Other Translations: English , ру́сский язы́к
From: , ,
Therīgāthā 16.1 Strophen der altehrwürdigen Nonnen 16.1 Strophen der Therī 16.1
Mahānipāta Das große Buch Das große Buch
Sumedhātherīgāthā Sumedhā Die Strophen der Therī Sumedhā
Mantāvatiyā nagare, In der Stadt Mantāvatī wurde Sumedhā, In der Stadt Mantāvatī
Rañño koñcassa aggamahesiyā; Tochter der Hauptkönigin des Königs Koñca, hatte König Koñca’s erste Gattin
Dhītā āsiṁ sumedhā, bekehrt von denen, eine Tochter, Sumedhā,
Pasāditā sāsanakarehi. die die Lehre des Buddha üben. die durch die Lehre [des Buddha] zu Frieden gekommen war.
Sīlavatī cittakathā, Sie war tugendhaft, eine geistvolle Rednerin, Tugendhaft, eine brillante Rednerin, hochgebildet,
Bahussutā buddhasāsane vinitā; gelehrt und in der Anleitung des Buddha geschult. war sie in der Buddhalehre geschult.
Mātāpitaro upagamma, Sie ging zu Mutter und Vater und sagte: Zu Mutter und Vater gehend, sprach sie:
Bhaṇati “ubhayo nisāmetha. „Gebt acht, ihr beiden! „Hört mich an, ihr beiden!
Nibbānābhiratāhaṁ, Ich erfreue mich am Erlöschen! Ich habe Freude am Nibbāna,
Asassataṁ bhavagataṁ yadipi dibbaṁ; Kein Leben ist ewig, nicht einmal das der Götter; nicht ewig ist ja Existenz, selbst die himmlische.
Kimaṅgaṁ pana tucchā kāmā, was sollen da Sinnenfreuden, so hohl; Was sollen denn die nutzlosen Begierden,
Appassādā bahuvighātā. sie bieten wenig Erfüllung und große Qual. die unerfreulichen, höchst verstörenden!
Kāmā kaṭukā āsī, Sinnenfreuden sind bitter wie das Gift einer Schlange, Einer giftigen Schlange gleich
Visūpamā yesu mucchitā bālā; und doch sind Toren von ihnen betört. schmerzhaft sind die Begierden, denen die Narren verfallen.
Te dīgharattaṁ niraye, Wenn sie für eine sehr lange Zeit in die Hölle kommen, Lange Zeit werden sie der Hölle preisgegeben,
Samappitā haññante dukkhitā. werden sie geschlagen und gequält. werden gequält, sind leidend.
Socanti pāpakammā, Die an Bosheit wachsen, Es wehklagen die Übeltäter,
Vinipāte pāpavaddhino sadā; sind wegen ihrer schlechten Taten stets bekümmert in der Unterwelt. in den niederen Welten wächst das Böse stetig an.
Kāyena ca vācāya ca, Mit dem Körper, der Sprache In Körper und Rede und Geist
Manasā ca asaṁvutā bālā. und dem Geist sind sie nicht gezügelt, die Toren. sind sie ungezügelte Narren.
Bālā te duppaññā, Diese geistlosen, närrischen Toren, Narren sind sie, unverständig,
Acetanā dukkhasamudayoruddhā; vom Ursprung des Leidens eingefangen, gedankenlos, behindert durch den Ursprung des Leidens.
Desente ajānantā, sind unwissend, verstehen die vier edlen Wahrheiten nicht, Selbst als Belehrte sind sie Ignoranten,
Na bujjhare ariyasaccāni. wenn sie gelehrt werden. die [Vier] Edlen Wahrheiten haben sie nicht verstanden.
Saccāni amma buddhavaradesitāni, Die meisten Menschen, Mama, kennen die Wahrheiten nicht, Die vom edlen Buddha gelehrten Wahrheiten, Mutter,
Te bahutarā ajānantā ye; die vom vortrefflichen Buddha gelehrt wurden, werden von vielen Menschen nicht verstanden.
Abhinandanti bhavagataṁ, und freuen sich auf einen Daseinszustand, Sie erfreuen sich der Existenz,
Pihenti devesu upapattiṁ. sehnen sich nach Wiedergeburt unter den Göttern. ersehnen Wiedergeburt unter den Devas.
Devesupi upapatti, Doch selbst Wiedergeburt bei den Göttern, Bei den Devas jedoch ist Wiedergeburt
Asassatā bhavagate aniccamhi; in einem unbeständigen Zustand, ist zeitlich. nicht ewig, [auch deren] Existenz ist vergänglich.
Na ca santasanti bālā, Doch Toren fürchten sich nicht davor, Narren aber fürchten sich nicht
Punappunaṁ jāyitabbassa. wieder und wieder geboren zu werden. des wieder und wieder Geborenwerdens.
Cattāro vinipātā, Vier niedere Bereiche und zwei weitere Vier Höllenorte gibt es und zwei [höhere] Pfade,
Duve ca gatiyo kathañci labbhanti; kann man vielleicht irgendwie erlangen. die sie irgendwie [karmabedingt] erreichen.
Na ca vinipātagatānaṁ, Doch wenn man in einen niederen Bereich gekommen ist, Für die zur Hölle Gegangenen aber
Pabbajjā atthi nirayesu. gibt es kein Fortziehen in der Hölle. ist ein Asketenleben in der Unterwelt nicht möglich.
Anujānātha maṁ ubhayo, Bitte, ihr beiden, gebt mir die Erlaubnis zum Fortzuziehen Erlaubt ihr beide mir, hinauszuziehen,
Pabbajituṁ dasabalassa pāvacane; im Lehrsystem dessen, der die zehn Kräfte besitzt. zur Lehre dessen, der die Zehn Kräfte hat!
