Other Translations: English , Srpski
From: ,
Dīgha Nikāya 14 Lange Lehrreden 14
Mahāpadānasutta Die große Lehrrede über hinterlassene Spuren
1. Pubbenivāsapaṭisaṁyuttakathā 1. Von früheren Leben
Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört: In den Suttas bedeutet apadāna „Beweis, hinterlassene Spuren“ (DN 27:16.4, DN 24:2.7.3, MN 15:3.32, AN 3.2:1.1). Hier scheint der Sinn gewesen zu sein: „(Geschichte über) die Spuren, die Taten hinterlassen“. Die Bedeutung „Legende aus früheren Leben“ entwickelte sich wahrscheinlich aus diesem Sutta heraus und wurde später der Titel von Legendensammlungen aus früheren Leben der Mönche (Thera-apadāna) und Nonnen (Therī-apadāna). (Sujato)
ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme karerikuṭikāyaṁ. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika, in der Hütte beim Kareribaum. Kareri ist offenbar Miliusa tomentosa, auf Hindi als Hoom oder Kari bekannt. Der Baum ist mit dem Zimtapfel (Annona squamosa) verwandt, nicht mit dem Currybaum (Murraya koenigii). (Sujato)
Atha kho sambahulānaṁ bhikkhūnaṁ pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkantānaṁ karerimaṇḍalamāḷe sannisinnānaṁ sannipatitānaṁ pubbenivāsapaṭisaṁyuttā dhammī kathā udapādi: Da saßen nach dem Essen, als sie vom Almosengang zurückkamen, mehrere Mönche und Nonnen im Pavillon beim Kareribaum beisammen, und es kam dieses Dhammagespräch über frühere Leben unter ihnen auf:
“itipi pubbenivāso, itipi pubbenivāso”ti. „So war es in einem früheren Leben; solcherart war es in einem früheren Leben.“ „Früheres Leben“ ist pubbenivāsa, wörtlich „früherer Aufenthalt“. (Sujato)
Assosi kho bhagavā dibbāya sotadhātuyā visuddhāya atikkantamānusikāya tesaṁ bhikkhūnaṁ imaṁ kathāsallāpaṁ. Mit geläuterter und übermenschlicher Hellhörigkeit hörte der Buddha dieses Gespräch der Mönche und Nonnen.
Atha kho bhagavā uṭṭhāyāsanā yena karerimaṇḍalamāḷo tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā paññatte āsane nisīdi, nisajja kho bhagavā bhikkhū āmantesi: Da erhob er sich von seinem Sitz und ging zum Pavillon, wo er sich auf den ausgebreiteten Sitz setzte. Er wandte sich an die Mönche und Nonnen:
“kāya nuttha, bhikkhave, etarahi kathāya sannisinnā; kā ca pana vo antarākathā vippakatā”ti? „Mönche und Nonnen, worüber habt ihr gerade gesprochen, als ihr hier beisammensaßt? Welches Gespräch wurde unterbrochen?“
Evaṁ vutte, te bhikkhū bhagavantaṁ etadavocuṁ: Sie berichteten ihm, was sie besprochen hatten, und fügten hinzu:
“idha, bhante, amhākaṁ pacchābhattaṁ piṇḍapātapaṭikkantānaṁ karerimaṇḍalamāḷe sannisinnānaṁ sannipatitānaṁ pubbenivāsapaṭisaṁyuttā dhammī kathā udapādi:
‘itipi pubbenivāso itipi pubbenivāso’ti.
Ayaṁ kho no, bhante, antarākathā vippakatā. Atha bhagavā anuppatto”ti. „Das war das Gespräch, das unterbrochen wurde, als der Buddha kam.“
“Iccheyyātha no tumhe, bhikkhave, pubbenivāsapaṭisaṁyuttaṁ dhammiṁ kathaṁ sotun”ti? „Würdet ihr gerne einen Dhammavortrag über frühere Leben hören?“
“Etassa, bhagavā, kālo; etassa, sugata, kālo; „Jetzt ist die Zeit, Gesegneter! Jetzt ist die Zeit, Heiliger!
yaṁ bhagavā pubbenivāsapaṭisaṁyuttaṁ dhammiṁ kathaṁ kareyya, bhagavato sutvā bhikkhū dhāressantī”ti. Der Buddha halte bitte einen Dhammavortrag über frühere Leben. Die Mönche und Nonnen werden zuhören und ihn behalten.“
“Tena hi, bhikkhave, suṇātha sādhukaṁ manasi karotha bhāsissāmī”ti. „Also dann, Mönche und Nonnen, hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“
“Evaṁ, bhante”ti kho te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ja, Herr“, antworteten sie.
Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:
“Ito so, bhikkhave, ekanavutikappe yaṁ vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho loke udapādi. „Vor 91 Äonen erschien in der Welt der Buddha Vipassī, vollendet und vollkommen erwacht. In MN 71:14.2 und SN 42.9:4.5 sagt der Buddha, er erinnere sich an 91 Äonen, was bis zum Leben Vipassīs zurückreichen muss. Den Ursprung des Namens werden wir weiter unten sehen. (Sujato)
Ito so, bhikkhave, ekatiṁse kappe yaṁ sikhī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho loke udapādi. Vor 31 Äonen erschien in der Welt der Buddha Sikhī, vollendet und vollkommen erwacht. Sikhī heißt „der mit dem Schopf“ und bezieht sich auf einen Heiligenschein oder eine Krone. Eine Geschichte über ihn und seine Schüler wird in SN 6.14:8.3 erzählt. (Sujato)
Tasmiññeva kho, bhikkhave, ekatiṁse kappe vessabhū bhagavā arahaṁ sammāsambuddho loke udapādi. Ebenfalls vor 31 Äonen erschien in der Welt der Buddha Vessabhū, vollendet und vollkommen erwacht. Vessabhū entspricht Sanskrit Viśvabhṛt. Es heißt „alles tragend“ und entstand wahrscheinlich als ein Wort für die Erde. Ein legendärer König des gleichen Namens herrschte einst über die Stadt Avantī (DN 19:36.14). (Sujato)
Imasmiññeva kho, bhikkhave, bhaddakappe kakusandho bhagavā arahaṁ sammāsambuddho loke udapādi. Im gegenwärtigen, von Glück gesegneten Äon erschien in der Welt der Buddha Kakusandha, Weil in diesem Äon vier Buddhas erschienen sind, ist es als „vom Glück gesegnet“ (bhadda) bekannt. | Geschichten aus Kakusandhas Tagen kommen in MN 50 und SN 15.20:2.7 vor. Für seinen Namen gibt es keine offensichtliche Etymologie, aber vielleicht leitet er sich von kaku („Gipfel“) ab und ist somit „der Zusammenschluss der Gipfel“, ein Tal an der Nahtstelle zwischen Bergen. (Sujato)
Imasmiññeva kho, bhikkhave, bhaddakappe koṇāgamano bhagavā arahaṁ sammāsambuddho loke udapādi. ebenso der Buddha Koṇāgamana Die Bedeutung von Koṇāgamana ist unklar. Im Sanskrit wird er oft Kanakamuni geschrieben, „der goldene Weise“, wohingegen er im (zweifelhaften) Nigali-Sagar-Edikt von Ashoka Konākamana ist. In Thig 16.1:71.1 hören wir vom früheren Leben von drei Nonnen in der Zeit von Koṇāgamana. (Sujato)
Imasmiññeva kho, bhikkhave, bhaddakappe kassapo bhagavā arahaṁ sammāsambuddho loke udapādi. und der Buddha Kassapa, vollendet und vollkommen erwacht. Kassapa (Sanskrit Kaśyapa) heißt „Schildkröte“. Es ist ein geläufiger brahmanischer Stammesname und stammt von einer Figur, die als der älteste der „sieben Weisen“ gilt und dem einige vedische Strophen zugeschrieben werden. Geschichten aus der Zeit des Buddha Kassapa findet man in MN 81 und SN 48.57:3.1. (Sujato)
Imasmiññeva kho, bhikkhave, bhaddakappe ahaṁ etarahi arahaṁ sammāsambuddho loke uppanno. Und im gegenwärtigen, von Glück gesegneten Äon bin ich in der Welt erschienen, vollendet und vollkommen erwacht. Diese Zahlen bilden eine quasi-logarithmische Skala: Die Zeitabstände verdreifachen sich, während sich die Zahl der Buddhas halbiert. Im ersten Äon gibt es vier Buddhas. Dreißig Äonen davor wird die Zahl halbiert, d. h. es gibt zwei Buddhas. Zweimal dreißig Äonen davor wird die Zahl erneut halbiert zu einem Buddha, womit die Skala endet. (Sujato)
Vipassī, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho khattiyo jātiyā ahosi, khattiyakule udapādi. Die Buddhas Vipassī,
Sikhī, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho khattiyo jātiyā ahosi, khattiyakule udapādi. Sikhī
Vessabhū, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho khattiyo jātiyā ahosi, khattiyakule udapādi. und Vessabhū wurden als Adlige in Adelsfamilien geboren.
Kakusandho, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho brāhmaṇo jātiyā ahosi, brāhmaṇakule udapādi. Die Buddhas Kakusandha,
Koṇāgamano, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho brāhmaṇo jātiyā ahosi, brāhmaṇakule udapādi. Koṇāgamana
Kassapo, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho brāhmaṇo jātiyā ahosi, brāhmaṇakule udapādi. und Kassapa wurden als Brahmanen in Brahmanenfamilien geboren.
Ahaṁ, bhikkhave, etarahi arahaṁ sammāsambuddho khattiyo jātiyā ahosiṁ, khattiyakule uppanno. Ich wurde als Adliger in einer Adelsfamilie geboren. Im alten Indien wetteiferten die „Adligen“ (khattiya) und die Brahmanen um das Prestige, die oberste Klasse zu sein. Der traditionelle Beschäftigungsbereich der Adligen waren Land, Politik, Landwirtschaft und Krieg, während die Brahmanen eine erbliche Priesterkaste waren, die als Ratgeber fungierten und Rituale vollzogen. Es heißt, der künftige Buddha werde in der zur jeweiligen Zeit einflussreichsten Kaste geboren, sodass sein Wort die größtmögliche Wirkung hat. | In diesem Sutta spricht der Buddha von sich selbst einfach als „ich“ ohne persönlichen Namen. Wenn die sieben Buddhas in DN 32:3.14 aufgezählt werden, wird er allerdings Aṅgīrasa genannt. (Sujato)
Vipassī, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho koṇḍañño gottena ahosi. Vipassī,
Sikhī, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho koṇḍañño gottena ahosi. Sikhī
Vessabhū, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho koṇḍañño gottena ahosi. und Vessabhū gehörten zum Stamm Koṇḍañña. Die Koṇḍaññas (Sanskrit Kauṇḍinya) entstanden als der führende Stamm der Stadt Kuṇḍina, Hauptstadt von Vidarbha, die wahrscheinlich das heutige Kaundinyapura am Fluss Wardha ist. (Sujato)
Kakusandho, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho kassapo gottena ahosi. Kakusandha,
Koṇāgamano, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho kassapo gottena ahosi. Koṇāgamana
Kassapo, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho kassapo gottena ahosi. und Kassapa gehörten zum Stamm Kassapa.
Ahaṁ, bhikkhave, etarahi arahaṁ sammāsambuddho gotamo gottena ahosiṁ. Ich gehöre zum Stamm Gotama. Gotama ist ein alter brahmanischer Stammesname, der, wie Kassapa, aus den Veden und von den sieben Weisen stammt. Warum hat der Buddha, ein Adliger, einen brahmanischen Stammesnamen? Während der Initiation durch einen brahmanischen Familienpriester (purohita) wurde ein Adliger für kurze Zeit rituell zu einem Brahmanen bestimmt, und währenddessen nahm er den Namen der Abstammungslinie des Priesters an. Nachdem er wieder in den Stand des Adligen zurückversetzt wurde, wurden er und seine Familie weiterhin bei diesem Namen genannt. Somit muss der purohita der Sakyer von der Linie Gotama gewesen sein. Andere Beispiele dieser Praxis sind etwa die Maller, die Vāseṭṭha genannt werden (DN 16:5.19.2), und Saccaka, der Aggivessana genannt wird (MN 35:4.2). (Sujato)
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa asītivassasahassāni āyuppamāṇaṁ ahosi. Für Vipassī betrug die Lebensdauer 80.000 Jahre.
Sikhissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa sattativassasahassāni āyuppamāṇaṁ ahosi. Für Sikhī betrug die Lebensdauer 70.000 Jahre.
Vessabhussa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa saṭṭhivassasahassāni āyuppamāṇaṁ ahosi. Für Vessabhū betrug die Lebensdauer 60.000 Jahre.
Kakusandhassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa cattālīsavassasahassāni āyuppamāṇaṁ ahosi. Für Kakusandha betrug die Lebensdauer 40.000 Jahre.
Koṇāgamanassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa tiṁsavassasahassāni āyuppamāṇaṁ ahosi. Für Koṇāgamana betrug die Lebensdauer 30.000 Jahre.
Kassapassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa vīsativassasahassāni āyuppamāṇaṁ ahosi. Für Kassapa betrug die Lebensdauer 20.000 Jahre.
Mayhaṁ, bhikkhave, etarahi appakaṁ āyuppamāṇaṁ parittaṁ lahukaṁ; yo ciraṁ jīvati, so vassasataṁ appaṁ vā bhiyyo. Für mich zur heutigen Zeit ist die Lebensdauer kurz, knapp und flüchtig. Ein langes Leben dauert hundert Jahre oder ein wenig länger.
Vipassī, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho pāṭaliyā mūle abhisambuddho. Vipassī erwachte am Fuß eines Patalabaumes. Stereospermum chelonoides. Wörterbücher für Pali und Sanskrit nennen ihn „Trompetenblumenbaum“, aber das wird gewöhnlich eher für Oroxylum indicum benutzt. (Sujato)
Sikhī, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho puṇḍarīkassa mūle abhisambuddho. Sikhī erwachte am Fuß eines weißblütigen Mangobaumes. Puṇḍarīka ist der weiße Lotus, aber hier ist es der Name eines Baumes. Der Kommentar sagt, dies sei setamba („weißer Mango“). Es ist aber nicht die Mangoart, die heute unter diesem Namen bekannt ist (Mangifera caesia), die man in Indien nicht findet. (Sujato)
Vessabhū, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho sālassa mūle abhisambuddho. Vessabhū erwachte am Fuß eines Salbaumes. Shorea robusta. (Sujato)
Kakusandho, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho sirīsassa mūle abhisambuddho. Kakusandha erwachte am Fuß eines Lebbekbaumes. Albizia lebbeck, manchmal noch unter dem alten Namen Sirisa bekannt. Ältere Quellen nennen ihn manchmal Akazie. (Sujato)
Koṇāgamano, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho udumbarassa mūle abhisambuddho. Koṇāgamana erwachte am Fuß eines Traubenfeigenbaumes. Ficus racemosa. (Sujato)
Kassapo, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho nigrodhassa mūle abhisambuddho. Kassapa erwachte am Fuß eines Banyanbaumes. Ficus benghalensis. (Sujato)
Ahaṁ, bhikkhave, etarahi arahaṁ sammāsambuddho assatthassa mūle abhisambuddho. Ich bin am Fuß eines Pappelfeigenbaumes erwacht. Ficus religiosa, Buddhisten, Jainas und Hindus gleichermaßen heilig. Alte Quellen nannten ihn sowohl assattha (Sanskrit aśvattha) als auch pippala. Buddhisten nennen ihn heute einfach Bodhibaum (oder Bo-Baum). (Sujato)
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa khaṇḍatissaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Vipassī hatte ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Khaṇḍa und Tissa.
Sikhissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa abhibhūsambhavaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Sikhī hatte ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Abhibhū und Sambhava.
Vessabhussa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa soṇuttaraṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Vessabhū hatte ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Soṇa und Uttara.
Kakusandhassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa vidhurasañjīvaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Kakusandha hatte ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Vidhura und Sañjīva.
Koṇāgamanassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa bhiyyosuttaraṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Koṇāgamana hatte ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Bhiyyosa und Uttara.
Kassapassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa tissabhāradvājaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Kassapa hatte ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Tissa und Bhāradvāja.
Mayhaṁ, bhikkhave, etarahi sāriputtamoggallānaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Ich habe ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Sāriputta und Moggallāna.
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ. Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi aṭṭhasaṭṭhibhikkhusatasahassaṁ, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi bhikkhusatasahassaṁ, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi asītibhikkhusahassāni. Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa ime tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. Vipassī hatte drei Zusammenkünfte von Schülern, alles Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst waren – eine Zusammenkunft von 6.800.000, eine von 100.000 und eine von 80.000. Die Zahl der Schüler nimmt ab, je näher wir der historischen Zeit kommen. (Sujato)
Sikhissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ. Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi bhikkhusatasahassaṁ, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi asītibhikkhusahassāni, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi sattatibhikkhusahassāni. Sikhissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa ime tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. Sikhī hatte drei Zusammenkünfte von Schülern, alles Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst waren – eine Zusammenkunft von 100.000, eine von 80.000 und eine von 70.000.
Vessabhussa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ. Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi asītibhikkhusahassāni, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi sattatibhikkhusahassāni, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi saṭṭhibhikkhusahassāni. Vessabhussa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa ime tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. Vessabhū hatte drei Zusammenkünfte von Schülern, alles Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst waren – eine Zusammenkunft von 80.000, eine von 70.000 und eine von 60.000.
Kakusandhassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi cattālīsabhikkhusahassāni. Kakusandhassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa ayaṁ eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. Kakusandha hatte eine Zusammenkunft von Schülern – 40.000 Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst waren.
Koṇāgamanassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi tiṁsabhikkhusahassāni. Koṇāgamanassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa ayaṁ eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. Koṇāgamana hatte eine Zusammenkunft von Schülern – 30.000 Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst waren.
Kassapassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi vīsatibhikkhusahassāni. Kassapassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa ayaṁ eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. Kassapa hatte eine Zusammenkunft von Schülern – 20.000 Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst waren.
Mayhaṁ, bhikkhave, etarahi eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi aḍḍhateḷasāni bhikkhusatāni. Mayhaṁ, bhikkhave, ayaṁ eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. Ich hatte eine Zusammenkunft von Schülern – 1.250 Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst sind. Eine ausgedehnte Wanderung des Buddha mit 1.200 Mönchen und Nonnen ist in Kd 6 dokumentiert, und irgendwo auf dem Weg spielten die Ereignisse des Selasutta (Snp 3.7 und MN 91). Auch im Sāmaññaphalasutta (DN 2) und im Parosahassasutta (SN 8.8) wird der Buddha von 1.250 Mönchen und Nonnen begleitet. (Sujato)
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa asoko nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Vipassī hatte als Hauptaufwärter einen Mönch mit Namen Asoka.
Sikhissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa khemaṅkaro nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Sikhī hatte als Hauptaufwärter einen Mönch mit Namen Khemaṅkara.
Vessabhussa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa upasanto nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Vessabhū hatte als Hauptaufwärter einen Mönch mit Namen Upasanta.
Kakusandhassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa buddhijo nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Kakusandha hatte als Hauptaufwärter einen Mönch mit Namen Buddhija.
Koṇāgamanassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa sotthijo nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Koṇāgamana hatte als Hauptaufwärter einen Mönch mit Namen Sotthija.
Kassapassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa sabbamitto nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Kassapa hatte als Hauptaufwärter einen Mönch mit Namen Sabbamitta.
Mayhaṁ, bhikkhave, etarahi ānando nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Ich habe als Hauptaufwärter einen Mönch mit Namen Ānanda.
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa bandhumā nāma rājā pitā ahosi. Vipassīs Vater war König Bandhumā,
Bandhumatī nāma devī mātā ahosi janetti. seine leibliche Mutter war Königin Bandhumatī
Bandhumassa rañño bandhumatī nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi. und ihre Hauptstadt hieß Bandhumatī.
Sikhissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa aruṇo nāma rājā pitā ahosi. Sikhīs Vater war König Aruṇa, Als Sohn von König Morgendämmerung und Königin Leuchten war Sikhī das strahlende Licht der aufgehenden Sonne. Diese Namen erinnern an einen Sonnenmythos. (Sujato)
Pabhāvatī nāma devī mātā ahosi janetti. seine leibliche Mutter war Königin Pabhāvatī In Mārkaṇḍeya-Purāṇa Kap. 131 heißt es, eine Pabhāvatī, Tochter des Königs Vidarbha, habe Marutta, den König von Vajjī, geheiratet. (Sujato)
Aruṇassa rañño aruṇavatī nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi. und ihre Hauptstadt hieß Aruṇavatī. Es gibt einen Fluss Arunawati in Maharashtra, nicht weit von der alten Heimat der Koṇḍaññas in Kuṇḍina. (Sujato)
Vessabhussa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa suppatito nāma rājā pitā ahosi. Vessabhūs Vater war König Suppatita, Vessabhūs Eltern König Guter Fall und Königin Regen erinnern an einen jahreszeitbezogenen Fruchtbarkeitsmythos, in dem sie ihrem Sohn Erde, „dem, der alles ernährt und alles trägt“, das Leben schenken. man beachte aber die Varianten suppatīta („hocherfreut“) und yasavatī („gefeiert“). (Sujato)
Vassavatī nāma devī mātā ahosi janetti. seine leibliche Mutter war Königin Vassavatī
Suppatitassa rañño anomaṁ nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi. und ihre Hauptstadt hieß Anoma.
Kakusandhassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa aggidatto nāma brāhmaṇo pitā ahosi. Kakusandhas Vater war der Brahmane Aggidatta Die Namen der brahmanischen Väter beziehen sich alle auf rituelle Opferungen. Aggidatta heißt „dem Feuer geopfert“. (Sujato)
Visākhā nāma brāhmaṇī mātā ahosi janetti. und seine leibliche Mutter war die Brahmanin Visākhā. Die Namen der brahmanischen Mütter erinnern alle an indische nakkhatta. Das sind „Sternbilder“ oder genauer „Mondpaläste“ – Himmelssegmente, durch die der Mond hindurchzieht, und die mit bestimmten Sternen oder Sternengruppen assoziiert sind. Im System des Atharvaveda ist Visākhā die 16. Sternengruppe des Mondes (Libra). (Sujato)
Tena kho pana, bhikkhave, samayena khemo nāma rājā ahosi. Zu der Zeit war Khema der König
Khemassa rañño khemavatī nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi. und seine Hauptstadt hieß Khemavatī. Nach der dort befindlichen Ashoka-Säule wird das mit dem heutigen Gotihawa südöstlich von Kapilavastu in Nepal identifiziert. (Sujato)
Koṇāgamanassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa yaññadatto nāma brāhmaṇo pitā ahosi. Koṇāgamanas Vater war der Brahmane Yaññadatta „Als Opfer gegeben“. (Sujato)
Uttarā nāma brāhmaṇī mātā ahosi janetti. und seine leibliche Mutter war die Brahmanin Uttarā. Einige Sternbilder werden als „früher“ (pubba) und „später“ (uttara) unterschieden. Da sie sich zwischen Visākhā und Dhanavatī befindet, könnte es das 21. Sternbild, Uttara Āṣāḍhā (Sagittarius / Steinbock) sein. (Sujato)
Tena kho pana, bhikkhave, samayena sobho nāma rājā ahosi. Zu der Zeit war Sobha der König
Sobhassa rañño sobhavatī nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi. und seine Hauptstadt hieß Sobhavatī. Wenn man dem dubiosen Ashoka-Edikt dort glauben kann, wurde das traditionell mit der Stadt identifiziert, die heute als Nigali Sagar bei Kapilavastu in Nepal bekannt ist. (Sujato)
Kassapassa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa brahmadatto nāma brāhmaṇo pitā ahosi. Kassapas Vater war der Brahmane Brahmadatta „An Brahmā geopfert“. Viele Jātakas handeln von einem König dieses Namens, der gewöhnlich in Benares residiert haben soll. (Sujato)
Dhanavatī nāma brāhmaṇī mātā ahosi janetti. und seine leibliche Mutter war die Brahmanin Dhanavatī. Dhanavatī heißt „wohlhabend“, aber es ist auch ein alternativer Name für das 23. Sternbild, dhaniṣṭhā (oder śraviṣṭā, Delfin). (Sujato)
Tena kho pana, bhikkhave, samayena kikī nāma rājā ahosi. Zu der Zeit war Kikī der König Kikī („Blauhäher“) kommt in der Geschichte des früheren Buddha Kassapa in MN 81 vor. (Sujato)
Kikissa rañño bārāṇasī nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi. und seine Hauptstadt hieß Varanasi.
Mayhaṁ, bhikkhave, etarahi suddhodano nāma rājā pitā ahosi. In diesem Leben war König Suddhodana mein Vater, Suddhodana heißt „weißer Reis“. Er wird namentlich in Thag 10.1:8.1, Snp 3.11:7.2 und Kd 1#mt1-320 erwähnt. (Sujato)
Māyā nāma devī mātā ahosi janetti. meine leibliche Mutter war Königin Māyā Māyā heißt „Illusion“. Sie wird namentlich in Thag 10.1:8.2 und Thig 6.6:6.2 erwähnt. (Sujato)
Kapilavatthu nāma nagaraṁ rājadhānī ahosī”ti. und unsere Hauptstadt hieß Kapilavatthu.“
Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.
Idaṁ vatvāna sugato uṭṭhāyāsanā vihāraṁ pāvisi. Nachdem er geendet hatte, erhob sich der Heilige von seinem Sitz und ging zu seiner Hütte.
Atha kho tesaṁ bhikkhūnaṁ acirapakkantassa bhagavato ayamantarākathā udapādi: Kurz nachdem der Buddha gegangen war, redeten diese Mönche und Nonnen untereinander:
“acchariyaṁ, āvuso, abbhutaṁ, āvuso, tathāgatassa mahiddhikatā mahānubhāvatā. „Es ist unglaublich, Geehrte, es ist erstaunlich! Der Klargewordene besitzt solche übersinnliche Kraft und Macht!
Yatra hi nāma tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarissati, nāmatopi anussarissati, gottatopi anussarissati, āyuppamāṇatopi anussarissati, sāvakayugatopi anussarissati, sāvakasannipātatopi anussarissati: Denn er ist in der Lage, sich an Geburt, Namen, Stamm, Lebensdauer, Hauptschüler und Zusammenkünfte von Schülern der Buddhas der Vergangenheit zu erinnern, die vollkommen verloschen sind, die das Ausufern abgeschnitten, die Spur abgeschnitten, den Kreislauf zu Ende gebracht haben und über alles Leiden hinausgegangen sind.
‘evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ itipi, evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ itipī’”ti. Er kennt ihre Geburt, ihre Namen, ihren Stamm, ihre Tugend, ihre Lehren, ihre Weisheit, ihre Meditation und ihre Freiheit.
“Kiṁ nu kho, āvuso, tathāgatasseva nu kho esā dhammadhātu suppaṭividdhā, yassā dhammadhātuyā suppaṭividdhattā tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarati, nāmatopi anussarati, gottatopi anussarati, āyuppamāṇatopi anussarati, sāvakayugatopi anussarati, sāvakasannipātatopi anussarati: ‘evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ itipi, evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ itipī’ti, Kann der Klargewordene sich an all diese Dinge erinnern, weil er das Prinzip der Lehren klar durchdrungen hat? „Prinzip der Lehren“ ist dhammadhātu. In SN 12.32:18.1 verleiht seine Meisterschaft im dhammadhātu Sāriputta die Fähigkeit, jede Frage über den Dhamma zu beantworten. (Sujato)
udāhu devatā tathāgatassa etamatthaṁ ārocesuṁ, yena tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarati, nāmatopi anussarati, gottatopi anussarati, āyuppamāṇatopi anussarati, sāvakayugatopi anussarati, sāvakasannipātatopi anussarati: ‘evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ itipi, evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ itipī’”ti. Oder haben Gottheiten es ihm gesagt?“
Ayañca hidaṁ tesaṁ bhikkhūnaṁ antarākathā vippakatā hoti. Doch die Unterhaltung zwischen diesen Mönchen und Nonnen wurde unterbrochen.
Atha kho bhagavā sāyanhasamayaṁ paṭisallānā vuṭṭhito yena karerimaṇḍalamāḷo tenupasaṅkami; upasaṅkamitvā paññatte āsane nisīdi. Der Buddha kam am späten Nachmittag aus seiner Klausur und ging zum Pavillon beim Kareribaum. Er setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz
Nisajja kho bhagavā bhikkhū āmantesi: und wandte sich an die Mönche und Nonnen:
“kāya nuttha, bhikkhave, etarahi kathāya sannisinnā; kā ca pana vo antarākathā vippakatā”ti? „Mönche und Nonnen, worüber habt ihr gerade gesprochen, als ihr hier beisammensaßt? Welches Gespräch wurde unterbrochen?“
Evaṁ vutte, te bhikkhū bhagavantaṁ etadavocuṁ: Sie berichteten ihm, was sie besprochen hatten, und fügten hinzu:
“idha, bhante, amhākaṁ acirapakkantassa bhagavato ayaṁ antarākathā udapādi:
‘acchariyaṁ, āvuso, abbhutaṁ, āvuso, tathāgatassa mahiddhikatā mahānubhāvatā.
Yatra hi nāma tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarissati, nāmatopi anussarissati, gottatopi anussarissati, āyuppamāṇatopi anussarissati, sāvakayugatopi anussarissati, sāvakasannipātatopi anussarissati:
“evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ itipi, evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ itipī”ti.
Kiṁ nu kho, āvuso, tathāgatasseva nu kho esā dhammadhātu suppaṭividdhā, yassā dhammadhātuyā suppaṭividdhattā tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarati, nāmatopi anussarati, gottatopi anussarati, āyuppamāṇatopi anussarati, sāvakayugatopi anussarati, sāvakasannipātatopi anussarati:
“evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ itipi, evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ itipī”ti.
Udāhu devatā tathāgatassa etamatthaṁ ārocesuṁ, yena tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarati, nāmatopi anussarati, gottatopi anussarati, āyuppamāṇatopi anussarati, sāvakayugatopi anussarati, sāvakasannipātatopi anussarati:
“evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ itipi, evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ itipī”’ti?
Ayaṁ kho no, bhante, antarākathā vippakatā, atha bhagavā anuppatto”ti. „Das war das Gespräch, das unterbrochen wurde, als der Buddha kam.“
“Tathāgatassevesā, bhikkhave, dhammadhātu suppaṭividdhā, yassā dhammadhātuyā suppaṭividdhattā tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarati, nāmatopi anussarati, gottatopi anussarati, āyuppamāṇatopi anussarati, sāvakayugatopi anussarati, sāvakasannipātatopi anussarati: „Der Klargewordene kann sich an all diese Dinge erinnern, weil er das Prinzip der Lehren klar durchdrungen hat.
‘evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ itipi, evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ itipī’ti.
Devatāpi tathāgatassa etamatthaṁ ārocesuṁ, yena tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarati, nāmatopi anussarati, gottatopi anussarati, āyuppamāṇatopi anussarati, sāvakayugatopi anussarati, sāvakasannipātatopi anussarati: Und auch die Gottheiten haben es mir gesagt.
‘evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ itipi, evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ itipī’ti.
Iccheyyātha no tumhe, bhikkhave, bhiyyoso mattāya pubbenivāsapaṭisaṁyuttaṁ dhammiṁ kathaṁ sotun”ti? Würdet ihr gerne einen weiteren Dhammavortrag über frühere Leben hören?“
“Etassa, bhagavā, kālo; etassa, sugata, kālo; „Jetzt ist die Zeit, Gesegneter! Jetzt ist die Zeit, Heiliger!
yaṁ bhagavā bhiyyoso mattāya pubbenivāsapaṭisaṁyuttaṁ dhammiṁ kathaṁ kareyya, bhagavato sutvā bhikkhū dhāressantī”ti. Der Buddha halte bitte einen weiteren Dhammavortrag über frühere Leben. Die Mönche und Nonnen werden zuhören und ihn behalten.“
“Tena hi, bhikkhave, suṇātha, sādhukaṁ manasi karotha, bhāsissāmī”ti. „Also dann, Mönche und Nonnen, hört zu und gebraucht den Geist gut, ich werde sprechen.“
“Evaṁ, bhante”ti kho te bhikkhū bhagavato paccassosuṁ. „Ja, Herr“, antworteten sie.
Bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte:
“Ito so, bhikkhave, ekanavutikappe yaṁ vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho loke udapādi. „Vor 91 Äonen erschien in der Welt der Buddha Vipassī, vollendet und vollkommen erwacht.
Vipassī, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho khattiyo jātiyā ahosi, khattiyakule udapādi. Er wurde als Adliger in einer Adelsfamilie geboren.
Vipassī, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho koṇḍañño gottena ahosi. Er gehörte zum Stamm Koṇḍañña.
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa asītivassasahassāni āyuppamāṇaṁ ahosi. Er lebte 80.000 Jahre.
Vipassī, bhikkhave, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho pāṭaliyā mūle abhisambuddho. Er erwachte am Fuß eines Patalabaumes.
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa khaṇḍatissaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Er hatte ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Khaṇḍa und Tissa.
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ. Er hatte drei Zusammenkünfte von Schülern,
Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi aṭṭhasaṭṭhibhikkhusatasahassaṁ, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi bhikkhusatasahassaṁ, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi asītibhikkhusahassāni. alles Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst waren –
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa ime tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. eine Zusammenkunft von 6.800.000, eine von 100.000 und eine von 80.000.
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa asoko nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Als Hauptaufwärter hatte er einen Mönch mit Namen Asoka.
Vipassissa, bhikkhave, bhagavato arahato sammāsambuddhassa bandhumā nāma rājā pitā ahosi. Sein Vater war König Bandhumā,
Bandhumatī nāma devī mātā ahosi janetti. seine leibliche Mutter war Königin Bandhumatī
Bandhumassa rañño bandhumatī nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi. und ihre Hauptstadt hieß Bandhumatī.
2. Bodhisattadhammatā 2. Was für jemanden, der zum Erwachen entschlossen ist, normal ist
Atha kho, bhikkhave, vipassī bodhisatto tusitā kāyā cavitvā sato sampajāno mātukucchiṁ okkami. Als Vipassī, das Wesen, das zum Erwachen entschlossen war, von der Schar der freudvollen Götter abschied, wurde er im Schoß seiner Mutter empfangen, achtsam und der Situation bewusst. Diese Kennzeichen der Geburt eines künftigen Buddha finden sich auch in MN 123, wo Ānanda den Buddha zitiert, obwohl die Formulierung ein wenig anders ist und am Anfang drei zusätzliche Punkte hinzukommen. Außerdem findet man diesen Punkt und den über das achtsame Hervorkommen aus dem Schoß in AN 4.127. | Normalerweise ist das Wort bodhisatta im frühen Pali auf den künftigen Buddha beschränkt, nachdem er sein Heim verlassen hat und „zum Erwachen entschlossen“ übt (MN 26:13.1). Diese Passage dehnt den Gebrauch aus bis zurück zum Ende des unmittelbar vorausgehenden Lebens. (Sujato)
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal. „Normal“ ist dhammatā, ein Naturgesetz. Diese gesamte Passage weicht von dem frühesten Konzept des bodhisatta („der zum Erwachen Entschlossene“) ab, das in frühen Texten für Siddhattha angewendet wird, nachdem er sein Heim verlassen hat. (Sujato)
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto tusitā kāyā cavitvā mātukucchiṁ okkamati. Es ist normal, dass das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, wenn es von der Schar der freudvollen Götter abscheidet, im Schoß seiner Mutter empfangen wird.
Atha sadevake loke samārake sabrahmake sassamaṇabrāhmaṇiyā pajāya sadevamanussāya appamāṇo uḷāro obhāso pātubhavati atikkammeva devānaṁ devānubhāvaṁ. Dann erscheint in dieser Welt mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, unter dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen ein unermessliches, wunderbares Licht, das die Strahlkraft der Götter übertrifft.
Yāpi tā lokantarikā aghā asaṁvutā andhakārā andhakāratimisā, yatthapime candimasūriyā evaṁmahiddhikā evaṁmahānubhāvā ābhāya nānubhonti, tatthapi appamāṇo uḷāro obhāso pātubhavati atikkammeva devānaṁ devānubhāvaṁ. Selbst in der grenzenlosen Düsternis des interstellaren Raumes – so vollkommen dunkel, dass sogar das Licht von Mond und Sonne, so mächtig und gewaltig, keinen Eindruck macht – erscheint ein unermessliches, wunderbares Licht, das die Strahlkraft der Götter übertrifft. Der Kommentar identifiziert diesen Bereich „vollkommener Dunkelheit“ (andhakāratimisā) mit einer kalten Hölle. Es gibt eine entsprechende purāṇische Hölle mit Namen andhatāmisra. | Asaṁvutā wurde von Ñāṇamoḷī mit „abgrundtief“ (abysmal) übersetzt, aber das stützt sich auf eine Kosmologie der Kommentare, die man in den Suttas nicht findet. Der Sinn ist vielmehr „grenzenlos“. Die Wurzel greift auf die vedische Schlange Vṛtra zurück, die die Welt in Dunkelheit wickelt. | Nānubhonti („macht keinen Eindruck“) wird im Kommentar zu AN 4.127 als nappahonti, „unwirksam“, erklärt. (Sujato)
Yepi tattha sattā upapannā, tepi tenobhāsena aññamaññaṁ sañjānanti: ‘aññepi kira, bho, santi sattā idhūpapannā’ti. Und die Lebewesen, die dort wiedergeboren sind, erkennen einander in diesem Licht: ‚Es scheint also, dass hier andere Lebewesen wiedergeboren sind!‘ Das Licht ist physisch, nicht bloß eine Metapher. Nach dieser Stelle scheint es, dass Wesen im interstellaren Raum durch unmittelbares Erscheinen wiedergeboren werden. Vergleiche das Problem der „Boltzmann-Gehirne“ in der Physik. (Sujato)
Ayañca dasasahassī lokadhātu saṅkampati sampakampati sampavedhati. Appamāṇo ca uḷāro obhāso loke pātubhavati atikkammeva devānaṁ devānubhāvaṁ. Und diese zehntausendfache Galaxie zittert und schwankt und bebt. Und ein unermessliches, wunderbares Licht erscheint in der Welt, das selbst die Strahlkraft der Götter übertrifft.
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchiṁ okkanto hoti, cattāro naṁ devaputtā catuddisaṁ rakkhāya upagacchanti: ‘mā naṁ bodhisattaṁ vā bodhisattamātaraṁ vā manusso vā amanusso vā koci vā viheṭhesī’ti. Es ist normal, dass vier Ortsgötter herankommen, um die vier Himmelsrichtungen zu bewachen, wenn das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, im Schoß seiner Mutter empfangen wurde. So kann kein Mensch, kein nicht-menschliches Wesen oder irgendjemand dem Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, oder seiner Mutter schaden.
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchiṁ okkanto hoti, pakatiyā sīlavatī bodhisattamātā hoti, viratā pāṇātipātā, viratā adinnādānā, viratā kāmesumicchācārā, viratā musāvādā, viratā surāmerayamajjappamādaṭṭhānā. Es ist normal, dass die Mutter des Wesens, das zum Erwachen entschlossen ist, auf natürliche Art tugendhaft wird, wenn es in ihrem Schoß empfangen wurde. Sie tötet keine lebenden Geschöpfe, stiehlt nicht, begeht keine sexuellen Verfehlungen, lügt nicht und trinkt keine Rauschmittel wie Bier, Wein und Branntwein. Die fünf Ethikregeln. (Sujato)
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchiṁ okkanto hoti, na bodhisattamātu purisesu mānasaṁ uppajjati kāmaguṇūpasaṁhitaṁ, anatikkamanīyā ca bodhisattamātā hoti kenaci purisena rattacittena. Es ist normal, dass die Mutter des Wesens, das zum Erwachen entschlossen ist, wenn es in ihrem Schoß empfangen wurde, nicht länger mit sexuellen Gedanken an Männer denkt, und sie kann von keinem Mann mit wollüstigen Absichten überwältigt werden.
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchiṁ okkanto hoti, lābhinī bodhisattamātā hoti pañcannaṁ kāmaguṇānaṁ. Sā pañcahi kāmaguṇehi samappitā samaṅgībhūtā paricāreti. Es ist normal, dass die Mutter des Wesens, das zum Erwachen entschlossen ist, wenn es in ihrem Schoß empfangen wurde, die fünf Sinnesreize erhält und sich, damit versorgt und ausgestattet, vergnügt. Obwohl Sinnenfreuden Bindungen erzeugen, sind sie doch eine Art von Freude und somit ein Zeichen von Tugend und gutem früherem Kamma. (Sujato)
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchiṁ okkanto hoti, na bodhisattamātu kocideva ābādho uppajjati. Sukhinī bodhisattamātā hoti akilantakāyā, bodhisattañca bodhisattamātā tirokucchigataṁ passati sabbaṅgapaccaṅgiṁ ahīnindriyaṁ. Es ist normal, dass die Mutter des Wesens, das zum Erwachen entschlossen ist, wenn es in ihrem Schoß empfangen wurde, nicht von Beschwerden befallen wird. Sie ist glücklich und frei von körperlicher Ermüdung. Und sie sieht das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, in ihrem Schoß, in allen Haupt- und Nebengliedern unversehrt, ohne dass eine Fähigkeit fehlte.
Seyyathāpi, bhikkhave, maṇi veḷuriyo subho jātimā aṭṭhaṁso suparikammakato accho vippasanno anāvilo sabbākārasampanno. Tatrāssa suttaṁ āvutaṁ nīlaṁ vā pītaṁ vā lohitaṁ vā odātaṁ vā paṇḍusuttaṁ vā. Wie ein Schmuckstück aus Beryll, von Natur aus schimmernd, mit acht Facetten, gut gearbeitet, durchsichtig, klar und ungetrübt, mit allen guten Eigenschaften versehen, das auf einen blauen, gelben, roten, weißen oder goldbraunen Faden aufgefädelt wäre.
