakammaṁ akaramhā’ti? dass ihr diese oder jene schlechte Tat getan habt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, das wissen wir nicht.‘

‘Kiṁ pana tumhe, āvuso nigaṇṭhā, jānātha—‚Aber wisst ihr,

ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ, ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjīretabbaṁ, ettakamhi vā dukkhe nijjiṇṇe sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī’ti? dass bereits so viel Leiden abgetragen wurde? Oder dass noch so viel Leiden abgetragen werden muss? Oder dass, wenn so viel Leiden abgetragen ist, alles Leiden abgetragen sein wird?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, das wissen wir nicht.‘

‘Kiṁ pana tumhe, āvuso nigaṇṭhā, jānātha—‚Aber wisst ihr,

diṭṭheva dhamme akusalānaṁ dhammānaṁ pahānaṁ, kusalānaṁ dhammānaṁ upasampadan’ti? wie man in eben diesem Leben untaugliche Eigenschaften aufgibt und sich taugliche Eigenschaften zu eigen macht?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, das wissen wir nicht.‘

‘Iti kira tumhe, āvuso nigaṇṭhā, na jānātha—‚So scheint es, geehrte Jaina-Asketen, dass ihr nicht wisst,

ahuvamheva mayaṁ pubbe, na nāhuvamhāti, na jānātha—ob ihr in der Vergangenheit existiert habt oder nicht,

akaramheva mayaṁ pubbe pāpakammaṁ, na nākaramhāti, na jānātha—ob ihr in der Vergangenheit schlechte Taten getan habt oder nicht,

evarūpaṁ vā evarūpaṁ vā pāpakammaṁ akaramhāti, na jānātha—ob ihr diese oder jene schlechte Tat getan habt,

ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ, ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjīretabbaṁ, ettakamhi vā dukkhe nijjiṇṇe sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatīti, na jānātha—wie viel Leiden bereits abgetragen wurde und wie viel noch abgetragen werden muss, bis alles Leiden abgetragen sein wird;

diṭṭheva dhamme akusalānaṁ dhammānaṁ pahānaṁ, kusalānaṁ dhammānaṁ upasampadaṁ; und wie man in eben diesem Leben untaugliche Eigenschaften aufgibt und sich taugliche Eigenschaften zu eigen macht.

evaṁ sante āyasmantānaṁ nigaṇṭhānaṁ na kallamassa veyyākaraṇāya: Da das so ist, ist es nicht angebracht, dass die ehrwürdigen Jaina-Asketen erklären,

“yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, sabbaṁ taṁ pubbekatahetu. alles, was dieses Individuum erfährt – angenehm, schmerzhaft oder neutral –, all das liege an seinen früheren Taten;

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo; indem man vergangene Taten mittels inbrünstiger Bußübung vernichte und keine neuen Taten tue, komme so in Zukunft nichts mehr auf;

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī”ti. ohne künftige Wirkung würden Taten aufgelöst; mit dem Auflösen der Taten werde das Leiden aufgelöst; mit dem Auflösen des Leidens werde Gefühl aufgelöst; und mit dem Auflösen des Gefühls werde alles Leiden abgetragen sein.

Sace pana tumhe, āvuso nigaṇṭhā, jāneyyātha—Wenn ihr aber wüsstet,

ahuvamheva mayaṁ pubbe, na nāhuvamhāti, jāneyyātha—ob ihr in der Vergangenheit existiert habt oder nicht,

akaramheva mayaṁ pubbe pāpakammaṁ, na nākaramhāti, jāneyyātha—ob ihr in der Vergangenheit schlechte Taten getan habt oder nicht,

evarūpaṁ vā evarūpaṁ vā pāpakammaṁ akaramhāti, jāneyyātha—ob ihr diese oder jene schlechte Tat getan habt,

ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ, ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjīretabbaṁ, ettakamhi vā dukkhe nijjiṇṇe sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatīti, jāneyyātha—wie viel Leiden bereits abgetragen wurde und wie viel noch abgetragen werden muss, bis alles Leiden abgetragen sein wird;

diṭṭheva dhamme akusalānaṁ dhammānaṁ pahānaṁ, kusalānaṁ dhammānaṁ upasampadaṁ; und wie man in eben diesem Leben untaugliche Eigenschaften aufgibt und sich taugliche Eigenschaften zu eigen macht –

evaṁ sante āyasmantānaṁ nigaṇṭhānaṁ kallamassa veyyākaraṇāya: wenn ihr das wüsstet, wäre es angebracht, dass die ehrwürdigen Jaina-Asketen ihre Lehre so erklärten.

“yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, sabbaṁ taṁ pubbekatahetu.

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo;

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī”ti.

Seyyathāpi, āvuso nigaṇṭhā, puriso sallena viddho assa savisena gāḷhūpalepanena; Wie wenn ein Mann von einem Pfeil getroffen würde, der dick mit Gift bestrichen wäre,

so sallassapi vedhanahetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyeyya. und das führte zu schmerzhaften, scharfen, brennenden Gefühlen.

Tassa mittāmaccā ñātisālohitā bhisakkaṁ sallakattaṁ upaṭṭhāpeyyuṁ. Seine Freunde und Kollegen, Verwandten und Sippenangehörigen ließen einen Wundarzt kommen, um ihn zu behandeln.

Tassa so bhisakko sallakatto satthena vaṇamukhaṁ parikanteyya; Der Wundarzt würde die Wunde mit einem Skalpell aufschneiden,

so satthenapi vaṇamukhassa parikantanahetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyeyya. und das führte zu schmerzhaften, scharfen, brennenden Gefühlen.

Tassa so bhisakko sallakatto esaniyā sallaṁ eseyya; Er würde mit einer Sonde nach dem Pfeil suchen,

so esaniyāpi sallassa esanāhetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyeyya. und das führte zu schmerzhaften, scharfen, brennenden Gefühlen.

Tassa so bhisakko sallakatto sallaṁ abbuheyya; Er würde den Pfeil herausziehen,

so sallassapi abbuhanahetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyeyya. und das führte zu schmerzhaften, scharfen, brennenden Gefühlen.

Tassa so bhisakko sallakatto agadaṅgāraṁ vaṇamukhe odaheyya; Er würde ätzende Arznei in die Wunde legen,

so agadaṅgārassapi vaṇamukhe odahanahetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyeyya. und das führte zu schmerzhaften, scharfen, brennenden Gefühlen.

So aparena samayena rūḷhena vaṇena sañchavinā arogo assa sukhī serī sayaṁvasī yena kāmaṅgamo. Nach einiger Zeit wäre die Wunde verheilt und die Haut nachgewachsen. Der Mann wäre gesund, glücklich, unabhängig, sein eigener Herr, der gehen könnte, wohin er wollte.

Tassa evamassa: Er dächte:

“ahaṁ kho pubbe sallena viddho ahosiṁ savisena gāḷhūpalepanena. „Damals wurde ich von einem Pfeil getroffen, der dick mit Gift bestrichen war,

Sohaṁ sallassapi vedhanahetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyiṁ. und das führte zu schmerzhaften, scharfen, brennenden Gefühlen.

Tassa me mittāmaccā ñātisālohitā bhisakkaṁ sallakattaṁ upaṭṭhapesuṁ. Meine Freunde und Kollegen, Verwandten und Sippenangehörigen ließen einen Wundarzt kommen, um mich zu behandeln.

Tassa me so bhisakko sallakatto satthena vaṇamukhaṁ parikanti; Der Wundarzt schnitt die Wunde mit einem Skalpell auf,

sohaṁ satthenapi vaṇamukhassa parikantanahetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyiṁ.

Tassa me so bhisakko sallakatto esaniyā sallaṁ esi; er suchte mit einer Sonde nach dem Pfeil,

so ahaṁ esaniyāpi sallassa esanāhetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyiṁ.

Tassa me so bhisakko sallakatto sallaṁ abbuhi; er zog den Pfeil heraus,

sohaṁ sallassapi abbuhanahetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyiṁ.

Tassa me so bhisakko sallakatto agadaṅgāraṁ vaṇamukhe odahi; er legte ätzende Arznei in die Wunde,

sohaṁ agadaṅgārassapi vaṇamukhe odahanahetu dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyiṁ. und all das führte zu schmerzhaften, scharfen, brennenden Gefühlen.