Appossukkā ghaṭissaṁ, Ich werde unbeschwert leben und mich bemühen, Unbelastet [von weltlichen Belangen] werde ich streben,
Jātimaraṇappahānāya. Wiedergeburt und Tod aufzugeben. Geburt und Tod überwinden.
Kiṁ bhavagate abhinanditena, Was soll ich mit Hoffnung, mit einem neuen Leben Was ist an Wiedergeburt Erfreuliches,
Kāyakalinā asārena; in diesem nutzlosen, hohlen Körper? mit einem Körper, der elend und substanzlos ist!
Bhavataṇhāya nirodhā, Gebt mir die Erlaubnis, ich will fortziehen, Um das Daseinsbegehren auszulöschen,
Anujānātha pabbajissāmi. um dem Verlangen nach einem neuen Leben ein Ende zu machen. erlaubt mir, dass ich hinausziehe.
Buddhānaṁ uppādo vivajjito, Ein Buddha ist erschienen, die Zeit ist gekommen, Durch das Erscheinen der Buddhas
Akkhaṇo khaṇo laddho; der widrige Augenblick ist vorbei. wird Böses vermieden, Gutes erlangt.
Sīlāni brahmacariyaṁ, Solange ich lebe, werde ich nie Mein Leben lang möge ich die Tugenden
Yāvajīvaṁ na dūseyyaṁ”. meine Tugendregeln oder meinen keuschen Pfad verraten.“ und den edlen Wandel nicht verletzen.“
Evaṁ bhaṇati sumedhā, Dann sagte Sumedhā zu ihren Eltern: Dazu sagte Sumedhā ihren Eltern:
Mātāpitaro “na tāva āhāraṁ; „Solange ich im Haus lebe, „Ich werde keine Nahrung verzehren,
Āharissaṁ gahaṭṭhā, werde ich keine Nahrung zu mir nehmen, solange ich eine im Haus Lebende bin -
Maraṇavasaṁ gatāva hessāmi”. bis ich dem Tod verfallen bin.“ eher werde ich in den Tod gehen!“
Mātā dukkhitā rodati pitā ca, Die Mutter war aufgebracht und brach in Tränen aus, Die Mutter weint bitterlich, und der Vater
Assā sabbaso samabhihato; der Vater, auch er bekümmert, ist wegen ihr ganz gramgebeugt.
Ghaṭenti saññāpetuṁ, versuchte alles, sie zu überzeugen, Sie bemühen sich, die im Palast
Pāsādatale chamāpatitaṁ. während sie zusammengebrochen auf dem Söller des Langhauses lag. zu Boden Gefallene umzustimmen.
“Uṭṭhehi puttaka kiṁ soci, „Steh auf, Kind, warum betrübst du dich so? „Steh auf, Kindchen, was klagst du?
Tena dinnāsi vāraṇavatimhi; Du bist schon zur Ehe versprochen! Du bist doch [als Braut] nach Vāraṇavatī versprochen!
Rājā anīkaratto, König Anīkaratta, der Schöne, König Anīkaratta ist gut aussehend,
Abhirūpo tassa tvaṁ dinnā. ist in Vāraṇavatī: Er ist dein Verlobter. dem bist du versprochen.
Aggamahesī bhavissasi, Du wirst die Hauptkönigin sein, Die erste Frau wirst du sein,
Anikarattassa rājino bhariyā; die Frau des Königs Anīkaratta. die Gattin des König’s Anīkaratta.
Sīlāni brahmacariyaṁ, Tugendregeln, der keusche Pfad – Die Tugenden, der edle Wandel, das Hinausziehen -
Pabbajjā dukkarā puttaka. das Fortziehen ist schwer zu bewältigen, mein Kind. beschwerlich ist das, mein Kind.
Rajje āṇā dhanamissariyaṁ, Mit dem Thron gewinnst du Befehlsgewalt, Reichtum, Herrschaft Als Königliche hast du Autorität,
Bhogā sukhā daharikāsi; und das Glück des Besitzes. Reichtum, Macht, Besitz, Freude.
Bhuñjāhi kāmabhoge, Genieße Sinnenfreuden, solange du noch jung bist! Du bist eine junge Frau, genieße die sinnlichen Freuden -
Vāreyyaṁ hotu te putta”. Lass deine Hochzeit stattfinden, mein Kind!“ lass dich vermählen, Kind!“
Atha ne bhaṇati sumedhā, Darauf sagte Sumedhā zu ihm: Sumedhā jedoch erwiderte ihnen:
“Mā edisikāni bhavagatamasāraṁ; „Lass das nicht geschehen! Das Dasein ist hohl! „So ist es nicht, sinnlos ist weitere Existenz.
Pabbajjā vā hohiti, Ich will fortziehen oder sterben, Für mich gibt es nur Hauslosigkeit
Maraṇaṁ vā me na ceva vāreyyaṁ. aber heiraten werde ich niemals. oder Tod, aber keine Vermählung.
Kimiva pūtikāyamasuciṁ, Warum sollte ich mich an diesen verwesenden, faulen Körper hängen, Was soll [mir] der faulige Körper, der unrein ist,
Savanagandhaṁ bhayānakaṁ kuṇapaṁ; der von Körpersäften stinkt, der nach Urin riecht, ein grauenhafter Leichnam!
