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Sutta Nipāta 4.11 Lehrreden-Sammelband 4.11

Kalahavivādasutta Zank und Streit

“Kutopahūtā kalahā vivādā, „Woher kommen Zank und Streit?

Paridevasokā sahamaccharā ca; Und Klage und Kummer, und auch Geiz?

Mānātimānā sahapesuṇā ca, Wie ist es mit Einbildung und Selbstgefälligkeit, und auch mit Verleumdung –

Kutopahūtā te tadiṅgha brūhi”. bitte sage mir: Wo kommen sie her?“

“Piyappahūtā kalahā vivādā, „Zank und Streit kommen von dem, was uns lieb ist,

Paridevasokā sahamaccharā ca; und ebenso Klage und Kummer, Geiz,

Mānātimānā sahapesuṇā ca, Einbildung und Selbstgefälligkeit.

Maccherayuttā kalahā vivādā; Zank und Streit sind an Geiz gebunden,

Vivādajātesu ca pesuṇāni”. und wenn Streit aufgekommen ist, gibt es Verleumdung.“

“Piyā su lokasmiṁ kutonidānā, „Woher stammt da, was uns lieb ist in der Welt?

Ye cāpi lobhā vicaranti loke; Und die Lüste, die in der Welt umgehen?

Āsā ca niṭṭhā ca kutonidānā, Woher stammen Hoffnungen und Ziele,

Ye samparāyāya narassa honti”. die ein Mensch für künftige Leben hat?“

“Chandānidānāni piyāni loke, „Was uns lieb ist in der Welt stammt vom Sehnen,

Ye cāpi lobhā vicaranti loke; und auch die Lüste, die in der Welt umgehen.

Āsā ca niṭṭhā ca itonidānā, Von da stammen Hoffnungen und Ziele,

Ye samparāyāya narassa honti”. die ein Mensch für künftige Leben hat.“

“Chando nu lokasmiṁ kutonidāno, „Woher stammt da das Sehnen in der Welt?

Vinicchayā cāpi kutopahūtā; Und auch Bewertungen, wo kommen sie her?

Kodho mosavajjañca kathaṅkathā ca, Und Zorn, Lügen und Unschlüssigkeit

Ye vāpi dhammā samaṇena vuttā”. und andere Dinge, von denen der Asket spricht?“

“Sātaṁ asātanti yamāhu loke, „Was sie in der Welt angenehm und unangenehm nennen –

Tamūpanissāya pahoti chando; darauf gegründet kommt Sehnen auf.

Rūpesu disvā vibhavaṁ bhavañca, Wenn er Ins-Dasein-Treten und Verschwinden von Formen sieht,

Vinicchayaṁ kubbati jantu loke. nimmt ein Geborener in der Welt Bewertungen vor.

Kodho mosavajjañca kathaṅkathā ca, Zorn, Lügen und Unschlüssigkeit –

Etepi dhammā dvayameva sante; auch diese Dinge bestehen, wenn dieses Paar da ist.

Kathaṅkathī ñāṇapathāya sikkhe, Wer unschlüssig ist, soll sich auf dem Pfad der Erkenntnis schulen;

Ñatvā pavuttā samaṇena dhammā”. aus seiner Erkenntnis heraus spricht der Asket von diesen Dingen.“

“Sātaṁ asātañca kutonidānā, „Woher stammt Angenehmes und Unangenehmes?

Kismiṁ asante na bhavanti hete; Wenn was nicht da ist, treten diese Dinge nicht auf?

Vibhavaṁ bhavañcāpi yametamatthaṁ, Und was Ins-Dasein-Treten und Verschwinden betrifft:

Etaṁ me pabrūhi yatonidānaṁ”. Sage mir auch, woher sie stammen.“

“Phassanidānaṁ sātaṁ asātaṁ, „Angenehmes und Unangenehmes stammen von Kontakt;

Phasse asante na bhavanti hete; wenn Kontakt nicht da ist, treten sie nicht auf.

Vibhavaṁ bhavañcāpi yametamatthaṁ, Und was Ins-Dasein-Treten und Verschwinden betrifft:

Etaṁ te pabrūmi itonidānaṁ”. Ich sage dir, sie stammen von dort.“

“Phasso nu lokasmi kutonidāno, „Woher stammt da Kontakt in der Welt?

Pariggahā cāpi kutopahūtā; Und auch Besitz, wo kommt er her?

Kismiṁ asante na mamattamatthi, Wenn was nicht da ist, gibt es kein Besitzen?

Kismiṁ vibhūte na phusanti phassā”. Wenn was verschwindet, treffen Kontakte nicht?“

“Nāmañca rūpañca paṭicca phasso, „Name und Form bedingen Kontakt;

Icchānidānāni pariggahāni; Besitz stammt vom Wünschen;

Icchāyasantyā na mamattamatthi, wenn Wünschen nicht da ist, gibt es kein Besitzen;

Rūpe vibhūte na phusanti phassā”. wenn Form verschwindet, treffen Kontakte nicht.“

“Kathaṁ sametassa vibhoti rūpaṁ, „Für einen, der wie vorgeht, verschwindet Form?

Sukhaṁ dukhañcāpi kathaṁ vibhoti; Und wie verschwinden Glück und Leiden?

Etaṁ me pabrūhi yathā vibhoti, Sage mir, wie sie verschwinden;

Taṁ jāniyāmāti me mano ahu”. ich denke, wir sollten diese Dinge wissen.“

“Na saññasaññī na visaññasaññī, „Ohne reguläre Wahrnehmung oder verdrehte Wahrnehmung,

Nopi asaññī na vibhūtasaññī; ohne das Fehlen von Wahrnehmung oder Wahrnehmung des Verschwundenen:

Evaṁ sametassa vibhoti rūpaṁ, Für einen, der so vorgeht, verschwindet Form;

Saññānidānā hi papañcasaṅkhā”. denn durch Ausufern angetriebene Urteile stammen von Wahrnehmung.“

“Yaṁ taṁ apucchimha akittayī no, „Was ich dich auch gefragt habe, hast du mir erklärt.

Aññaṁ taṁ pucchāma tadiṅgha brūhi; Ich frage dich ein weiteres Mal, bitte sag mir dieses:

Ettāvataggaṁ nu vadanti heke, Sagen manche klugen Leute hier, dies sei das höchste Ausmaß

Yakkhassa suddhiṁ idha paṇḍitāse; an Reinheit des Geistes?

Udāhu aññampi vadanti etto”. Oder sagen sie, es sei etwas anderes?“

“Ettāvataggampi vadanti heke, „Manche klugen Leute sagen, dies sei das höchste Ausmaß

Yakkhassa suddhiṁ idha paṇḍitāse; an Reinheit des Geistes.

Tesaṁ paneke samayaṁ vadanti, Doch manche von ihnen, die sagen, sie seien bewandert,

Anupādisese kusalā vadānā. sprechen von einer Gelegenheit, wo es keinen Rest gibt.

Ete ca ñatvā upanissitāti, Da er weiß, dass diese Zustände abhängig sind,

Ñatvā munī nissaye so vimaṁsī; und auch versteht, wovon sie abhängen, ist der Abgeklärte, der untersucht,

Ñatvā vimutto na vivādameti, frei, da er verstanden hat, und lässt sich auf keinen Streit ein.

Bhavābhavāya na sameti dhīro”ti. Der Bedächtige zieht nicht weiter von Dasein zu Dasein.“

Kalahavivādasuttaṁ ekādasamaṁ.
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