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Sutta Nipāta 3.6 Lehrreden-Sammelband 3.6
Sabhiyasutta Mit Sabhiya
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:
ekaṁ samayaṁ bhagavā rājagahe viharati veḷuvane kalandakanivāpe. Einmal hielt sich der Buddha bei Rājagaha auf, im Bambuswäldchen, am Futterplatz der Eichhörnchen.
Tena kho pana samayena sabhiyassa paribbājakassa purāṇasālohitāya devatāya pañhā uddiṭṭhā honti: Nun waren zu der Zeit dem Wanderer Sabhiya von einer Gottheit, einer früheren Blutsverwandten, mehrere Fragen vorgelegt worden:
“yo te, sabhiya, samaṇo vā brāhmaṇo vā ime pañhe puṭṭho byākaroti tassa santike brahmacariyaṁ careyyāsī”ti. „Sabhiya, du sollst das geistliche Leben bei dem Asketen oder Brahmanen führen, der diese Fragen beantwortet.“
Atha kho sabhiyo paribbājako tassā devatāya santike te pañhe uggahetvā ye te samaṇabrāhmaṇā saṅghino gaṇino gaṇācariyā ñātā yasassino titthakarā sādhusammatā bahujanassa, seyyathidaṁ—Da begab sich Sabhiya, nachdem er in Gegenwart dieser Gottheit diese Fragen gelernt hatte, zu diesen Asketen und Brahmanen, die einen Orden und eine Gemeinschaft leiteten und eine Gemeinschaft unterwiesen; die namhafte und berühmte Religionsstifter waren, die von vielen als heilig erachtet wurden:
pūraṇo kassapo makkhaligosālo ajito kesakambalo pakudho kaccāno sañcayo belaṭṭhaputto nigaṇṭho nāṭaputto—nämlich zu Pūraṇa Kassapa, dem Bambusstab-Asketen Gosāla, Ajita mit der Haardecke, Pakudha Kaccāyana, Sañjaya Belaṭṭhiputta und dem Jaina-Asketen aus dem Stamm Ñātika.
te upasaṅkamitvā te pañhe pucchati. Er stellte ihnen diese Fragen,
Te sabhiyena paribbājakena pañhe puṭṭhā na sampāyanti; aber sie waren davon überfragt.
asampāyantā kopañca dosañca appaccayañca pātukaronti. Sie zeigten Ärger, Hass und Unmut
Api ca sabhiyaṁyeva paribbājakaṁ paṭipucchanti. und stellten Sabhiya ihrerseits Fragen.
Atha kho sabhiyassa paribbājakassa etadahosi: Da dachte Sabhiya:
“ye kho te bhonto samaṇabrāhmaṇā saṅghino gaṇino gaṇācariyā ñātā yasassino titthakarā sādhusammatā bahujanassa, seyyathidaṁ—„Diese berühmten Asketen und Brahmanen …
pūraṇo kassapo …pe… nigaṇṭho nāṭaputto—
te mayā pañhe puṭṭhā na sampāyanti, waren von meinen Fragen überfragt.
asampāyantā kopañca dosañca appaccayañca pātukaronti; Sie zeigten Ärger, Hass und Unmut
api ca maññevettha paṭipucchanti. und stellten mir ihrerseits Fragen.
Yannūnāhaṁ hīnāyāvattitvā kāme paribhuñjeyyan”ti. Warum wende mich nicht wieder einem geringeren Leben zu, sodass ich Sinnenfreuden genießen kann?“
Atha kho sabhiyassa paribbājakassa etadahosi: Da dachte Sabhiya:
“ayampi kho samaṇo gotamo saṅghī ceva gaṇī ca gaṇācariyo ca ñāto yasassī titthakaro sādhusammato bahujanassa; „Auch dieser Asket Gotama leitet einen Orden und eine Gemeinschaft und unterweist eine Gemeinschaft. Er ist ein namhafter und berühmter Religionsstifter, der von vielen als heilig erachtet wird.