Abhisaṁviseyyaṁ bhastaṁ, ein entsetzlicher Wassersack-Kadaver, Warum sollte ich einem Bock gehören,
Asakiṁ paggharitaṁ asucipuṇṇaṁ. mit Unrat gefüllt, aus dem es stets herausquillt? der voll ist von ständig ausfließender Unreinheit?
Kimiva tahaṁ jānantī, Wozu das alles, wenn man das erkennt so wie ich? Was ist das mir, die ich doch verstehe!
Vikūlakaṁ maṁsasoṇitupalittaṁ; Ein Kadaver ist widerlich, mit Fleisch und Blut beschmiert, Abstossend ist das blutbeschmierte Fleisch,
Kimikulālayaṁ sakuṇabhattaṁ, Fraß für Vögel und Würmerhaufen – ein Würmernest, Vogelfutter.
Kaḷevaraṁ kissa diyyati. Warum wurde uns das gegeben? Was mag uns ein toter Leib bieten?
Nibbuyhati susānaṁ, Nicht lange, und der Körper wird, des Bewusstseins beraubt, Der Körper, des Bewusstseins beraubt,
Aciraṁ kāyo apetaviññāṇo; zum Leichenfeld getragen, wird nach kurzer Zeit zur Leichenstätte gebracht,
Chuddho kaḷiṅgaraṁ viya, wo er von den Verwandten voller Ekel weggeworfen wird weggeworfen wie ein Stück Holz
Jigucchamānehi ñātīhi. wie ein alter Baumstamm. von Widerwillen empfindenden Verwandten.
Chuddhūna naṁ susāne, Wenn sie ihn auf das Leichenfeld geworfen haben, Nachdem sie diesen in der Leichenstätte
Parabhattaṁ nhāyanti jigucchantā; wo er von andern gefressen wird, als Nahrung für andere entsorgt haben,
Niyakā mātāpitaro, baden sich voller Ekel deine eigenen Eltern, reinigen sich angeekelt [selbst] die Eltern.
Kiṁ pana sādhāraṇā janatā. wie erst die unbeteiligte Menge? Wie ist es dann erst mit Außenstehenden?
Ajjhositā asāre, Sie hängen sich an diesen Kadaver ohne Kern, Sie klammern sich an den Kadaver, den substanzlosen,
Kaḷevare aṭṭhinhārusaṅghāte; diese Masse von Sehnen und Knochen, den aus Knochen und Sehnen zusammengefügten,
Kheḷassuccārassava, den verfaulenden Körper, voller Speichel, Tränen, Kot, Eiter,
Paripuṇṇe pūtikāyamhi. voller Speichel, Tränen, Kot und Eiter. während er in der Tat [doch nur] ein fauliger Körper ist.
Yo naṁ vinibbhujitvā, Wenn jemand ihn zerlegen würde, Wenn jemand ihn (den Körper) aufspaltete,
Abbhantaramassa bāhiraṁ kayirā; das Innere nach außen kehren, dessen Innerstes nach außen stülpte,
Gandhassa asahamānā, würde der unerträgliche Gestank würde sich sogar die eigene Mutter ekeln
Sakāpi mātā jiguccheyya. selbst die eigene Mutter anwidern. und den Geruch nicht ertragen.
Khandhadhātuāyatanaṁ, Die Aggregate, Elemente und Sinnesfelder Die Komponenten des Erlebens, Elemente, Sinnesorgane
Saṅkhataṁ jātimūlakaṁ dukkhaṁ; untersuche ich wohlüberlegt: sind bedingt, entstanden durch Geburt, sind Leiden.
Yoniso anuvicinantī, Sie sind bedingt, wurzeln in Geburt, sind Leiden – Da ich eine bin, die gründlich nachdenkt,
Vāreyyaṁ kissa iccheyyaṁ. warum sollte ich zu heiraten wünschen? wozu sollte ich eine Vermählung wünschen?
Divase divase tisatti, Selbst wenn dreihundert scharfe Schwerter Mögen Tag für Tag dreihundert Speere
Satāni navanavā pateyyuṁ kāyamhi; Tag für Tag auf meinen Körper fielen, ständig auf den Leib herabfallen,
Vassasatampi ca ghāto, und selbst wenn das Gemetzel hundert Jahre dauerte, und das hundert Jahre lang. Das Getötetwerden
Seyyo dukkhassa cevaṁ khayo. würde es sich lohnen, wenn es zum Ende des Leidens führte. ist [immer noch] besser für des Leidens Vernichtung.
Ajjhupagacche ghātaṁ, Wer die Worte des Lehrers versteht, Ich würde die Vernichtung ertragen,
Yo viññāyevaṁ satthuno vacanaṁ; nähme das Gemetzel in Kauf: welche ich die Worte des Lehrers verstehe.
‘Dīgho tesaṁ saṁsāro, ‚Lang ist das Umherwandern für dich, ‚Lang ist die Daseinswanderung
Punappunaṁ haññamānānaṁ’. wieder und wieder wirst du getötet.‘ für die immer wieder Geschlagenen.‘
Devesu manussesu ca, Unter Göttern und Menschen, Bei den Göttern, Menschen,
Tiracchānayoniyā asurakāye; im Reich der Tiere und dem der Titanen, im Tierreich, der Versammlung der Asuras,
Petesu ca nirayesu ca, unter Gespenstern oder in den Höllen hungrigen Geistern und in den Unterwelten
Aparimitā dissare ghātā. sieht man endloses Töten. sieht man unermessliches Töten.
Ghātā nirayesu bahū, Die Höllen sind voll mit Töten Viel Töten gibt es in den Unterwelten
Vinipātagatassa pīḷiyamānassa; für die Unlauteren, die in die Unterwelt gefallen sind. für die zum Ort der Verdammnis gegangenen Gequälten.
