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Therīgāthā 13.1 Strophen der altehrwürdigen Nonnen 13.1 Lieder der Therī 13.1
Vīsatinipāta Das Zwanzigerbuch Das Zwanzigerbuch
Ambapālītherīgāthā Ambapālī Das Lied der Therī Ambapālī
“Kāḷakā bhamaravaṇṇasādisā, Schwarz, von der Farbe der Bienen, war mein Haar, Schwarz, wie die Farbe der Honigbienen,
Vellitaggā mama muddhajā ahuṁ; mit lockigen Spitzen geziert; an den Spitzen gelockt, so waren meine Haare.
Te jarāya sāṇavākasādisā, jetzt, alt geworden, gleicht es der Rinde von Hanf – Im Alter sind sie Jutefasern gleich.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Vāsitova surabhī karaṇḍako, Mein Kopf, von Blumen gekrönt, Duftend wie ein wohlriechender Weidenkorb
Pupphapūra mama uttamaṅgajo; duftete wie eine Parfümschatulle; voller Blüten, so war mein Haar.
Taṁ jarāyatha salomagandhikaṁ, jetzt, alt geworden, riecht er wie Hundefell – Im Alter dann Hundefellgeruch.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Kānanaṁva sahitaṁ suropitaṁ, Mein Haar war dick wie ein dicht bepflanzter Wald, Wie ein wohl angepflanzter Hain,
Kocchasūcivicitaggasobhitaṁ; mit Kamm und Haarnadeln besteckt leuchtete es; schön gemacht in gut gescheitelte, mit Spangen gehaltene Strähnen.
Taṁ jarāya viralaṁ tahiṁ tahiṁ, jetzt, alt geworden, ist es strähnig und dünn – Im Alter jedoch hier und da nur spärlich.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Kaṇhakhandhakasuvaṇṇamaṇḍitaṁ, Mit schwarzen Zöpfen und goldenen Bändern Goldgeschmückt die dunklen Zöpfe,
Sobhate suveṇīhilaṅkataṁ; war es so hübsch, mit Borten durchflochten; kunstvoll geflochten, schön glänzten sie.
Taṁ jarāya khalitaṁ siraṁ kataṁ, jetzt, alt geworden, ist mein Kopf kahl – Im Alter jedoch wurde mein Kopf kahl.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Cittakārasukatāva lekhikā, Wie Sicheln, von Künstlerhand gemalt, Fein eingraviert wie von einem Künstler,
Sobhare su bhamukā pure mama; so schön waren einst meine Augenbrauen; schön waren früher meine Augenbrauen.
Tā jarāya valibhippalambitā, jetzt, alt geworden, hängen sie faltig herab – Im Alter sind sie schlaff und faltig.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Bhassarā surucirā yathā maṇī, Meine Augen strahlten leuchtend wie Edelsteine, Leuchtend, glänzend, wie Edelsteine
Nettahesumabhinīlamāyatā; groß und blauschwarz; waren die nachtschwarzen, länglichen Augen.
Te jarāyabhihatā na sobhare, vom Alter verdorben, strahlen sie nicht mehr – Im Alter leuchten sie nicht mehr.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Saṇhatuṅgasadisī ca nāsikā, Wie ein vollkommener Gipfel ragte meine Nase auf, Gleich einer exquisiten Hügelspitze
Sobhate su abhiyobbanaṁ pati; hübsch in der Blüte meiner Jugend; war die Nase im Jugendalter früher schön.
Sā jarāya upakūlitā viya, jetzt, alt geworden, ist sie runzelig wie eine Pfefferschote – Im Alter ist sie wie verknittert.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Kaṅkaṇaṁva sukataṁ suniṭṭhitaṁ, Wie liebevoll gearbeitete Kettchen Wie ein Armreif, gut gemacht von Künstlerhand,
Sobhare su mama kaṇṇapāḷiyo; waren meine Ohrläppchen, so hübsch; waren meine Ohrmuscheln schön.
Tā jarāya valibhippalambitā, jetzt, alt geworden, hängen sie faltig herab – Im Alter hängen sie erschlafft herab.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Pattalīmakulavaṇṇasādisā, Hell wie die Blüten des Jasmin Wie die Farbe der Kochbananenblüte
Sobhare su dantā pure mama; waren einst meine Zähne, so hübsch; waren meine Zähne vormals schön.
Te jarāya khaṇḍitā cāsitā, jetzt, alt geworden, sind sie bröckelig und gelb – Im Alter sind sie abgebrochen, lose.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Kānanamhi vanasaṇḍacārinī, Mein Gesang war süß wie der Ruf des Kuckucks, Im Hain umherwandernd
Kokilāva madhuraṁ nikūjihaṁ; der durch die Wälder streift; sang ich süß, wie ein Vögelchen.