Tamenaṁ cakkhumā puriso hatthe karitvā paccavekkheyya: ‘ayaṁ kho maṇi veḷuriyo subho jātimā aṭṭhaṁso suparikammakato accho vippasanno anāvilo sabbākārasampanno. Tatridaṁ suttaṁ āvutaṁ nīlaṁ vā pītaṁ vā lohitaṁ vā odātaṁ vā paṇḍusuttaṁ vā’ti. Ein Mensch mit klaren Augen würde es in die Hand nehmen und untersuchen: ‚Dieses Schmuckstück aus Beryll ist von Natur aus schimmernd, mit acht Facetten, gut gearbeitet, durchsichtig, klar und ungetrübt, mit allen guten Eigenschaften versehen. Und es ist auf einen blauen, gelben, roten, weißen oder goldbraunen Faden aufgefädelt.‘
Evameva kho, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchiṁ okkanto hoti, na bodhisattamātu kocideva ābādho uppajjati, sukhinī bodhisattamātā hoti akilantakāyā, bodhisattañca bodhisattamātā tirokucchigataṁ passati sabbaṅgapaccaṅgiṁ ahīnindriyaṁ. Ebenso wird die Mutter des Wesens, das zum Erwachen entschlossen ist, wenn es in ihrem Schoß empfangen wurde, nicht von Beschwerden befallen. Sie ist glücklich und frei von körperlicher Ermüdung. Und sie sieht das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, in ihrem Schoß, in allen Haupt- und Nebengliedern unversehrt, ohne dass eine Fähigkeit fehlte.
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, sattāhajāte bodhisatte bodhisattamātā kālaṁ karoti tusitaṁ kāyaṁ upapajjati. Es ist normal, dass die Mutter des Wesens, das zum Erwachen entschlossen ist, sieben Tage nach seiner Geburt stirbt und in der Schar der freudvollen Götter wiedergeboren wird. Diese tragische Einzelheit ist auch in Ud 5.2 erwähnt. Der Buddha wird von einer Stiefmutter großgezogen, die im Fall unseres Buddha Māyās Schwester Mahāpajāpatī war (AN 8.51:9.8, MN 142:3.3). (Sujato)
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yathā aññā itthikā nava vā dasa vā māse gabbhaṁ kucchinā pariharitvā vijāyanti, na hevaṁ bodhisattaṁ bodhisattamātā vijāyati. Daseva māsāni bodhisattaṁ bodhisattamātā kucchinā pariharitvā vijāyati. Andere Frauen tragen das Kind bis zur Geburt neun oder zehn Monate in ihrem Schoß, doch nicht die Mutter des Wesens, das zum Erwachen entschlossen ist. Es ist normal, dass sie ihr Kind nach genau zehn Monaten zur Welt bringt. Zehn bedeutet Fülle und Vollständigkeit wie zum Beispiel bei den „zehn Himmelsrichtungen“. | Die Vorstellung, dass die Dauer der Schwangerschaft „neun oder zehn Monate“ betrug, findet sich auch in Chāndogya-Upaniṣad 5.9.1. Im Rigveda (5.78.7, 10.84.3) ist es typischerweise „im neunten Monat“, und ebenso in Bṛhadāraṇyaka-Upaniṣad 6.4.22. (Sujato)
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yathā aññā itthikā nisinnā vā nipannā vā vijāyanti, na hevaṁ bodhisattaṁ bodhisattamātā vijāyati. Ṭhitāva bodhisattaṁ bodhisattamātā vijāyati. Andere Frauen gebären im Sitzen oder im Liegen, doch nicht die Mutter des Wesens, das zum Erwachen entschlossen ist. Es ist normal, dass sie ihr Kind immer im Stehen gebiert. Auf Illustrationen wird sie stehend und einen Baum haltend dargestellt in der Haltung, die sālabhañjikā genannt wird, einem häufigen Motiv in der indischen Kunst, das den Überfluss des Frühlings symbolisiert. (Sujato)
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchimhā nikkhamati, devā paṭhamaṁ paṭiggaṇhanti, pacchā manussā. Es ist normal, dass das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, wenn es aus dem Schoß seiner Mutter hervorkommt, zuerst von Göttern in Empfang genommen wird, dann von Menschen.
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchimhā nikkhamati, appattova bodhisatto pathaviṁ hoti, cattāro naṁ devaputtā paṭiggahetvā mātu purato ṭhapenti: ‘attamanā, devi, hohi; mahesakkho te putto uppanno’ti. Es ist normal, dass vier Ortsgötter das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, in Empfang nehmen, wenn es aus dem Schoß seiner Mutter hervorkommt, noch bevor es den Boden erreicht, und vor seine Mutter hinstellen. Sie sagen: ‚Freue dich, Königin! Dir wurde ein Sohn von hohem Rang geboren!‘
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchimhā nikkhamati, visadova nikkhamati amakkhito udena amakkhito semhena amakkhito ruhirena amakkhito kenaci asucinā suddho visado. Es ist normal, dass das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, bereits rein ist, wenn es aus dem Schoß seiner Mutter hervorkommt, unbefleckt von Wasser, Schleim, Blut oder einer anderen Art von Unreinheit, lauter und rein.
Seyyathāpi, bhikkhave, maṇiratanaṁ kāsike vatthe nikkhittaṁ neva maṇiratanaṁ kāsikaṁ vatthaṁ makkheti, nāpi kāsikaṁ vatthaṁ maṇiratanaṁ makkheti. Wie wenn ein Edelstein-Juwel auf Kāsituch gelegt würde: Das Juwel würde das Tuch nicht beschmutzen, noch würde das Tuch das Juwel beschmutzen. Kāsi ist das Land, dessen Hauptstadt Varanasi ist. Stoff von dort war von einzigartiger Qualität. (Sujato)
Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?
Ubhinnaṁ suddhattā. Weil beide rein sind.
Evameva kho, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchimhā nikkhamati, visadova nikkhamati amakkhito, udena amakkhito semhena amakkhito ruhirena amakkhito kenaci asucinā suddho visado. Ebenso ist das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, bereits rein, wenn es aus dem Schoß seiner Mutter hervorkommt, unbefleckt von Wasser, Schleim, Blut oder einer anderen Art von Unreinheit, lauter und rein.
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchimhā nikkhamati, dve udakassa dhārā antalikkhā pātubhavanti—ekā sītassa ekā uṇhassa yena bodhisattassa udakakiccaṁ karonti mātu ca. Es ist normal, dass zwei Wassergüsse mitten aus der Luft erscheinen, wenn das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, aus dem Schoß seiner Mutter hervorkommt, ein kühler und ein warmer, um das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, und seine Mutter zu baden.
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, sampatijāto bodhisatto samehi pādehi patiṭṭhahitvā uttarābhimukho sattapadavītihārena gacchati setamhi chatte anudhāriyamāne, sabbā ca disā anuviloketi, āsabhiṁ vācaṁ bhāsati ‘aggohamasmi lokassa, jeṭṭhohamasmi lokassa, seṭṭhohamasmi lokassa, ayamantimā jāti, natthi dāni punabbhavo’ti. Es ist normal, dass das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, sobald es geboren ist, fest mit seinen Füßen auf der Erde steht. Es blickt nach Norden, macht sieben Schritte, während ein weißer Sonnenschirm über es gehalten wird, mustert alle Himmelsrichtungen und macht diese dramatische Verkündigung: ‚Ich bin der Vorderste in der Welt! Ich bin der Älteste in der Welt! Ich bin der Erste in der Welt! Dies ist meine letzte Wiedergeburt. Künftige Leben wird es jetzt nicht mehr geben.‘ Diese Stelle legt nahe, dass die Buddhaschaft von Geburt an bestimmt war, was im Widerspruch zu den übrigen Suttas steht, wo Buddhaschaft durch die Anstrengungen des Bodhisatta, während er nahc dem Erwachen strebte, hart erarbeitet werden musste. | „Steht mit seinen Füßen fest auf der Erde“ bedeutet, dass er durch seine eigene Anstrengung erwachen wird. | „Norden“ ist uttara, das auch „das Jenseits“ heißt; es sagt voraus, dass er Nibbana erlangen wird. | „Sieben Schritte“ bedeutet, die ausgedehnten Kreisläufe von Geburt und Tod zu überschreiten, insbesondere durch das Entwickeln der sieben Faktoren des Erwachens. | Der „weiße Sonnenschirm“ symbolisiert Reinheit und Königswürde (DN 14:1.34.3, Snp 3.11:11.3, Cp 26:3.3; Viṣṇu Purāṇa 5.35.14), und von einem weißen Baldachin heißt es in SN 41.5:5.2, er symbolisiere Freiheit. | „Alle Himmelsrichtungen mustern“ bedeutet sein allumfassendes Erkennen. | Die „dramatische Verkündigung“ ist āsabhiṁ vācaṁ, wörtlich die „Stimme eines Stiers“. Andere Stellen zeigen, dass es ein Ausdruck ist, der betont, wie dramatisch und imposant eine Rede ist (SN 52.9:3.2, DN 28:1.5 = SN 47.12:5.2). | In Bṛhadāraṇyaka-Upaniṣad 6.1.1 und Chāndogya-Upaniṣad 5.1.1 heißt es, der „lebendige Atem“ (prāṇa) sei „der Älteste und der Erste“ (jyeṣṭhaśca śreṣṭhaśca). (Sujato)
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
Dhammatā esā, bhikkhave, yadā bodhisatto mātukucchimhā nikkhamati, atha sadevake loke samārake sabrahmake sassamaṇabrāhmaṇiyā pajāya sadevamanussāya appamāṇo uḷāro obhāso pātubhavati, atikkammeva devānaṁ devānubhāvaṁ. Es ist normal, dass, wenn das Wesen, das zum Erwachen entschlossen ist, aus dem Schoß seiner Mutter hervorkommt, in dieser Welt mit ihren Göttern, Māras und Brahmās, unter dieser Bevölkerung mit ihren Asketen und Brahmanen, Göttern und Menschen ein unermessliches, wunderbares Licht erscheint, das die Strahlkraft der Götter übertrifft.
Yāpi tā lokantarikā aghā asaṁvutā andhakārā andhakāratimisā, yatthapime candimasūriyā evaṁmahiddhikā evaṁmahānubhāvā ābhāya nānubhonti, tatthapi appamāṇo uḷāro obhāso pātubhavati atikkammeva devānaṁ devānubhāvaṁ. Selbst in der grenzenlosen Düsternis des interstellaren Raumes – so vollkommen dunkel, dass sogar das Licht von Mond und Sonne, so mächtig und gewaltig, keinen Eindruck macht – erscheint ein unermessliches, wunderbares Licht, das die Strahlkraft der Götter übertrifft.
Yepi tattha sattā upapannā, tepi tenobhāsena aññamaññaṁ sañjānanti: ‘aññepi kira, bho, santi sattā idhūpapannā’ti. Und die Lebewesen, die dort wiedergeboren sind, erkennen einander in diesem Licht: ‚Es scheint also, dass hier andere Lebewesen wiedergeboren sind!‘
Ayañca dasasahassī lokadhātu saṅkampati sampakampati sampavedhati appamāṇo ca uḷāro obhāso loke pātubhavati atikkammeva devānaṁ devānubhāvaṁ. Und diese zehntausendfache Galaxie zittert und schwankt und bebt. Und ein unermessliches, wunderbares Licht erscheint in der Welt, das selbst die Strahlkraft der Götter übertrifft.
Ayamettha dhammatā. Das ist in einem solchen Fall normal.
3. Dvattiṁsamahāpurisalakkhaṇā 3. Die zweiunddreißig Kennzeichen eines großen Mannes
Jāte kho pana, bhikkhave, vipassimhi kumāre bandhumato rañño paṭivedesuṁ: Als Prinz Vipassī geboren wurde, teilte man dem König Bandhumā mit: Viele Punkte des folgenden Berichts wurden später in Gotamas Lebensgeschichte eingegliedert, gemäß dem Grundsatz, dass die wichtigen Ereignisse im Leben von Buddhas einer natürlichen Ordnung folgen. Dennoch stimmen sie nicht immer mit anderen Erzählungen in den frühen Texten überein. So sagt der Buddha zum Beispiel im Attadaṇḍasutta, sein Fortziehen sei von Ernüchterung und Furcht angesichts anhaltender Konflikte und Kriege ausgelöst worden (Snp 4.15). (Sujato)
‘putto te, deva, jāto, taṁ devo passatū’ti. ‚Majestät, dein Sohn ist geboren! Majestät lasse ihn begutachten!‘
Addasā kho, bhikkhave, bandhumā rājā vipassiṁ kumāraṁ, disvā nemitte brāhmaṇe āmantāpetvā etadavoca: Nachdem der König den Prinzen begutachtet hatte, ließ er die brahmanischen Wahrsager rufen und sagte zu ihnen: In Snp 3.11 wird der neugeborene Siddhattha von dem dunklen Eremiten Asita begutachtet. Diese beiden Versionen werden in späteren Erzählungen kombiniert. (Sujato)
‘passantu bhonto nemittā brāhmaṇā kumāran’ti. ‚Ihr Herren, bitte begutachtet den Prinzen.‘
Addasaṁsu kho, bhikkhave, nemittā brāhmaṇā vipassiṁ kumāraṁ, disvā bandhumantaṁ rājānaṁ etadavocuṁ: Sie begutachteten den Prinzen und sagten dann zum König:
‘attamano, deva, hohi, mahesakkho te putto uppanno, lābhā te, mahārāja, suladdhaṁ te, mahārāja, yassa te kule evarūpo putto uppanno. ‚Freue dich, König! Dir wurde ein Sohn von hohem Rang geboren! Du hast Glück, so großes Glück, dass ein Sohn wie dieser in dieser Familie geboren wurde!
Ayañhi, deva, kumāro dvattiṁsamahāpurisalakkhaṇehi samannāgato, yehi samannāgatassa mahāpurisassa dveva gatiyo bhavanti anaññā. Denn der Prinz besitzt die zweiunddreißig Kennzeichen eines großen Mannes. Für einen großen Mann, der diese besitzt, gibt es zwei mögliche Schicksale, kein anderes. Asita beachtete nicht die 32 Kennzeichen, und er sagte nur ein Schicksal voraus: dass er ein Buddha werden würde. (Sujato)
Sace agāraṁ ajjhāvasati, rājā hoti cakkavattī dhammiko dhammarājā cāturanto vijitāvī janapadatthāvariyappatto sattaratanasamannāgato. Wenn er im Haus bleibt, wird er ein König, ein Rad-drehender Herrscher, ein gerechter und prinzipientreuer König. Seine Oberherrschaft erstreckt sich nach allen vier Seiten, er erreicht Stabilität im Land und besitzt die sieben Juwelen.
Tassimāni sattaratanāni bhavanti. Diese seine sieben Juwelen sind
Seyyathidaṁ—cakkaratanaṁ hatthiratanaṁ assaratanaṁ maṇiratanaṁ itthiratanaṁ gahapatiratanaṁ pariṇāyakaratanameva sattamaṁ. das Rad, der Elefant, das Pferd, der Edelstein, die Frau, der Hausbesitzer und der Befehlshaber als siebtes Juwel.
Parosahassaṁ kho panassa puttā bhavanti sūrā vīraṅgarūpā parasenappamaddanā. Er hat über tausend Söhne, wacker und heldenhaft, die die Heere seiner Feinde zermalmen.
So imaṁ pathaviṁ sāgarapariyantaṁ adaṇḍena asatthena dhammena abhivijiya ajjhāvasati. Wenn er dieses vom Meer umspülte Land erobert hat, herrscht er nach Prinzip, ohne Stock oder Schwert.
Sace kho pana agārasmā anagāriyaṁ pabbajati, arahaṁ hoti sammāsambuddho loke vivaṭacchado. Doch wenn er aus dem Haus fortzieht ins hauslose Leben, wird er ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha, der den Schleier von der Welt abstreift.
Katamehi cāyaṁ, deva, kumāro dvattiṁsamahāpurisalakkhaṇehi samannāgato, yehi samannāgatassa mahāpurisassa dveva gatiyo bhavanti anaññā. Und was sind die Kennzeichen, die er besitzt? Die Kennzeichen werden an anderer Stelle in DN 30:1.2.1 und MN 91:9.1 aufgezählt. Hier zähle ich die entsprechenden Kennzeichen aus der Bṛhatsaṁhitā auf, wie sie von Nathan McGovern identifiziert wurden (On the Origins of the 32 Marks of a Great Man, Journal of the International Association of Buddhist Studies, 2016, Bd. 39, S. 207–247). (Sujato)
Sace agāraṁ ajjhāvasati, rājā hoti cakkavattī dhammiko dhammarājā cāturanto vijitāvī janapadatthāvariyappatto sattaratanasamannāgato.
Tassimāni sattaratanāni bhavanti.
Seyyathidaṁ—cakkaratanaṁ hatthiratanaṁ assaratanaṁ maṇiratanaṁ itthiratanaṁ gahapatiratanaṁ pariṇāyakaratanameva sattamaṁ.
Parosahassaṁ kho panassa puttā bhavanti sūrā vīraṅgarūpā parasenappamaddanā.
So imaṁ pathaviṁ sāgarapariyantaṁ adaṇḍena asatthena dhammena abhivijiya ajjhāvasati.
Sace kho pana agārasmā anagāriyaṁ pabbajati, arahaṁ hoti sammāsambuddho loke vivaṭacchado. Ayañhi, deva, kumāro suppatiṭṭhitapādo. Yaṁ pāyaṁ, deva, kumāro suppatiṭṭhitapādo. Idampissa mahāpurisassa mahāpurisalakkhaṇaṁ bhavati. Seine Füße stehen fest auf. Das spiegelt die Haltung des neugeborenen Bodhisatta wieder und hat die gleiche Bedeutung: dass er erwachen wird, indem er „auf eigenen Füßen steht“. (Sujato)
Imassa, deva, kumārassa heṭṭhā pādatalesu cakkāni jātāni sahassārāni sanemikāni sanābhikāni sabbākāraparipūrāni. Yampi imassa, deva, kumārassa heṭṭhā pādatalesu cakkāni jātāni sahassārāni sanemikāni sanābhikāni sabbākāraparipūrāni, idampissa mahāpurisassa mahāpurisalakkhaṇaṁ bhavati. Seine Fußsohlen weisen ein Rad mit tausend Speichen auf, mit Felge und Nabe, in allen Einzelheiten vollständig. Das wird häufig in buddhistischer Kunst abgebildet. Es bezeichnet die Vollkommenheit der Spuren, die der Buddha mit seiner Lehre und Schulung hinterlässt. Bṛhatsaṁhitā 69.17 zählt verschiedene glückverheißende Kennzeichen auf, darunter das Rad. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro āyatapaṇhī …pe… Er hat langgestreckte Fersen. In DN 30:1.12.8 als „überreichlich lang“ beschrieben. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro dīghaṅgulī …pe… Er hat lange Finger. Ebenso in Bṛhatsaṁhitā 68.36. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro mudutalunahatthapādo …pe… Er hat weiche und zarte Hände und Füße. Weiche Füße in Bṛhatsaṁhitā 68.2. (Sujato)
Ayañhi, deva kumāro jālahatthapādo …pe… Seine Finger und Zehen liegen aneinander. Bṛhatsaṁhitā 68.2 hat śliṣtāṅgulī („kompakte und klebrige Finger“). Der Kommentar bestreitet, dass jāla ein physisches Netz meint. Ich denke, es heißt, dass die Finger und Zehen ungewöhnlich eng beieinander gehalten und nicht abgespreizt wurden und er somit keine Dinge durch die Finger schlüpfen ließ. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro ussaṅkhapādo …pe… Er hat ein hohes Fußgewölbe. Ussaṅkha heißt „aufwärts (gewölbt) wie eine Muschelschale“; Bṛhatsaṁhitā 68.2 sagt hingegen: „aufwärts gewölbt wie eine Schildkröte“. Die beschreibende Strophe in DN 30:1.21.12 zeigt, dass es sich auf den Fußrücken bezieht. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro eṇijaṅgho …pe… Seine Unterschenkel sind wie die einer Antilope. Das sind vermutlich die langen, eleganten hinteren Unterschenkel der indischen Hirschziegenantilope. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro ṭhitakova anonamanto ubhohi pāṇitalehi jaṇṇukāni parimasati parimajjati …pe… Wenn er aufrecht steht und sich nicht nach vorne beugt, berühren seine beiden Handflächen die Knie. Das stimmt mit Bṛhatsaṁhitā 68.35 überein. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro kosohitavatthaguyho …pe… Sein Geschlechtsteil ist von einer Vorhaut bedeckt. Ebenso in Bṛhatsaṁhitā 68.8. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro suvaṇṇavaṇṇo kañcanasannibhattaco …pe… Er ist von goldener Farbe, seine Haut leuchtet wie schimmerndes Gold. Bṛhatsaṁhitā 68.102 sagt, Könige hätten eine schimmernde Hautfarbe. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro sukhumacchavī; sukhumattā chaviyā rajojallaṁ kāye na upalimpati …pe… Seine Haut ist zart, so zart, dass Staub und Schmutz nicht an seinem Körper haften. Bṛhatsaṁhitā 68.102 erwähnt eine „reine Hautfarbe“ (śuddha). (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro ekekalomo; ekekāni lomāni lomakūpesu jātāni …pe… Seine Körperhaare wachsen jedes aus einer eigenen Pore. Ebenso in Bṛhatsaṁhitā 68.5. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro uddhaggalomo; uddhaggāni lomāni jātāni nīlāni añjanavaṇṇāni kuṇḍalāvaṭṭāni dakkhiṇāvaṭṭakajātāni …pe… Die Spitzen seiner Körperhaare zeigen nach oben. Die Haare sind blauschwarz und im Uhrzeigersinn gelockt. Bṛhatsaṁhitā 68.26 sagt, die, deren Haare nach rechts gedreht sind, werden Könige. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro brahmujugatto …pe… Sein Körper ist groß, mit geraden Gliedern. Hier ist brahm- ein Adjektiv, das von √brah + ma abgeleitet ist, entsprechend dem Sanskritwort bṛṁh, in der Bedeutung „gewachsen, ausgestreckt“. Die Sanskritform ist hier bṛhadṛjugātra. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro sattussado …pe… Er hat gewölbte Muskeln an sieben Stellen. Hände, Füße, Schultern und Brust (DN 30:1.13.5). (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro sīhapubbaddhakāyo …pe… Seine Brust ist wie die eines Löwen. Bṛhatsaṁhitā 68.18 vergleicht nicht die Brust mit einem Löwen, sondern die Hüften. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro citantaraṁso …pe… Sein Körper ist zwischen den Schultern ausgefüllt. Bṛhatsaṁhitā 68.27 sagt, das Herz sei erhoben und muskulös. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro nigrodhaparimaṇḍalo yāvatakvassa kāyo tāvatakvassa byāmo, yāvatakvassa byāmo, tāvatakvassa kāyo …pe… Seine Glieder haben den Umfang eines Banyanbaumes: Die Spanne seiner Arme entspricht seiner Körperlänge. Bṛhatsaṁhitā 69.13 hat die gleichen Proportionen ohne dieses Gleichnis. Das sind die normalen menschlichen Proportionen, doch wir können nicht unsere Knie berühren, ohne uns vorzubeugen. Die einzige Möglichkeit, wie diese Kennzeichen miteinander in Einklang gebracht werden können, wenn sowohl die Arme als auch die Beine unterhalb der Knie außerordentlich lang wären. Und das ist genau, was uns gesagt wird: Die Fersen sind gestreckt und lang und die Unterschenkel gleichen denen einer Antilope, deren hintere Unterschenkel im Vergleich zu den Oberschenkeln lang sind. Somit erscheinen die Kennzeichen in dieser Hinsicht untereinander konsistent, wenn sie auch keine normale menschliche Anatomie beschreiben. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro samavaṭṭakkhandho …pe… Sein Rumpf ist ebenmäßig gerundet.