Devesupi attāṇaṁ, Selbst bei den Göttern gibt es keinen Schutz, Auch bei den Göttern gibt es keinen Schutz.
Nibbānasukhā paraṁ natthi. denn kein Glück übertrifft das Erlöschen. Nichts ist höher als das Glück des Nibbāna!
Pattā te nibbānaṁ, Er, der die zehn Kräfte besitzt – die sich seinem Lehrsystem geweiht haben, Die, welche sich mit der Lehre des Buddha verbinden,
Ye yuttā dasabalassa pāvacane; erlangen das Erlöschen. haben das Nibbāna erlangt.
Appossukkā ghaṭenti, Sie leben unbeschwert und bemühen sich, Unbeschwert streben sie,
Jātimaraṇappahānāya. Wiedergeburt und Tod aufzugeben. Geburt und Tod aufgegeben habend.
Ajjeva tātabhinikkha- Noch an diesem Tag, Papa, will ich entsagen: Vater, noch heute gehe ich in die Hauslosigkeit!
missaṁ bhogehi kiṁ asārehi; Was gibt es an hohlem Reichtum zu genießen? Was nützen hohle Reichtümer!
Nibbinnā me kāmā, Von Sinnenfreuden bin ich ernüchtert, Mich ekeln sinnliche Begierden,
Vantasamā tālavatthukatā”. wie Erbrochenes sind sie, sind wie der Stumpf einer Palme geworden.“ wie Kotze sind sie, entwurzelte Palmen!“
Sā cevaṁ bhaṇati pitaram- Während sie so zu ihrem Vater sprach, Während sie noch so zum Vater sprach,
anīkaratto ca yassa sā dinnā; näherte sich Anīkaratta, dem sie versprochen war, war Anīkaratta, dem sie versprochen war,
Upayāsi vāraṇavate, aus Vāraṇavatī; auf dem Weg nach Vāraṇavati,
Vāreyyamupaṭṭhite kāle. es war die verabredete Zeit für die Hochzeit. zum festgelegten Hochzeitstermin.
Atha asitanicitamuduke, Da nahm Sumedhā ein Messer Da trennte Sumedhā das dunkle,
Kese khaggena chindiya sumedhā; und schnitt ihr Haar ab, das schwarze, dicke und so weiche. weiche, üppige Haar mit dem Schwert ab,
Pāsādaṁ pidahitvā, Sie schloss sich im Langhaus ein zog sich in den Palast zurück
Paṭhamajjhānaṁ samāpajji. und trat in die erste Vertiefung ein. und trat in das erste Jhāna ein.
Sā ca tahiṁ samāpannā, Als sie sie erreicht hatte, Und als sie dort praktizierte,
Anīkaratto ca āgato nagaraṁ; erreichte Anīkaratta die Stadt. betrat Anīkaratta die Stadt.
Pāsāde ca sumedhā, Und Sumedhā entwickelte im Langhaus Im Palast erlangte Sumedhā
Aniccasaññaṁ subhāveti. die Wahrnehmung der Unbeständigkeit gut. tiefe Erkenntnis der Vergänglichkeit.
Sā ca manasi karoti, Als sie darauf den Geist richtete, Während sie noch in Kontemplation war,
Anīkaratto ca āruhī turitaṁ; stieg Anīkaratta rasch die Stufen hinauf. kam Anīkaratta eilig hinaufgestiegen,
Maṇikanakabhūsitaṅgo, Die Glieder mit Edelsteinen und honiggelbem Gold geschmückt, den Leib geschmückt mit Edelsteinen und Gold.
Katañjalī yācati sumedhaṁ. so bat er Sumedhā mit zusammengelegten Händen: Er legte die Hände ehrerbietig zusammen und bat Sumedhā:
“Rajje āṇādhanamissa- „Mit dem Thron gewinnst du Befehlsgewalt, Reichtum, Herrschaft „Als Königliche gibt es Autorität, Reichtum, Macht,
riyaṁ bhogā sukhā daharikāsi; und das Glück des Besitzes. Besitz, Freude. Du bist eine junge Frau,
Bhuñjāhi kāmabhoge, Genieße Sinnenfreuden, solange du noch jung bist! genieße die sinnlichen Reichtümer,
Kāmasukhā dullabhā loke. Sinnenfreuden sind in der Welt schwer zu finden! sinnliche Freuden sind nicht leicht erhältlich in der Welt.
Nissaṭṭhaṁ te rajjaṁ, Ich habe dich mit der Königswürde betraut – Das Königreich ist dir gewährt,
Bhoge bhuñjassu dehi dānāni; genieße Reichtum, gib Spenden! genieße den Reichtum, spende Almosen.
Mā dummanā ahosi, Sei nicht traurig; Sei nicht niedergeschlagen,
Mātāpitaro te dukkhitā”. deine Eltern sind außer sich.“ deine Eltern sind wegen dir betrübt“
Taṁ taṁ bhaṇati sumedhā, Sumedhā, an Sinnenfreuden kein Interesse Da sagte ihm Sumedhā,
Kāmehi anatthikā vigatamohā; und die Täuschung ausgeräumt, sprach sogleich: die nicht mehr nach Sinneslust suchte und nicht mehr verblendet war:
“Mā kāme abhinandi, „Finde an Sinnlichkeit kein Vergnügen! „Erfreue dich nicht an Sinneslust,
Kāmesvādīnavaṁ passa. Sieh die Gefahr in Sinnenfreuden! siehe das Elend in der Sinneslust!