Somhi etarahi rūḷhena vaṇena sañchavinā arogo sukhī serī sayaṁvasī yena kāmaṅgamo”ti. Heutzutage ist die Wunde verheilt und die Haut nachgewachsen. Ich bin gesund, glücklich, unabhängig, mein eigener Herr, der gehen kann, wohin er will.“

Evameva kho, āvuso nigaṇṭhā, sace tumhe jāneyyātha—Ebenso, geehrte Jaina-Asketen, wäre es, wenn ihr wüsstet,

ahuvamheva mayaṁ pubbe, na nāhuvamhāti, jāneyyātha—ob ihr in der Vergangenheit existiert habt oder nicht,

akaramheva mayaṁ pubbe pāpakammaṁ, na nākaramhāti, jāneyyātha—ob ihr in der Vergangenheit schlechte Taten getan habt oder nicht,

evarūpaṁ vā evarūpaṁ vā pāpakammaṁ akaramhāti, jāneyyātha—ob ihr diese oder jene schlechte Tat getan habt,

ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ, ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjīretabbaṁ, ettakamhi vā dukkhe nijjiṇṇe sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatīti, jāneyyātha—wie viel Leiden bereits abgetragen wurde und wie viel noch abgetragen werden muss, bis alles Leiden abgetragen sein wird;

diṭṭheva dhamme akusalānaṁ dhammānaṁ pahānaṁ, kusalānaṁ dhammānaṁ upasampadaṁ; und wie man in eben diesem Leben untaugliche Eigenschaften aufgibt und sich taugliche Eigenschaften zu eigen macht –

evaṁ sante āyasmantānaṁ nigaṇṭhānaṁ kallamassa veyyākaraṇāya: wenn ihr das wüsstet, wäre es angebracht, dass die ehrwürdigen Jaina-Asketen ihre Lehre so erklärten.

“yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, sabbaṁ taṁ pubbekatahetu.

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo;

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī”ti.

Yasmā ca kho tumhe, āvuso nigaṇṭhā, na jānātha—Aber da ihr all das nicht wisst,

ahuvamheva mayaṁ pubbe, na nāhuvamhāti, na jānātha—

akaramheva mayaṁ pubbe pāpakammaṁ, na nākaramhāti, na jānātha—

evarūpaṁ vā evarūpaṁ vā pāpakammaṁ akaramhāti, na jānātha—

ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ, ettakaṁ vā dukkhaṁ nijjīretabbaṁ, ettakamhi vā dukkhe nijjiṇṇe sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatīti, na jānātha—

diṭṭheva dhamme akusalānaṁ dhammānaṁ pahānaṁ, kusalānaṁ dhammānaṁ upasampadaṁ;

tasmā āyasmantānaṁ nigaṇṭhānaṁ na kallamassa veyyākaraṇāya: ist es nicht angebracht, dass die ehrwürdigen Jaina-Asketen ihre Lehre so erklären.‘

“yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, sabbaṁ taṁ pubbekatahetu.

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo;

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī”’ti.

Evaṁ vutte, bhikkhave, te nigaṇṭhā maṁ etadavocuṁ: Darauf erwiderten mir diese Jaina-Asketen:

‘nigaṇṭho, āvuso, nāṭaputto sabbaññū sabbadassāvī, aparisesaṁ ñāṇadassanaṁ paṭijānāti. ‚Geehrter, der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika behauptet, allwissend und all-sehend zu sein und alles ohne Ausnahme zu erkennen und zu sehen, und zwar so:

“Carato ca me tiṭṭhato ca suttassa ca jāgarassa ca satataṁ samitaṁ ñāṇadassanaṁ paccupaṭṭhitan”ti. „Erkennen und Sehen sind mir ständig und fortwährend gegenwärtig, ob ich gehe, stehe, schlafe oder wache.“

So evamāha: Er sagt:

“atthi kho vo, āvuso nigaṇṭhā, pubbeva pāpakammaṁ kataṁ, taṁ imāya kaṭukāya dukkarakārikāya nijjīretha, „Ihr Jaina-Asketen, ihr habt in einem früheren Leben schlechte Taten getan. Tragt sie ab mit dieser strengen, mörderischen Askese.

yaṁ panettha etarahi kāyena saṁvutā vācāya saṁvutā manasā saṁvutā taṁ āyatiṁ pāpakammassa akaraṇaṁ. Und wenn ihr in der Gegenwart mit dem Körper, der Sprache und dem Geist gezügelt seid, tut ihr keine schlechten Taten für die Zukunft.

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo; Indem ihr vergangene Taten mittels inbrünstiger Bußübung vernichtet und keine neuen Taten tut, kommt so in Zukunft nichts mehr auf.

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī”ti. Ohne künftige Wirkung werden Taten aufgelöst; mit dem Auflösen der Taten wird das Leiden aufgelöst; mit dem Auflösen des Leidens wird Gefühl aufgelöst; und mit dem Auflösen des Gefühls wird alles Leiden abgetragen sein.“

Tañca panamhākaṁ ruccati ceva khamati ca, tena camhā attamanā’ti. Wir billigen das und nehmen es an, und wir sind damit zufrieden.‘

Evaṁ vutte, ahaṁ, bhikkhave, te nigaṇṭhe etadavocaṁ: Darauf sagte ich zu ihnen:

‘pañca kho ime, āvuso nigaṇṭhā, dhammā diṭṭheva dhamme dvidhāvipākā. ‚Bei diesen fünf Dingen kann man in eben diesem Leben zweierlei Ergebnisse sehen.

Katame pañca? Bei welchen fünf?

Saddhā, ruci, anussavo, ākāraparivitakko, diṭṭhinijjhānakkhanti—Bei Vertrauen, Billigung, mündlicher Überlieferung, einem vernünftigem Gedankengang oder der Annahme einer Ansicht nach Überlegung.

ime kho, āvuso nigaṇṭhā, pañca dhammā diṭṭheva dhamme dvidhāvipākā. Das sind die fünf Dinge, bei denen man in eben diesem Leben zweierlei Ergebnisse sehen kann.

Tatrāyasmantānaṁ nigaṇṭhānaṁ kā atītaṁse satthari saddhā, kā ruci, ko anussavo, ko ākāraparivitakko, kā diṭṭhinijjhānakkhantī’ti. Welches Vertrauen habt ihr in diesem Fall zu eurem Lehrer, wenn es um die Vergangenheit geht? Welche Billigung, welche mündliche Überlieferung, welchen vernünftigen Gedankengang oder welche Annahme einer Ansicht nach Überlegung?‘

Evaṁvādī kho ahaṁ, bhikkhave, nigaṇṭhesu na kañci sahadhammikaṁ vādapaṭihāraṁ samanupassāmi. Auf diese Worte sah ich von den Jaina-Asketen keine rechtmäßige Verteidigung ihrer Doktrin.

Puna caparāhaṁ, bhikkhave, te nigaṇṭhe evaṁ vadāmi: Weiter sagte ich zu diesen Jaina-Asketen:

‘taṁ kiṁ maññatha, āvuso nigaṇṭhā. ‚Was denkt ihr, geehrte Jaina-Asketen?

Yasmiṁ vo samaye tibbo upakkamo hoti tibbaṁ padhānaṁ, tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyetha; Fühlt ihr zu einer Zeit erbitterter Anstrengung und erbitterten Strebens schmerzhafte, scharfe, brennende Gefühle aufgrund von Überanstrengung,

yasmiṁ pana vo samaye na tibbo upakkamo hoti na tibbaṁ padhānaṁ, na tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyethā’ti? und fühlt ihr zu einer Zeit ohne erbitterte Anstrengung und erbittertes Streben diese Gefühle nicht?‘

‘Yasmiṁ no, āvuso gotama, samaye tibbo upakkamo hoti tibbaṁ padhānaṁ, tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyāma; ‚Geehrter Gotama, zu einer Zeit erbitterter Anstrengung und erbitterten Strebens fühlen wir schmerzhafte, scharfe, brennende Gefühle aufgrund von Überanstrengung,

yasmiṁ pana no samaye na tibbo upakkamo hoti na tibbaṁ padhānaṁ, na tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyāmā’ti. und zu einer Zeit ohne erbitterte Anstrengung und erbittertes Streben fühlen wir sie nicht.‘

‘Iti kira, āvuso nigaṇṭhā, yasmiṁ vo samaye tibbo upakkamo hoti tibbaṁ padhānaṁ, tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyetha; ‚So scheint es, dass ihr nur zu einer Zeit erbitterter Anstrengung und erbitterten Strebens schmerzhafte, scharfe, brennende Gefühle aufgrund von Überanstrengung fühlt,

yasmiṁ pana vo samaye na tibbo upakkamo hoti na tibbaṁ padhānaṁ, na tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyetha. nicht zu einer Zeit ohne diese Anstrengung.