Ayañhi, deva, kumāro rasaggasaggī …pe… Er hat erhabene Geschmacksknospen. „Erhabene Geschmacksknospen“ ist rasaggasaggī. Rasa kann „Geschmack“ oder „Nahrung“ bedeuten, aber der Gebrauch von ojā in DN 30:2.9.8 bestätigt Letzteres. Gasa ist „schlucken“, und laut DN 30:2.7.4 ist es die „Vermittlung von Geschmack“ (rasaharaṇīyo). Agga heißt oft „das Beste“, aber das ist von der primären Bedeutung „Gipfel“ abgeleitet. Die Beschreibungen uddhagga („erhaben“) in DN 30:2.7.4 und susaṇṭhitā („aufragend“) in DN 30:2.9.8 bestätigen, dass Letzteres gemeint ist. Das Kennzeichen bezieht sich auf Geschmacksknospen, die auf der Zunge in erkennbaren Leisten erhoben sind, die Nahrung absorbieren und die Verdauung unterstützen. Das Kennzeichen ist oft als „ausgezeichneter (aggī) Geschmacks- (rasa) sinn (gasa)“ interpretiert worden, doch das ist, da es für andere nicht wahrnehmbar ist, eher eine sekundäre Folge des Kennzeichens. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro sīhahanu …pe… Sein Kinn ist wie das eines Löwen.
Ayañhi, deva, kumāro cattālīsadanto …pe… Er hat vierzig Zähne.
Ayañhi, deva, kumāro samadanto …pe… Seine Zähne sind ebenmäßig. Ebenmäßige, lückenlose, weiße Zähne finden sich in Bṛhatsaṁhitā 68.52. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro aviraḷadanto …pe… Zwischen seinen Zähnen sind keine Lücken.
Ayañhi, deva, kumāro susukkadāṭho …pe… Seine Zähne sind von reinstem Weiß.
Ayañhi, deva, kumāro pahūtajivho …pe… Er hat eine lange Zunge. Ebenso in Bṛhatsaṁhitā 68.53. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro brahmassaro karavīkabhāṇī …pe… Er hat die Stimme Brahmās, wie der Ruf des Kuckucks.
Ayañhi, deva, kumāro abhinīlanetto …pe… Seine Augen sind blauschwarz. In Thig 13.1:6.2 beschreibt Ambapālī ihre Augen als abhinīla. Zwar haben manche Inder tatsächlich blaue Augen, aber hier wird wahrscheinlich ein Schwarz beschrieben, das so tief ist, dass es blau erscheint. (Sujato)
Ayañhi, deva, kumāro gopakhumo …pe… Seine Wimpern sind wie die einer Kuh. Kühe haben lange und elegante Wimpern. (Sujato)
Imassa, deva, kumārassa uṇṇā bhamukantare jātā odātā mudutūlasannibhā. Yampi imassa, deva, kumārassa uṇṇā bhamukantare jātā odātā mudutūlasannibhā, idampimassa mahāpurisassa mahāpurisalakkhaṇaṁ bhavati. Zwischen seinen Augenbrauen wächst ein Haarbüschel, zart und weiß wie Watte.
Ayañhi, deva, kumāro uṇhīsasīso. Yaṁ pāyaṁ, deva, kumāro uṇhīsasīso, idampissa mahāpurisassa mahāpurisalakkhaṇaṁ bhavati. Seine Schädeldecke ist wie ein Turban. Der uṇhīsa wird als Wulst auf dem Schädel des Buddha dargestellt. (Sujato)
Imehi kho ayaṁ, deva, kumāro dvattiṁsamahāpurisalakkhaṇehi samannāgato, yehi samannāgatassa mahāpurisassa dveva gatiyo bhavanti anaññā. Das sind die zweiunddreißig Kennzeichen eines großen Mannes, die der Prinz besitzt. Für einen großen Mann, der diese besitzt, gibt es zwei mögliche Schicksale, kein anderes.
Sace agāraṁ ajjhāvasati, rājā hoti cakkavattī dhammiko dhammarājā cāturanto vijitāvī janapadatthāvariyappatto sattaratanasamannāgato. Wenn er im Haus bleibt, wird er ein König, ein Rad-drehender Herrscher, ein gerechter und prinzipientreuer König.
Tassimāni sattaratanāni bhavanti.
Seyyathidaṁ—cakkaratanaṁ hatthiratanaṁ assaratanaṁ maṇiratanaṁ itthiratanaṁ gahapatiratanaṁ pariṇāyakaratanameva sattamaṁ.
Parosahassaṁ kho panassa puttā bhavanti sūrā vīraṅgarūpā parasenappamaddanā.
So imaṁ pathaviṁ sāgarapariyantaṁ adaṇḍena asatthena dhammena abhivijiya ajjhāvasati.
Sace kho pana agārasmā anagāriyaṁ pabbajati, arahaṁ hoti sammāsambuddho loke vivaṭacchado’ti. Doch wenn er aus dem Haus fortzieht ins hauslose Leben, wird er ein Vollendeter, ein vollkommen erwachter Buddha, der den Schleier von der Welt abstreift.‘
4. Vipassīsamaññā 4. Wie er als Vipassī bekannt wurde
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā nemitte brāhmaṇe ahatehi vatthehi acchādāpetvā sabbakāmehi santappesi. Dann ließ der König Bandhumā die brahmanischen Wahrsager neu einkleiden und versorgte sie mit allem, was sie benötigten. Das ist die dakkhiṇā, die religiöse Gabe, die aus Dankbarkeit und Anerkennung für die Dienstleistung gegeben wird. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā vipassissa kumārassa dhātiyo upaṭṭhāpesi. Der König ernannte dann Kindermädchen für den Prinzen Vipassī. Seine leibliche Mutter ist gestorben, und eine Stiefmutter wird nicht erwähnt. (Sujato)
Aññā khīraṁ pāyenti, aññā nhāpenti, aññā dhārenti, aññā aṅkena pariharanti. Die einen stillten ihn, andere badeten ihn, andere hielten ihn und wieder andere trugen ihn auf der Hüfte.
Jātassa kho pana, bhikkhave, vipassissa kumārassa setacchattaṁ dhārayittha divā ceva rattiñca: Von seiner Geburt an wurde Tag und Nacht ein weißer Sonnenschirm über ihn gehalten in der Absicht:
‘mā naṁ sītaṁ vā uṇhaṁ vā tiṇaṁ vā rajo vā ussāvo vā bādhayitthā’ti. ‚Dass Kälte, Hitze, Gras, Staub oder Feuchtigkeit ihn nicht behelligen.‘
Jāto kho pana, bhikkhave, vipassī kumāro bahuno janassa piyo ahosi manāpo. Er war vielen Menschen lieb und teuer,
Seyyathāpi, bhikkhave, uppalaṁ vā padumaṁ vā puṇḍarīkaṁ vā bahuno janassa piyaṁ manāpaṁ; wie eine blaue Seerose oder eine rosa oder weiße Lotusblume.
evameva kho, bhikkhave, vipassī kumāro bahuno janassa piyo ahosi manāpo.
Svāssudaṁ aṅkeneva aṅkaṁ parihariyati. Er wurde von einem Arm zum anderen weitergereicht.
Jāto kho pana, bhikkhave, vipassī kumāro mañjussaro ca ahosi vaggussaro ca madhurassaro ca pemaniyassaro ca. Von Geburt an war seine Stimme bezaubernd, melodisch, süß und lieblich.
Seyyathāpi, bhikkhave, himavante pabbate karavīkā nāma sakuṇajāti mañjussarā ca vaggussarā ca madhurassarā ca pemaniyassarā ca; Wie der Gesang eines Himalaya-Kuckucks,
evameva kho, bhikkhave, vipassī kumāro mañjussaro ca ahosi vaggussaro ca madhurassaro ca pemaniyassaro ca. so süß war seine Stimme.
Jātassa kho pana, bhikkhave, vipassissa kumārassa kammavipākajaṁ dibbacakkhu pāturahosi yena sudaṁ samantā yojanaṁ passati divā ceva rattiñca. Von Geburt an besaß der Prinz Vipassī die Kraft der Hellsichtigkeit, die sich als ein Ergebnis früherer Taten zeigte. Dadurch konnte er bei Tag und bei Nacht eine Meile im Umkreis sehen. Normalerweise heißt es, Hellsichtigkeit und verwandte Fähigkeiten entstünden durch die Kraft des vierten Jhāna, während sie hier auf natürliche Weise aufgrund früheren Kammas auftritt. Nach einem Jhāna ist die Fähigkeit verstärkt durch den leuchtenden Geist, der frei von Hindernissen ist, wohingegen es sich hier um die begrenztere Fähigkeit zu handeln scheint, im Dunkeln klar zu sehen. (Sujato)
Jāto kho pana, bhikkhave, vipassī kumāro animisanto pekkhati seyyathāpi devā tāvatiṁsā. Und er war wachsam, ohne zu blinzeln, wie die Götter der Dreiunddreißig.
‘Animisanto kumāro pekkhatī’ti kho, bhikkhave, vipassissa kumārassa ‘vipassī vipassī’ tveva samaññā udapādi. Und weil es hieß, er sei wachsam, ohne zu blinzeln, wurde er als ‚Vipassī‘ bekannt. Vipassīs Name ist die persönliche Form des Wortes, das in der buddhistischen Meditation berühmt wurde, vipassanā. Dieses wird gewöhnlich mit „Einsicht“ wiedergegeben, aber die Bedeutung ist hier eher „klar sehen“. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā atthakaraṇe nisinno vipassiṁ kumāraṁ aṅke nisīdāpetvā atthe anusāsati. Wenn da der König Bandhumā zu Gericht saß, hielt er den Prinzen Vipassī auf seinem Schoß und erklärte ihm den Fall.
Tatra sudaṁ, bhikkhave, vipassī kumāro pituaṅke nisinno viceyya viceyya atthe panāyati ñāyena. Und wie er da auf dem Schoß seines Vaters saß, wog Vipassī den Fall gründlich ab und zog eine Schlussfolgerung mittels eines logischen Systems.
Viceyya viceyya kumāro atthe panāyati ñāyenāti kho, bhikkhave, vipassissa kumārassa bhiyyoso mattāya ‘vipassī vipassī’ tveva samaññā udapādi. Das war dann umso mehr Grund, dass er als ‚Vipassī‘ bekannt wurde. Indische Erkenntnistheorie erkennt zwei grundlegende Wissensquellen an: unmittelbare Wahrnehmung (paccakkha) und Rückschlüsse (anumāna). Diese Stelle zeigt, dass vipassanā beides einschließt. Ich gebe vipassanā mit „discernment“ wieder in einem Versuch, beide Nuancen zu erfassen, satt des Standards „Einsicht“. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā vipassissa kumārassa tayo pāsāde kārāpesi, ekaṁ vassikaṁ ekaṁ hemantikaṁ ekaṁ gimhikaṁ; Dann ließ der König Bandhumā drei Pfahlbau-Langhäuser für ihn bauen: eins für den Winter, eins für den Sommer und eins für die Regenzeit.
pañca kāmaguṇāni upaṭṭhāpesi. Und er versorgte ihn mit den fünf Sinnesreizen.
Tatra sudaṁ, bhikkhave, vipassī kumāro vassike pāsāde cattāro māse nippurisehi tūriyehi paricārayamāno na heṭṭhāpāsādaṁ orohatīti. Der Prinz Vipassī blieb während der vier Monate der Regenzeit in seinem Pfahlbau-Langhaus, ohne die Treppe herunterzukommen. Dort wurde er von Musikerinnen unterhalten, unter denen kein einziger Mann war.
Paṭhamabhāṇavāro. Der erste Abschnitt zum Aufsagen.
5. Jiṇṇapurisa 5. Der alte Mann
Atha kho, bhikkhave, vipassī kumāro bahūnaṁ vassānaṁ bahūnaṁ vassasatānaṁ bahūnaṁ vassasahassānaṁ accayena sārathiṁ āmantesi: Nachdem dann viele Jahre, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre vergangen waren, wandte sich Prinz Vipassī an seinen Wagenlenker:
‘yojehi, samma sārathi, bhaddāni bhaddāni yānāni uyyānabhūmiṁ gacchāma subhūmidassanāyā’ti. ‚Mein guter Wagenlenker, spanne die erlesensten Kutschen an. Wir wollen zu einem Park fahren und die Landschaft betrachten.‘
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, sārathi vipassissa kumārassa paṭissutvā bhaddāni bhaddāni yānāni yojetvā vipassissa kumārassa paṭivedesi: ‚Ja, Herr‘, antwortete der Wagenlenker. Er spannte die Kutschen an und unterrichtete den Prinzen:
‘yuttāni kho te, deva, bhaddāni bhaddāni yānāni, ‚Majestät, die erlesensten Kutschen sind angespannt.
yassadāni kālaṁ maññasī’ti. Bitte geh nach deinem Belieben.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassī kumāro bhaddaṁ bhaddaṁ yānaṁ abhiruhitvā bhaddehi bhaddehi yānehi uyyānabhūmiṁ niyyāsi. Da bestieg Prinz Vipassī eine erlesene Kutsche und machte sich zusammen mit anderen erlesenen Kutschen auf zum Park.
Addasā kho, bhikkhave, vipassī kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto purisaṁ jiṇṇaṁ gopānasivaṅkaṁ bhoggaṁ daṇḍaparāyanaṁ pavedhamānaṁ gacchantaṁ āturaṁ gatayobbanaṁ. Am Weg sah er einen alten Mann, vornübergebeugt, krumm, auf einen Stock gestützt, beim Gehen zitternd, siech, die guten Jahre hinter sich.
Disvā sārathiṁ āmantesi: Er wandte sich an seinen Wagenlenker:
‘ayaṁ pana, samma sārathi, puriso kiṅkato? ‚Mein guter Wagenlenker, was hat dieser Mann getan?
Kesāpissa na yathā aññesaṁ, kāyopissa na yathā aññesan’ti. Seine Haare und sein Körper sind nicht so wie die anderer Menschen.‘
‘Eso kho, deva, jiṇṇo nāmā’ti. ‚Das, Majestät, nennt man einen Alten.‘
‘Kiṁ paneso, samma sārathi, jiṇṇo nāmā’ti? ‚Aber warum nennt man ihn einen Alten?‘
‘Eso kho, deva, jiṇṇo nāma. Na dāni tena ciraṁ jīvitabbaṁ bhavissatī’ti. ‚Man nennt ihn einen Alten, weil er jetzt nicht mehr lange zu leben hat.‘
‘Kiṁ pana, samma sārathi, ahampi jarādhammo, jaraṁ anatīto’ti? ‚Aber, mein guter Wagenlenker, muss ich alt werden? Bleibt mir das Alter nicht erspart?‘
‘Tvañca, deva, mayañcamha sabbe jarādhammā, jaraṁ anatītā’ti. ‚Jeder muss alt werden, Majestät, auch du. Niemandem bleibt das Alter erspart.‘
‘Tena hi, samma sārathi, alaṁ dānajja uyyānabhūmiyā. Itova antepuraṁ paccaniyyāhī’ti. ‚Nun, mein guter Wagenlenker, das genügt für heute mit dem Park. Lass uns zum königlichen Hof zurückkehren.‘ Antepuraṁ („königlicher Hof“) war der innere Privatbereich der königlichen Residenz. Er bezog sich höchstens auf den Bereich, der von Wällen eingeschlossen war, in dem die herrschende Familie und ihr Gesinde lebten. Später wurde es im engeren Sinn von „Harem“ gebraucht. (Sujato)
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, sārathi vipassissa kumārassa paṭissutvā tatova antepuraṁ paccaniyyāsi. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Wagenlenker und tat wie geheißen.
Tatra sudaṁ, bhikkhave, vipassī kumāro antepuraṁ gato dukkhī dummano pajjhāyati: Als er wieder am königlichen Hof war, brütete der Prinz, elend und traurig: „Brüten“ ist pajjhāyati. Er hat eine existenzielle Krise. (Sujato)
‘dhiratthu kira, bho, jāti nāma, yatra hi nāma jātassa jarā paññāyissatī’ti. ‚Verflucht sei dieses Ding namens Wiedergeburt! Denn das Alter kommt zu jedem, der geboren ist.‘
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā sārathiṁ āmantāpetvā etadavoca: Da befahl König Bandhumā den Wagenlenker zu sich und sagte:
‘kacci, samma sārathi, kumāro uyyānabhūmiyā abhiramittha? Kacci, samma sārathi, kumāro uyyānabhūmiyā attamano ahosī’ti? ‚Mein guter Wagenlenker, ich hoffe, der Prinz hat sich im Park gut unterhalten? Ich hoffe, er war dort glücklich?‘
‘Na kho, deva, kumāro uyyānabhūmiyā abhiramittha, na kho, deva, kumāro uyyānabhūmiyā attamano ahosī’ti. ‚Nein, Majestät, der Prinz hat sich im Park nicht gut unterhalten.‘
‘Kiṁ pana, samma sārathi, addasa kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto’ti? ‚Aber was hat er auf dem Weg zum Park gesehen?‘
‘Addasā kho, deva, kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto purisaṁ jiṇṇaṁ gopānasivaṅkaṁ bhoggaṁ daṇḍaparāyanaṁ pavedhamānaṁ gacchantaṁ āturaṁ gatayobbanaṁ. Und der Wagenlenker berichtete dem König über die Begegnung mit dem alten Mann und die Reaktion des Prinzen.
Disvā maṁ etadavoca:
“ayaṁ pana, samma sārathi, puriso kiṅkato, kesāpissa na yathā aññesaṁ, kāyopissa na yathā aññesan”ti?
“Eso kho, deva, jiṇṇo nāmā”ti.
“Kiṁ paneso, samma sārathi, jiṇṇo nāmā”ti?
“Eso kho, deva, jiṇṇo nāma na dāni tena ciraṁ jīvitabbaṁ bhavissatī”ti.
“Kiṁ pana, samma sārathi, ahampi jarādhammo, jaraṁ anatīto”ti?
“Tvañca, deva, mayañcamha sabbe jarādhammā, jaraṁ anatītā”ti.
“Tena hi, samma sārathi, alaṁ dānajja uyyānabhūmiyā, itova antepuraṁ paccaniyyāhī”ti.
“Evaṁ, devā”ti kho ahaṁ, deva, vipassissa kumārassa paṭissutvā tatova antepuraṁ paccaniyyāsiṁ.
So kho, deva, kumāro antepuraṁ gato dukkhī dummano pajjhāyati:
“dhiratthu kira, bho, jāti nāma, yatra hi nāma jātassa jarā paññāyissatī”’ti.