Cātuddīpo rājā, Mandhātā, der König der vier Erdteile, Mandhātā, König Vier-Kontinente,
Mandhātā āsi kāmabhoginamaggo; der Erste beim Genuss von Sinnenfreuden, war der Beste der Sinnesgenießer.
Atitto kālaṅkato, starb unbefriedigt, Er starb unbefriedigt,
Na cassa paripūritā icchā. seine Wünsche nicht erfüllt. seine Wünsche wurden nicht erfüllt.
Satta ratanāni vasseyya, Und wenn die sieben Juwelen vom Himmel regneten Auch wenn es die sieben Edelsteine niederregnen möge,
Vuṭṭhimā dasadisā samantena; über alle zehn Himmelsrichtungen, aus allen zehn Himmelsrichtungen:
Na catthi titti kāmānaṁ, gäbe es kein Sattwerden von Sinnenfreuden: Es gibt doch keine Befriedigung der Begierden,
Atittāva maranti narā. Die Menschen sind unersättlich. in der Tat sterben die Menschen unbefriedigt.
Asisūnūpamā kāmā, Wie ein Schlachtmesser und ein Hackklotz Wie Schwert und Henkersblock sind Sinneslüste,
kāmā sappasiropamā; sind Sinnenfreuden, wie ein Kobrakopf. die Sinneslüste sind wie der Kopf einer Schlange,
Ukkopamā anudahanti, Sie brennen wie eine Feuersbrunst wie Feuerbrände lodern sie,
aṭṭhikaṅkala sannibhā. und gleichen einem Skelett. erscheinen so wie ein [entfleischtes] Skelett.
Aniccā adhuvā kāmā, Sinnenfreuden sind unbeständig und brüchig, Vergänglich, nicht verlässlich sind Sinneslüste,
bahudukkhā mahāvisā; sie sind voller Leiden, ein schreckliches Gift. sind voller Leiden, ein starkes Gift,
Ayoguḷova santatto, Sie gleichen einer glühenden Eisenkugel, heiß wie eine Eisenkugel.
aghamūlā dukhapphalā. sind die Wurzel der Düsternis, Schmerz ist ihre Frucht. Sie sind die Wurzel des Übels, die Konsequenz ist Leiden.
Rukkhapphalūpamā kāmā, Sinnenfreuden sind wie Baumfrüchte, Wie eine Baumfrucht ist Sinneslust,
maṁsapesūpamā dukhā; wie Fleischfetzen, schmerzhaft, wie ein Stück Fleisch bringt es Leiden,
Supinopamā vañcaniyā, sie täuschen dich wie ein Traum; wie ein betrügerischer Traum.
kāmā yācitakūpamā. Sinnenfreuden sind wie geliehene Güter. Sinneslust ist wie etwas, das man nur geliehen hat!
Sattisūlūpamā kāmā, Sinnenfreuden sind wie Schwerter und Lanzen, Wie ein Schwert [das hinrichtet] sind Sinneslüste, sind wie ein Pfahl [der pfählt],
rogo gaṇḍo aghaṁ nighaṁ; eine Krankheit, ein Eiterherd, Düsternis und Mühe. sie sind eine Seuche, ein Furunkel, Schmerz, Verwirrung.
Aṅgārakāsusadisā, Sie gleichen einer Grube mit glühenden Kohlen, Sie sind eine Grube aus glühender Holzkohle,
aghamūlaṁ bhayaṁ vadho. sind die Wurzel von Düsternis, Furcht und Gemetzel. sind die Wurzel von Übel, bedeuten Furcht, sind eine Strafe.
Evaṁ bahudukkhā kāmā, So wurden Sinnenfreuden erklärt, Auf diese Weise leidvoll sind Sinneslüste,
akkhātā antarāyikā; als Blockaden, so voller Leiden. sind als hinderlich beschrieben.
Gacchatha na me bhavagate, Bitte geh! Was mich betrifft, Geh nicht zu mir, sondern zum Erhabenen,
vissāso atthi attano. ich vertraue einem neuen Leben nicht. dem mein Vertrauen gilt!
Kiṁ mama paro karissati, Was kann jemand anders für mich tun, Was wird ein anderer für mich tun,
Attano sīsamhi ḍayhamānamhi; wenn sein eigener Kopf brennt? dessen eigener Kopf steht ja in Flammen!
Anubandhe jarāmaraṇe, Wenn dir Alter und Tod nachstellen, In den Fesseln von Alter und Tod,
Tassa ghātāya ghaṭitabbaṁ”. musst du dich einsetzen, um sie zu zerstören.“ sollte man nach deren Vernichtung streben.“
Dvāraṁ apāpuritvānahaṁ, Sie öffnete die Tür Als sie sich am Türeingang zeigte,
Mātāpitaro anīkarattañca; und sah ihre Eltern mit Anīkaratta sah sie die auf dem Boden sitzenden
Disvāna chamaṁ nisinne, weinend auf dem Boden sitzen. weinenden Eltern und Anīkaratta.
Rodante idamavocaṁ. Da sagte sie: Da sagte sie dies:
“Dīgho bālānaṁ saṁsāro, „Lang ist das Umherwandern für Toren, „Lang ist die Daseinswanderung für Narren,
Punappunañca rodataṁ; sie weinen wieder und wieder über das, was keinen erkennbaren Anfang hat – immer wieder beweinen sie
Anamatagge pitu maraṇe, den Tod eines Vaters, Tod, ohne Beginn und Ende,
Bhātu vadhe attano ca vadhe. den Mord an einem Bruder oder einem selbst. das Töten des Vaters, des Bruders und das eigene.