yannūnāhaṁ samaṇaṁ gotamaṁ upasaṅkamitvā ime pañhe puccheyyan”ti. Warum stelle ich ihm nicht diese Fragen?“
Atha kho sabhiyassa paribbājakassa etadahosi: Dann dachte er:
“yepi kho te bhonto samaṇabrāhmaṇā jiṇṇā vuḍḍhā mahallakā addhagatā vayoanuppattā therā rattaññū cirapabbajitā saṅghino gaṇino gaṇācariyā ñātā yasassino titthakarā sādhusammatā bahujanassa, seyyathidaṁ—„Selbst diese Asketen und Brahmanen, die alt, bejahrt und hochbetagt sind, in vorgerücktem Alter und im letzten Lebensabschnitt angekommen, die Altehrwürdigen, lange erfahren, schon lange fortgezogen; die einen Orden und eine Gemeinschaft leiten und eine Gemeinschaft unterweisen, die namhafte und berühmte Religionsstifter sind, die von vielen als heilig erachtet werden:
pūraṇo kassapo …pe… nigaṇṭho nāṭaputto—nämlich Pūraṇa Kassapa, der Bambusstab-Asket Gosāla, Ajita mit der Haardecke, Pakudha Kaccāyana, Sañjaya Belaṭṭhiputta und der Jaina-Asket aus dem Stamm Ñātika –
tepi mayā pañhe puṭṭhā na sampāyanti, selbst sie waren von meinen Fragen überfragt.
asampāyantā kopañca dosañca appaccayañca pātukaronti, api ca maññevettha paṭipucchanti; Sie zeigten Ärger, Hass und Unmut und stellten mir ihrerseits Fragen.
kiṁ pana me samaṇo gotamo ime pañhe puṭṭho byākarissati. Wie könnte da der Asket Gotama meine Fragen beantworten,
Samaṇo hi gotamo daharo ceva jātiyā, navo ca pabbajjāyā”ti. wo er ja noch so jung an Jahren und erst kürzlich fortgezogen ist?“
Atha kho sabhiyassa paribbājakassa etadahosi: Dann dachte er:
“samaṇo kho daharoti na uññātabbo na paribhotabbo. „Einen Asketen sollte man nicht verachten oder geringschätzen, weil er jung ist.
Daharopi cesa samaṇo gotamo mahiddhiko hoti mahānubhāvo, yannūnāhaṁ samaṇaṁ gotamaṁ upasaṅkamitvā ime pañhe puccheyyan”ti. Obwohl er jung ist, besitzt der Asket Gotama große übersinnliche Kraft und Macht. Warum stelle ich ihm nicht diese Fragen?“
Atha kho sabhiyo paribbājako yena rājagahaṁ tena cārikaṁ pakkāmi. Da brach Sabhiya nach Rājagaha auf.
Anupubbena cārikaṁ caramāno yena rājagahaṁ veḷuvanaṁ kalandakanivāpo, yena bhagavā tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā bhagavatā saddhiṁ sammodi. Er wanderte Stück für Stück, bis er nach Rājagaha kam, zum Bambuswäldchen, dem Futterplatz der Eichhörnchen. Er ging zum Buddha und tauschte Willkommensgrüße mit ihm aus.
Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. Nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin
Ekamantaṁ nisinno kho sabhiyo paribbājako bhagavantaṁ gāthāya ajjhabhāsi—und redete den Buddha in Strophen an:
“Kaṅkhī vecikicchī āgamaṁ, „Ich bin gekommen voller Zweifel und Unsicherheit“,
(iti sabhiyo) sagte Sabhiya,
Pañhe pucchituṁ abhikaṅkhamāno; „und wünsche, einige Fragen zu stellen.
Tesantakaro bhavāhi pañhe me puṭṭho, Bitte löse sie für mich.
Anupubbaṁ anudhammaṁ byākarohi me”. Beantworte meine Fragen nacheinander im Einklang mit der Wahrheit.“
“Dūrato āgatosi sabhiya, „Du bist von weither gekommen, Sabhiya“,
(iti bhagavā) sagte der Buddha,
Pañhe pucchituṁ abhikaṅkhamāno; „und wünschst, einige Fragen zu stellen.
Tesantakaro bhavāmi pañhe te puṭṭho, Ich werde sie für dich lösen,
Anupubbaṁ anudhammaṁ byākaromi te. sie nacheinander beantworten im Einklang mit der Wahrheit.
Puccha maṁ sabhiya pañhaṁ, Stelle mir deine Frage, Sabhiya,
Yaṁ kiñci manasicchasi; was du auch möchtest.
