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Jātaka Geschichten aus früheren Leben 55

Ekakanipāta Das Einerbuch

Āsīsavagga Das Kapitel über Hoffnung

5. Pañcāvudhajātaka Prinz Fünfwaffen: Geschichte aus einem früheren Leben

“Yo alīnena cittena, Er, dessen Herz nicht feststeckt, Ein Prinz wird nach einer Prophezeiung bei seiner Geburt „Fünfwaffen“ genannt. Die Prophezeiung erfüllte sich, als er auf dem Heimweg von seinem Studium in Takkasilā in Gandhāra in einem Wald einem grimmigen Naturgeist (yakkha) begegnete und mit fünf Waffen gegen diesen kämpfte. Jeder Angriff ließ ihn fester im zottigen Fell des Unholds hängen bleiben. Der Unhold erkannte seinen Mut und ließ von ihm ab. | Die fünf Waffen sind Pfeil (sara), Schwert (khagga), Wurfspieß (kaṇaya), Hammer (muggara) und Lanze (kunta). Aber seine wahre Waffe ist der vajira („Diamant“ oder „Donnerkeil“), die Waffe der Erkenntnis. (Sujato) | Ja 55: Prosageschichte mit Strophe

alīnamanaso naro; ein Mann von unerschrockenem Geist, Der Krieger bleibt in seinem Gegner „stecken“ oder an ihn „gebunden“ (allīna), was man als eine Metapher für Gewalt lesen kann: Einer, der sich auf das Schwert verlässt, bleibt an das Kamma des Tötens „gebunden“ und wird genauso wie der, den er bekämpft. Die Strophe, die ansonsten keinen Bezug zur Geschichte hat, wird verbunden durch das entgegengesetzte Bild des Geistes, der „nicht gebunden“ ist (alīna), ein Wort, das auch „unerschrocken, unermüdlich, tapfer“ heißen kann. In dieser und der nächsten Strophe sind die Doppelbedeutungen vom Dichter beabsichtigt, daher benutze ich je eine andere der beiden Bedeutungen in jeder Zeile. (Sujato)

Bhāveti kusalaṁ dhammaṁ, entwickelt taugliche Eigenschaften

yogakkhemassa pattiyā; um des Refugiums vor dem Joch willen.

Pāpuṇe anupubbena, Allmählich würde er

sabbasaṁyojanakkhayan”ti. die Auflösung aller Fesseln erreichen.

Pañcāvudhajātakaṁ pañcamaṁ.
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