Evaṁ sante āyasmantānaṁ nigaṇṭhānaṁ na kallamassa veyyākaraṇāya: Da das so ist, ist es nicht angebracht, dass die ehrwürdigen Jaina-Asketen erklären,

“yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, sabbaṁ taṁ pubbekatahetu. alles, was dieses Individuum erfährt – angenehm, schmerzhaft oder neutral –, all das liege an seinen früheren Taten;

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo; indem man vergangene Taten mittels inbrünstiger Bußübung vernichte und keine neuen Taten tue, komme so in Zukunft nichts mehr auf;

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī”ti. ohne künftige Wirkung würden Taten aufgelöst; mit dem Auflösen der Taten werde das Leiden aufgelöst; mit dem Auflösen des Leidens werde Gefühl aufgelöst; und mit dem Auflösen des Gefühls werde alles Leiden abgetragen sein.

Sace, āvuso nigaṇṭhā, yasmiṁ vo samaye tibbo upakkamo hoti tibbaṁ padhānaṁ, na tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyetha; Wenn ihr zu einer Zeit erbitterter Anstrengung keine schmerzhaften, scharfen, brennenden Gefühle aufgrund von Überanstrengung fühlen würdet

yasmiṁ pana vo samaye na tibbo upakkamo hoti na tibbaṁ padhānaṁ, tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyetha; und zu einer Zeit ohne diese Anstrengung würdet ihr sie fühlen,

evaṁ sante āyasmantānaṁ nigaṇṭhānaṁ kallamassa veyyākaraṇāya: wäre es angebracht, dass die ehrwürdigen Jaina-Asketen ihre Lehre so erklärten.

“yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, sabbaṁ taṁ pubbekatahetu.

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo;

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī”ti.

Yasmā ca kho, āvuso nigaṇṭhā, yasmiṁ vo samaye tibbo upakkamo hoti tibbaṁ padhānaṁ, tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyetha; Aber da das nicht so ist,

yasmiṁ pana vo samaye na tibbo upakkamo hoti na tibbaṁ padhānaṁ, na tibbā tasmiṁ samaye opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyetha;

te tumhe sāmaṁyeva opakkamikā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vedayamānā avijjā aññāṇā sammohā vipaccetha: fühlt ihr da nicht schmerzhafte, scharfe, brennende Gefühle ausschließlich aufgrund eurer eigenen Anstrengung, die ihr aus Unwissenheit, Unkenntnis und Verwirrung fälschlich so auffasst,

“yaṁ kiñcāyaṁ purisapuggalo paṭisaṁvedeti sukhaṁ vā dukkhaṁ vā adukkhamasukhaṁ vā, sabbaṁ taṁ pubbekatahetu. als liege alles, was dieses Individuum erfährt – angenehm, schmerzhaft oder neutral –, an seinen früheren Taten?

Iti purāṇānaṁ kammānaṁ tapasā byantībhāvā, navānaṁ kammānaṁ akaraṇā, āyatiṁ anavassavo; Als komme, indem man vergangene Taten mittels inbrünstiger Bußübung vernichte und keine neuen Taten tue, so in Zukunft nichts mehr auf?

āyatiṁ anavassavā kammakkhayo; kammakkhayā dukkhakkhayo; dukkhakkhayā vedanākkhayo; vedanākkhayā sabbaṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ bhavissatī”’ti. Als würden ohne künftige Wirkung Taten aufgelöst; als werde mit dem Auflösen der Taten das Leiden aufgelöst; als werde mit dem Auflösen des Leidens Gefühl aufgelöst; und als werde mit dem Auflösen des Gefühls alles Leiden abgetragen sein?‘

Evaṁvādīpi kho ahaṁ, bhikkhave, nigaṇṭhesu na kañci sahadhammikaṁ vādapaṭihāraṁ samanupassāmi. Auf diese Worte sah ich von den Jaina-Asketen keine rechtmäßige Verteidigung ihrer Doktrin.

Puna caparāhaṁ, bhikkhave, te nigaṇṭhe evaṁ vadāmi: Weiter sagte ich zu diesen Jaina-Asketen:

‘taṁ kiṁ maññathāvuso nigaṇṭhā, yamidaṁ kammaṁ diṭṭhadhammavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā samparāyavedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Was denkt ihr, geehrte Jaina-Asketen? Wenn eine Tat in diesem Leben erfahren werden muss, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie erst in künftigen Leben erfährt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Yaṁ panidaṁ kammaṁ samparāyavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā diṭṭhadhammavedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Aber wenn eine Tat in künftigen Leben erfahren werden muss, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie in diesem Leben erfährt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Taṁ kiṁ maññathāvuso nigaṇṭhā, yamidaṁ kammaṁ sukhavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā dukkhavedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Was denkt ihr, geehrte Jaina-Asketen? Wenn eine Tat als angenehm erfahren werden muss, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie als schmerzhaft erfährt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Yaṁ panidaṁ kammaṁ dukkhavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā sukhavedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Aber wenn eine Tat als schmerzhaft erfahren werden muss, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie als angenehm erfährt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Taṁ kiṁ maññathāvuso nigaṇṭhā, yamidaṁ kammaṁ paripakkavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā aparipakkavedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Was denkt ihr, geehrte Jaina-Asketen? Wenn eine Tat erfahren werden muss, wenn sie reif ist, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie erfährt, wenn sie noch nicht reif ist?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Yaṁ panidaṁ kammaṁ aparipakkavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā paripakkavedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Aber wenn eine Tat erfahren werden muss, wenn sie noch nicht reif ist, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie erfährt, wenn sie reif ist?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Taṁ kiṁ maññathāvuso nigaṇṭhā, yamidaṁ kammaṁ bahuvedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā appavedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Was denkt ihr, geehrte Jaina-Asketen? Wenn eine Tat viel erfahren werden muss, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie wenig erfährt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Yaṁ panidaṁ kammaṁ appavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā bahuvedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Aber wenn eine Tat wenig erfahren werden muss, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie viel erfährt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Taṁ kiṁ maññathāvuso nigaṇṭhā, yamidaṁ kammaṁ savedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā avedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Was denkt ihr, geehrte Jaina-Asketen? Wenn eine Tat erfahren werden muss, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie nicht erfährt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Yaṁ panidaṁ kammaṁ avedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā savedanīyaṁ hotūti labbhametan’ti? ‚Aber wenn eine Tat nicht erfahren werden muss, kann dann Anstrengung dazu führen, dass man sie erfährt?‘

‘No hidaṁ, āvuso’. ‚Nein, Geehrter.‘

‘Iti kira, āvuso nigaṇṭhā, yamidaṁ kammaṁ diṭṭhadhammavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā samparāyavedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ, yaṁ panidaṁ kammaṁ samparāyavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā diṭṭhadhammavedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ, yamidaṁ kammaṁ sukhavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā dukkhavedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ, yamidaṁ kammaṁ dukkhavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā sukhavedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ, yamidaṁ kammaṁ paripakkavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā aparipakkavedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ, yamidaṁ kammaṁ aparipakkavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā paripakkavedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ, yamidaṁ kammaṁ bahuvedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā appavedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ, yamidaṁ kammaṁ appavedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā bahuvedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ, yamidaṁ kammaṁ savedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā avedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ, yamidaṁ kammaṁ avedanīyaṁ taṁ upakkamena vā padhānena vā savedanīyaṁ hotūti alabbhametaṁ; ‚So scheint es, geehrte Jaina-Asketen, dass Anstrengung nicht dazu führen kann, dass man eine Tat anders erfährt, als sie erfahren werden muss.

evaṁ sante āyasmantānaṁ nigaṇṭhānaṁ aphalo upakkamo hoti, aphalaṁ padhānaṁ’. Da das so ist, sind eure Anstrengung und euer Streben fruchtlos.‘

Evaṁvādī, bhikkhave, nigaṇṭhā. So ist die Lehre der Jaina-Asketen.

Evaṁvādīnaṁ, bhikkhave, nigaṇṭhānaṁ dasa sahadhammikā vādānuvādā gārayhaṁ ṭhānaṁ āgacchanti. Da sie so sprechen, verdienen die Jaina-Asketen eine Gegendarstellung und Tadel auf zehn berechtigten Grundlagen.