Tassa tasseva pañhassa, Jede einzelne Frage, die du hast,
Ahaṁ antaṁ karomi te”ti. werde ich lösen.“
Atha kho sabhiyassa paribbājakassa etadahosi: Da dachte Sabhiya:
“acchariyaṁ vata bho, abbhutaṁ vata bho. „Ach, wie unglaublich! Wie erstaunlich!
Yaṁ vatāhaṁ aññesu samaṇabrāhmaṇesu okāsakammamattampi nālatthaṁ taṁ me idaṁ samaṇena gotamena okāsakammaṁ katan”ti. Wo mir andere Asketen und Brahmanen nicht einmal eine Gelegenheit gaben, hat der Buddha mich eingeladen.“
Attamano pamudito udaggo pītisomanassajāto bhagavantaṁ pañhaṁ apucchi—Erhoben und überglücklich, voller Ekstase und Glück stellte er diese Frage:
“Kiṁpattinamāhu bhikkhunaṁ, „Was muss man erlangen, um ‚Mönch‘ genannt zu werden?“,
(iti sabhiyo) sagte Sabhiya,
Sorataṁ kena kathañca dantamāhu; „Wie ist man ‚sanftmütig‘, wie wird man ‚gezähmt‘ genannt?
Buddhoti kathaṁ pavuccati, Wie wird man für ‚erwacht‘ erklärt?
Puṭṭho me bhagavā byākarohi”. Dass der Buddha bitte meine Frage beantworte.“
“Pajjena katena attanā, „Wenn er auf dem Weg, den er selbst gegangen ist“,
(sabhiyāti bhagavā) sagte der Buddha zu Sabhiya,
Parinibbānagato vitiṇṇakaṅkho; „das Erlöschen erlangt hat, den Zweifel überwunden,
Vibhavañca bhavañca vippahāya, Verlangen nach Dasein und Nicht-Dasein aufgegeben,
Vusitavā khīṇapunabbhavo sa bhikkhu. die Reise vollendet, Wiedergeburten beendet: das ist ein Mönch.
Sabbattha upekkhako satimā, Gleichmütig gegen alles, achtsam,
Na so hiṁsati kañci sabbaloke; er verletzt niemanden in der Welt,
Tiṇṇo samaṇo anāvilo, ein Asket, der hinübergelangt ist, ungetrübt,
Ussadā yassa na santi sorato so. der sich nichts anmaßt: Er ist sanftmütig.
Yassindriyāni bhāvitāni, Seine Fähigkeiten, innen und außen,
Ajjhattaṁ bahiddhā ca sabbaloke; sind entwickelt in der ganzen Welt.
Nibbijjha imaṁ parañca lokaṁ, Diese und jene Welt hat er durchdrungen,
Kālaṁ kaṅkhati bhāvito sa danto. gezähmt; er wartet seine Zeit ab.
Kappāni viceyya kevalāni, Er hat die Äonen in Gänze untersucht
Saṁsāraṁ dubhayaṁ cutūpapātaṁ; und beide Seiten des Umherwanderns, Tod und Wiedergeburt.
Vigatarajamanaṅgaṇaṁ visuddhaṁ, Von Staub frei, makellos, geläutert:
Pattaṁ jātikhayaṁ tamāhu buddhan”ti. Der, den sie ‚erwacht‘ nennen, hat das Ende der Wiedergeburt erreicht.“
Atha kho sabhiyo paribbājako bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā attamano pamudito udaggo pītisomanassajāto bhagavantaṁ uttariṁ pañhaṁ apucchi—Und Sabhiya, erhoben und überglücklich, voller Ekstase und Glück, begrüßte die Worte des Buddha und stimmte ihm zu. Dann stellte er eine weitere Frage:
“Kiṁpattinamāhu brāhmaṇaṁ, „Was muss man erlangen, um ‚Brahmane‘ genannt zu werden?“,
(iti sabhiyo) sagte Sabhiya,
Samaṇaṁ kena kathañca nhātakoti; „Wie ist man ein ‚Asket‘, wie ein ‚gebadeter Eingeweihter‘?
Nāgoti kathaṁ pavuccati, Wie wird man zu einem ‚Riesen‘ erklärt?