Assu thaññaṁ rudhiraṁ, Denk an das Meer von Tränen, Milch und Blut, Tränen, Muttermilch, Blut!
Saṁsāraṁ anamataggato saratha; an das Umherwandern ohne erkennbaren Anfang. Bedenkt, dass der Saṃsāra ohne Anfang und Ende ist!
Sattānaṁ saṁsarataṁ, Denk an all die Knochen, Bedenkt die Ansammlung der Gebeine
Sarāhi aṭṭhīnañca sannicayaṁ. die von den umherwandernden Wesen aufgehäuft wurden. der Wesen, die [ständig] umherwandern.
Sara caturodadhī, Denk an die vier Meere, Denke an die vier Ozeane,
Upanīte assuthaññarudhiramhi; die mit Tränen, Milch und Blut verglichen werden. die entstanden sind aus Tränen, Muttermilch, Blut.
Sara ekakappamaṭṭhīnaṁ, Denk an die Knochen, die sich in nur einem Äon Denke an die Gebeine eines Äons,
Sañcayaṁ vipulena samaṁ. so hoch auftürmen wie der Berg Vepulla. zu einer ähnlich großen Menge angehäuft.
Anamatagge saṁsarato, Das Umherwandern ohne erkennbaren Anfang Für einen, der in der Anfanglosigkeit und Endlosigkeit des Kreislaufs der Wiedergeburten herumwandert,
Mahiṁ jambudīpamupanītaṁ; wird mit diesem weiten Land des Rosenapfelbaums verglichen: reichen die Kügelchen, die von der Größe von Jujubekernen sind,
Kolaṭṭhimattaguḷikā, Wenn man es in Stücke in der Größe von Brustbeerkernen aufteilt, wenn man auf den Kontinent Jambudipa anspielt,
Mātā mātusveva nappahonti. wären es noch weniger als die Mütter unserer Mütter. nicht heran [an die Anzahl] der Mütter und deren Mütter.
Tiṇakaṭṭhasākhāpalāsaṁ, Denk an alles Gras, alle Stängel, Zweige und Blätter, Denke an die Gräser, Zweige, Äste, Blätter,
Upanītaṁ anamataggato sara; vergleiche sie mit dem nicht erkennbaren Anfang: zusammengetragen aus der Anfangs- und Endlosigkeit,
Caturaṅgulikā ghaṭikā, Wenn man sie in vier Daumenbreit lange Späne spalten würde, vierfingerlange Stöckchen.
Pitupitusveva nappahonti. wären es noch weniger als die Väter unserer Väter. [Ihre Anzahl] reicht nicht [an die Anzahl] von Vätern und Vatersvätern heran.
Sara kāṇakacchapaṁ pubba- Denk an die einäugige Schildkröte und das Joch mit einer Öffnung, Denke an die einäugige Schildkröte
samudde aparato ca yugachiddaṁ; das auf dem Meer von Ost nach West getrieben wird – im östlichen Ozean. Im westlichen gibt es ein Joch mit einer Öffnung.
Siraṁ tassa ca paṭimukkaṁ, den Kopf durch die Öffnung stecken Dass sie ihren Kopf hindurchsteckt
Manussalābhamhi opammaṁ. ist ein Bild dafür, als Mensch geboren zu werden. ist in der Tat [rar] wie die Chance, menschliche Geburt zu erlangen.
Sara rūpaṁ pheṇapiṇḍopam- Denk an die Form dieses unglücklichen Körpers, Denke an die Form als unglückselige Anhäufung,
assa kāyakalino asārassa; der substanzlos ist wie ein Schaumklumpen. ihre Substanzlosigkeit ist wie Schaumklümpchen.
Khandhe passa anicce, Sieh die Aggregate als unbeständig an, Betrachte die Komponenten des Erlebens als impermanent,
Sarāhi niraye bahuvighāte. denk an die Höllen, die so voller Qual sind. denke doch an die vielen Qualen in der Unterwelt!
Sara kaṭasiṁ vaḍḍhente, Denk an die, die wieder und wieder Denke an die den Friedhof Vermehrenden,
Punappunaṁ tāsu tāsu jātīsu; die Leichenfelder füllen, Leben um Leben. immer wieder in dieser und jener Existenz.
Sara kumbhīlabhayāni ca, Denk an die Gefahr durch Ghariale! Denke an die Krokodilsgefahren,
Sarāhi cattāri saccāni. Denk an die vier edlen Wahrheiten! und denke auch an die Vier Wahrheiten!
Amatamhi vijjamāne, Wenn die Befreiung vom Tod zu finden ist, Wenn es doch den Nektar der Unsterblichkeit gibt,
Kiṁ tava pañcakaṭukena pītena; warum solltest du die fünf bitteren Gifte trinken? was soll dir das Trinken der fünf Bitterkeiten?
Sabbā hi kāmaratiyo, Denn alle erotischen Wonnen Alle Freuden der sinnlichen Genüsse
Kaṭukatarā pañcakaṭukena. sind so viel bitterer als sie. sind doch bitterer als die fünf bitteren [Sinnesfreuden].
Amatamhi vijjamāne, Wenn die Befreiung vom Tod zu finden ist, Wenn es doch den Nektar der Todlosigkeit gibt,
Kiṁ tava kāmehi ye pariḷāhā; warum solltest du nach Sinnenfreuden brennen? was sollen dir sinnliche Genüsse, die eine Qual sind!
Sabbā hi kāmaratiyo, Denn alle erotischen Wonnen Alle Freuden an sinnlichen Genüssen
Jalitā kuthitā kampitā santāpitā. brennen, kochen, wallen und sieden. sind doch brennend, quälend, versengend, glühend.