6. Byādhitapurisa 6. Der kranke Mann
Atha kho, bhikkhave, bandhumassa rañño etadahosi: Da dachte König Bandhumā:
‘Mā heva kho vipassī kumāro na rajjaṁ kāresi, mā heva vipassī kumāro agārasmā anagāriyaṁ pabbaji, mā heva nemittānaṁ brāhmaṇānaṁ saccaṁ assa vacanan’ti. ‚Der Prinz Vipassī darf nicht dem Thron entsagen. Er darf nicht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben. Und die Worte der brahmanischen Wahrsager dürfen sich nicht erfüllen.‘ In allen Geschichten von Prophezeiungen werden Anstrengungen unternommen, ihr Eintreten zu verhindern, und sie scheitern ausnahmslos. Das ist eine rekursive Eigenschaft von Prophezeiungsmythen. Wenn das Eintreten der Prophezeiung verhindert würde, gäbe es den Mythos nicht und wir wüssten nichts davon; aber weil es den Mythos gibt, wissen wir, wie er ausgeht, und die Prophezeiung muss eintreten. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā vipassissa kumārassa bhiyyoso mattāya pañca kāmaguṇāni upaṭṭhāpesi: Zu diesem Zweck versorgte er den Prinzen noch mehr mit den fünf Sinnesreizen,
‘yathā vipassī kumāro rajjaṁ kareyya, yathā vipassī kumāro na agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyya, yathā nemittānaṁ brāhmaṇānaṁ micchā assa vacanan’ti.
Tatra sudaṁ, bhikkhave, vipassī kumāro pañcahi kāmaguṇehi samappito samaṅgībhūto paricāreti. und der Prinz vergnügte sich mit ihnen.
Atha kho, bhikkhave, vipassī kumāro bahūnaṁ vassānaṁ …pe… Nachdem dann viele Jahre, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre vergangen waren, ließ sich Prinz Vipassī wieder von seinem Wagenlenker zum Park fahren. Eine existentielle Krise braucht ihre Zeit; man kann sie nicht beschleunigen. (Sujato)
Addasā kho, bhikkhave, vipassī kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto purisaṁ ābādhikaṁ dukkhitaṁ bāḷhagilānaṁ sake muttakarīse palipannaṁ semānaṁ aññehi vuṭṭhāpiyamānaṁ aññehi saṁvesiyamānaṁ. Am Weg sah er einen Mann, mitgenommen, leidend, schwer krank, in den eigenen Ausscheidungen liegend und darauf angewiesen, von den einen hochgehoben und von den anderen niedergelegt zu werden.
Disvā sārathiṁ āmantesi: Er wandte sich an seinen Wagenlenker:
‘ayaṁ pana, samma sārathi, puriso kiṅkato? ‚Mein guter Wagenlenker, was hat dieser Mann getan?
Akkhīnipissa na yathā aññesaṁ, saropissa na yathā aññesan’ti? Seine Augen und seine Stimme sind nicht so wie die anderer Menschen.‘
‘Eso kho, deva, byādhito nāmā’ti. ‚Das, Majestät, nennt man einen Kranken.‘
‘Kiṁ paneso, samma sārathi, byādhito nāmā’ti? ‚Aber warum nennt man ihn einen Kranken?‘
‘Eso kho, deva, byādhito nāma appeva nāma tamhā ābādhā vuṭṭhaheyyā’ti. ‚Man nennt ihn einen Kranken: Hoffentlich wird er sich von dieser Krankheit erholen.‘
‘Kiṁ pana, samma sārathi, ahampi byādhidhammo, byādhiṁ anatīto’ti? ‚Aber, mein guter Wagenlenker, muss ich krank werden? Bleibt mir Krankheit nicht erspart?‘
‘Tvañca, deva, mayañcamha sabbe byādhidhammā, byādhiṁ anatītā’ti. ‚Jeder muss krank werden, Majestät, auch du. Niemandem bleibt Krankheit erspart.‘
‘Tena hi, samma sārathi, alaṁ dānajja uyyānabhūmiyā, itova antepuraṁ paccaniyyāhī’ti. ‚Nun, mein guter Wagenlenker, das genügt für heute mit dem Park. Lass uns zum königlichen Hof zurückkehren.‘
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, sārathi vipassissa kumārassa paṭissutvā tatova antepuraṁ paccaniyyāsi. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Wagenlenker und tat wie geheißen.
Tatra sudaṁ, bhikkhave, vipassī kumāro antepuraṁ gato dukkhī dummano pajjhāyati: Als er wieder am königlichen Hof war, brütete der Prinz, elend und traurig:
‘dhiratthu kira, bho, jāti nāma, yatra hi nāma jātassa jarā paññāyissati, byādhi paññāyissatī’ti. ‚Verflucht sei dieses Ding namens Wiedergeburt! Denn Alter und Krankheit kommen zu jedem, der geboren ist.‘
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā sārathiṁ āmantāpetvā etadavoca: Da befahl König Bandhumā den Wagenlenker zu sich und sagte:
‘kacci, samma sārathi, kumāro uyyānabhūmiyā abhiramittha, kacci, samma sārathi, kumāro uyyānabhūmiyā attamano ahosī’ti? ‚Mein guter Wagenlenker, ich hoffe, der Prinz hat sich im Park gut unterhalten? Ich hoffe, er war dort glücklich?‘
‘Na kho, deva, kumāro uyyānabhūmiyā abhiramittha, na kho, deva, kumāro uyyānabhūmiyā attamano ahosī’ti. ‚Nein, Majestät, der Prinz hat sich im Park nicht gut unterhalten.‘
‘Kiṁ pana, samma sārathi, addasa kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto’ti? ‚Aber was hat er auf dem Weg zum Park gesehen?‘
‘Addasā kho, deva, kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto purisaṁ ābādhikaṁ dukkhitaṁ bāḷhagilānaṁ sake muttakarīse palipannaṁ semānaṁ aññehi vuṭṭhāpiyamānaṁ aññehi saṁvesiyamānaṁ. Und der Wagenlenker berichtete dem König über die Begegnung mit dem kranken Mann und die Reaktion des Prinzen.
Disvā maṁ etadavoca:
“ayaṁ pana, samma sārathi, puriso kiṅkato, akkhīnipissa na yathā aññesaṁ, saropissa na yathā aññesan”ti?
“Eso kho, deva, byādhito nāmā”ti.
“Kiṁ paneso, samma sārathi, byādhito nāmā”ti?
“Eso kho, deva, byādhito nāma appeva nāma tamhā ābādhā vuṭṭhaheyyā”ti.
“Kiṁ pana, samma sārathi, ahampi byādhidhammo, byādhiṁ anatīto”ti?
“Tvañca, deva, mayañcamha sabbe byādhidhammā, byādhiṁ anatītā”ti.
“Tena hi, samma sārathi, alaṁ dānajja uyyānabhūmiyā, itova antepuraṁ paccaniyyāhī”ti.
“Evaṁ, devā”ti kho ahaṁ, deva, vipassissa kumārassa paṭissutvā tatova antepuraṁ paccaniyyāsiṁ.
So kho, deva, kumāro antepuraṁ gato dukkhī dummano pajjhāyati:
“dhiratthu kira, bho, jāti nāma, yatra hi nāma jātassa jarā paññāyissati, byādhi paññāyissatī”’ti.
7. Kālaṅkatapurisa 7. Der tote Mann
Atha kho, bhikkhave, bandhumassa rañño etadahosi: Da dachte König Bandhumā:
‘mā heva kho vipassī kumāro na rajjaṁ kāresi, mā heva vipassī kumāro agārasmā anagāriyaṁ pabbaji, mā heva nemittānaṁ brāhmaṇānaṁ saccaṁ assa vacanan’ti. ‚Der Prinz Vipassī darf nicht dem Thron entsagen. Er darf nicht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben. Und die Worte der brahmanischen Wahrsager dürfen sich nicht erfüllen.‘
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā vipassissa kumārassa bhiyyoso mattāya pañca kāmaguṇāni upaṭṭhāpesi: Zu diesem Zweck versorgte er den Prinzen noch mehr mit den fünf Sinnesreizen,
‘yathā vipassī kumāro rajjaṁ kareyya, yathā vipassī kumāro na agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyya, yathā nemittānaṁ brāhmaṇānaṁ micchā assa vacanan’ti.
Tatra sudaṁ, bhikkhave, vipassī kumāro pañcahi kāmaguṇehi samappito samaṅgībhūto paricāreti. und der Prinz vergnügte sich mit ihnen.
Atha kho, bhikkhave, vipassī kumāro bahūnaṁ vassānaṁ …pe… Nachdem dann viele Jahre, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre vergangen waren, ließ sich Prinz Vipassī wieder von seinem Wagenlenker zum Park fahren.
Addasā kho, bhikkhave, vipassī kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto mahājanakāyaṁ sannipatitaṁ nānārattānañca dussānaṁ vilātaṁ kayiramānaṁ. Am Weg sah er eine große Menschenmenge versammelt, die aus verschiedenfarbigen Kleidungsstücken eine Bahre machte. Weder die Lesart vilāta noch die Lesart milāta kommt irgendwo anders in dieser Bedeutung vor. Der Kommentar sagt, es sei eine Bahre (sivika). (Sujato)
Disvā sārathiṁ āmantesi: Er wandte sich an seinen Wagenlenker:
‘kiṁ nu kho so, samma sārathi, mahājanakāyo sannipatito nānārattānañca dussānaṁ vilātaṁ kayiratī’ti? ‚Mein guter Wagenlenker, warum macht diese Menschenmenge eine Bahre?‘
‘Eso kho, deva, kālaṅkato nāmā’ti. ‚Das, Majestät, ist für einen Toten.‘
‘Tena hi, samma sārathi, yena so kālaṅkato tena rathaṁ pesehī’ti. ‚Nun, lenke den Wagen zu dem Toten.‘
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, sārathi vipassissa kumārassa paṭissutvā yena so kālaṅkato tena rathaṁ pesesi. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Wagenlenker und tat wie geheißen.
Addasā kho, bhikkhave, vipassī kumāro petaṁ kālaṅkataṁ, disvā sārathiṁ āmantesi: Als der Prinz die Leiche des Toten sah, wandte er sich an den Wagenlenker:
‘kiṁ panāyaṁ, samma sārathi, kālaṅkato nāmā’ti? ‚Aber warum nennt man ihn einen Toten?‘
‘Eso kho, deva, kālaṅkato nāma. Na dāni taṁ dakkhanti mātā vā pitā vā aññe vā ñātisālohitā, sopi na dakkhissati mātaraṁ vā pitaraṁ vā aññe vā ñātisālohite’ti. ‚Man nennt ihn einen Toten, weil seine Mutter und sein Vater, seine Verwandten und Sippenangehörigen ihn jetzt nicht mehr sehen werden, und er wird sie niemals wiedersehen.‘
‘Kiṁ pana, samma sārathi, ahampi maraṇadhammo maraṇaṁ anatīto; ‚Aber, mein guter Wagenlenker, muss ich sterben? Bleibt mir der Tod nicht erspart?
mampi na dakkhanti devo vā devī vā aññe vā ñātisālohitā; Werden der König und die Königin, meine anderen Verwandten und Sippenangehörigen mich nicht mehr sehen?
ahampi na dakkhissāmi devaṁ vā deviṁ vā aññe vā ñātisālohite’ti? Und werde ich sie niemals wiedersehen?‘
‘Tvañca, deva, mayañcamha sabbe maraṇadhammā maraṇaṁ anatītā; ‚Jeder muss sterben, Majestät, auch du. Niemandem bleibt der Tod erspart.
tampi na dakkhanti devo vā devī vā aññe vā ñātisālohitā; Der König und die Königin, deine anderen Verwandten und Sippenangehörigen werden dich nicht mehr sehen,
tvampi na dakkhissasi devaṁ vā deviṁ vā aññe vā ñātisālohite’ti. und du wirst sie niemals wiedersehen.‘
‘Tena hi, samma sārathi, alaṁ dānajja uyyānabhūmiyā, itova antepuraṁ paccaniyyāhī’ti. ‚Nun, mein guter Wagenlenker, das genügt für heute mit dem Park. Lass uns zum königlichen Hof zurückkehren.‘
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, sārathi vipassissa kumārassa paṭissutvā tatova antepuraṁ paccaniyyāsi. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Wagenlenker und tat wie geheißen.
Tatra sudaṁ, bhikkhave, vipassī kumāro antepuraṁ gato dukkhī dummano pajjhāyati: Als er wieder am königlichen Hof war, brütete der Prinz, elend und traurig:
‘dhiratthu kira, bho, jāti nāma, yatra hi nāma jātassa jarā paññāyissati, byādhi paññāyissati, maraṇaṁ paññāyissatī’ti. ‚Verflucht sei dieses Ding namens Wiedergeburt! Denn Alter, Krankheit und Tod kommen zu jedem, der geboren ist.‘
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā sārathiṁ āmantāpetvā etadavoca: Da befahl König Bandhumā den Wagenlenker zu sich und sagte:
‘kacci, samma sārathi, kumāro uyyānabhūmiyā abhiramittha, kacci, samma sārathi, kumāro uyyānabhūmiyā attamano ahosī’ti? ‚Mein guter Wagenlenker, ich hoffe, der Prinz hat sich im Park gut unterhalten? Ich hoffe, er war dort glücklich?‘
‘Na kho, deva, kumāro uyyānabhūmiyā abhiramittha, na kho, deva, kumāro uyyānabhūmiyā attamano ahosī’ti. ‚Nein, Majestät, der Prinz hat sich im Park nicht gut unterhalten.‘
‘Kiṁ pana, samma sārathi, addasa kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto’ti? ‚Aber was hat er auf dem Weg zum Park gesehen?‘
‘Addasā kho, deva, kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto mahājanakāyaṁ sannipatitaṁ nānārattānañca dussānaṁ vilātaṁ kayiramānaṁ. Und der Wagenlenker berichtete dem König über die Begegnung mit dem Toten und die Reaktion des Prinzen.
Disvā maṁ etadavoca:
“kiṁ nu kho so, samma sārathi, mahājanakāyo sannipatito nānārattānañca dussānaṁ vilātaṁ kayiratī”ti?
“Eso kho, deva, kālaṅkato nāmā”ti.
“Tena hi, samma sārathi, yena so kālaṅkato tena rathaṁ pesehī”ti.
“Evaṁ, devā”ti kho ahaṁ, deva, vipassissa kumārassa paṭissutvā yena so kālaṅkato tena rathaṁ pesesiṁ.
Addasā kho, deva, kumāro petaṁ kālaṅkataṁ, disvā maṁ etadavoca:
“kiṁ panāyaṁ, samma sārathi, kālaṅkato nāmā”ti?
“Eso kho, deva, kālaṅkato nāma.
Na dāni taṁ dakkhanti mātā vā pitā vā aññe vā ñātisālohitā, sopi na dakkhissati mātaraṁ vā pitaraṁ vā aññe vā ñātisālohite”ti.
“Kiṁ pana, samma sārathi, ahampi maraṇadhammo maraṇaṁ anatīto;
mampi na dakkhanti devo vā devī vā aññe vā ñātisālohitā;
ahampi na dakkhissāmi devaṁ vā deviṁ vā aññe vā ñātisālohite”ti?
“Tvañca, deva, mayañcamha sabbe maraṇadhammā maraṇaṁ anatītā;
tampi na dakkhanti devo vā devī vā aññe vā ñātisālohitā, tvampi na dakkhissasi devaṁ vā deviṁ vā aññe vā ñātisālohite”ti.
“Tena hi, samma sārathi, alaṁ dānajja uyyānabhūmiyā, itova antepuraṁ paccaniyyāhī”ti.
“Evaṁ, devā”ti kho ahaṁ, deva, vipassissa kumārassa paṭissutvā tatova antepuraṁ paccaniyyāsiṁ.
So kho, deva, kumāro antepuraṁ gato dukkhī dummano pajjhāyati:
“dhiratthu kira, bho, jāti nāma, yatra hi nāma jātassa jarā paññāyissati, byādhi paññāyissati, maraṇaṁ paññāyissatī”’ti.
8. Pabbajita 8. Der Hauslose
Atha kho, bhikkhave, bandhumassa rañño etadahosi: Da dachte König Bandhumā:
‘mā heva kho vipassī kumāro na rajjaṁ kāresi, mā heva vipassī kumāro agārasmā anagāriyaṁ pabbaji, mā heva nemittānaṁ brāhmaṇānaṁ saccaṁ assa vacanan’ti. ‚Der Prinz Vipassī darf nicht dem Thron entsagen. Er darf nicht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben. Und die Worte der brahmanischen Wahrsager dürfen sich nicht erfüllen.‘
Atha kho, bhikkhave, bandhumā rājā vipassissa kumārassa bhiyyoso mattāya pañca kāmaguṇāni upaṭṭhāpesi: Zu diesem Zweck versorgte er den Prinzen noch mehr mit den fünf Sinnesreizen,
‘yathā vipassī kumāro rajjaṁ kareyya, yathā vipassī kumāro na agārasmā anagāriyaṁ pabbajeyya, yathā nemittānaṁ brāhmaṇānaṁ micchā assa vacanan’ti.
Tatra sudaṁ, bhikkhave, vipassī kumāro pañcahi kāmaguṇehi samappito samaṅgībhūto paricāreti. und der Prinz vergnügte sich mit ihnen.
Atha kho, bhikkhave, vipassī kumāro bahūnaṁ vassānaṁ bahūnaṁ vassasatānaṁ bahūnaṁ vassasahassānaṁ accayena sārathiṁ āmantesi: Nachdem dann viele Jahre, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre vergangen waren, ließ sich Prinz Vipassī wieder von seinem Wagenlenker zum Park fahren.
‘yojehi, samma sārathi, bhaddāni bhaddāni yānāni, uyyānabhūmiṁ gacchāma subhūmidassanāyā’ti.
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, sārathi vipassissa kumārassa paṭissutvā bhaddāni bhaddāni yānāni yojetvā vipassissa kumārassa paṭivedesi:
‘yuttāni kho te, deva, bhaddāni bhaddāni yānāni,
yassadāni kālaṁ maññasī’ti.
Atha kho, bhikkhave, vipassī kumāro bhaddaṁ bhaddaṁ yānaṁ abhiruhitvā bhaddehi bhaddehi yānehi uyyānabhūmiṁ niyyāsi.
Addasā kho, bhikkhave, vipassī kumāro uyyānabhūmiṁ niyyanto purisaṁ bhaṇḍuṁ pabbajitaṁ kāsāyavasanaṁ. Am Weg sah er einen Mann, einen Hauslosen mit geschorenem Kopf, der eine ockerfarbene Robe trug. „Hausloser“ ist pabbajita („einer, der fortgezogen ist“), eins von vielen Wörtern für religiöse Asketen. Es ist ein allgemeiner Begriff und bezeichnet keine bestimmte Konfessionszugehörigkeit. (Sujato)
Disvā sārathiṁ āmantesi: Er wandte sich an seinen Wagenlenker:
‘ayaṁ pana, samma sārathi, puriso kiṅkato? ‚Mein guter Wagenlenker, was hat dieser Mann getan?
Sīsampissa na yathā aññesaṁ, vatthānipissa na yathā aññesan’ti? Sein Kopf und seine Kleider sind nicht so wie die anderer Menschen.‘
‘Eso kho, deva, pabbajito nāmā’ti. ‚Das, Majestät, nennt man einen Hauslosen.‘
‘Kiṁ paneso, samma sārathi, pabbajito nāmā’ti? ‚Aber warum nennt man ihn einen Hauslosen?‘
‘Eso kho, deva, pabbajito nāma sādhu dhammacariyā sādhu samacariyā sādhu kusalakiriyā sādhu puññakiriyā sādhu avihiṁsā sādhu bhūtānukampā’ti. ‚Man nennt ihn einen Hauslosen, weil er prinzipientreues und gerechtes Verhalten, taugliche und gute Taten, Mildherzigkeit und Anteilnahme für alle Lebewesen preist.‘ „Preisen“ ist sādhu, das berühmte buddhistische Wort der Zustimmung und Freude, das man in buddhistischen Theravāda-Kulturen noch immer täglich hört. Später nahm es die Bedeutung „Asket“ an, die es aber im frühen Pali nicht hat. Die Tugenden, die er preist, sind verbreitete Werte in indischen Religionen. (Sujato)
‘Sādhu kho so, samma sārathi, pabbajito nāma, sādhu dhammacariyā sādhu samacariyā sādhu kusalakiriyā sādhu puññakiriyā sādhu avihiṁsā sādhu bhūtānukampā. ‚Dann preise ich den, den man einen Hauslosen nennt, der prinzipientreues und gerechtes Verhalten, taugliche und gute Taten, Mildherzigkeit und Anteilnahme für alle Lebewesen preist!
Tena hi, samma sārathi, yena so pabbajito tena rathaṁ pesehī’ti. Nun, lenke den Wagen zu dem Hauslosen.‘
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, sārathi vipassissa kumārassa paṭissutvā yena so pabbajito tena rathaṁ pesesi. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Wagenlenker und tat wie geheißen.
