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Sutta Nipāta 3.2 Lehrreden-Sammelband 3.2

Padhānasutta Streben

ā€œTaṁ maṁ padhānapahitattaṁ, ā€žWƤhrend der Zeit meines entschlossenen Strebens,

nadiṁ nerañjaraṁ pati; damals am Ufer des Flusses Nerañjara,

Viparakkamma jhāyantaṁ, meditierte ich sehr angestrengt

yogakkhemassa pattiyā. um des Refugiums vor dem Joch willen.

NamucÄ« karuṇaṁ vācaṁ, NamucÄ« nƤherte sich

bhāsamāno upāgami; und sprach mitfühlende Worte:

ā€˜Kiso tvamasi dubbaṇṇo, ā€šDu bist dünn, von schlechter Farbe,

santike maraṇaṁ tava. an der Schwelle des Todes.

Sahassabhāgo maraṇassa, Der Tod hat tausend Teile von dir,

ekaṁso tava jīvitaṁ; ein Bruchteil bleibt dem Leben.

Jīva bho jīvitaṁ seyyo, Lebe, werter Herr! Leben ist besser!

jīvaṁ puññāni kāhasi. Wenn du lebst, kannst du Verdienst schaffen.

Carato ca te brahmacariyaṁ, Als jemand, der das geistliche Leben führt

Aggihuttañca jūhato; und der heiligen Flamme huldigt,

PahÅ«taṁ cÄ«yate puƱƱaṁ, kannst du reichlich Verdienst anhƤufen –

Kiṁ padhānena kāhasi. was soll dir daher das Streben?

Duggo maggo padhānāya, Schwer zu gehen ist der Pfad des Strebens,

dukkaro durabhisambhavoā€™ā€; schwer zu tun, eine Aufgabe, schwer zu erfüllen.ā€˜ā€œ

Imā gāthā bhaṇaṁ māro, Das sind die Strophen, die Māra sprach,

aṭṭhā buddhassa santike. als er beim Buddha stand.

Taṁ tathāvādinaṁ māraṁ, Als Māra so gesprochen hatte,

bhagavā etadabravi; sagte der Buddha:

ā€œPamattabandhu pāpima, ā€žOh Bƶser, Verwandter der NachlƤssigen,

yenatthena idhāgato. du bist zu deinem eigenen Zweck gekommen.

Aṇumattopi puƱƱena, Ich brauche nicht

Attho mayhaṁ na vijjati; das kleinste bisschen Verdienst.

YesaƱca attho puƱƱena, Die, die Verdienst brauchen,

Te māro vattumarahati. sind für Māras Worte empfänglich.

Atthi saddhā tathā viriyaṁ, Ich habe Vertrauen und auch Energie,

paƱƱā ca mama vijjati; und Weisheit ist in mir zu finden.

Evaṁ maṁ pahitattampi, Wenn ich so entschlossen bin,

kiṁ jīvamanupucchasi. warum bittest du mich da, zu leben?

Nadīnamapi sotāni, Die Flüsse und Ströme

ayaṁ vāto visosaye; könnten vom Wind ausgetrocknet werden;

KiƱca me pahitattassa, warum sollte er also, wenn ich so entschlossen bin,

lohitaṁ nupasussaye. nicht mein Blut austrocknen?

Lohite sussamānamhi, Und wenn das Blut austrocknet,

Pittaṁ semhañca sussati; trocknen auch Galle und Schleim.

Maṁsesu khīyamānesu, Und je mehr meine Muskeln dahinsiechen,

Bhiyyo cittaṁ pasīdati; umso mehr wird mein Geist zuversichtlich.

Bhiyyo sati ca paƱƱā ca, Und umso stƤrker werden Achtsamkeit,

Samādhi mama tiṭṭhati. Weisheit und Versenkung.

Tassa mevaṁ viharato, Da ich so meditiere

Pattassuttamavedanaṁ; und das höchste der Gefühle erreicht habe,

Kāmesu nāpekkhate cittaṁ, hat mein Geist kein Interesse an Sinnenfreuden:

Passa sattassa suddhataṁ. Sieh’ die Reinheit eines Wesens!

Kāmā te paṭhamā senā, Sinnenfreuden sind dein erstes Heer,

Dutiyā arati vuccati; das zweite nennt man Widerwillen,

Tatiyā khuppipāsā te, Hunger und Durst sind das dritte,

CatutthÄ« taṇhā pavuccati. und als das vierte gilt Verlangen.