Sace, bhikkhave, sattā pubbekatahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund ihrer früheren Taten erfahren,

addhā, bhikkhave, nigaṇṭhā pubbe dukkaṭakammakārino yaṁ etarahi evarūpā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyanti. haben die Jaina-Asketen sicher in der Vergangenheit schlechte Taten getan, da sie jetzt so schmerzhafte, scharfe, brennende Gefühle fühlen.

Sace, bhikkhave, sattā issaranimmānahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Schöpfung Gottes des Allmächtigen erfahren,

addhā, bhikkhave, nigaṇṭhā pāpakena issarena nimmitā yaṁ etarahi evarūpā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyanti. wurden die Jaina-Asketen sicher von einem schlechten Gott erschaffen, da sie jetzt so schmerzhafte, scharfe, brennende Gefühle fühlen.

Sace, bhikkhave, sattā saṅgatibhāvahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Umstände und der Natur erfahren,

addhā, bhikkhave, nigaṇṭhā pāpasaṅgatikā yaṁ etarahi evarūpā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyanti. kommen die Jaina-Asketen sicher aus schlechten Umständen, da sie jetzt so schmerzhafte, scharfe, brennende Gefühle fühlen.

Sace, bhikkhave, sattā abhijātihetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Wiedergeburtsklasse erfahren,

addhā, bhikkhave, nigaṇṭhā pāpābhijātikā yaṁ etarahi evarūpā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyanti. wurden die Jaina-Asketen sicher in einer schlechten Klasse wiedergeboren, da sie jetzt so schmerzhafte, scharfe, brennende Gefühle fühlen.

Sace, bhikkhave, sattā diṭṭhadhammūpakkamahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund von Anstrengung in diesem Leben erfahren,

addhā, bhikkhave, nigaṇṭhā evarūpā diṭṭhadhammūpakkamā yaṁ etarahi evarūpā dukkhā tibbā kaṭukā vedanā vediyanti. strengen die Jaina-Asketen sich in diesem Leben sicher schlecht an, da sie jetzt so schmerzhafte, scharfe, brennende Gefühle fühlen.

Sace, bhikkhave, sattā pubbekatahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund ihrer früheren Taten erfahren, verdienen die Jaina-Asketen Tadel,

no ce sattā pubbekatahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Sace, bhikkhave, sattā issaranimmānahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Schöpfung Gottes des Allmächtigen erfahren, verdienen die Jaina-Asketen Tadel,

no ce sattā issaranimmānahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Sace, bhikkhave, sattā saṅgatibhāvahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Umstände und der Natur erfahren, verdienen die Jaina-Asketen Tadel,

no ce sattā saṅgatibhāvahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Sace, bhikkhave, sattā abhijātihetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Wiedergeburtsklasse erfahren, verdienen die Jaina-Asketen Tadel,

no ce sattā abhijātihetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Sace, bhikkhave, sattā diṭṭhadhammūpakkamahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund von Anstrengung in diesem Leben erfahren, verdienen die Jaina-Asketen Tadel,

no ce sattā diṭṭhadhammūpakkamahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, gārayhā nigaṇṭhā. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Evaṁvādī, bhikkhave, nigaṇṭhā. So ist die Lehre der Jaina-Asketen.

Evaṁvādīnaṁ, bhikkhave, nigaṇṭhānaṁ ime dasa sahadhammikā vādānuvādā gārayhaṁ ṭhānaṁ āgacchanti. Da sie so sprechen, verdienen die Jaina-Asketen eine Gegendarstellung und Tadel auf diesen zehn berechtigten Grundlagen.

Evaṁ kho, bhikkhave, aphalo upakkamo hoti, aphalaṁ padhānaṁ. So sind Anstrengung und Streben fruchtlos.

Kathañca, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ? Und wie sind Anstrengung und Streben fruchtbar?

Idha, bhikkhave, bhikkhu na heva anaddhabhūtaṁ attānaṁ dukkhena addhabhāveti, dhammikañca sukhaṁ na pariccajati, tasmiñca sukhe anadhimucchito hoti. Da bringt ein Mönch kein Leiden über sich selbst; und er gibt rechtmäßiges Glück nicht auf, ist aber nicht von Glück besessen.

So evaṁ pajānāti: Er versteht:

‘imassa kho me dukkhanidānassa saṅkhāraṁ padahato saṅkhārappadhānā virāgo hoti, imassa pana me dukkhanidānassa ajjhupekkhato upekkhaṁ bhāvayato virāgo hotī’ti. ‚Wenn ich mich absichtlich anstrenge, schwindet die Leidenschaft in Bezug auf diese Leidensquelle. Und wenn ich Gleichmut entwickele, schwindet die Leidenschaft in Bezug auf diese andere Leidensquelle.‘

So yassa hi khvāssa dukkhanidānassa saṅkhāraṁ padahato saṅkhārappadhānā virāgo hoti, saṅkhāraṁ tattha padahati. So strengt er sich entweder absichtlich an

Yassa panassa dukkhanidānassa ajjhupekkhato upekkhaṁ bhāvayato virāgo hoti, upekkhaṁ tattha bhāveti. oder er entwickelt Gleichmut, wie es angemessen ist.

Tassa tassa dukkhanidānassa saṅkhāraṁ padahato saṅkhārappadhānā virāgo hoti—Durch absichtliche Anstrengung schwindet die Leidenschaft in Bezug auf diese Leidensquelle,

evampissa taṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ hoti. und so wird dieses Leiden abgetragen.

Tassa tassa dukkhanidānassa ajjhupekkhato upekkhaṁ bhāvayato virāgo hoti—Durch die Entwicklung von Gleichmut schwindet die Leidenschaft in Bezug auf diese andere Leidensquelle,

evampissa taṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ hoti. und so wird dieses Leiden abgetragen.

Seyyathāpi, bhikkhave, puriso itthiyā sāratto paṭibaddhacitto tibbacchando tibbāpekkho. Wie wenn ein Mann in eine Frau verliebt wäre, voll heftiger Begierde und Wollust,

So taṁ itthiṁ passeyya aññena purisena saddhiṁ santiṭṭhantiṁ sallapantiṁ sañjagghantiṁ saṁhasantiṁ. und er sähe sie bei einem anderen Mann stehen und plaudern, kichern und lachen.

Taṁ kiṁ maññatha, bhikkhave, Was denkt ihr, Mönche und Nonnen?

api nu tassa purisassa amuṁ itthiṁ disvā aññena purisena saddhiṁ santiṭṭhantiṁ sallapantiṁ sañjagghantiṁ saṁhasantiṁ uppajjeyyuṁ sokaparidevadukkhadomanassūpāyāsā”ti? Würde das für ihn zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis führen?“

“Evaṁ, bhante”. „Ja, Herr.

“Taṁ kissa hetu”? Warum ist das so?

“Amu hi, bhante, puriso amussā itthiyā sāratto paṭibaddhacitto tibbacchando tibbāpekkho. Weil dieser Mann in diese Frau verliebt ist, voll heftiger Begierde und Wollust.“

Tasmā taṁ itthiṁ disvā aññena purisena saddhiṁ santiṭṭhantiṁ sallapantiṁ sañjagghantiṁ saṁhasantiṁ uppajjeyyuṁ sokaparidevadukkhadomanassūpāyāsā”ti.

“Atha kho, bhikkhave, tassa purisassa evamassa: „Da dächte der Mann:

‘ahaṁ kho amussā itthiyā sāratto paṭibaddhacitto tibbacchando tibbāpekkho. ‚Ich bin in diese Frau verliebt, voll heftiger Begierde und Wollust,

Tassa me amuṁ itthiṁ disvā aññena purisena saddhiṁ santiṭṭhantiṁ sallapantiṁ sañjagghantiṁ saṁhasantiṁ uppajjanti sokaparidevadukkhadomanassūpāyāsā. und als ich sie bei einem anderen Mann stehen und plaudern, kichern und lachen sah, führte das für mich zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis.

Yannūnāhaṁ yo me amussā itthiyā chandarāgo taṁ pajaheyyan’ti. Warum gebe ich nicht die Begierde und Wollust nach dieser Frau auf?‘

So yo amussā itthiyā chandarāgo taṁ pajaheyya. Und so täte er es.