Atha kho, bhikkhave, vipassī kumāro taṁ pabbajitaṁ etadavoca: Da sagte Prinz Vipassī zu dem Hauslosen:
‘tvaṁ pana, samma, kiṅkato, ‚Mein guter Mann, was hast du getan?
sīsampi te na yathā aññesaṁ, vatthānipi te na yathā aññesan’ti? Dein Kopf und deine Kleider sind nicht so wie die anderer Menschen.‘
‘Ahaṁ kho, deva, pabbajito nāmā’ti. ‚Majestät, ich bin, was man einen Hauslosen nennt.‘
‘Kiṁ pana tvaṁ, samma, pabbajito nāmā’ti? ‚Aber warum nennt man dich einen Hauslosen?‘
‘Ahaṁ kho, deva, pabbajito nāma, sādhu dhammacariyā sādhu samacariyā sādhu kusalakiriyā sādhu puññakiriyā sādhu avihiṁsā sādhu bhūtānukampā’ti. ‚Man nennt mich einen Hauslosen, weil ich prinzipientreues und gerechtes Verhalten, taugliche und gute Taten, Mildherzigkeit und Anteilnahme für alle Lebewesen preise.‘
‘Sādhu kho tvaṁ, samma, pabbajito nāma sādhu dhammacariyā sādhu samacariyā sādhu kusalakiriyā sādhu puññakiriyā sādhu avihiṁsā sādhu bhūtānukampā’ti. ‚Dann preise ich den, den man einen Hauslosen nennt, der prinzipientreues und gerechtes Verhalten, taugliche und gute Taten, Mildherzigkeit und Anteilnahme für alle Lebewesen preist!‘
9. Bodhisattapabbajjā 9. Das Fortziehen
Atha kho, bhikkhave, vipassī kumāro sārathiṁ āmantesi: Da wandte sich der Prinz Vipassī an seinen Wagenlenker:
‘tena hi, samma sārathi, rathaṁ ādāya itova antepuraṁ paccaniyyāhi. ‚Nun, mein guter Wagenlenker, nimm den Wagen und kehre zum königlichen Hof zurück.
Ahaṁ pana idheva kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajissāmī’ti. Ich werde mir gleich hier Haar und Bart rasieren, ockerfarbene Roben anlegen und aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben.‘ Seinem scheinbar plötzlichen Entschluss zum Fortziehen geht eine ausgedehnte Zeit der Krise und Kontemplation voraus. (Sujato)
‘Evaṁ, devā’ti kho, bhikkhave, sārathi vipassissa kumārassa paṭissutvā rathaṁ ādāya tatova antepuraṁ paccaniyyāsi. ‚Ja, Majestät‘, antwortete der Wagenlenker und tat wie geheißen.
Vipassī pana kumāro tattheva kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbaji. Und Prinz Vipassī rasierte sich Haar und Bart, legte ockerfarbene Roben an und zog aus dem Haus fort ins hauslose Leben.
10. Mahājanakāyaanupabbajjā 10. Eine große Menge zieht fort
Assosi kho, bhikkhave, bandhumatiyā rājadhāniyā mahājanakāyo caturāsītipāṇasahassāni: In der Königsstadt Bandhumatī hörte eine große Menge von 84.000 Menschen,
‘vipassī kira kumāro kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajito’ti. dass der Prinz Vipassī fortgezogen war.
Sutvāna tesaṁ etadahosi: Sie dachten:
‘na hi nūna so orako dhammavinayo, na sā orakā pabbajjā, yattha vipassī kumāro kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajito. ‚Das kann keine gewöhnliche Lehre und Schulung sein, kein gewöhnliches Fortziehen, zu dem der Prinz Vipassī fortgezogen ist.
Vipassīpi nāma kumāro kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajissati, kimaṅgaṁ pana mayan’ti. Wenn selbst der Prinz fortzieht, warum tun wir nicht das Gleiche?‘
Atha kho, so bhikkhave, mahājanakāyo caturāsītipāṇasahassāni kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā vipassiṁ bodhisattaṁ agārasmā anagāriyaṁ pabbajitaṁ anupabbajiṁsu. Und diese große Menge von 84.000 Menschen rasierte sich Haar und Bart, legte ockerfarbene Roben an und folgte Vipassī, dem zum Erwachen Entschlossenen, indem sie aus dem Haus fortzog ins hauslose Leben. Die Vorstellung, dass eine ganze Bevölkerung dem Bodhisatta auf seinem asketischen Weg folgt, kommt mehrmals in den Jātakas vor. (Sujato)
Tāya sudaṁ, bhikkhave, parisāya parivuto vipassī bodhisatto gāmanigamajanapadarājadhānīsu cārikaṁ carati. Vipassī wanderte in Begleitung dieser Gesellschaft durch die Dörfer, Marktflecken und Königsstädte. Ich folge der PTS-Ausgabe darin, janapada auszulassen, das im Kommentar und in der parallelen Passage in DN 19:58.3 fehlt. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa rahogatassa paṭisallīnassa evaṁ cetaso parivitakko udapādi: Da kam ihm, als er für sich allein in Klausur war, dieser Gedanke in den Sinn:
‘na kho metaṁ patirūpaṁ yohaṁ ākiṇṇo viharāmi, yannūnāhaṁ eko gaṇamhā vūpakaṭṭho vihareyyan’ti. ‚Es ist nicht angebracht für mich, in einer Menschenmenge zu leben. Warum lebe ich nicht allein und ziehe mich von der Gruppe zurück?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassī bodhisatto aparena samayena eko gaṇamhā vūpakaṭṭho vihāsi, aññeneva tāni caturāsītipabbajitasahassāni agamaṁsu, aññena maggena vipassī bodhisatto. Nach einiger Zeit zog er sich von der Gruppe zurück und lebte allein. Die 84.000 gingen in eine Richtung und Vipassī in eine andere.
11. Bodhisattaabhinivesa 11. Vipassīs Betrachtungen
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa vāsūpagatassa rahogatassa paṭisallīnassa evaṁ cetaso parivitakko udapādi: Da kam Vipassī, als er für sich allein in Klausur in seiner Hütte war, dieser Gedanke in den Sinn: Dies ist die einzige Stelle, an der vāsūpagata („in seine Hütte gegangen“) zu diesem Standardsatz hinzugefügt ist. (Sujato)
‘kicchaṁ vatāyaṁ loko āpanno, jāyati ca jīyati ca mīyati ca cavati ca upapajjati ca, atha ca panimassa dukkhassa nissaraṇaṁ nappajānāti jarāmaraṇassa, ‚Ach, diese Welt ist in Schwierigkeiten. Sie wird geboren, wird alt, stirbt, scheidet ab und wird wiedergeboren, doch sie versteht nicht, wie sie diesem Leiden entrinnen kann, dem Alter und dem Tod. In SN 12.4–10 wird diese Betrachtung jedem der sieben früheren Buddhas zugeordnet, die eine Erforschung des abhängigen Entstehens in rückwärtsgerichteter Reihenfolge anstößt, indem sie mit dem Ergebnis beginnt: dem Leiden. Hier wird das als eine meditative Betrachtung behandelt, wohingegen das folgende Sutta, DN 15 Mahānidānasutta, sich in die philosophischen Implikationen vertieft. (Sujato)
kudāssu nāma imassa dukkhassa nissaraṇaṁ paññāyissati jarāmaraṇassā’ti? Ach, wann wird ein Ausweg aus diesem Leiden gefunden, ein Ausweg aus Alter und Tod?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī, der zum Erwachen Entschlossene, dachte:
‘kimhi nu kho sati jarāmaraṇaṁ hoti, kiṁpaccayā jarāmaraṇan’ti? ‚Wenn was besteht, gibt es Alter und Tod? Was ist die Bedingung für Alter und Tod?‘ Die Betrachtung zeigt, wie das Trauma der Entdeckung der Wirklichkeit von Alter und Tod noch in dem Bodhisatta arbeitet. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss: Yoniso maniskāra („wohlüberlegter Gebrauch des Geistes“) ist ein charakteristisch buddhistischer Begriff, der wörtlich bedeutet: „den Geist mittels der Quelle gebrauchen“. Er wird meistens für die Erforschung des Kausalprinzips benutzt, obwohl er mit der Zeit eine allgemeinere Bedeutung von „Betrachtung, Erforschen, Aufmerksamkeit“ annahm. (Sujato)
‘jātiyā kho sati jarāmaraṇaṁ hoti, jātipaccayā jarāmaraṇan’ti. ‚Wenn Wiedergeburt besteht, gibt es Alter und Tod. Wiedergeburt ist die Bedingung für Alter und Tod.‘ Hier beginnt die Abfolge des abhängigen Entstehens. Ich gebe hier grundlegende Definitionen der Begriffe und gehe in DN 15 mehr in die Einzelheiten. Siehe auch meine Anmerkungen im Nidānasaṁyutta, besonders zu SN 12.1 und SN 12.2. | Wiedergeburt ist eine notwendige vorausgehende Bedingung für Alter und Tod. Man beachte, dass es keine hinreichende Bedingung für das Alter ist, denn Viele sterben, wenn sie noch jung sind. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho sati jāti hoti, kiṁpaccayā jātī’ti? ‚Wenn was besteht, gibt es Wiedergeburt? Was ist die Bedingung für Wiedergeburt?‘ Da es kein Ende der Geburt geben kann, mit der dieses Leben begann, heißt jāti „Wiedergeburt“, das nächste Stadium in dem anhaltenden Kreislauf. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘bhave kho sati jāti hoti, bhavapaccayā jātī’ti. ‚Wenn fortgesetztes Dasein besteht, gibt es Wiedergeburt. Fortgesetztes Dasein ist die Bedingung für Wiedergeburt.‘ Bhava heißt „Sein, Dasein, Leben“ im Sinn von „früheren und künftigen Leben“. Es bezieht sich auf den fortlaufenden Vorgang des fortgesetzten Daseins, des Umherwanderns von einem Leben zum anderen. An sich hat bhava einen positiven Beiklang und steht für die Sehnsucht vieler Menschen, nach dem Tod in einem dauerhaften und glücklichen Zustand weiterzuleben. Der Buddha ordnet es aber als lediglich eine weitere Dimension im Fluss der Bedingungen ein. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho sati bhavo hoti, kiṁpaccayā bhavo’ti? ‚Wenn was besteht, gibt es fortgesetztes Dasein? Was ist die Bedingung für fortgesetztes Dasein?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘upādāne kho sati bhavo hoti, upādānapaccayā bhavo’ti. ‚Wenn Ergreifen besteht, gibt es fortgesetztes Dasein. Ergreifen ist die Bedingung für fortgesetztes Dasein.‘ „Ergreifen“ (upādāna) von Sinnenfreuden, Ansichten, Regeln und Gelübden und Theorien über ein Selbst (DN 15:6.3.). Ergreifen hat die aktive Bedeutung vom „Aufnehmen“ eines neuen Lebens, nicht bloß „festhalten“, was man hat. Es hat eine doppelte Bedeutung, da es auch „Brennstoff“ bedeutet, der das Feuer des Daseins am Brennen hält. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho sati upādānaṁ hoti, kiṁpaccayā upādānan’ti? ‚Wenn was besteht, gibt es Ergreifen? Was ist die Bedingung für Ergreifen?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘taṇhāya kho sati upādānaṁ hoti, taṇhāpaccayā upādānan’ti. ‚Wenn Verlangen besteht, gibt es Ergreifen. Verlangen ist die Bedingung für Ergreifen.‘ Verlangen (taṇhā, wörtlich „Durst“) und Ergreifen haben ähnliche Bedeutungen, aber Verlangen ist das ursprüngliche Begehren, wohingegen Ergreifen komplexer ist und auch Doktrinen und Verhaltensweisen beinhaltet. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho sati taṇhā hoti, kiṁpaccayā taṇhā’ti? ‚Wenn was besteht, gibt es Verlangen? Was ist die Bedingung für Verlangen?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘vedanāya kho sati taṇhā hoti, vedanāpaccayā taṇhā’ti. ‚Wenn Gefühl besteht, gibt es Verlangen. Gefühl ist die Bedingung für Verlangen.‘ „Gefühl“ (vedanā) ist grundlegender als das komplexere Konzept der „Emotion“. Es bezieht sich auf den hedonischen Ton von Erfahrungen als angenehm, schmerzhaft oder neutral. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho sati vedanā hoti, kiṁpaccayā vedanā’ti? ‚Wenn was besteht, gibt es Gefühl? Was ist die Bedingung für Gefühl?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘phasse kho sati vedanā hoti, phassapaccayā vedanā’ti. ‚Wenn Kontakt besteht, gibt es Gefühl. Kontakt ist die Bedingung für Gefühl.‘ „Kontakt“ ist wörtlich „berühren“ (phassa) und bezieht sich auf die Reizung, die auftritt, wenn ein Sinnesobjekt in der Erfahrung auf ein Sinnesorgan trifft. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho sati phasso hoti, kiṁpaccayā phasso’ti? Wenn was besteht, gibt es Kontakt? Was ist die Bedingung für Kontakt?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘saḷāyatane kho sati phasso hoti, saḷāyatanapaccayā phasso’ti. ‚Wenn die sechs Sinnesfelder bestehen, gibt es Kontakt. Die sechs Sinnesfelder sind die Bedingung für Kontakt.‘ Die fünf Sinne und der Geist als sechster. Dieses Thema wird überall im frühen Buddhismus ausführlich behandelt mit dem besonderen Schwerpunkt, die Anziehungskraft der Sinneserregung zu verstehen und zu zügeln. Āyatana hat die Wurzelbedeutung „ausdehnen“, und davon abgeleitete Bedeutungen sind unter anderem „Dimension“, „Feld“ usw. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho sati saḷāyatanaṁ hoti, kiṁpaccayā saḷāyatanan’ti? ‚Wenn was besteht, gibt es die sechs Sinnesfelder? Was ist die Bedingung für die sechs Sinnesfelder?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘nāmarūpe kho sati saḷāyatanaṁ hoti, nāmarūpapaccayā saḷāyatanan’ti. ‚Wenn Name und Form bestehen, gibt es die sechs Sinnesfelder. Name und Form sind die Bedingung für die sechs Sinnesfelder.‘ „Name und Form“ (nāmarūpa) ist ein vedisches Konzept, das sich auf die Mannigfaltigkeit materieller Formen (rūpa) und damit verbundenen Namen (nāma) bezieht, insbesondere individuelle „fühlende Organismen“ wie Götter oder Menschen (Rigveda 5.43.10, Bṛhadāraṇyaka-Upaniṣad 1.6.1, Chāndogya-Upaniṣad 6.3.2). Diese werden letzten Endes ins Göttliche aufgenommen wie Flüsse ins Meer (Muṇḍaka-Upaniṣad 3.2.8, Praśna-Upaniṣad 6.5). Der Buddha behandelte „Name“ analytisch als Gefühl, Wahrnehmung, Absicht, Kontakt und Gebrauch des Geistes und „Form“ als die vier Elemente und von ihnen abgeleitete Materie (DN 15:20.8, MN 9:52.1-54.7 und SN 12.2:11.1). (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho sati nāmarūpaṁ hoti, kiṁpaccayā nāmarūpan’ti? ‚Wenn was besteht, gibt es Namen und Form? Was ist die Bedingung für Namen und Form?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘viññāṇe kho sati nāmarūpaṁ hoti, viññāṇapaccayā nāmarūpan’ti. ‚Wenn Bewusstsein besteht, gibt es Namen und Form. Bewusstsein ist die Bedingung für Namen und Form.‘ „Bewusstsein“ (viññāṇa) ist einfaches subjektives Gewahrsein, das Gefühl des Wissens. Es wird entweder von einem äußeren Sinneseindruck erregt oder von einem geistigen Phänomen wie Gedanke, Erinnerung usw. Es ist das subjektive Gewahrsein, das die gesamte vielgestaltige Welt von Konzepten und Erscheinungen möglich macht. Bis hierhin stimmt die Analyse mit Yājñavalkya überein, der sagt, die mannigfachen Erscheinungen in der Welt entstünden aus dem Bewusstsein (etebhyo bhūtebhyaḥ samutthāya, Bṛhadāraṇyaka-Upaniṣad 2.4.12). (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho sati viññāṇaṁ hoti, kiṁpaccayā viññāṇan’ti? ‚Wenn was besteht, gibt es Bewusstsein? Was ist die Bedingung für Bewusstsein?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘nāmarūpe kho sati viññāṇaṁ hoti, nāmarūpapaccayā viññāṇan’ti. ‚Wenn Name und Form bestehen, gibt es Bewusstsein. Name und Form sind die Bedingung für Bewusstsein.‘ Hier weicht der Buddha maßgeblich von Yājñavalkyas Ansicht ab, das individuierte Gewahrsein (saññā) kehre in „diese große Wirklichkeit, unendlich, unbegrenzt, eine schiere Masse von Bewusstsein“ zurück (idaṁ mahadbhūtam anantam apāraṁ vijñānaghana eva, Bṛhadāraṇyaka-Upaniṣad 2.4.12). Bewusstsein (viññāṇa) ist keine grundlegende Wirklichkeit (mahadbhūta), die der Mannigfaltigkeit zugrunde liegt, sondern vielmehr ein bedingter Prozess, der nur zusammen mit Name und Form existiert. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘paccudāvattati kho idaṁ viññāṇaṁ nāmarūpamhā, nāparaṁ gacchati. ‚Dieses Bewusstsein wendet sich zurück zu Namen und Form und geht nicht darüber hinaus.‘ Das abhängige Entstehen setzt sich normalerweise mit zwei weiteren Faktoren fort: Willensbildungsprozesse und Unwissenheit. Die vollständige Folge erscheint nicht im Dīgha-Nikāya. Diese verkürzte Reihe betont die Gegenseitigkeit von Name und Form und Bewusstsein, schließt aber die übliche lineare Reihe nicht aus. Jede Darstellung des abhängigen Entstehens offenbart einen anderen Aspekt eines komplexen, verzweigten Prozesses. (Sujato)
Ettāvatā jāyetha vā jiyyetha vā miyyetha vā cavetha vā upapajjetha vā, yadidaṁ Bis zu diesem Punkt kann man wiedergeboren werden, alt werden, sterben, verscheiden oder wieder erscheinen, nämlich:
nāmarūpapaccayā viññāṇaṁ, viññāṇapaccayā nāmarūpaṁ, nāmarūpapaccayā saḷāyatanaṁ, saḷāyatanapaccayā phasso, phassapaccayā vedanā, vedanāpaccayā taṇhā, taṇhāpaccayā upādānaṁ, upādānapaccayā bhavo, bhavapaccayā jāti, jātipaccayā jarāmaraṇaṁ sokaparidevadukkhadomanassupāyāsā sambhavanti. Name und Form sind die Bedingung für Bewusstsein. Bewusstsein ist die Bedingung für Namen und Form. Name und Form sind die Bedingung für die sechs Sinnesfelder. Die sechs Sinnesfelder sind die Bedingung für Kontakt. Kontakt ist die Bedingung für Gefühl. Gefühl ist die Bedingung für Verlangen. Verlangen ist die Bedingung für Ergreifen. Ergreifen ist die Bedingung für fortgesetztes Dasein. Fortgesetztes Dasein ist die Bedingung für Wiedergeburt. Wiedergeburt ist die Bedingung für das Zustandekommen von Alter und Tod, von Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis. Man beachte den Gebrauch der Wiederholung, um die wichtigsten doktrinalen Lehren zusammenzufassen. Das dient dazu, die Sequenz im Gedächtnis festzuhalten und sicherzustellen, dass kein Punkt fehlt oder versetzt wird; und für jemanden, der den Text aus dem Gedächtnis aufsagt, bietet es eine Gelegenheit, über die Bedeutung nachzudenken und sie auf die eigene Erfahrung anzuwenden. (Sujato)
Evametassa kevalassa dukkhakkhandhassa samudayo hoti’. So kommt diese ganze Masse des Leidens zustande.‘
‘Samudayo samudayo’ti kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa pubbe ananussutesu dhammesu cakkhuṁ udapādi, ñāṇaṁ udapādi, paññā udapādi, vijjā udapādi, āloko udapādi. ‚Ursprung, Ursprung.‘ Dieses Sehen, dieses Erkennen, diese Weisheit, dieses Verstehen, dieses Licht erschien Vipassī, dem zum Erwachen Entschlossenen, in Bezug auf Lehren, die er zuvor von niemand anderem gehört hatte. Diese Formulierung erinnert an die erste Lehrrede des Buddha (SN 56.11:5.1), und es heißt, diese Einsicht sei allen Buddhas gemeinsam (SN 56.12:1.1). Pubbe ananussutesu („zuvor von niemand anderem gehört“) bedeutet, dass es eine frische Einsicht ist, die nicht durch mündliche Überlieferung weitergegeben wurde. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati jarāmaraṇaṁ na hoti, kissa nirodhā jarāmaraṇanirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es Alter und Tod nicht? Wenn was aufhört, hören Alter und Tod auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘jātiyā kho asati jarāmaraṇaṁ na hoti, jātinirodhā jarāmaraṇanirodho’ti. ‚Wenn Wiedergeburt nicht besteht, gibt es Alter und Tod nicht. Wenn Wiedergeburt aufhört, hören Alter und Tod auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati jāti na hoti, kissa nirodhā jātinirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es Wiedergeburt nicht? Wenn was aufhört, hört Wiedergeburt auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘bhave kho asati jāti na hoti, bhavanirodhā jātinirodho’ti. ‚Wenn fortgesetztes Dasein nicht besteht, gibt es Wiedergeburt nicht. Wenn fortgesetztes Dasein aufhört, hört Wiedergeburt auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati bhavo na hoti, kissa nirodhā bhavanirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es fortgesetztes Dasein nicht? Wenn was aufhört, hört fortgesetztes Dasein auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘upādāne kho asati bhavo na hoti, upādānanirodhā bhavanirodho’ti. ‚Wenn Ergreifen nicht besteht, gibt es fortgesetztes Dasein nicht. Wenn Ergreifen aufhört, hört fortgesetztes Dasein auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati upādānaṁ na hoti, kissa nirodhā upādānanirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es Ergreifen nicht? Wenn was aufhört, hört Ergreifen auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘taṇhāya kho asati upādānaṁ na hoti, taṇhānirodhā upādānanirodho’ti. ‚Wenn Verlangen nicht besteht, gibt es Ergreifen nicht. Wenn Verlangen aufhört, hört Ergreifen auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati taṇhā na hoti, kissa nirodhā taṇhānirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es Verlangen nicht? Wenn was aufhört, hört Verlangen auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘vedanāya kho asati taṇhā na hoti, vedanānirodhā taṇhānirodho’ti. ‚Wenn Gefühl nicht besteht, gibt es Verlangen nicht. Wenn Gefühl aufhört, hört Verlangen auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati vedanā na hoti, kissa nirodhā vedanānirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es Gefühl nicht? Wenn was aufhört, hört Gefühl auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘phasse kho asati vedanā na hoti, phassanirodhā vedanānirodho’ti. ‚Wenn Kontakt nicht besteht, gibt es Gefühl nicht. Wenn Kontakt aufhört, hört Gefühl auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati phasso na hoti, kissa nirodhā phassanirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es Kontakt nicht? Wenn was aufhört, hört Kontakt auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘saḷāyatane kho asati phasso na hoti, saḷāyatananirodhā phassanirodho’ti. ‚Wenn die sechs Sinnesfelder nicht bestehen, gibt es Kontakt nicht. Wenn die sechs Sinnesfelder aufhören, hört Kontakt auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati saḷāyatanaṁ na hoti, kissa nirodhā saḷāyatananirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es die sechs Sinnesfelder nicht? Wenn was aufhört, hören die sechs Sinnesfelder auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘nāmarūpe kho asati saḷāyatanaṁ na hoti, nāmarūpanirodhā saḷāyatananirodho’ti. ‚Wenn Name und Form nicht bestehen, gibt es die sechs Sinnesfelder nicht. Wenn Name und Form aufhören, hören die sechs Sinnesfelder auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati nāmarūpaṁ na hoti, kissa nirodhā nāmarūpanirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es Namen und Form nicht? Wenn was aufhört, hören Name und Form auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘viññāṇe kho asati nāmarūpaṁ na hoti, viññāṇanirodhā nāmarūpanirodho’ti. ‚Wenn Bewusstsein nicht besteht, gibt es Namen und Form nicht. Wenn Bewusstsein aufhört, hören Name und Form auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘kimhi nu kho asati viññāṇaṁ na hoti, kissa nirodhā viññāṇanirodho’ti? ‚Wenn was nicht besteht, gibt es Bewusstsein nicht? Wenn was aufhört, hört Bewusstsein auf?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa yoniso manasikārā ahu paññāya abhisamayo: Und durch wohlüberlegten Gebrauch des Geistes gelangte Vipassī mit Weisheit zu dem Schluss:
‘nāmarūpe kho asati viññāṇaṁ na hoti, nāmarūpanirodhā viññāṇanirodho’ti. ‚Wenn Name und Form nicht bestehen, gibt es Bewusstsein nicht. Wenn Name und Form aufhören, hört Bewusstsein auf.‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa etadahosi: Und Vipassī dachte:
‘adhigato kho myāyaṁ maggo sambodhāya yadidaṁ—‚Ich habe den Weg zum Erwachen gefunden, nämlich: Die PTS-Ausgabe hat hier vipassanā-maggo, obwohl sie zugibt, dass sich der Begriff in keinem Manuskript findet und vom Kommentar genommen wurde, wo er eindeutig eine Erklärung ist, keine Lesart (maggoti vipassanāmaggo). Dieser Fehler wird von Rhys Davids und Walshe in ihren Übersetzungen übernommen. (Sujato)
nāmarūpanirodhā viññāṇanirodho, viññāṇanirodhā nāmarūpanirodho, nāmarūpanirodhā saḷāyatananirodho, saḷāyatananirodhā phassanirodho, phassanirodhā vedanānirodho, vedanānirodhā taṇhānirodho, taṇhānirodhā upādānanirodho, upādānanirodhā bhavanirodho, bhavanirodhā jātinirodho, jātinirodhā jarāmaraṇaṁ sokaparidevadukkhadomanassupāyāsā nirujjhanti. Wenn Name und Form aufhören, hört Bewusstsein auf. Wenn Bewusstsein aufhört, hören Name und Form auf. Wenn Name und Form aufhören, hören die sechs Sinnesfelder auf. Wenn die sechs Sinnesfelder aufhören, hört Kontakt auf. Wenn Kontakt aufhört, hört Gefühl auf. Wenn Gefühl aufhört, hört Verlangen auf. Wenn Verlangen aufhört, hört Ergreifen auf. Wenn Ergreifen aufhört, hört fortgesetztes Dasein auf. Wenn fortgesetztes Dasein aufhört, hört Wiedergeburt auf. Wenn Wiedergeburt aufhört, hören Alter und Tod, Kummer, Klage, Schmerz, Traurigkeit und Bedrängnis auf.
