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Sutta NipÄta 4.13 Lehrreden-Sammelband 4.13
MahÄbyÅ«hasutta Die lƤngere Lehrrede über die Aufstellung zur Schlacht
āYe kecime diį¹į¹hiparibbasÄnÄ, āIn Bezug auf jene, die bei ihrer eigenen Ansicht bleiben,
Idameva saccanti vivÄdayanti; die streiten: āDas allein ist die Wahrheitā ā
Sabbeva te nindamanvÄnayanti, bringen sie alle Tadel über sich,
Atho pasaį¹sampi labhanti tatthaā. oder gewinnen manche Lob dafür?ā
āAppaƱhi etaį¹ na alaį¹ samÄya, āDiese zwei Früchte des Streits sind eine kleine Sache,
Duve vivÄdassa phalÄni brÅ«mi; nicht genug für Frieden, sage ich.
Etampi disvÄ na vivÄdayetha, Wenn man das sieht, soll man nicht streiten,
KhemÄbhipassaį¹ avivÄdabhÅ«miį¹ā. sondern im Land ohne Streit ein Refugium suchen.
āYÄ kÄcimÄ sammutiyo puthujjÄ, Einer, der erkennt, lƤsst sich nicht
SabbÄva etÄ na upeti vidvÄ; in irgendeine der vielen Gepflogenheiten verwickeln.
Anūpayo so upayaṠkimeyya, Warum soll der Unbeteiligte sich verwickeln lassen,
Diį¹į¹he sute khantimakubbamÄnoā. da er nichts annimmt, das sich auf Gesehenes und Gehƶrtes stützt?
āSÄ«luttamÄ saƱƱamenÄhu suddhiį¹, Die, die Tugend an die erste Stelle setzen, sprechen von Reinheit durch Selbstbeherrschung;
Vataį¹ samÄdÄya upaį¹į¹hitÄse; wenn sie ein Gelübde unternommen haben, halten sie sich daran:
Idheva sikkhema athassa suddhiį¹, āWir wollen uns eben hier schulen, dann werden wir rein sein.ā
BhavÅ«panÄ«tÄ kusalÄvadÄnÄ. Sie behaupten, bewandert zu sein, doch werden zu künftigen Leben weitergeführt.
Sace cuto sīlavatato hoti, Wenn sie von ihren Regeln und Gelübden abfallen,
PavedhatÄ« kamma virÄdhayitvÄ; zittern sie, da sie ihre Aufgabe nicht erfüllt haben.
PajappatÄ« patthayatÄ« ca suddhiį¹, Sie beten um Reinheit und sehnen sich danach
SatthÄva hÄ«no pavasaį¹ gharamhÄ. wie einer, der weit weg von zu Hause seine Karawane verloren hat.
SÄ«labbataį¹ vÄpi pahÄya sabbaį¹, Doch wer alle Regeln und Gelübde aufgegeben hat
KammaƱca sÄvajjanavajjametaį¹; und diese Taten, tadelnswert und ohne Tadel,
Suddhiį¹ asuddhinti apatthayÄno, wer sich nicht nach āReinheitā oder āUnreinheitā sehnt,
Virato care santimanuggahÄya. soll abgelƶst leben, Frieden hegen.
TamÅ«panissÄya jigucchitaį¹ vÄ, Gestützt auf die BuĆübung aus Ekel vor Sünde
Atha vÄpi diį¹į¹haį¹ va sutaį¹ mutaį¹ vÄ; oder was sonst gesehen, gehƶrt oder gedacht wird,
Uddhaį¹sarÄ suddhimanutthunanti, klagen sie, Reinheit komme, indem man stromaufwƤrts gehe,
AvÄ«tataį¹hÄse bhavÄbhavesu. nicht frei von Verlangen nach immer mehr Dasein.
PatthayamÄnassa hi jappitÄni, Für den Sehnenden gibt es gemurmelte Gebete
Pavedhitaį¹ vÄpi pakappitesu; und auch Zittern um Entworfenes.
CutÅ«papÄto idha yassa natthi, Doch für den hier, für den es kein Sterben und Wiedererscheinen gibt:
Sa kena vedheyya kuhiį¹ va jappeā. Warum sollte er zittern? Wofür beten?ā
āYamÄhu dhammaį¹ paramanti eke, āDie gleiche Lehre, die manche die hƶchste nennen,
Tameva hÄ«nanti panÄhu aƱƱe; nennen andere geringer.
Sacco nu vÄdo katamo imesaį¹, Welcher von diesen spricht die Wahrheit?
Sabbeva hÄ«me kusalÄvadÄnÄā. Denn sie alle behaupten, bewandert zu sein.ā
āSakaƱhi dhammaį¹ paripuį¹į¹amÄhu, āSie sagen, ihre eigene Lehre sei vollkommen
AƱƱassa dhammaį¹ pana hÄ«namÄhu; und die Lehre anderer geringer.
Evampi viggayha vivÄdayanti, Indem sie sich so entzweien, streiten sie;
Sakaį¹ sakaį¹ sammutimÄhu saccaį¹. jeder sagt, seine eigenen Gepflogenheiten seien die Wahrheit.