Puṭṭho me bhagavā byākarohi”. Dass der Buddha bitte meine Frage beantworte.“
“Bāhitvā sabbapāpakāni, „Wer alle schlechten Dinge verbannt hat“,
(sabhiyāti bhagavā) sagte der Buddha zu Sabhiya,
Vimalo sādhusamāhito ṭhitatto; „unbefleckt, wohl gesammelt, standhaft,
Saṁsāramaticca kevalī so, vollkommen, das Umherwandern hinter sich gelassen,
Asito tādi pavuccate sa brahmā. ungebunden: Einen Solchen nennt man ‚Brahmanen‘.
Samitāvi pahāya puññapāpaṁ, Ein Beruhigter, der Gutes und Böses aufgegeben,
Virajo ñatvā imaṁ parañca lokaṁ; unbefleckt, der diese und jene Welt versteht,
Jātimaraṇaṁ upātivatto, über Geburt und Tod hinausgegangen:
Samaṇo tādi pavuccate tathattā. Ein Solcher wird zu Recht ‚Asket‘ genannt.
Ninhāya sabbapāpakāni, Wer alle schlechten Dinge, innen und außen,
Ajjhattaṁ bahiddhā ca sabbaloke; abgespült hat in der ganzen Welt
Devamanussesu kappiyesu, unter Göttern und Menschen, die an Schöpfung gebunden,
Kappaṁ neti tamāhu nhātakoti. er, den sie ‚gebadet‘ nennen, kehrt nicht zur Schöpfung zurück.
Āguṁ na karoti kiñci loke, Er tut nichts Ungeheuerliches in der ganzen Welt,
Sabbasaṁyoge visajja bandhanāni; alle Fesseln und Ketten gelöst,
Sabbattha na sajjatī vimutto, bleibt nirgends stecken, befreit:
Nāgo tādi pavuccate tathattā”ti. Ein Solcher wird zu Recht ‚Riese‘ genannt.“
Atha kho sabhiyo paribbājako …pe… bhagavantaṁ uttariṁ pañhaṁ apucchi—Und Sabhiya, erhoben und überglücklich … stellte eine weitere Frage:
“Kaṁ khettajinaṁ vadanti buddhā, „Wer ist nach den Buddhas ein ‚Feld-Sieger‘?“,
(iti sabhiyo) sagte Sabhiya,
Kusalaṁ kena kathañca paṇḍitoti; „Wie ist man ‚tauglich‘, wie ein ‚kluger Gelehrter‘?
Muni nāma kathaṁ pavuccati, Wie wird man zu einem ‚Abgeklärten‘ erklärt?
Puṭṭho me bhagavā byākarohi”. Dass der Buddha bitte meine Frage beantworte.“
“Khettāni viceyya kevalāni, „Sieger auf den Feldern sämtlicher Taten ist er“,
(sabhiyāti bhagavā) sagte der Buddha zu Sabhiya,
Dibbaṁ mānusakañca brahmakhettaṁ; „den Feldern der Götter, der Menschen und der Brahmās;
Sabbakhettamūlabandhanā pamutto, befreit von der Wurzel der Fesseln an alle Felder:
Khettajino tādi pavuccate tathattā. Ein Solcher wird zu Recht ‚Feld-Sieger‘ genannt.
Kosāni viceyya kevalāni, Er hat sämtliche Samenkapseln untersucht,
Dibbaṁ mānusakañca brahmakosaṁ; die Samenkapseln der Götter, der Menschen und der Brahmās;
Sabbakosamūlabandhanā pamutto, befreit von der Wurzel der Fesseln an alle Samenkapseln:
Kusalo tādi pavuccate tathattā. Ein Solcher wird zu Recht ‚tauglich‘ genannt.
Dubhayāni viceyya paṇḍarāni, Er hat Weiße innen und außen untersucht,
Ajjhattaṁ bahiddhā ca suddhipañño; versteht, was Reinheit ist;
Kaṇhaṁ sukkaṁ upātivatto, dunkel und hell hat er hinter sich gelassen:
Paṇḍito tādi pavuccate tathattā. Ein Solcher wird zu Recht ein ‚kluger Gelehrter‘ genannt.