Asapattamhi samāne, Wenn es Freiheit von Feindschaft gibt, Wenn es doch Harmonie ohne Feindschaft gibt,
Kiṁ tava kāmehi ye bahusapattā; warum solltest du deinen Feind, die Sinnenfreuden, wollen? was sollen dir Sinnesfreuden, die voll von Feindschaften sind.
Rājaggicoraudakappiyehi, Viele Feinde nehmen sich ihren Teil an deinen Sinnenfreuden: Wie Könige, Feuer, Diebe, Wasser, Ungeliebtes
Sādhāraṇā kāmā bahusapattā. Feuer, Wasser, Könige, Diebe und ungeliebte Erben. sind Sinnesfreuden häufig voller Unfrieden.
Mokkhamhi vijjamāne, Wenn man Befreiung finden kann, Wenn es doch Befreiung gibt,
Kiṁ tava kāmehi yesu vadhabandho; wozu sind dann Sinnenfreuden gut, die töten und binden? was sollen dir Sinnesfreuden, in welchen es Folter und Gefangenschaft gibt?
Kāmesu hi asakāmā, Durch Sinnenfreuden erfährst du unfreiwillig In den Sinnesfreuden erfahren sie
Vadhabandhadukhāni anubhonti. Schmerz, Töten und Binden. ungewollte Leiden durch Folter und Gefangenschaft.
Ādīpitā tiṇukkā, So wie eine brennende Grasfackel Brennende Grasfackeln verbrennen den,
Gaṇhantaṁ dahanti neva muñcantaṁ; den verbrennt, der sie ergreift und nicht loslässt, der danach greift, nicht den, der loslässt.
Ukkopamā hi kāmā, so sind Sinnenfreuden wie eine Grasfackel Wie brennende Fackeln sind ja die Sinnesfreuden,
Dahanti ye te na muñcanti. und verbrennen die, die nicht loslassen. sie verbrennen die, die nicht loslassen.
Mā appakassa hetu, Gib nicht Glück in Fülle auf Nicht verwerfe man das große Glück,
Kāmasukhassa vipulaṁ jahī sukhaṁ; für die geringfügigen Freuden der Sinne. um der kleinen Sinnesfreude willen.
Mā puthulomova baḷisaṁ, Nimm nicht späteres Elend in Kauf Nicht leide man später,
Gilitvā pacchā vihaññasi. wie ein Wels am Angelhaken. wie der Fisch, der den Angelhaken geschluckt hat.
Kāmaṁ kāmesu damassu, Beherrsche dich inmitten von Sinnenfreuden! Zähme die Sinnesfreude willentlich,
Tāva sunakhova saṅkhalābaddho; Du bist wie ein angeketteter Hund: so wie ein Hund, der mit einer Kette gebunden ist.
Kāhinti khu taṁ kāmā, Sinnenfreuden werden dich sicher verschlingen Die Sinnesfreuden werden dich in der Tat
Chātā sunakhaṁva caṇḍālā. wie hungrige Leichenarbeiter einen Hund. so behandeln wie hungrige Caṇḍālas einen Hund.
Aparimitañca dukkhaṁ, Wenn du vor Sinnenfreuden gespannt bist, Unermessliches Leiden
Bahūni ca cittadomanassāni; wirst du endlosen Schmerz erleiden und viele seelische Bedrängnisse wirst du,
Anubhohisi kāmayutto, und viel seelische Bedrängnis: als an die Sinnesfreuden Gebundener, erfahren.
Paṭinissaja addhuve kāme. Lass ab von Sinnenfreuden, sie dauern nicht an! Gib die unbeständigen Sinnesfreuden auf!
Ajaramhi vijjamāne, Wenn Freiheit vom Altern zu finden ist, Wenn es doch Alterslosigkeit gibt,
Kiṁ tava kāmehi yesu jarā; wozu sind dann Sinnenfreuden gut, die das Altern in sich tragen? was nützen dir die Sinnesfreuden, die altersbehaftet sind?
Maraṇabyādhigahitā, Jede Wiedergeburt an jedem Ort Von Tod und Siechtum erfasst sind alle
Sabbā sabbattha jātiyo. ist an Tod und Krankheit gebunden. überall in den Existenzen.
Idamajaramidamamaraṁ, Das ist die Befreiung vom Alter, die Befreiung vom Tod! Dies ist Alterslosigkeit! Dies ist Todlosigkeit!
Idamajarāmaraṁ padamasokaṁ; Das ist Freiheit von Alter und Tod, der kummerfreie Zustand! Dies ist der sorgenfreie Pfad, der alterslos und todlos ist!
Asapattamasambādhaṁ, Frei von Feindschaft, unbeschränkt, Er ist friedlich, unbehindert.
Akhalitamabhayaṁ nirupatāpaṁ. ohne Fehler, frei von Furcht und Widrigkeiten. Er ist frei von Stolpern und frei von Furcht! Er ist mühelos!
Adhigatamidaṁ bahūhi, Von Vielen wurde die Befreiung vom Tod verwirklicht. Diese Todlosigkeit ist von vielen erreicht
Amataṁ ajjāpi ca labhanīyamidaṁ; Noch heute kann es erlangt werden und ist heute noch erreichbar,
Yo yoniso payuñjati, von denen, die sich wohlüberlegt einsetzen; sofern einer sich in der richtigen Weise anstrengt.