Parassa ce vambhayitena hīno, Wenn der Spott eines anderen einen geringer machte,
Na koci dhammesu visesi assa; würde niemand in irgendeiner Lehre herausragen.
PuthÅ« hi aƱƱassa vadanti dhammaį¹, Denn jeder sagt, die Lehre des anderen sei mangelhaft
NihÄ«nato samhi daįø·haį¹ vadÄnÄ. und befürwortet entschieden seine eigene.
SaddhammapÅ«jÄpi nesaį¹ tatheva, Doch wenn sie ihre eigene Lehre ehren,
YathÄ pasaį¹santi sakÄyanÄni; wie sie auch ihre eigene Reise preisen,
Sabbeva vÄdÄ tathiyÄ bhaveyyuį¹, dann wƤren alle Lehren gleichermaĆen gültig,
Suddhī hi nesaṠpaccattameva. und Reinheit wäre ihnen eigen.
Na brÄhmaį¹assa paraneyyamatthi, Nach Bewertung unter den Lehren hat ein Brahmane nichts angenommen,
Dhammesu niccheyya samuggahÄ«taį¹; das Deutung durch einen anderen erfordert.
TasmÄ vivÄdÄni upÄtivatto, Daher ist er über Streit hinausgegangen,
Na hi seį¹į¹hato passati dhammamaƱƱaį¹. denn er sieht keine andere Lehre als die beste an.
JÄnÄmi passÄmi tatheva etaį¹, āIch weiĆ, ich sehe, so ist esā ā
Diį¹į¹hiyÄ eke paccenti suddhiį¹; so glauben manche, Reinheit komme von der Ansicht.
Addakkhi ce kiƱhi tumassa tena, Doch wenn sie wahrhaftig gesehen haben, wozu ist dann diese Ansicht gut?
AtisitvÄ aƱƱena vadanti suddhiį¹. Sie übersehen das Wichtige und sagen, Reinheit komme von einem anderen.
Passaį¹ naro dakkhati nÄmarÅ«paį¹, Wenn ein Mensch sieht, sieht er Namen und Form,
DisvÄna vÄ Ć±assati tÄnimeva; und wenn er gesehen hat, wird er genau diese Dinge wissen.
KÄmaį¹ bahuį¹ passatu appakaį¹ vÄ, Gerne soll er viel oder wenig sehen,
Na hi tena suddhiį¹ kusalÄ vadanti. denn die, die bewandert sind, sagen, dies sei kein Weg zur Reinheit.
NivissavÄdÄ« na hi subbinÄyo, Es ist nicht leicht, einen Dogmatiker anzuleiten,
Pakappitaį¹ diį¹į¹hi purakkharÄno; der eine Ansicht verbreitet, die er entworfen hat.
Yaį¹ nissito tattha subhaį¹ vadÄno, Indem er von der Schƶnheit dessen spricht, auf das er sich stützt,
Suddhiį¹ vado tattha tathaddasÄ so. redet er von Reinheit gemäà dem, was er dort sah.
Na brÄhmaį¹o kappamupeti saį¹
khÄ, Der Brahmane lƤsst sich nicht in Entwerfen und Rechnen verwickeln;
Na diį¹į¹hisÄrÄ« napi ƱÄį¹abandhu; er ist kein AnhƤnger von Ansichten, kein Verwandter von Auffassungen.
ĆatvÄ ca so sammutiyo puthujjÄ, Da er die vielen verschiedenen Gepflogenheiten verstanden hat,
UpekkhatÄ« uggahaį¹anti maƱƱe. schaut er zu, wenn andere ergreifen.
Vissajja ganthÄni munÄ«dha loke, Die Knoten in der Welt hier hat er aufgebunden,
VivÄdajÄtesu na vaggasÄrÄ«; der AbgeklƤrte schlieĆt sich bei Streitigkeiten keiner Seite an.
Santo asantesu upekkhako so, Friedvoll unter den Friedlosen, gleichmütig,
Anuggaho uggahaį¹anti maƱƱe. wenn andere ergreifen, ergreift er nicht.
PubbÄsave hitvÄ nave akubbaį¹, Alte Befleckungen aufgegeben, keine neuen schaffen,
Na chandagÅ« nopi nivissavÄdÄ«; nicht im Bann von Vorlieben, noch ein Verfechter von Dogmen:
Sa vippamutto diį¹į¹higatehi dhÄ«ro, Dieser BedƤchtige ist von Ansichten erlƶst,
Na lippati loke anattagarahī. er hƤngt nicht an der Welt, noch tadelt er sich selbst.
Sa sabbadhammesu visenibhūto, Er ist entfernt von allen Dingen,
Yaį¹ kiƱci diį¹į¹haį¹ va sutaį¹ mutaį¹ vÄ; die gesehen, gehƶrt oder gedacht werden.
Sa pannabhÄro muni vippamutto, Die Bürde hat er abgelegt, der AbgeklƤrte ist befreit:
Na kappiyo nÅ«parato na patthiyoāti. kein Entwerfen, kein Verzicht, kein Streben.ā
MahÄbyÅ«hasuttaį¹ terasamaį¹.