So taṁ itthiṁ passeyya aparena samayena aññena purisena saddhiṁ santiṭṭhantiṁ sallapantiṁ sañjagghantiṁ saṁhasantiṁ. Einige Zeit später sähe er sie bei einem anderen Mann stehen und plaudern, kichern und lachen.

Taṁ kiṁ maññatha, bhikkhave, Was denkt ihr, Mönche und Nonnen?

api nu tassa purisassa amuṁ itthiṁ disvā aññena purisena saddhiṁ santiṭṭhantiṁ sallapantiṁ sañjagghantiṁ saṁhasantiṁ uppajjeyyuṁ sokaparidevadukkhadomanassūpāyāsā”ti? Würde das für ihn zu Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis führen?“

“No hetaṁ, bhante”. „Nein, Herr.

“Taṁ kissa hetu”? Warum ist das so?

“Amu hi, bhante, puriso amussā itthiyā virāgo. Weil dieser Mann nicht mehr in diese Frau verliebt ist.“

Tasmā taṁ itthiṁ disvā aññena purisena saddhiṁ santiṭṭhantiṁ sallapantiṁ sañjagghantiṁ saṁhasantiṁ na uppajjeyyuṁ sokaparidevadukkhadomanassūpāyāsā”ti.

“Evameva kho, bhikkhave, bhikkhu na heva anaddhabhūtaṁ attānaṁ dukkhena addhabhāveti, dhammikañca sukhaṁ na pariccajati, tasmiñca sukhe anadhimucchito hoti. „Ebenso bringt da ein Mönch kein Leiden über sich selbst; und er gibt rechtmäßiges Glück nicht auf, ist aber nicht von Glück besessen.

So evaṁ pajānāti: Er versteht:

‘imassa kho me dukkhanidānassa saṅkhāraṁ padahato saṅkhārappadhānā virāgo hoti, imassa pana me dukkhanidānassa ajjhupekkhato upekkhaṁ bhāvayato virāgo hotī’ti. ‚Wenn ich mich absichtlich anstrenge, schwindet die Leidenschaft in Bezug auf diese Leidensquelle. Und wenn ich Gleichmut entwickele, schwindet die Leidenschaft in Bezug auf diese andere Leidensquelle.‘

So yassa hi khvāssa dukkhanidānassa saṅkhāraṁ padahato saṅkhārappadhānā virāgo hoti, saṅkhāraṁ tattha padahati; So strengt er sich entweder absichtlich an

yassa panassa dukkhanidānassa ajjhupekkhato upekkhaṁ bhāvayato virāgo hoti, upekkhaṁ tattha bhāveti. oder er entwickelt Gleichmut, wie es angemessen ist.

Tassa tassa dukkhanidānassa saṅkhāraṁ padahato saṅkhārappadhānā virāgo hoti—Durch absichtliche Anstrengung schwindet die Leidenschaft in Bezug auf diese Leidensquelle,

evampissa taṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ hoti. und so wird dieses Leiden abgetragen.

Tassa tassa dukkhanidānassa ajjhupekkhato upekkhaṁ bhāvayato virāgo hoti—Durch die Entwicklung von Gleichmut schwindet die Leidenschaft in Bezug auf diese andere Leidensquelle,

evampissa taṁ dukkhaṁ nijjiṇṇaṁ hoti. und so wird dieses Leiden abgetragen.

Evampi, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ. So sind Anstrengung und Streben fruchtbar.

Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu iti paṭisañcikkhati: Dann überlegt da ein Mönch:

‘yathāsukhaṁ kho me viharato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyanti; ‚Wenn ich lebe, wie es mir gefällt, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern.

dukkhāya pana me attānaṁ padahato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhanti. Aber wenn ich mich unter Schmerzen anstrenge, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an.

Yannūnāhaṁ dukkhāya attānaṁ padaheyyan’ti. Warum strenge ich mich nicht unter Schmerzen an?‘

So dukkhāya attānaṁ padahati. So tut er es also,

Tassa dukkhāya attānaṁ padahato akusalā dhammā parihāyanti kusalā dhammā abhivaḍḍhanti. und während er das tut, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an.

So na aparena samayena dukkhāya attānaṁ padahati. Nach einiger Zeit strengt er sich nicht mehr unter Schmerzen an.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Yassa hi so, bhikkhave, bhikkhu atthāya dukkhāya attānaṁ padaheyya svāssa attho abhinipphanno hoti. Weil er das Ziel, für das er sich unter Schmerzen angestrengt hat, erreicht hat;

Tasmā na aparena samayena dukkhāya attānaṁ padahati. darum tut er es jetzt nicht mehr.

Seyyathāpi, bhikkhave, usukāro tejanaṁ dvīsu alātesu ātāpeti paritāpeti ujuṁ karoti kammaniyaṁ. Wie ein Pfeilmacher, der einen Pfeilschaft zwischen zwei Fackeln erhitzt, ihn gerade und zum Gebrauch bereit macht.

Yato kho, bhikkhave, usukārassa tejanaṁ dvīsu alātesu ātāpitaṁ hoti paritāpitaṁ ujuṁ kataṁ kammaniyaṁ, na so taṁ aparena samayena usukāro tejanaṁ dvīsu alātesu ātāpeti paritāpeti ujuṁ karoti kammaniyaṁ. Nachdem er ihn gerade und zum Gebrauch bereit gemacht hat, erhitzt er ihn nicht mehr, macht ihn nicht mehr gerade und zum Gebrauch bereit.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Yassa hi so, bhikkhave, atthāya usukāro tejanaṁ dvīsu alātesu ātāpeyya paritāpeyya ujuṁ kareyya kammaniyaṁ svāssa attho abhinipphanno hoti. Weil er das Ziel, für das er ihn erhitzt hat, erreicht hat;

Tasmā na aparena samayena usukāro tejanaṁ dvīsu alātesu ātāpeti paritāpeti ujuṁ karoti kammaniyaṁ. darum tut er es jetzt nicht mehr.

Evameva kho, bhikkhave, bhikkhu iti paṭisañcikkhati: Ebenso überlegt da ein Mönch:

‘yathāsukhaṁ kho me viharato akusalā dhammā abhivaḍḍhanti, kusalā dhammā parihāyanti; ‚Wenn ich lebe, wie es mir gefällt, wachsen untaugliche Eigenschaften an und taugliche Eigenschaften verkümmern.

dukkhāya pana me attānaṁ padahato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhanti. Aber wenn ich mich unter Schmerzen anstrenge, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an.

Yannūnāhaṁ dukkhāya attānaṁ padaheyyan’ti. Warum strenge ich mich nicht unter Schmerzen an?‘

So dukkhāya attānaṁ padahati. So tut er es also,

Tassa dukkhāya attānaṁ padahato akusalā dhammā parihāyanti, kusalā dhammā abhivaḍḍhanti. und während er das tut, verkümmern untaugliche Eigenschaften und taugliche Eigenschaften wachsen an.

So na aparena samayena dukkhāya attānaṁ padahati. Nach einiger Zeit strengt er sich nicht mehr unter Schmerzen an.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Yassa hi so, bhikkhave, bhikkhu atthāya dukkhāya attānaṁ padaheyya svāssa attho abhinipphanno hoti. Weil er das Ziel, für das er sich unter Schmerzen angestrengt hat, erreicht hat;

Tasmā na aparena samayena dukkhāya attānaṁ padahati. darum tut er es jetzt nicht mehr.

Evampi, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ. Auch so sind Anstrengung und Streben fruchtbar.

Puna caparaṁ, bhikkhave, idha tathāgato loke uppajjati arahaṁ sammāsambuddho vijjācaraṇasampanno sugato lokavidū anuttaro purisadammasārathi satthā devamanussānaṁ buddho bhagavā. Dann erscheint da ein Klargewordener in der Welt, ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.

So imaṁ lokaṁ sadevakaṁ samārakaṁ sabrahmakaṁ sassamaṇabrāhmaṇiṁ pajaṁ sadevamanussaṁ sayaṁ abhiññā sacchikatvā pavedeti. Er hat diese Welt – mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, mit dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen – durch eigene Einsicht erkannt und erklärt sie anderen.

So dhammaṁ deseti ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ, kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāseti. Er verkündet eine Lehre, die am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut ist, bedeutsam und gut ausgedrückt. Und er legt ein geistliches Leben dar, das ganz vollständig und rein ist.

Taṁ dhammaṁ suṇāti gahapati vā gahapatiputto vā aññatarasmiṁ vā kule paccājāto. Ein Hausbesitzer hört diese Lehre, oder das Kind eines Hausbesitzers oder jemand, der in einer guten Familie wiedergeboren ist.