Asatañca satañca ñatvā dhammaṁ, Die Natur von Schlecht und Gut versteht er
Ajjhattaṁ bahiddhā ca sabbaloke; innen und außen in der ganzen Welt;
Devamanussehi pūjanīyo, der Ehre von Göttern und Menschen würdig,
Saṅgaṁ jālamaticca so munī”ti. dem Netz und der Schlinge entronnen: Er ist ein Abgeklärter.“
Atha kho sabhiyo paribbājako …pe… bhagavantaṁ uttariṁ pañhaṁ apucchi—Und Sabhiya, erhoben und überglücklich … stellte eine weitere Frage:
“Kiṁpattinamāhu vedaguṁ, „Was muss man erlangen, um ‚Wissensmeister‘ genannt zu werden?“,
(iti sabhiyo) sagte Sabhiya,
Anuviditaṁ kena kathañca viriyavāti; „Wie ist man ‚studiert‘, wie ‚heldenhaft‘?
Ājāniyo kinti nāma hoti, Wie erlangt man den Namen ‚Vollblüter‘?
Puṭṭho me bhagavā byākarohi”. Dass der Buddha bitte meine Frage beantworte.“
“Vedāni viceyya kevalāni, „Er hat sämtliche Erkenntnisse untersucht“,
(sabhiyāti bhagavā) sagte der Buddha zu Sabhiya,
Samaṇānaṁ yānidhatthi brāhmaṇānaṁ; „die unter Asketen und Brahmanen geläufig sind;
Sabbavedanāsu vītarāgo, von Begehren nach allen Gefühlen frei,
Sabbaṁ vedamaticca vedagū so. alle Erkenntnisse hinter sich gelassen: Er ist ein Wissensmeister.
Anuvicca papañcanāmarūpaṁ, Ausufern und Namen und Form – die Wurzel der Krankheit –
Ajjhattaṁ bahiddhā ca rogamūlaṁ; hat er innen und außen studiert;
Sabbarogamūlabandhanā pamutto, befreit von der Wurzel der Fesseln an alle Krankheiten:
Anuvidito tādi pavuccate tathattā. Ein Solcher wird zu Recht ‚studiert‘ genannt.
Virato idha sabbapāpakehi, Allem Bösen hier widersteht er,
Nirayadukkhaṁ aticca viriyavāso; heldenhaft, er entkommt dem Leiden der Hölle;
So vīriyavā padhānavā, er ist heldenhaft und energisch:
Dhīro tādi pavuccate tathattā. Ein Solcher wird zu Recht ‚Held‘ genannt.
Yassassu lunāni bandhanāni, Wessen Fesseln durch schnitten sind,
Ajjhattaṁ bahiddhā ca saṅgamūlaṁ; die Wurzel des Klammerns innen und außen,
Sabbasaṅgamūlabandhanā pamutto, befreit von der Wurzel der Fesseln an alles Klammern:
Ājāniyo tādi pavuccate tathattā”ti. Ein Solcher wird zu Recht ‚Vollblüter‘ genannt.“
Atha kho sabhiyo paribbājako …pe… bhagavantaṁ uttariṁ pañhaṁ apucchi—Und Sabhiya, erhoben und überglücklich … stellte eine weitere Frage:
“Kiṁpattinamāhu sottiyaṁ, „Was muss man erlangen, um ‚Gelehrter‘ genannt zu werden?“,
(iti sabhiyo) sagte Sabhiya,
Ariyaṁ kena kathañca caraṇavāti; „Wie ist man ‚edel‘, wie ‚von gutem Verhalten‘?
Paribbājako kinti nāma hoti, Wie erlangt man den Namen ‚Wanderer‘?
Puṭṭho me bhagavā byākarohi”. Dass der Buddha bitte meine Frage beantworte.“
“Sutvā sabbadhammaṁ abhiññāya loke, „Der jede Lehre gelernt hat“,
(sabhiyāti bhagavā) sagte der Buddha zu Sabhiya,
Sāvajjānavajjaṁ yadatthi kiñci; „und unmittelbar erkannt, was in der Welt tadelnswert und was ohne Tadel ist,
Abhibhuṁ akathaṅkathiṁ vimuttaṁ, ein Bezwinger, entschlossen, befreit,
Anighaṁ sabbadhimāhu sottiyoti. allseits unbeschwert: Ihn nennen sie einen ‚Gelehrten‘.
Chetvā āsavāni ālayāni, Befleckungen und Klammern abgeschnitten,
Vidvā so na upeti gabbhaseyyaṁ; erkennend, tritt er in keinen Schoß ein;
Saññaṁ tividhaṁ panujja paṅkaṁ, den Sumpf der drei Wahrnehmungen hat er beseitigt;
Kappaṁ neti tamāhu ariyoti. er, den sie ‚edel‘ nennen, kehrt nicht zur Schöpfung zurück.