Taṁ jarāya khalitaṁ tahiṁ tahiṁ, jetzt, alt geworden, ist er brüchig und krächzend – Im Alter ist die Stimme zuweilen brüchig.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Saṇhakamburiva suppamajjitā, Wie eine blank gescheuerte Muschel Wie ein glattes gut poliertes Muschelhorn,
Sobhate su gīvā pure mama; war einst mein Nacken, so hübsch; so schön glänzte mein Hals vormals.
Sā jarāya bhaggā vināmitā, jetzt, alt geworden, ist er krumm und gebeugt – Dieser ist im Alter vornübergebeugt.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Vaṭṭapalighasadisopamā ubho, Wie zwei gerundete Querstangen Wie eine gerundete Querstange waren meine Arme.
Sobhare su bāhā pure mama; waren meine Arme einst, so hübsch; Sie waren vormals schön anzuschauen.
Tā jarāya yatha pāṭalibbalitā, jetzt, alt geworden, sind sie faltig und ausgebeult wie ein Patalabaum – Im Alter sind sie wie verschrumpelte Trompetenblumen.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Saṇhamuddikasuvaṇṇamaṇḍitā, Geschmückt mit polierten goldenen Ringen, Die weichen Finger goldgeschmückt,
Sobhare su hatthā pure mama; das waren einst meine Hände, so hübsch; schön waren meine Hände früher anzuschauen.
Te jarāya yathā mūlamūlikā, jetzt, alt geworden, gleichen sie roten Rettichen – Diese wurden im Alter wie Wurzelstücke.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Pīnavaṭṭasahituggatā ubho, Prall, rund und keck ragten sie einst zusammen auf, Meine beiden kleinen Brüste waren früher
Sobhare su thanakā pure mama; meine beiden Brüste, so hübsch; voll, rund und hochstehend.
Thevikīva lambanti nodakā, jetzt hängen sie herab wie Wassersäcke – Nun hängen sie herab wie leere Wasserbeutel.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Kañcanassa phalakaṁva sammaṭṭhaṁ, Wie eine polierte Scheibe aus schimmerndem Gold Wie ein gut poliertes Goldstück
Sobhate su kāyo pure mama; war einst mein Körper, so hübsch; glänzte mein Körper früher.
So valīhi sukhumāhi otato, jetzt ist er von zarten Falten überzogen – Jetzt ist er überzogen mit lauter feinen Falten.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Nāgabhogasadisopamā ubho, Wie Elefantenrüssel waren einst Wie Elefantenrüssel waren früher
Sobhare su ūrū pure mama; meine beiden Oberschenkel, so hübsch; meine beiden Schenkel schön anzuschauen.
Te jarāya yathā veḷunāḷiyo, jetzt, alt geworden, sind sie wie Bambusstangen – Im Alter sind sie wie Bambusrohr.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Saṇhanūpurasuvaṇṇamaṇḍitā, Mit niedlichen goldenen Fußkettchen Meine Fußgelenke waren früher
Sobhare su jaṅghā pure mama; waren einst meine Unterschenkel geschmückt, so hübsch; schön geschmückt mit polierten goldenen Fußringen.
Tā jarāya tiladaṇḍakāriva, jetzt, alt geworden, sind sie wie Sesamstängel – Jetzt im Alter sind sie wie Sesamzweige.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Tūlapuṇṇasadisopamā ubho, Prall wie mit Watte ausgestopft So wie mit Kapok ausgestopft
Sobhare su pādā pure mama; waren einst meine beiden Füße, so hübsch; waren meine Füße früher schön anzuschauen.
Te jarāya phuṭitā valīmatā, jetzt, alt geworden, sind sie rissig und runzelig – Im Alter sind sie rissig, faltig.
Saccavādivacanaṁ anaññathā. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
Ediso ahu ayaṁ samussayo, So war einst dieser Knochenhaufen, So geartet war diese körperliche Form.
Jajjaro bahudukkhānamālayo; doch jetzt ist er verwelkt, ein Ort der Schmerzen; Nun ist sie alt geworden, die Stätte vieler Leiden,
Sopalepapatito jarāgharo, wie ein verfallendes Haus, von dem der Putz blättert – ein altes Gemäuer, von dem der Putz abgefallen ist.
Saccavādivacanaṁ anaññathā”. das Wort des Wahrhaftigen hat sich bestätigt. Der Sprecher wahrer Worte sagt nichts anderes.
… Ambapālī therī ….