So taṁ dhammaṁ sutvā tathāgate saddhaṁ paṭilabhati. Er fasst Vertrauen zum Klargewordenen

So tena saddhāpaṭilābhena samannāgato iti paṭisañcikkhati: und überlegt:

‘sambādho gharāvāso rajāpatho, abbhokāso pabbajjā. ‚Das Hausleben ist eng und schmutzig, aber wenn man fortgezogen ist, ist das Leben weit offen.

Nayidaṁ sukaraṁ agāraṁ ajjhāvasatā ekantaparipuṇṇaṁ ekantaparisuddhaṁ saṅkhalikhitaṁ brahmacariyaṁ carituṁ. Es ist nicht einfach, wenn man zu Hause lebt, das geistliche Leben ganz vollständig und rein zu führen wie eine blank gescheuerte Muschel.

Yannūnāhaṁ kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyyan’ti. Warum rasiere ich mir nicht Haar und Bart, lege ockerfarbene Roben an und ziehe aus dem Haus fort ins hauslose Leben?‘

So aparena samayena appaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya mahantaṁ vā bhogakkhandhaṁ pahāya, appaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya mahantaṁ vā ñātiparivaṭṭaṁ pahāya kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajati. Nach einiger Zeit gibt er ein großes oder kleines Vermögen auf, verlässt einen großen oder kleinen Familienkreis. Er rasiert sich Haar und Bart, legt ockerfarbene Roben an und zieht aus dem Haus fort ins hauslose Leben.

So evaṁ pabbajito samāno bhikkhūnaṁ sikkhāsājīvasamāpanno pāṇātipātaṁ pahāya pāṇātipātā paṭivirato hoti nihitadaṇḍo nihitasattho, lajjī dayāpanno sabbapāṇabhūtahitānukampī viharati. Wenn er fortgezogen ist, nimmt er die Schulung und die Lebensweise der Mönche und Nonnen auf. Er gibt das Töten lebender Geschöpfe auf und tötet nicht mehr. Er verzichtet auf Stock und Schwert. Er ist einfühlsam und gütig und lebt voller Anteilnahme für alle Lebewesen.

Adinnādānaṁ pahāya adinnādānā paṭivirato hoti dinnādāyī dinnapāṭikaṅkhī, athenena sucibhūtena attanā viharati. Er gibt das Stehlen auf und stiehlt nicht mehr. Er nimmt nur, was gegeben wird, erwartet nur, was gegeben wird. Er hält sich selbst rein, indem er nicht stiehlt.

Abrahmacariyaṁ pahāya brahmacārī hoti ārācārī virato methunā gāmadhammā. Er gibt unkeusches Verhalten auf und ist keusch. Er lebt abgesondert und vermeidet den vulgären Akt des Geschlechtsverkehrs.

Musāvādaṁ pahāya musāvādā paṭivirato hoti saccavādī saccasandho theto paccayiko avisaṁvādako lokassa. Er gibt das Lügen auf und lügt nicht mehr. Er sagt die Wahrheit und hält sich an die Wahrheit. Er ist ehrlich und vertrauenswürdig und legt die Welt nicht mit seinen Worten herein.

Pisuṇaṁ vācaṁ pahāya pisuṇāya vācāya paṭivirato hoti; ito sutvā na amutra akkhātā imesaṁ bhedāya, amutra vā sutvā na imesaṁ akkhātā amūsaṁ bhedāya—iti bhinnānaṁ vā sandhātā sahitānaṁ vā anuppadātā samaggārāmo samaggarato samagganandī samaggakaraṇiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt entzweiende Rede auf und entzweit niemanden mehr. Was er hier gehört hat, sagt er nicht dort, und was er dort gehört hat, nicht hier, um Menschen zu entzweien. Stattdessen versöhnt er die Uneinigen, fördert Einigkeit, freut sich an Eintracht, liebt die Eintracht und spricht Worte, die Eintracht fördern.

Pharusaṁ vācaṁ pahāya pharusāya vācāya paṭivirato hoti; yā sā vācā nelā kaṇṇasukhā pemanīyā hadayaṅgamā porī bahujanakantā bahujanamanāpā tathārūpiṁ vācaṁ bhāsitā hoti. Er gibt harte Rede auf und redet nicht mehr hart. Seine Worte sind mild, dem Ohr gefällig, lieblich, zu Herzen gehend, höflich, vielen Menschen willkommen und angenehm.

Samphappalāpaṁ pahāya samphappalāpā paṭivirato hoti kālavādī bhūtavādī atthavādī dhammavādī vinayavādī, nidhānavatiṁ vācaṁ bhāsitā kālena sāpadesaṁ pariyantavatiṁ atthasaṁhitaṁ. Er gibt das Unsinnreden auf und redet keinen Unsinn mehr. Seine Worte kommen zur rechten Zeit, sind wahr, bedeutsam, im Einklang mit der Lehre und Schulung. Sie sind wertvoll, kommen zur rechten Zeit, sind begründet, treffend und nützlich.

So bījagāmabhūtagāmasamārambhā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, Pflanzen und Samen zu beschädigen.

Ekabhattiko hoti rattūparato virato vikālabhojanā. Er isst zu einer Tageszeit und verzichtet auf das Essen bei Nacht und zur falschen Zeit.

Naccagītavāditavisūkadassanā paṭivirato hoti. Er unterlässt den Besuch von Tanz-, Gesangs- und Musikvorführungen.

Mālāgandhavilepanadhāraṇamaṇḍanavibhūsanaṭṭhānā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, Kränze, Düfte und Make-up anzulegen und sich damit zu schmücken.

Uccāsayanamahāsayanā paṭivirato hoti. Er unterlässt die Benutzung hoher und üppiger Schlafstellen.

Jātarūparajatapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, Gold und Zahlungsmittel anzunehmen.

Āmakadhaññapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, rohes Getreide anzunehmen,

Āmakamaṁsapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. rohes Fleisch,

Itthikumārikapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Frauen und Mädchen,

Dāsidāsapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. abhängige Diener und Dienerinnen,

Ajeḷakapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Ziegen und Schafe,

Kukkuṭasūkarapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Hühner und Schweine,

Hatthigavassavaḷavapaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. Elefanten, Rinder, Pferde und Stuten

Khettavatthupaṭiggahaṇā paṭivirato hoti. sowie Felder und Grundstücke.

Dūteyyapahiṇagamanānuyogā paṭivirato hoti. Er unterlässt es, Botengänge zu machen und Botschaften zu übermitteln,

Kayavikkayā paṭivirato hoti. zu kaufen und zu verkaufen,

Tulākūṭakaṁsakūṭamānakūṭā paṭivirato hoti. Maße, Metalle oder Gewichte zu fälschen,

Ukkoṭanavañcananikatisāciyogā paṭivirato hoti. zu bestechen, zu betrügen, zu täuschen und ein doppeltes Spiel zu spielen,

Chedanavadhabandhanaviparāmosaālopasahasākārā paṭivirato hoti. zu verstümmeln, zu morden, zu entführen, zu rauben, zu plündern und Gewalt anzuwenden.

So santuṭṭho hoti kāyaparihārikena cīvarena, kucchiparihārikena piṇḍapātena. So yena yeneva pakkamati samādāyeva pakkamati. Er ist zufrieden mit Roben, die den Körper einhüllen, und Almosen, das den Bauch füllt. Wohin er auch geht, da nimmt er nur diese Dinge mit.

Seyyathāpi nāma pakkhī sakuṇo yena yeneva ḍeti sapattabhārova ḍeti; Wie ein Vogel: Wohin er auch fliegt, die Flügel sind seine einzige Bürde.

evameva bhikkhu santuṭṭho hoti kāyaparihārikena cīvarena, kucchiparihārikena piṇḍapātena; so yena yeneva pakkamati samādāyeva pakkamati. Ebenso ist ein Mönch zufrieden mit Roben, die den Körper einhüllen, und Almosen, das den Bauch füllt. Wohin er auch geht, da nimmt er nur diese Dinge mit.

So iminā ariyena sīlakkhandhena samannāgato ajjhattaṁ anavajjasukhaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er diesen Umfang der edlen Tugend besitzt, erfährt er im Innern ein Glück, das ohne Tadel ist.

So cakkhunā rūpaṁ disvā na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn er mit dem Auge ein Bild sieht, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.