Yo idha caraṇesu pattipatto, Einer hier, der in allen Formen guten Verhaltens
Kusalo sabbadā ājānāti dhammaṁ; vervollkommnet und geschickt ist, stets die Lehre versteht,
Sabbattha na sajjati vimuttacitto, der nirgends stecken bleibt, im Geist befreit,
Paṭighā yassa na santi caraṇavā so. der keine Abwehr hat: Er ist ‚von gutem Verhalten‘.
Dukkhavepakkaṁ yadatthi kammaṁ, Jede Tat, die auf Leiden hinausläuft, hat er verbannt,
Uddhamadho tiriyaṁ vāpi majjhe; auch Betrug und Einbildung, Gier und Zorn
Paribbājayitvā pariññacārī, oben, unten, ringsum und dazwischen
Māyaṁ mānamathopi lobhakodhaṁ; und wandert voller Weisheit.
Pariyantamakāsi nāmarūpaṁ, Namen und Form hat er begrenzt;
Taṁ paribbājakamāhu pattipattan”ti. er, den sie ‚Wanderer‘ nennen, hat sein Ziel erreicht.“
Atha kho sabhiyo paribbājako bhagavato bhāsitaṁ abhinanditvā anumoditvā attamano pamudito udaggo pītisomanassajāto uṭṭhāyāsanā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā yena bhagavā tenañjaliṁ paṇāmetvā bhagavantaṁ sammukhā sāruppāhi gāthāhi abhitthavi: Und Sabhiya, erhoben und überglücklich, voller Ekstase und Glück, begrüßte die Worte des Buddha und stimmte ihm zu. Er ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha und rühmte den Buddha unter dessen Augen mit passenden Strophen:
“Yāni ca tīṇi yāni ca saṭṭhi, „Du von ausgedehnter Weisheit, es gibt dreiundsechzig Meinungen,
Samaṇappavādasitāni bhūripañña; die auf den Lehren von Asketen beruhen:
Saññakkharasaññanissitāni, Ausdruck von Wahrnehmung sind sie, auf Wahrnehmung gegründet.
Osaraṇāni vineyya oghatamagā. Du hast sie alle vertrieben und hast die dunkle Flut überquert.
Antagūsi pāragū dukkhassa, Du bist bis zum Ende gegangen, über das Leiden hinaus,
Arahāsi sammāsambuddho khīṇāsavaṁ taṁ maññe; du bist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha; ich denke, du hast die Befleckungen aufgelöst.
Jutimā mutimā pahūtapañño, Glänzend, verständig, von großer Weisheit,
Dukkhassantakara atāresi maṁ. Beender des Leidens: Du brachtest mich hinüber!
Yaṁ me kaṅkhitamaññāsi, Als du meine Unsicherheit verstandest,
Vicikicchā maṁ tārayi namo te; brachtest du mich über den Zweifel hinaus: Ehre sei dir!
Muni monapathesu pattipatta, Ein Abgeklärter, in den Wegen der Abgeklärtheit vollendet,
Akhila ādiccabandhu soratosi. Sanftmütig bist du, Verwandter der Sonne, nicht verhärtet.
Yā me kaṅkhā pure āsi, Alle Zweifel, die ich einst hatte,
Taṁ me byākāsi cakkhumā; hast du für mich beantwortet, du Klaräugiger.
Addhā munīsi sambuddho, Sicherlich bist du ein Abgeklärter, ein Erwachter,
Natthi nīvaraṇā tava. in dir gibt es keine Hindernisse.
Upāyāsā ca te sabbe, All deine Bedrängnis
Viddhastā vinaḷīkatā; ist weggepustet und niedergemäht.
Sītibhūto damappatto, Kühl geworden, gezähmt, standhaft:
Dhitimā saccanikkamo. Wahrheit ist deine Stärke.
Tassa te nāganāgassa, Riese unter Riesen, großer Held,
Mahāvīrassa bhāsato; wenn du sprichst,
Sabbe devānumodanti, spenden alle Götter Beifall,
Ubho nāradapabbatā. auch Nārada und Pabbata.
Namo te purisājañña, Ehre sei dir, du Vollblüter!
Namo te purisuttama; Ehre sei dir, Höchster unter den Menschen!
