Other Translations: English

From: ,

PreviousNext

Sutta Nipāta 3.1 Lehrreden-Sammelband 3.1

Pabbajjāsutta Das Fortziehen

“Pabbajjaṁ kittayissāmi, „Ich werde das Fortziehen rühmen

yathā pabbaji cakkhumā; am Beispiel des Klaräugigen,

Yathā vīmaṁsamāno so, die Untersuchung,

pabbajjaṁ samarocayi. die ihn zum Fortziehen bewog.

Sambādhoyaṁ gharāvāso, ‚Dieses Hausleben ist eng,

rajassāyatanaṁ iti; ein Bereich des Schmutzes.‘

Abbhokāsova pabbajjā, ‚Das Leben eines, der fortgezogen ist, ist wie der offene Raum.‘

iti disvāna pabbaji. Als er das sah, zog er fort.

Pabbajitvāna kāyena, Als er fortgezogen war,

pāpakammaṁ vivajjayi; scheute er schlechte Taten mit dem Körper.

Vacīduccaritaṁ hitvā, Er gab schlechtes Verhalten mit der Sprache auf

ājīvaṁ parisodhayi. und läuterte seinen Lebenserwerb.

Agamā rājagahaṁ buddho, Der Buddha ging nach Rājagaha,

magadhānaṁ giribbajaṁ; zum Bergring der Magadher.

Piṇḍāya abhihāresi, Er begab sich zum Almosengang,

ākiṇṇavaralakkhaṇo”. reichlich mit vortrefflichen Kennzeichen versehen.

Tamaddasā bimbisāro, Bimbisāra sah ihn,

pāsādasmiṁ patiṭṭhito; als er auf seinem Langhaus stand.

Disvā lakkhaṇasampannaṁ, Als er sah, dass er mit Kennzeichen versehen war,

imamatthaṁ abhāsatha. sagte er Folgendes:

“Imaṁ bhonto nisāmetha, ‚Gebt acht auf diesen, gute Herren,

abhirūpo brahā suci; ansprechend, majestätisch, strahlend;

Caraṇena ca sampanno, vollendet ist er im Betragen,

yugamattañca pekkhati. blickt nur eine Pfluglänge voraus.

Okkhittacakkhu satimā, Den Blick gesenkt, achtsam,

nāyaṁ nīcakulāmiva; nicht wie jemand aus niederer Familie.

Rājadūtābhidhāvantu, Die Boten des Königs sollen hinauseilen

kuhiṁ bhikkhu gamissati”. und herausfinden, wohin der Mönch gehen wird.‘

Te pesitā rājadūtā, Die ausgesandten Boten

piṭṭhito anubandhisuṁ; gingen gleich hinter ihm her:

Kuhiṁ gamissati bhikkhu, ‚Wohin wird der Mönch gehen?

kattha vāso bhavissati. Wo wird er einen Platz zum Bleiben finden?‘

Sapadānaṁ caramāno, Indem er der Reihe nach um Almosen wanderte,

guttadvāro susaṁvuto; die Tore seiner Sinne bewacht und gut gezügelt,

Khippaṁ pattaṁ apūresi, der Situation bewusst und achtsam,

sampajāno paṭissato. füllte sich seine Schale rasch.

Piṇḍacāraṁ caritvāna, Nachdem er um Almosen umhergezogen war,

Nikkhamma nagarā muni; verließ der Abgeklärte die Stadt.

Paṇḍavaṁ abhihāresi, Er begab sich zum Berg Paṇḍava:

Ettha vāso bhavissati. ‚Hier ist der Ort, an dem ich bleiben werde.‘

Disvāna vāsūpagataṁ, Als sie sahen, dass er einen Ort zum Bleiben erreicht hatte,

Tayo dūtā upāvisuṁ; zogen sich die Boten in die Nähe zurück,

Tesu ekova āgantvā, doch einer von ihnen kehrte um,

Rājino paṭivedayi. um den König zu unterrichten.

“Esa bhikkhu mahārāja, ‚Großer König, der Mönch

Paṇḍavassa puratthato; ist an der Ostflanke des Berges Paṇḍava.

Nisinno byagghusabhova, Dort sitzt er wie ein Tiger oder ein Stier,

Sīhova girigabbhare”. wie ein Löwe in einer Berghöhle.‘

Sutvāna dūtavacanaṁ, Als er den Bericht des Boten hörte,

Bhaddayānena khattiyo; machte sich der Adlige eilig

Taramānarūpo niyyāsi, in einer erlesenen Kutsche auf

Yena paṇḍavapabbato. zum Berg Paṇḍava.

Sa yānabhūmiṁ yāyitvā, Er fuhr, soweit ein Fahrzeug konnte,

Yānā oruyha khattiyo; dann stieg er von seinem Wagen ab,

Pattiko upasaṅkamma, näherte sich zu Fuß,

Āsajja naṁ upāvisi. und als er ankam, ging er näher hin.

Nisajja rājā sammodi, Der König nahm Platz und grüßte ihn

Kathaṁ sāraṇīyaṁ tato; und tauschte Höflichkeiten aus.

Kathaṁ so vītisāretvā, Nach dem Austausch von Höflichkeiten

Imamatthaṁ abhāsatha. sagte er Folgendes:

“Yuvā ca daharo cāsi, ‚Du bist jung, ein junger Mann,

Paṭhamuppattiko susu; ein Bursche in der Blüte des Lebens.

Vaṇṇārohena sampanno, Mit Schönheit und Stattlichkeit bist du versehen

Jātimā viya khattiyo. wie ein Adliger von guter Abkunft,

Sobhayanto anīkaggaṁ, in Herrlichkeit an der Spitze des Heeres,

Nāgasaṅghapurakkhato; von einem Elefantentrupp umgeben.

Dadāmi bhoge bhuñjassu, Ich schenke dir Reichtum – genieße ihn!

Jātiṁ akkhāhi pucchito”. Doch bitte erkläre mir deine Herkunft.‘

“Ujuṁ janapado rāja, ‚Im Norden, o König,

Himavantassa passato; an den Hängen des Himalaya,

Dhanaviriyena sampanno, liegt das Land von einem, dessen Wohnsitz unter den Kosalern ist,

Kosalesu niketino. voller Reichtum und Stärke.

Ādiccā nāma gottena, Ihr Stamm ist nach der Sonne benannt,

Sākiyā nāma jātiyā; sie sind Sakyer von Geburt.

Tamhā kulā pabbajitomhi, Von dieser Familie bin ich fortgezogen –

Na kāme abhipatthayaṁ. ich verlange nicht nach Sinnenfreuden.

Kāmesvādīnavaṁ disvā, Da ich die Nachteile der Sinnenfreuden sehe,

Nekkhammaṁ daṭṭhu khemato; da ich Entsagung als Schutzgebiet sehe,

Padhānāya gamissāmi, werde ich weiter streben;

Ettha me rañjatī mano”ti. das ist es, woran mein Geist sich freut.‘“

Pabbajjāsuttaṁ paṭhamaṁ.
PreviousNext