Evametassa kevalassa dukkhakkhandhassa nirodho hoti’. So hört diese ganze Masse des Leidens auf.‘
‘Nirodho nirodho’ti kho, bhikkhave, vipassissa bodhisattassa pubbe ananussutesu dhammesu cakkhuṁ udapādi, ñāṇaṁ udapādi, paññā udapādi, vijjā udapādi, āloko udapādi. ‚Aufhören, Aufhören.‘ Dieses Sehen, dieses Erkennen, diese Weisheit, dieses Verstehen, dieses Licht erschien Vipassī, dem zum Erwachen Entschlossenen, in Bezug auf Lehren, die er zuvor von niemand anderem gehört hatte. Die Einsicht ins abhängige Entstehen zeigt hier das Erreichen des Stromeintritts an. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassī bodhisatto aparena samayena pañcasu upādānakkhandhesu udayabbayānupassī vihāsi: Nach einiger Zeit meditierte Vipassī, indem er Aufstieg und Untergang bei den fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregaten beobachtete: Die fünf mit Ergreifen verbundenen Aggregate (pañcūpādānakkhandhā) werden in der ersten Lehrrede als Zusammenfassung des Leidens erwähnt (SN 56.11:4.2). Die meisten Lehren zu diesem Thema sind im Khandhasaṁyutta, SN 22, gesammelt, aber sie finden sich auch im Dīgha-Nikāya in DN 22:14.1, DN 33:1.11.45, DN 33:2.1.4 und DN 34:1.6.16. Die Betrachtung der Aggregate zerstreut die fälschliche Annahme eines Selbst. Viele der Theoretiker in DN 1 setzen das Selbst mit dem einen oder anderen der Aggregate gleich. (Sujato)
‘iti rūpaṁ, iti rūpassa samudayo, iti rūpassa atthaṅgamo; ‚So ist Form, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.
iti vedanā, iti vedanāya samudayo, iti vedanāya atthaṅgamo; So ist Gefühl, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen.
iti saññā, iti saññāya samudayo, iti saññāya atthaṅgamo; So ist Wahrnehmung, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen.
iti saṅkhārā, iti saṅkhārānaṁ samudayo, iti saṅkhārānaṁ atthaṅgamo; So sind Willensbildungsprozesse, so ist ihr Ursprung, so ihr Vergehen. Saṅkhāra hat im frühen Buddhismus drei wichtige doktrinale Bedeutungen: (1) Die breiteste Bedeutung ist „bedingte Erscheinung“; wir finden sie im Dīgha-Nikāya in DN 16:6.10.10, DN 17:2.16.1 und DN 34:1.8.59. Damit ist im Wesentlichen „alles außer Nibbāna“ gemeint. (2) Manchmal ist es ein körperlicher oder geistiger „Vorgang“ oder eine „Aktivität“ wie in DN 18:24.1, wo es sich auf das stufenweise Zur-Ruhe-Kommen der Energien bei der Entwicklung der Meditation. (3) Bei den fünf Aggregaten und dem abhängigen Entstehen hat es die Bedeutung „moralisch wirksame Willensakte oder Entscheidungen“ und ist ein Synonym für cetanā („Absicht“). Es wird in gute, schlechte und unbewegte Willensbildungsprozesse aufgeteilt (DN 33:1.10.77), wobei sich letztere auf das Kamma des vierten Jhāna und darüber beziehen. In diesem Sinn sind es die moralischen Willensbildungsprozesse zum Guten oder Schlechten, die das Bewusstsein zu einer neuen Wiedergeburt treiben. (Sujato)
iti viññāṇaṁ, iti viññāṇassa samudayo, iti viññāṇassa atthaṅgamo’ti, So ist Bewusstsein, so ist sein Ursprung, so sein Vergehen.‘ Die radikale These der Lehre des Buddha ist die Vorstellung, dass das Bewusstsein bloß eine weitere empirische Erscheinung ist, die zu Ende geht, wie es auch in den Schlussstrophen von DN 11 betont wird. (Sujato)
tassa pañcasu upādānakkhandhesu udayabbayānupassino viharato na cirasseva anupādāya āsavehi cittaṁ vimuccīti. Als er so meditierte, war sein Geist bald durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit. Das weist auf das Erlangen des Status des Arahant hin, die vollständige Erlösung von allen Bindungen, die zu Wiedergeburt führen. (Sujato)
Dutiyabhāṇavāro. Der zweite Abschnitt zum Aufsagen.
12. Brahmayācanakathā 12. Die Aufforderung Brahmās
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa etadahosi: Da dachte Vipassī der Gesegnete, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha: Er ist kein Bodhisatta mehr und wird zum ersten Mal ein Buddha genannt. (Sujato)
‘yannūnāhaṁ dhammaṁ deseyyan’ti. ‚Warum lehre ich nicht den Dhamma?‘ Im frühen Buddhismus kommt die Idee, den Dhamma zu lehren, erst nach dem Erwachen auf. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa etadahosi: Dann dachte er:
‘adhigato kho myāyaṁ dhammo gambhīro duddaso duranubodho santo paṇīto atakkāvacaro nipuṇo paṇḍitavedanīyo. ‚Dieser Grundsatz, den ich entdeckt habe, ist tiefgründig, schwer zu sehen, schwer zu verstehen, friedvoll und erlesen, geht über den Rahmen der Logik hinaus, ist subtil, für den Klugen nachvollziehbar. Eine ähnliche Erzählung gibt es über den Buddha Gotama in SN 6.1:1.4, MN 26:19.2, MN 85:43.2 und Kd 1#1-20. (Sujato)
Ālayarāmā kho panāyaṁ pajā ālayaratā ālayasammuditā. Aber die Menschen mögen das Festhalten, sie lieben und genießen es. „Festhalten“ ist hier ālaya mit der Wurzelbedeutung „kleben“. (Sujato)
Ālayarāmāya kho pana pajāya ālayaratāya ālayasammuditāya duddasaṁ idaṁ ṭhānaṁ yadidaṁ idappaccayatāpaṭiccasamuppādo. Es ist schwer für sie, diesen Gegenstand zu sehen: nämlich spezifische Bedingtheit, das abhängige Entstehen. „Spezifische Bedingtheit“ (idappaccayatā_) bezieht sich auf die Tatsache, dass das abhängige Entstehen die spezifischen Bedingungen für andere spezifische Dinge feststellt: Dieses bedingt jenes. Es ist kein allgemeines Prinzip allumfassender Bedingtheit („alles ist miteinander verbunden“). (Sujato)
Idampi kho ṭhānaṁ duddasaṁ yadidaṁ sabbasaṅkhārasamatho sabbūpadhipaṭinissaggo taṇhākkhayo virāgo nirodho nibbānaṁ. Und es ist schwer für sie, diesen Gegenstand zu sehen: nämlich das Beruhigen aller Vorgänge, das Loslassen aller Bindungen, das Auflösen des Verlangens, das Schwinden, Aufhören, Erlöschen. „Beruhigen aller Vorgänge“ (sabbasaṅkhārasamatho) ist das Aufhören aller bedingter Energien oder Erscheinungen. | „Bindungen“ ist hier upadhi, die Dinge der Welt, an denen wir hängen, und das innere Hängen. Die Jainas definierten upadhi ähnlich (Tattvārthasūtra 9.26). Die dominante Bedeutung im Sanskrit ist „Betrug“, was vielleicht die buddhistische Bedeutung prägt. (Sujato)
Ahañceva kho pana dhammaṁ deseyyaṁ, pare ca me na ājāneyyuṁ; so mamassa kilamatho, sā mamassa vihesā’ti. Wenn ich diesen Grundsatz lehren würde, würden andere mich vielleicht nicht verstehen, und das wäre ermüdend und beschwerlich für mich.‘ Der Kommentar ist so umsichtig, darauf hinzuweisen, dass der Buddha nur körperliche Erschöpfung meint. (Sujato)
Apissu, bhikkhave, vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ imā anacchariyā gāthāyo paṭibhaṁsu pubbe assutapubbā: Und es fielen ihm diese Strophen ein, die ihm weder aus übernatürlicher Quelle eingegeben wurden, noch hatte er sie zuvor gehört: Zur Quelle dieser Strophe, „nicht aus übernatürlicher Quelle eingegeben“ (anacchariyā) schließt das vedische „Eingeben“ von Texten durch die Gottheit aus, und „nicht zuvor in der Vergangenheit gehört“ (pubbe assutapubbā) spiegelt das Dhammacakkappavattanasutta (SN 56.11:5.1) wider und schließt mündliche Überlieferung aus. (Sujato)
‘Kicchena me adhigataṁ, ‚Ich habe hart gekämpft, um das zu verstehen.
halaṁ dāni pakāsituṁ; Genug damit, es zu erklären!
Rāgadosaparetehi, Die, die in Gier und Hass verstrickt sind,
nāyaṁ dhammo susambudho. können diese Lehre nicht wirklich verstehen.
Paṭisotagāmiṁ nipuṇaṁ, Sie geht gegen den Strom, ist subtil,
gambhīraṁ duddasaṁ aṇuṁ; tiefgründig, verborgen und sehr fein.
Rāgarattā na dakkhanti, Die von Gier besessen sind, können nicht sehen,
tamokhandhena āvuṭā’ti. denn sie sind von einer Masse von Dunkelheit ummantelt.‘ „Ummantelt“ ist āvuṭā, das von der gleichen Wurzel abstammt wie asaṁvutā weiter oben bei DN 14:1.17.5 und nīvaraṇa („Hindernis“). Alle diese Begriffe stammen ursprünglich von der vedischen Schlange Vṛtra („der Würger“), die die Welt in Dunkelheit einwickelt. (Sujato)
Itiha, bhikkhave, vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa paṭisañcikkhato appossukkatāya cittaṁ nami, no dhammadesanāya. Und als der Buddha Vipassī so nachdachte, neigte sein Geist dazu, untätig zu bleiben, nicht dazu, den Dhamma zu lehren. Hätte er dieser Neigung nachgegeben, wäre er ein Paccekabuddha geworden, ein „unabhängiger Buddha“. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, aññatarassa mahābrahmuno vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa cetasā cetoparivitakkamaññāya etadahosi: Da dachte ein gewisser Großer Brahmā, der den Gedankengang des Buddha Vipassī erkannte: In der Geschichte aus Gotamas Leben wird dieser genauer bestimmt als Brahmā Sahampati (siehe MN 26:20.1 und Anmerkung). Diese ganze Passage ist ein Augenblick hoher kosmischer Feierlichkeit und Dramatik. (Sujato)
‘nassati vata bho loko, vinassati vata bho loko, yatra hi nāma vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa appossukkatāya cittaṁ namati, no dhammadesanāyā’ti. ‚O Gott! Die Welt ist verloren, die Welt geht unter! Denn der Geist Vipassīs des Gesegneten, des Vollendeten, des vollkommen erwachten Buddha neigt dazu, untätig zu bleiben, nicht dazu, den Dhamma zu lehren.‘
Atha kho so, bhikkhave, mahābrahmā seyyathāpi nāma balavā puriso samiñjitaṁ vā bāhaṁ pasāreyya, pasāritaṁ vā bāhaṁ samiñjeyya; evameva—brahmaloke antarahito vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa purato pāturahosi. Und so leicht, wie ein kräftiger Mensch den Arm strecken oder beugen würde, verschwand er aus der Brahmāwelt und erschien wieder vor dem Buddha Vipassī.
Atha kho so, bhikkhave, mahābrahmā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā dakkhiṇaṁ jāṇumaṇḍalaṁ pathaviyaṁ nihantvā yena vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho tenañjaliṁ paṇāmetvā vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ etadavoca: Er ordnete seine Robe über einer Schulter, ließ sich auf das rechte Knie nieder, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha Vipassī und sagte:
‘desetu, bhante, bhagavā dhammaṁ, desetu sugato dhammaṁ, ‚Herr, der Gesegnete lehre doch den Dhamma! Der Heilige lehre doch den Dhamma! Der Buddha lehrt auf Einladung der höchsten Gottheit hin. Das schafft einen Präzedenzfall für Buddhisten, dass sie nicht missionieren, sondern lehren, wenn sie dazu eingeladen werden. Diese Passagen werden an manchen Orten noch immer aufgesagt, um zu einer Unterweisung einzuladen. (Sujato)
santi sattā apparajakkhajātikā; assavanatā dhammassa parihāyanti, Es gibt Wesen, die wenig Sand in den Augen haben. Sie werden verkümmern, weil sie die Lehre nicht gehört haben.
bhavissanti dhammassa aññātāro’ti. Es werden solche da sein, die die Lehre verstehen!‘ Aññātāro ist ein Substantiv im Plural, das einen Handelnden beschreibt, wörtlich „Versteher“. (Sujato)
Evaṁ vutte, bhikkhave, vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho taṁ mahābrahmānaṁ etadavoca: Daraufhin sagte der Buddha Vipassī zu ihm:
‘mayhampi kho, brahme, etadahosi: ‚Auch ich dachte so, Brahmā:
“yannūnāhaṁ dhammaṁ deseyyan”ti. „Warum lehre ich nicht den Dhamma?“
Tassa mayhaṁ, brahme, etadahosi: Doch dann dachte ich:
“adhigato kho myāyaṁ dhammo gambhīro duddaso duranubodho santo paṇīto atakkāvacaro nipuṇo paṇḍitavedanīyo.
Ālayarāmā kho panāyaṁ pajā ālayaratā ālayasammuditā.
Ālayarāmāya kho pana pajāya ālayaratāya ālayasammuditāya duddasaṁ idaṁ ṭhānaṁ yadidaṁ idappaccayatāpaṭiccasamuppādo.
Idampi kho ṭhānaṁ duddasaṁ yadidaṁ sabbasaṅkhārasamatho sabbūpadhipaṭinissaggo taṇhākkhayo virāgo nirodho nibbānaṁ.
Ahañceva kho pana dhammaṁ deseyyaṁ, pare ca me na ājāneyyuṁ; so mamassa kilamatho, sā mamassa vihesā”ti. „Wenn ich diesen Grundsatz lehren würde, würden andere mich vielleicht nicht verstehen, und das wäre ermüdend und beschwerlich für mich.“
Apissu maṁ, brahme, imā anacchariyā gāthāyo paṭibhaṁsu pubbe assutapubbā:
“Kicchena me adhigataṁ,
halaṁ dāni pakāsituṁ;
Rāgadosaparetehi,
nāyaṁ dhammo susambudho.
Paṭisotagāmiṁ nipuṇaṁ,
gambhīraṁ duddasaṁ aṇuṁ;
Rāgarattā na dakkhanti,
tamokhandhena āvuṭā”ti.
Itiha me, brahme, paṭisañcikkhato appossukkatāya cittaṁ nami, no dhammadesanāyā’ti. Daher neigte mein Geist, als ich so nachdachte, dazu, untätig zu bleiben, nicht dazu, den Dhamma zu lehren.‘
Dutiyampi kho, bhikkhave, so mahābrahmā …pe… Zum zweiten Mal
tatiyampi kho, bhikkhave, so mahābrahmā vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ etadavoca: und zum dritten Mal bat der Große Brahmā den Buddha, zu lehren.
‘desetu, bhante, bhagavā dhammaṁ, desetu sugato dhammaṁ, santi sattā apparajakkhajātikā, assavanatā dhammassa parihāyanti, bhavissanti dhammassa aññātāro’ti.