Yatvādhikaraṇamenaṁ cakkhundriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati cakkhundriyaṁ, cakkhundriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Sehvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Sehvermögen und hält es im Zaum.

Sotena saddaṁ sutvā …pe… Wenn er mit dem Ohr einen Ton hört …

ghānena gandhaṁ ghāyitvā …pe… Wenn er mit der Nase einen Geruch riecht …

jivhāya rasaṁ sāyitvā …pe… Wenn er mit der Zunge einen Geschmack schmeckt …

kāyena phoṭṭhabbaṁ phusitvā …pe… Wenn er mit dem Körper eine Berührung empfindet …

manasā dhammaṁ viññāya na nimittaggāhī hoti nānubyañjanaggāhī. Wenn er mit dem Geist eine Vorstellung erkennt, bleibt er nicht an den Merkmalen und Einzelheiten hängen.

Yatvādhikaraṇamenaṁ manindriyaṁ asaṁvutaṁ viharantaṁ abhijjhādomanassā pāpakā akusalā dhammā anvāssaveyyuṁ tassa saṁvarāya paṭipajjati, rakkhati manindriyaṁ, manindriye saṁvaraṁ āpajjati. Wenn das Vorstellungsvermögen nicht gezügelt wäre, würden schlechte, untaugliche Eigenschaften von Begehrlichkeit und Verdrießlichkeit überhandnehmen. Aus diesem Grund übt er Zügelung, bewacht das Vorstellungsvermögen und hält es im Zaum.

So iminā ariyena indriyasaṁvarena samannāgato ajjhattaṁ abyāsekasukhaṁ paṭisaṁvedeti. Wenn er diese edle Zügelung der Sinne besitzt, erfährt er im Innern eine fleckenlose Seligkeit.

So abhikkante paṭikkante sampajānakārī hoti, ālokite vilokite sampajānakārī hoti, samiñjite pasārite sampajānakārī hoti, saṅghāṭipattacīvaradhāraṇe sampajānakārī hoti, asite pīte khāyite sāyite sampajānakārī hoti, uccārapassāvakamme sampajānakārī hoti, gate ṭhite nisinne sutte jāgarite bhāsite tuṇhībhāve sampajānakārī hoti. Er handelt mit Situationsbewusstsein beim Ausgehen und Zurückkommen, beim Hin- und Wegschauen, beim Beugen und Strecken der Glieder, beim Tragen von äußerer Robe, Schale und Roben, beim Essen, Trinken, Kauen, Schmecken, beim Ausscheiden von Urin und Kot, beim Gehen, Stehen, Sitzen, Schlafen und Wachen, Reden und Schweigen.

So iminā ca ariyena sīlakkhandhena samannāgato, imāya ca ariyāya santuṭṭhiyā samannāgato, iminā ca ariyena indriyasaṁvarena samannāgato, iminā ca ariyena satisampajaññena samannāgato Wenn er diesen Umfang der edlen Tugend, diese edle Zufriedenheit und diese edle Zügelung der Sinne sowie diese edle Achtsamkeit und das edle Situationsbewusstsein besitzt,

vivittaṁ senāsanaṁ bhajati araññaṁ rukkhamūlaṁ pabbataṁ kandaraṁ giriguhaṁ susānaṁ vanapatthaṁ abbhokāsaṁ palālapuñjaṁ. sucht er einen abgelegenen Platz auf: eine Wildnis, den Fuß eines Baumes, einen Hügel, eine Schlucht, eine Berghöhle, ein Leichenfeld, einen Wald, den freien Himmel, einen Strohhaufen.

So pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkanto nisīdati pallaṅkaṁ ābhujitvā, ujuṁ kāyaṁ paṇidhāya, parimukhaṁ satiṁ upaṭṭhapetvā. Nach dem Essen, wenn er vom Almosengang zurückkommt, setzt er sich mit gekreuzten Beinen hin, richtet den Körper gerade auf und verankert die Achtsamkeit bei sich.

So abhijjhaṁ loke pahāya vigatābhijjhena cetasā viharati, abhijjhāya cittaṁ parisodheti. Er gibt das Begehren nach der Welt auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Begehren ist, und läutert den Geist von Begehren.

Byāpādapadosaṁ pahāya abyāpannacitto viharati sabbapāṇabhūtahitānukampī, byāpādapadosā cittaṁ parisodheti. Er gibt bösen Willen und Gehässigkeit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von bösem Willen ist, voller Anteilnahme für alle Lebewesen, und läutert den Geist von bösem Willen.

Thinamiddhaṁ pahāya vigatathinamiddho viharati ālokasaññī sato sampajāno, thinamiddhā cittaṁ parisodheti. Er gibt Dumpfheit und Benommenheit auf, meditiert mit einem Herzen, das frei von Dumpfheit und Benommenheit ist, er nimmt Licht wahr, ist achtsam und der Situation bewusst und läutert den Geist von Dumpfheit und Benommenheit.

Uddhaccakukkuccaṁ pahāya anuddhato viharati ajjhattaṁ vūpasantacitto, uddhaccakukkuccā cittaṁ parisodheti. Er gibt Rastlosigkeit und Reue auf, meditiert ohne Rastlosigkeit, mit innerlich friedvollem Geist, und läutert den Geist von Rastlosigkeit und Reue.

Vicikicchaṁ pahāya tiṇṇavicikiccho viharati akathaṅkathī kusalesu dhammesu, vicikicchāya cittaṁ parisodheti. Er gibt den Zweifel auf, meditiert, indem er über den Zweifel hinausgegangen ist, nicht im Unklaren über taugliche Eigenschaften, und läutert den Geist von Zweifel.

So ime pañca nīvaraṇe pahāya cetaso upakkilese paññāya dubbalīkaraṇe Er gibt diese fünf Hindernisse auf, die Verunreinigungen des Herzens, die die Weisheit schwächen.

vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Dann tritt er, ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während er den Geist ausrichtet und hält.

Evampi, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ. Auch so sind Anstrengung und Streben fruchtbar.

Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ cetaso ekodibhāvaṁ avitakkaṁ avicāraṁ samādhijaṁ pītisukhaṁ dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Wenn dann das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt er in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.

Evampi, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ. Auch so sind Anstrengung und Streben fruchtbar.

Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu pītiyā ca virāgā upekkhako ca viharati sato ca sampajāno, sukhañca kāyena paṭisaṁvedeti. Yaṁ taṁ ariyā ācikkhanti: ‘upekkhako satimā sukhavihārī’ti tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Mit dem Schwinden der Ekstase tritt er dann in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘

Evampi, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ. Auch so sind Anstrengung und Streben fruchtbar.

Puna caparaṁ, bhikkhave, bhikkhu sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā, pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā, adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Vergehen früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt ein Mönch dann in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.

Evampi, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ. Auch so sind Anstrengung und Streben fruchtbar.

So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte pubbenivāsānussatiñāṇāya cittaṁ abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus auf die Erinnerung an frühere Leben.

So anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati, seyyathidaṁ—ekampi jātiṁ dvepi jātiyo tissopi jātiyo catassopi jātiyo pañcapi jātiyo dasapi jātiyo vīsampi jātiyo tiṁsampi jātiyo cattālīsampi jātiyo paññāsampi jātiyo jātisatampi jātisahassampi jātisatasahassampi anekepi saṁvaṭṭakappe anekepi vivaṭṭakappe anekepi saṁvaṭṭavivaṭṭakappe: ‘amutrāsiṁ evaṁnāmo evaṅgotto evaṁvaṇṇo evamāhāro evaṁsukhadukkhappaṭisaṁvedī evamāyupariyanto, so tato cuto amutra udapādiṁ; tatrāpāsiṁ evaṁnāmo evaṅgotto evaṁvaṇṇo evamāhāro evaṁsukhadukkhappaṭisaṁvedī evamāyupariyanto, so tato cuto idhūpapanno’ti. Iti sākāraṁ sauddesaṁ anekavihitaṁ pubbenivāsaṁ anussarati. Er erinnert sich an viele Arten früherer Leben, das heißt: eine Wiedergeburt, zwei Wiedergeburten, drei, vier, fünf, zehn, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert, tausend, hunderttausend Wiedergeburten; viele Äonen des Zusammenziehens der Welt, viele Äonen des Ausdehnens der Welt, viele Äonen des Zusammenziehens und Ausdehnens der Welt. ‚Dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so lange dauerte mein Leben. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich woanders wiedergeboren. Und dort hatte ich diesen Namen, gehörte zu jenem Stamm, sah so aus, und das war meine Speise. So erlebte ich Glück und Schmerz, und so lange dauerte mein Leben. Als ich von jenem Ort verschied, wurde ich hier wiedergeboren.‘ Und so erinnert er sich an viele Arten früherer Leben mit den Merkmalen und Einzelheiten.