Pañcamaṁ thinamiddhaṁ te, Dein fünftes sind Dumpfheit und Benommenheit,

Chaṭṭhā bhīrū pavuccati; als sechstes gilt die Feigheit,

Sattamī vicikicchā te, dein siebtes ist der Zweifel,

Makkho thambho te aṭṭhamo. Geringschätzung und Starrsinn dein achtes.

Lābho siloko sakkāro, Besitz, Beliebtheit und Ehre

Micchāladdho ca yo yaso; und unrechtmäßig erlangter Ruhm,

Yo cattānaṁ samukkaṁse, sich selbst verherrlichen

Pare ca avajānati. und andere verachten:

Esā namuci te senā, Das ist dein Heer, Namucī,

KaṇhassābhippahārinÄ«; die Streitmacht des Dunklen.

Na naṁ asūro jināti, Nur ein Held kann sie schlagen,

Jetvā ca labhate sukhaṁ. doch im Sieg liegt hier Seligkeit.

Esa muƱjaṁ parihare, Ich will mich gürten –

Dhiratthu mama jīvitaṁ; verflucht sei mein Leben!

Saį¹…gāme me mataṁ seyyo, Lieber sterbe ich in der Schlacht,

YaƱce jīve parājito. als besiegt weiterzuleben.

Pagāḷhettha na dissanti, Hier werden manche Asketen und Brahmanen

Eke samaṇabrāhmaṇā; verschluckt und nie wieder gesehen.

Tañca maggaṁ na jānanti, Sie kennen auch nicht den Weg,

Yena gacchanti subbatā. der von denen bereist wird, die ihren Gelübden treu sind.

Samantā dhajiniṁ disvā, Wenn ich Māra und seine Schwadron sehe,

Yuttaṁ māraṁ savāhanaṁ; von seinen Streitkräften mit dem Banner umgeben,

Yuddhāya paccuggacchāmi, werde ich mich ihm in der Schlacht stellen –

Mā maṁ ṭhānā acāvayi. nie wird er mich zum Rückzug bewegen!

Yaṁ te taṁ nappasahati, Dieses dein Heer wurde nie geschlagen

Senaṁ loko sadevako; von der Welt mit all ihren Göttern.

Taṁ te paññāya bhecchāmi, Doch ich will es mit Weisheit zerschmettern

Āmaṁ pattaṁva asmanā. wie einen ungebrannten Krug mit einem Stein.

VasÄ«karitvā saį¹…kappaṁ, Wenn ich meine Gedanken unter Kontrolle habe

Satiñca sūpatiṭṭhitaṁ; und Achtsamkeit gut verankert,

Raṭṭhā raṭṭhaṁ vicarissaṁ, werde ich von Land zu Land wandern

Sāvake vinayaṁ puthū. und viele Schüler anleiten.

Te appamattā pahitattā, Beflissen und entschlossen,

Mama sāsanakārakā; meiner Anleitung folgend,

Akāmassa te gamissanti, werden sie gegen deinen Willen vorangehen

Yattha gantvā na socareā€. dorthin, wo kein Kummer ist.ā€œ

ā€œSatta vassāni bhagavantaṁ, ā€žSieben Jahre folgte ich

Anubandhiṁ padāpadaṁ; dem Gesegneten auf Schritt und Tritt.

Otāraṁ nādhigacchissaṁ, Ich fand keinen Angriffspunkt

Sambuddhassa satīmato. bei dem achtsam Erwachten.

Medavaṇṇaṁva pāsāṇaṁ, Eine KrƤhe umkreiste einst einen Stein,

Vāyaso anupariyagā; der aussah wie ein Klumpen Fett.

Apettha muduṁ vindema, ā€šVielleicht finde ich etwas Weichesā€˜, dachte sie,

Api assādanā siyā. ā€švielleicht gibt es etwas Schmackhaftesā€˜.

Aladdhā tattha assādaṁ, Doch als sie nichts Schmackhaftes fand,

Vāyasetto apakkami; verließ die Krähe diesen Ort.

Kākova selamāsajja, Wie die KrƤhe, die nach dem Stein hackte,

Nibbijjāpema gotamaį¹ā€. gehe ich enttƤuscht fort von Gotama.ā€œ

Tassa sokaparetassa, So von Kummer überwältigt,

Vīṇā kacchā abhassatha; dass ihm die Harfe aus der Achsel glitt,

Tato so dummano yakkho, war dieser Geist, und mit gesenktem Kopf

Tatthevantaradhāyathāti. verschwand er eben dort.

Padhānasuttaṁ dutiyaṁ.
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