Na ca sakkā aghaṭamānena”. doch es ist unmöglich, wenn man es nicht versucht.“ Nicht erreichbar ist er durch einen, der sich nicht anstrengt.“
Evaṁ bhaṇati sumedhā, So sprach Sumedhā, So sagte Sumedhā,
Saṅkhāragate ratiṁ alabhamānā; die sich an bedingten Dingen nicht erfreute. die, bezogen auf Willensregungen, keine Freude [mehr] empfand.
Anunentī anikarattaṁ, Indem sie Anīkaratta beschwichtigte, Um Anikaratta zu überzeugen
Kese ca chamaṁ khipi sumedhā. warf sie ihre Haare auf den Boden. warf Sumedhā ihre Haare zu Boden.
Uṭṭhāya anikaratto, Anīkaratta erhob sich, Anikaratta, sich erhebend,
Pañjaliko yācatassā pitaraṁ so; erhob seine zusammengelegten Hände zu ihrem Vater und bat: bat mit respektvollem Gruß ihren Vater:
“Vissajjetha sumedhaṁ, „Lasst von Sumedhā ab, sodass sie fortziehen kann! „Gebt Sumedhā frei, hinauszuziehen,
Pabbajituṁ vimokkhasaccadassā”. Sie wird die Wahrheit der Befreiung sehen.“ als eine, die die Realität der Befreiung erkennt.“
Vissajjitā mātāpitūhi, Von Mutter und Vater entlassen, Freigegeben von Mutter und Vater
pabbaji sokabhayabhītā; zog sie fort aus Furcht vor Kummer und Gefahr. zog sie hinaus, Sorgen und Gefahren nicht fürchtend.
Cha abhiññā sacchikatā, Noch als Nonne in Schulung verwirklichte sie die sechs unmittelbaren Einsichten Sie realisierte die sechs höheren Wissensarten,
aggaphalaṁ sikkhamānāya. und die höchste Frucht. die für eine Novizin die höchste Frucht sind.
Acchariyamabbhutaṁ taṁ, Das Erlöschen der Prinzessin Dieses Nibbāna der Königstochter
Nibbānaṁ āsi rājakaññāya; war unglaublich und erstaunlich; war wunderbar und außergewöhnlich,
Pubbenivāsacaritaṁ, auf ihrem Sterbebett erklärte sie So erzählte sie in ihrer letzten Stunde
Yathā byākari pacchime kāle. ihre verschiedenen früheren Leben: Einzelheiten früherer Geburten.
“Bhagavati koṇāgamane, „Zur Zeit des Buddha Koṇāgamana Beim Buddha Koṇāgamana,
Saṅghārāmamhi navanivesamhi; waren wir drei Freundinnen, in der neuen Residenz im kommunalen Kloster,
Sakhiyo tisso janiyo, die die Gabe einer neu erbauten Unterkunft machten wir drei Freundinnen
Vihāradānaṁ adāsimha. im Kloster des Saṅgha spendeten. die Gabe eines Klosters.
Dasakkhattuṁ satakkhattuṁ, Zehnmal, hundertmal, Zehnmal, hundertmal,
Dasasatakkhattuṁ satāni ca satakkhattuṁ; tausendmal, zehntausend mal zehnmal hundert Mal und hundertmal hundert Male
Devesu uppajjimha, wurden wir unter den Göttern wiedergeboren, wurden wir unter den Göttern geboren,
Ko pana vādo manussesu. um wie viel mehr unter den Menschen. um wieviel öfter unter den Menschen!
Devesu mahiddhikā ahumha, Wir waren mächtig unter den Göttern, Wir waren unter den Göttern, die übernatürliche Kräfte besaßen,
Mānusakamhi ko pana vādo; um wie viel mehr unter den Menschen! [doch] um wieviel öfter unter den Menschen.
Sattaratanassa mahesī, Ich war die Königin eines Königs mit den sieben Juwelen – Ich war die erste Frau des mit den Sieben Juwelen [ausgestatteten Königs],
Itthiratanaṁ ahaṁ āsiṁ. ich war sein Frauen-Juwel. ein Juwel von Frau.
So hetu so pabhavo, Das war der Grund, das war die Herkunft, das war die Wurzel, Das ist die Ursache, das ist der Grund,
Taṁ mūlaṁ sāva sāsane khantī; da nahmen wir das Lehrsystem an: dies ist die Wurzel, das ist die Hingabe an die Lehre.
Taṁ paṭhamasamodhānaṁ, Die erste Begegnung gipfelte im Erlöschen Das war das erste Zusammentreffen,
Taṁ dhammaratāya nibbānaṁ. für eine, die sich an der Lehre freut. das war das Nibbāna für eine, die Freude am Dhamma hat.
Evaṁ karonti ye sadda- Das sagen die, die den Worten dessen vertrauen, So handeln die, die den Worten
hanti vacanaṁ anomapaññassa; dessen Weisheit unerreicht ist. unübertroffenen Wissens vertrauen.
Nibbindanti bhavagate, Vom Wiedergeborenwerden sind sie ernüchtert, Sie sind desillusioniert vom Zyklus der Existenzen.
Nibbinditvā virajjantī”ti. und wenn sie ernüchtert sind, schwindet die Leidenschaft.“ Desillusioniert, lösen sie sich davon.
Itthaṁ sudaṁ sumedhā therī gāthāyo abhāsitthāti. So wurden diese Strophen von der altehrwürdigen Nonne Sumedhā aufgesagt.
Mahānipāto niṭṭhito.
Samattā therīgāthāyo
Gāthāsatāni cattāri,
asīti puna cuddasa;
Theriyekuttarasatā,
sabbā tā āsavakkhayāti.
Therīgāthāpāḷi niṭṭhitā. Die Strophen der altehrwürdigen Nonnen sind zu Ende.