Evampi, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ. Auch so sind Anstrengung und Streben fruchtbar.

So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte sattānaṁ cutūpapātañāṇāya cittaṁ abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt –, dann streckt er ihn aus auf das Erkennen von Tod und Wiedergeburt der Lebewesen.

So dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passati cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe, sugate duggate yathākammūpage satte pajānāti: ‘ime vata bhonto sattā kāyaduccaritena samannāgatā vacīduccaritena samannāgatā manoduccaritena samannāgatā ariyānaṁ upavādakā micchādiṭṭhikā micchādiṭṭhikammasamādānā, te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā apāyaṁ duggatiṁ vinipātaṁ nirayaṁ upapannā. Ime vā pana bhonto sattā kāyasucaritena samannāgatā vacīsucaritena samannāgatā manosucaritena samannāgatā ariyānaṁ anupavādakā sammādiṭṭhikā sammādiṭṭhikammasamādānā, te kāyassa bhedā paraṁ maraṇā sugatiṁ saggaṁ lokaṁ upapannā’ti. Iti dibbena cakkhunā visuddhena atikkantamānusakena satte passati cavamāne upapajjamāne hīne paṇīte suvaṇṇe dubbaṇṇe, sugate duggate yathākammūpage satte pajānāti. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit sieht er Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten weiterziehen: ‚Diese lieben Wesen taten Schlechtes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten die Edlen in Verruf, hatten falsche Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser falschen Ansicht heraus. Als ihr Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurden sie an einem verlorenen Ort wiedergeboren, einem schlechten Ort, in der Unterwelt, der Hölle. Diese lieben Wesen hingegen taten Gutes mit dem Körper, der Sprache und dem Geist. Sie brachten nie die Edlen in Verruf, hatten rechte Ansicht und unternahmen Handlungen aus dieser rechten Ansicht heraus. Als ihr Körper auseinanderbrach, nach dem Tod, wurden sie an einem guten Ort wiedergeboren, in einer himmlischen Welt.‘ Und so sieht er mit geläuterter und übermenschlicher Hellsichtigkeit Lebewesen, wie sie hinscheiden und wieder geboren werden – gering oder hochstehend, schön oder hässlich, an einem guten oder einem schlechten Ort. Er versteht, wie Lebewesen entsprechend ihrer Taten weiterziehen.

Evampi, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ. Auch so sind Anstrengung und Streben fruchtbar.

So evaṁ samāhite citte parisuddhe pariyodāte anaṅgaṇe vigatūpakkilese mudubhūte kammaniye ṭhite āneñjappatte āsavānaṁ khayañāṇāya cittaṁ abhininnāmeti. Wenn sein Geist so im Samādhi versunken ist – geläutert, hell, makellos, fleckenlos, geschmeidig, formbar, stetig und unbewegt – dann streckt er ihn aus auf das Erkennen der Auflösung der Befleckungen.

So ‘idaṁ dukkhan’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhasamudayo’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodho’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānāti; Er versteht wahrhaftig: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘

‘ime āsavā’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavasamudayo’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavanirodho’ti yathābhūtaṁ pajānāti, ‘ayaṁ āsavanirodhagāminī paṭipadā’ti yathābhūtaṁ pajānāti. Er versteht wahrhaftig: ‚Das sind die Befleckungen.‘ … ‚Das ist der Ursprung der Befleckungen.‘ … ‚Das ist das Aufhören der Befleckungen.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören der Befleckungen führt.‘

Tassa evaṁ jānato evaṁ passato kāmāsavāpi cittaṁ vimuccati, bhavāsavāpi cittaṁ vimuccati, avijjāsavāpi cittaṁ vimuccati. Wenn er das erkennt und sieht, ist sein Geist befreit von den Befleckungen der Sinnlichkeit, des Wunsches nach Wiedergeburt und der Unwissenheit.

Vimuttasmiṁ vimuttamiti ñāṇaṁ hoti. Wenn er befreit ist, weiß er, er ist befreit.

‘Khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthattāyā’ti pajānāti. Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘

Evampi kho, bhikkhave, saphalo upakkamo hoti, saphalaṁ padhānaṁ. Auch so sind Anstrengung und Streben fruchtbar.

Evaṁvādī, bhikkhave, tathāgatā. So ist die Lehre des Klargewordenen.

Evaṁvādīnaṁ, bhikkhave, tathāgatānaṁ dasa sahadhammikā pāsaṁsaṭṭhānā āgacchanti. Da er so spricht, verdient der Klargewordene Lob auf zehn berechtigten Grundlagen.

Sace, bhikkhave, sattā pubbekatahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund ihrer früheren Taten erfahren,

addhā, bhikkhave, tathāgato pubbe sukatakammakārī yaṁ etarahi evarūpā anāsavā sukhā vedanā vedeti. hat der Klargewordene sicher in der Vergangenheit gute Taten getan, da er jetzt so unbefleckte glückliche Gefühle fühlt.

Sace, bhikkhave, sattā issaranimmānahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Schöpfung Gottes des Allmächtigen erfahren,

addhā, bhikkhave, tathāgato bhaddakena issarena nimmito yaṁ etarahi evarūpā anāsavā sukhā vedanā vedeti. wurde der Klargewordene sicher von einem guten Gott erschaffen, da er jetzt so unbefleckte glückliche Gefühle fühlt.

Sace, bhikkhave, sattā saṅgatibhāvahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Umstände und der Natur erfahren,

addhā, bhikkhave, tathāgato kalyāṇasaṅgatiko yaṁ etarahi evarūpā anāsavā sukhā vedanā vedeti. kommt der Klargewordene sicher aus guten Umständen, da er jetzt so unbefleckte glückliche Gefühle fühlt.

Sace, bhikkhave, sattā abhijātihetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Wiedergeburtsklasse erfahren,

addhā, bhikkhave, tathāgato kalyāṇābhijātiko yaṁ etarahi evarūpā anāsavā sukhā vedanā vedeti. wurde der Klargewordene sicher in einer guten Klasse wiedergeboren, da er jetzt so unbefleckte glückliche Gefühle fühlt.

Sace, bhikkhave, sattā diṭṭhadhammūpakkamahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund von Anstrengung in diesem Leben erfahren,

addhā, bhikkhave, tathāgato kalyāṇadiṭṭhadhammūpakkamo yaṁ etarahi evarūpā anāsavā sukhā vedanā vedeti. strengt der Klargewordene sich in diesem Leben sicher gut an, da er jetzt so unbefleckte glückliche Gefühle fühlt.

Sace, bhikkhave, sattā pubbekatahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund ihrer früheren Taten erfahren, verdient der Klargewordene Lob,

no ce sattā pubbekatahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Sace, bhikkhave, sattā issaranimmānahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Schöpfung Gottes des Allmächtigen erfahren, verdient der Klargewordene Lob,

no ce sattā issaranimmānahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Sace, bhikkhave, sattā saṅgatibhāvahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Umstände und der Natur erfahren, verdient der Klargewordene Lob,

no ce sattā saṅgatibhāvahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Sace, bhikkhave, sattā abhijātihetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund der Wiedergeburtsklasse erfahren, verdient der Klargewordene Lob,

no ce sattā abhijātihetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Sace, bhikkhave, sattā diṭṭhadhammūpakkamahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato; Wenn Lebewesen Glück und Schmerz aufgrund von Anstrengung in diesem Leben erfahren, verdient der Klargewordene Lob,

no ce sattā diṭṭhadhammūpakkamahetu sukhadukkhaṁ paṭisaṁvedenti, pāsaṁso tathāgato. und ebenso, wenn das nicht so ist.

Evaṁvādī, bhikkhave, tathāgatā. So ist die Lehre des Klargewordenen.

Evaṁvādīnaṁ, bhikkhave, tathāgatānaṁ ime dasa sahadhammikā pāsaṁsaṭṭhānā āgacchantī”ti. Da er so spricht, verdient der Klargewordene Lob auf diesen zehn berechtigten Grundlagen.“

Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.

Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.

Devadahasuttaṁ niṭṭhitaṁ paṭhamaṁ.
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