Sadevakasmiṁ lokasmiṁ, In der Welt mit ihren Göttern
Natthi te paṭipuggalo. gibt es nicht deinesgleichen.
Tuvaṁ buddho tuvaṁ satthā, Du bist der Buddha, du bist der Lehrer,
Tuvaṁ mārābhibhū muni; du bist der Abgeklärte, der Māra überwunden hat;
Tuvaṁ anusaye chetvā, du hast die zugrunde liegenden Neigungen abgeschnitten,
Tiṇṇo tāresimaṁ pajaṁ. du bist hinübergelangt und bringst die Menschheit hinüber.
Upadhī te samatikkantā, Du bist über Bindungen hinausgegangen,
Āsavā te padālitā; deine Befleckungen sind zerschmettert;
Sīhosi anupādāno, du bist ein Löwe, frei von Ergreifen,
Pahīnabhayabheravo. hast Angst und Schrecken aufgegeben.
Puṇḍarīkaṁ yathā vaggu, Wie eine anmutige Lotusblume,
Toye na upalimpati; an der Wasser nicht haftet,
Evaṁ puññe ca pāpe ca, so haften an dir
Ubhaye tvaṁ na limpasi; weder Gut noch Böse.
Pāde vīra pasārehi, Strecke deine Füße aus, großer Held:
Sabhiyo vandati satthuno”ti. Sabhiya verbeugt sich vor dem Lehrer.“
Atha kho sabhiyo paribbājako bhagavato pādesu sirasā nipatitvā bhagavantaṁ etadavoca: Und der Wanderer Sabhiya beugte seinen Kopf zu den Füßen des Buddha und sagte:
“abhikkantaṁ, bhante …pe… „Vortrefflich, Herr! Vortrefflich! …
esāhaṁ bhagavantaṁ saraṇaṁ gacchāmi dhammañca bhikkhusaṅghañca; Ich nehme Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.
labheyyāhaṁ, bhante, bhagavato santike pabbajjaṁ, labheyyaṁ upasampadan”ti. Herr, darf ich in Gegenwart des Buddha die Weihe des Fortziehens erhalten, die Ordination?“
“Yo kho, sabhiya, aññatitthiyapubbo imasmiṁ dhammavinaye ākaṅkhati pabbajjaṁ, ākaṅkhati upasampadaṁ, so cattāro māse parivasati; catunnaṁ māsānaṁ accayena āraddhacittā bhikkhū pabbājenti, upasampādenti bhikkhubhāvāya. „Sabhiya, wenn jemand, der zuvor in einer anderen Konfession ordiniert war, in dieser Lehre und Schulung die Weihe des Fortziehens, die Ordination, erhalten möchte, hat er vier Monate Probezeit. Wenn die Mönche nach Ablauf von vier Monaten zufrieden sind, geben sie ihm die Weihe des Fortziehens, die Ordination zum Mönch.
Api ca mettha puggalavemattatā viditā”ti. Allerdings habe ich in dieser Sache individuelle Unterschiede anerkannt.“
“Sace, bhante, aññatitthiyapubbā imasmiṁ dhammavinaye ākaṅkhantā pabbajjaṁ, ākaṅkhantā upasampadaṁ cattāro māse parivasanti, catunnaṁ māsānaṁ accayena āraddhacittā bhikkhū pabbājenti, upasampādenti bhikkhubhāvāya, ahaṁ cattāri vassāni parivasissāmi; catunnaṁ vassānaṁ accayena āraddhacittā bhikkhū pabbājentu upasampādentu bhikkhubhāvāyā”ti. „Herr, wenn in einem solchen Fall vier Monate Probezeit erforderlich sind, werde ich vier Jahre auf Probe verbringen. Wenn die Mönche nach Ablauf von vier Jahren zufrieden sind, mögen sie mir die Weihe des Fortziehens geben, die Ordination zum Mönch.“
Alattha kho sabhiyo paribbājako bhagavato santike pabbajjaṁ alattha upasampadaṁ …pe… Und der Wanderer Sabhiya erhielt in Gegenwart des Buddha die Weihe des Fortziehens, die Ordination. …
aññataro kho panāyasmā sabhiyo arahataṁ ahosīti. Und der Ehrwürdige Sabhiya wurde einer der Vollendeten.
Sabhiyasuttaṁ chaṭṭhaṁ.