Atha kho, bhikkhave, vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho brahmuno ca ajjhesanaṁ viditvā sattesu ca kāruññataṁ paṭicca buddhacakkhunā lokaṁ volokesi. Und der Buddha Vipassī verstand die Einladung des Brahmā. Und aus seinem Mitgefühl mit den Lebewesen heraus musterte er die Welt mit seinem Buddha-Auge. Vorher hat er nur selbst überlegt, jetzt gebraucht er seine übersinnliche Kraft, um das spirituelle Potential der Menschen zu ermitteln. (Sujato)
Addasā kho, bhikkhave, vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho buddhacakkhunā lokaṁ volokento satte apparajakkhe mahārajakkhe tikkhindriye mudindriye svākāre dvākāre suviññāpaye duviññāpaye appekacce paralokavajjabhayadassāvine viharante, appekacce na paralokavajjabhayadassāvine viharante. Er sah manche Lebewesen mit wenig Sand in den Augen und manche mit viel Sand in den Augen, manche mit geschärften Fähigkeiten und manche mit schwachen Fähigkeiten, mit guten Eigenschaften und mit schlechten Eigenschaften, die leicht zu unterrichten waren und die schwer zu unterrichten waren. Und manche konnten die Gefahr in der unerwünschten Folge, die jene Welt betrifft, sehen, während andere das nicht konnten. Indriya („Fähigkeit“) ist ein abstraktes Substantiv, das von indra abgeleitet ist, dem Namen des mächtigen vedischen Kriegsgottes. In den Veden manifestiert Indra seine indriya, indem er Soma trinkt. Die Droge versetzt ihn in die Lage, seine volle Leistung und Macht freizusetzen; ursprünglich bezog sich das wahrscheinlich darauf, vor der Schlacht eine amphetaminartige Substanz zu trinken. Hier sehen wir, dass es etwas wie „spirituelles Potential“ heißt, das durch die Übung des achtfachen Pfades freigesetzt wird. (Sujato)
Seyyathāpi nāma uppaliniyaṁ vā paduminiyaṁ vā puṇḍarīkiniyaṁ vā appekaccāni uppalāni vā padumāni vā puṇḍarīkāni vā udake jātāni udake saṁvaḍḍhāni udakānuggatāni anto nimuggaposīni. Appekaccāni uppalāni vā padumāni vā puṇḍarīkāni vā udake jātāni udake saṁvaḍḍhāni samodakaṁ ṭhitāni. Appekaccāni uppalāni vā padumāni vā puṇḍarīkāni vā udake jātāni udake saṁvaḍḍhāni udakā accuggamma ṭhitāni anupalittāni udakena. Wie ein Teich mit blauen Seerosen oder rosa oder weißen Lotusblumen. Manche von ihnen sprießen und wachsen im Wasser, ohne sich darüber zu erheben, und gedeihen unter Wasser. Manche sprießen und wachsen im Wasser und erreichen die Wasseroberfläche. Und manche sprießen und wachsen im Wasser, doch sie erheben sich über das Wasser und stehen da, ohne dass Wasser an ihnen haftet.
Evameva kho, bhikkhave, vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho buddhacakkhunā lokaṁ volokento addasa satte apparajakkhe mahārajakkhe tikkhindriye mudindriye svākāre dvākāre suviññāpaye duviññāpaye appekacce paralokavajjabhayadassāvine viharante, appekacce na paralokavajjabhayadassāvine viharante. Ebenso sah der Buddha Vipassī manche Lebewesen mit wenig Sand in den Augen und manche mit viel Sand in den Augen.
Atha kho so, bhikkhave, mahābrahmā vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa cetasā cetoparivitakkamaññāya vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ gāthāhi ajjhabhāsi: Und als der Große Brahmā den Gedankengang des Buddha Vipassī erkannte, redete er ihn mit einer Strophe an:
‘Sele yathā pabbatamuddhaniṭṭhito, ‚Wenn du hoch auf dem Felsenberg stehst,
Yathāpi passe janataṁ samantato; kannst du rundum die Menschen sehen.
Tathūpamaṁ dhammamayaṁ sumedha, Geradeso, All-Seher, so verständig,
Pāsādamāruyha samantacakkhu; da du den Tempel der Wahrheit erklommen hast,
Sokāvatiṇṇaṁ janatamapetasoko, frei von Kummer, schau auf die Menschen,
Avekkhassu jātijarābhibhūtaṁ. die im Kummer versinken, von Wiedergeburt und Alter niedergedrückt.
Uṭṭhehi vīra vijitasaṅgāma, Steh auf, du Held! Sieger in der Schlacht, Karawanenführer,
Satthavāha aṇaṇa vicara loke; wandere frei von Schulden durch die Welt.
Desassu bhagavā dhammaṁ, Der Buddha lehre doch den Dhamma!
Aññātāro bhavissantī’ti. Es werden solche da sein, die verstehen!‘
Atha kho, bhikkhave, vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho taṁ mahābrahmānaṁ gāthāya ajjhabhāsi: Daraufhin redete der Buddha Vipassī den Großen Brahmā mit einer Strophe an:
‘Apārutā tesaṁ amatassa dvārā, ‚Aufgestoßen sind die Tore zur Befreiung vom Tod!
Ye sotavanto pamuñcantu saddhaṁ; Wer Ohren hat, zu hören, rüste sein Vertrauen. Pamuñcantu saddhaṁ hat Übersetzer lange geplagt, da die Grundbedeutung von pamuñcantu „erlösen“ ist. Das Problem besteht schon lange, denn unter Sanskrit-Varianten findet man pramodantu („feiern“) oder praṇudantu kāṅkṣāḥ („Zweifel vertreiben“). Ich denke, es ist eine poetische Variante von adhimuñcantu, „sich entschließen“ oder „sich verpflichten“ zum Vertrauen. Das Pali gebraucht oft ein synonymes Verb, um die Bedeutung eines Substantivs zu verstärken. In Snp 5.19 werden muttasaddho, pamuñcassu saddhaṁ und adhimuttacittaṁ alle in diesem Sinn gebraucht. (Sujato)
Vihiṁsasaññī paguṇaṁ na bhāsiṁ, Mit dem Gedanken, es sei beschwerlich, Brahmā, habe ich
Dhammaṁ paṇītaṁ manujesu brahme’ti. den scharfsinnigen, erlesenen Dhamma nicht unter den Menschen gelehrt.‘
Atha kho so, bhikkhave, mahābrahmā: ‘katāvakāso khomhi vipassinā bhagavatā arahatā sammāsambuddhena dhammadesanāyā’ti vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ abhivādetvā padakkhiṇaṁ katvā tattheva antaradhāyi. Und als der Große Brahmā erkannte, dass seiner Aufforderung an den Buddha Vipassī, den Dhamma zu lehren, stattgegeben war, verbeugte er sich, umrundete Vipassī respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und verschwand eben dort.
13. Aggasāvakayuga 13. Die Hauptschüler
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa etadahosi: Da dachte Vipassī der Gesegnete, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha:
‘kassa nu kho ahaṁ paṭhamaṁ dhammaṁ deseyyaṁ, ‚Wem soll ich zuerst die Lehre darlegen?
ko imaṁ dhammaṁ khippameva ājānissatī’ti? Wer wird diese Lehre rasch verstehen?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa etadahosi: Dann dachte er:
‘ayaṁ kho khaṇḍo ca rājaputto tisso ca purohitaputto bandhumatiyā rājadhāniyā paṭivasanti paṇḍitā viyattā medhāvino dīgharattaṁ apparajakkhajātikā. ‚Dieser Khaṇḍa, der Sohn des Königs, und Tissa, der Sohn des Hohepriesters, sind klug, fähig und verständig und haben schon lange wenig Sand in den Augen. In Gotamas Geschichte denkt er zuerst daran, seine früheren Kollegen zu unterweisen, unter denen er formlose Meditation geübt hatte. Hier sehen wir den Beginn einer Tendenz in den Legenden über frühere Buddhas, die Ausbildung unter anderen spirituellen Lehrern vor dem Erwachen zu tilgen. Man beachte, dass diese beiden, die Vipassīs Hauptschüler werden sollen, Söhne führender Khattiyas und Brahmanen aus dem königlichen Haushalt sind. Khaṇḍa war Vipassīs Bruder, und der Sohn des Priesters gehörte praktisch zur Familie. (Sujato)
Yannūnāhaṁ khaṇḍassa ca rājaputtassa, tissassa ca purohitaputtassa paṭhamaṁ dhammaṁ deseyyaṁ, te imaṁ dhammaṁ khippameva ājānissantī’ti. Warum lege ich ihnen nicht zuerst die Lehre dar?‘
Atha kho, bhikkhave, vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho seyyathāpi nāma balavā puriso samiñjitaṁ vā bāhaṁ pasāreyya, pasāritaṁ vā bāhaṁ samiñjeyya; evameva—bodhirukkhamūle antarahito bandhumatiyā rājadhāniyā kheme migadāye pāturahosi. Und so leicht, wie ein kräftiger Mensch den Arm strecken oder beugen würde, verschwand er vom Baum des Erwachens und erschien wieder bei der Königsstadt Bandhumatī, im Wildpark mit Namen Refugium. Khema („Refugium“) bedeutete ursprünglich „Oase“. Es ist ein gebräuchlicher Name für Seen und Naturparks in den Jātakas. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho dāyapālaṁ āmantesi: Da wandte sich der Buddha Vipassī an den Parkaufseher: Es gibt eine klare Unterscheidung zwischen solchen verwalteten „Parks“ und Wildnisgebieten (arañña). (Sujato)
‘ehi tvaṁ, samma dāyapāla, bandhumatiṁ rājadhāniṁ pavisitvā khaṇḍañca rājaputtaṁ tissañca purohitaputtaṁ evaṁ vadehi—‚Mein guter Parkaufseher, bitte geh in die Stadt und sage zu Khaṇḍa, dem Sohn des Königs, und zu Tissa, dem Sohn des Hohepriesters:
vipassī, bhante, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho bandhumatiṁ rājadhāniṁ anuppatto kheme migadāye viharati, so tumhākaṁ dassanakāmo’ti. „Ihr Herren, Vipassī der Gesegnete, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha ist in Bandhumatī angekommen und hält sich im Wildpark Refugium auf. Er wünscht, euch zu sehen.“‘
‘Evaṁ, bhante’ti kho, bhikkhave, dāyapālo vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa paṭissutvā bandhumatiṁ rājadhāniṁ pavisitvā khaṇḍañca rājaputtaṁ tissañca purohitaputtaṁ etadavoca: ‚Ja, Herr‘, antwortete der Parkaufseher und tat wie geheißen.
‘vipassī, bhante, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho bandhumatiṁ rājadhāniṁ anuppatto kheme migadāye viharati; so tumhākaṁ dassanakāmo’ti.
Atha kho, bhikkhave, khaṇḍo ca rājaputto tisso ca purohitaputto bhaddāni bhaddāni yānāni yojāpetvā bhaddaṁ bhaddaṁ yānaṁ abhiruhitvā bhaddehi bhaddehi yānehi bandhumatiyā rājadhāniyā niyyiṁsu. Yena khemo migadāyo tena pāyiṁsu. Da ließen Khaṇḍa, der Sohn des Königs, und Tissa, der Sohn des Hohepriesters, die erlesensten Kutschen anspannen. Sie bestiegen eine erlesene Kutsche und machten sich zusammen mit anderen erlesenen Kutschen von Bandhumatī auf zum Wildpark Refugium.
Yāvatikā yānassa bhūmi, yānena gantvā yānā paccorohitvā pattikāva yena vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho tenupasaṅkamiṁsu. upasaṅkamitvā vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Sie fuhren mit der Kutsche, soweit es das Gelände erlaubte, stiegen dann ab und begaben sich zu Fuß zum Buddha Vipassī. Sie verbeugten sich und setzten sich zur Seite hin.
Tesaṁ vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho anupubbiṁ kathaṁ kathesi, seyyathidaṁ—Der Buddha Vipassī unterwies sie Schritt für Schritt
dānakathaṁ sīlakathaṁ saggakathaṁ kāmānaṁ ādīnavaṁ okāraṁ saṅkilesaṁ nekkhamme ānisaṁsaṁ pakāsesi. mit einem Vortrag über Geben, Tugend und den Himmel. Er erklärte die Nachteile der Sinnenfreuden, die so schmutzig und unlauter sind, und die Vorteile der Entsagung.
Yadā te bhagavā aññāsi kallacitte muducitte vinīvaraṇacitte udaggacitte pasannacitte, atha yā buddhānaṁ sāmukkaṁsikā dhammadesanā, taṁ pakāsesi—Und als er erkannte, dass ihr Geist bereit war, geschmeidig, frei von Hindernissen, freudig bewegt und zuversichtlich, da legte er die besondere Lehre der Buddhas dar:
dukkhaṁ samudayaṁ nirodhaṁ maggaṁ. das Leiden, seinen Ursprung, sein Aufhören und den Weg.
Seyyathāpi nāma suddhaṁ vatthaṁ apagatakāḷakaṁ sammadeva rajanaṁ paṭiggaṇheyya; Wie ein reines, fleckenloses Tuch die Farbe richtig annimmt,
evameva khaṇḍassa ca rājaputtassa tissassa ca purohitaputtassa tasmiṁyeva āsane virajaṁ vītamalaṁ dhammacakkhuṁ udapādi: ebenso erschien da Khaṇḍa, dem Sohn des Königs, und Tissa, dem Sohn des Hohepriesters, wo sie gerade saßen, das unbefleckte, makellose Auge des Dhamma:
‘yaṁ kiñci samudayadhammaṁ sabbaṁ taṁ nirodhadhamman’ti. ‚Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.‘
Te diṭṭhadhammā pattadhammā viditadhammā pariyogāḷhadhammā tiṇṇavicikicchā vigatakathaṅkathā vesārajjappattā aparappaccayā satthusāsane vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ etadavocuṁ: Sie sahen, erfassten, verstanden und ergründeten den Dhamma. Sie gingen über den Zweifel hinaus, machten sich von Unschlüssigkeit frei und gewannen Selbstvertrauen, wurden in der Anleitung des Lehrers von anderen unabhängig. Sie sagten zum Buddha Vipassī:
‘abhikkantaṁ, bhante, abhikkantaṁ, bhante. ‚Vortrefflich, Herr! Vortrefflich!
Seyyathāpi, bhante, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: “cakkhumanto rūpāni dakkhantī”ti; evamevaṁ bhagavatā anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der Buddha die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.
Ete mayaṁ, bhante, bhagavantaṁ saraṇaṁ gacchāma dhammañca. Wir nehmen Zuflucht zum Buddha und zur Lehre.
Labheyyāma mayaṁ, bhante, bhagavato santike pabbajjaṁ, labheyyāma upasampadan’ti. Herr, dürfen wir in Gegenwart des Buddha die Weihe des Fortziehens erhalten, die Ordination?‘
Alatthuṁ kho, bhikkhave, khaṇḍo ca rājaputto, tisso ca purohitaputto vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa santike pabbajjaṁ alatthuṁ upasampadaṁ. Und sie erhielten in Gegenwart des Buddha Vipassī die Weihe des Fortziehens, die Ordination. In der frühen Periode gab es keinen Unterschied zwischen „Fortziehen“ (pabbajjā) und „Ordination“ (upasampadā). Sie beziehen sich auf zwei Seiten der gleichen Medaille: das Haus verlassen und ins Asketenleben eintreten. Ursprünglich wurde die Ordination mit einem einfachen Anruf gewährt: „Komm, Mönch!“ (ehi bhikkhu). (Sujato)
Te vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho dhammiyā kathāya sandassesi samādapesi samuttejesi sampahaṁsesi; Dann leitete der Buddha Vipassī sie mit einem Dhammavortrag an, ermunterte, begeisterte und erhob sie.
saṅkhārānaṁ ādīnavaṁ okāraṁ saṅkilesaṁ nibbāne ānisaṁsaṁ pakāsesi. Er erklärte die Nachteile der bedingten Erscheinungen, die so schmutzig und unlauter sind, und die Vorteile des Erlöschens.
Tesaṁ vipassinā bhagavatā arahatā sammāsambuddhena dhammiyā kathāya sandassiyamānānaṁ samādapiyamānānaṁ samuttejiyamānānaṁ sampahaṁsiyamānānaṁ nacirasseva anupādāya āsavehi cittāni vimucciṁsu. Als sie so unterwiesen wurden, war ihr Geist bald durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit. So wurden sie Arahants und verwirklichten die gleiche Wahrheit, die Vipassī verwirklicht hatte. (Sujato)
14. Mahājanakāyapabbajjā 14. Das Fortziehen der großen Menge
Assosi kho, bhikkhave, bandhumatiyā rājadhāniyā mahājanakāyo caturāsītipāṇasahassāni: In der Königsstadt Bandhumatī hörte eine große Menge von 84.000 Menschen,
‘vipassī kira bhagavā arahaṁ sammāsambuddho bandhumatiṁ rājadhāniṁ anuppatto kheme migadāye viharati. dass Vipassī der Gesegnete, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha in Bandhumatī angekommen war und sich im Wildpark Refugium aufhielt.
Khaṇḍo ca kira rājaputto tisso ca purohitaputto vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa santike kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajitā’ti. Und sie hörten, dass Khaṇḍa, der Sohn des Königs, und Tissa, der Sohn des Hohepriesters, sich Haar und Bart rasiert und ockerfarbene Roben angelegt hatten und in Gegenwart des Buddha aus dem Haus fortgezogen waren ins hauslose Leben.
Sutvāna nesaṁ etadahosi: Sie dachten:
‘na hi nūna so orako dhammavinayo, na sā orakā pabbajjā, yattha khaṇḍo ca rājaputto tisso ca purohitaputto kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajitā. ‚Das kann keine gewöhnliche Lehre und Schulung sein, kein gewöhnliches Fortziehen, zu dem Khaṇḍa, der Sohn des Königs, und Tissa, der Sohn des Hohepriesters, fortgezogen sind.
Khaṇḍo ca rājaputto tisso ca purohitaputto kesamassuṁ ohāretvā kāsāyāni vatthāni acchādetvā agārasmā anagāriyaṁ pabbajissanti, kimaṅgaṁ pana mayan’ti. Wenn selbst sie fortziehen, warum tun wir nicht das Gleiche?‘
Atha kho so, bhikkhave, mahājanakāyo caturāsītipāṇasahassāni bandhumatiyā rājadhāniyā nikkhamitvā yena khemo migadāyo yena vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Da gingen diese 84.000 Menschen von Bandhumatī zum Wildpark Refugium. Sie begaben sich zum Buddha Vipassī, verbeugten sich und setzten sich zur Seite hin.
Tesaṁ vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho anupubbiṁ kathaṁ kathesi. Der Buddha Vipassī unterwies sie Schritt für Schritt
Seyyathidaṁ—dānakathaṁ sīlakathaṁ saggakathaṁ kāmānaṁ ādīnavaṁ okāraṁ saṅkilesaṁ nekkhamme ānisaṁsaṁ pakāsesi. mit einem Vortrag über Geben, Tugend und den Himmel. Er erklärte die Nachteile der Sinnenfreuden, die so schmutzig und unlauter sind, und die Vorteile der Entsagung.
Yadā te bhagavā aññāsi kallacitte muducitte vinīvaraṇacitte udaggacitte pasannacitte, atha yā buddhānaṁ sāmukkaṁsikā dhammadesanā, taṁ pakāsesi—Und als er erkannte, dass ihr Geist bereit war, geschmeidig, frei von Hindernissen, freudig bewegt und zuversichtlich, da legte er die besondere Lehre der Buddhas dar:
dukkhaṁ samudayaṁ nirodhaṁ maggaṁ. das Leiden, seinen Ursprung, sein Aufhören und den Weg.
Seyyathāpi nāma suddhaṁ vatthaṁ apagatakāḷakaṁ sammadeva rajanaṁ paṭiggaṇheyya; Wie ein reines, fleckenloses Tuch die Farbe richtig annimmt,
evameva tesaṁ caturāsītipāṇasahassānaṁ tasmiṁyeva āsane virajaṁ vītamalaṁ dhammacakkhuṁ udapādi: ebenso erschien da diesen 84.000 Menschen, wo sie gerade saßen, das unbefleckte, makellose Auge des Dhamma:
‘yaṁ kiñci samudayadhammaṁ sabbaṁ taṁ nirodhadhamman’ti. ‚Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.‘
Te diṭṭhadhammā pattadhammā viditadhammā pariyogāḷhadhammā tiṇṇavicikicchā vigatakathaṅkathā vesārajjappattā aparappaccayā satthusāsane vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ etadavocuṁ: Sie sahen, erfassten, verstanden und ergründeten den Dhamma. Sie gingen über den Zweifel hinaus, machten sich von Unschlüssigkeit frei und gewannen Selbstvertrauen, wurden in der Anleitung des Lehrers von anderen unabhängig. Sie sagten zum Buddha Vipassī:
‘abhikkantaṁ, bhante, abhikkantaṁ, bhante. ‚Vortrefflich, Herr! Vortrefflich!‘
Seyyathāpi, bhante, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: “cakkhumanto rūpāni dakkhantī”ti; evamevaṁ bhagavatā anekapariyāyena dhammo pakāsito. Und gerade wie Khaṇḍa und Tissa baten sie um die Ordination und erhielten sie.
Ete mayaṁ, bhante, bhagavantaṁ saraṇaṁ gacchāma dhammañca bhikkhusaṅghañca.
Labheyyāma mayaṁ, bhante, bhagavato santike pabbajjaṁ labheyyāma upasampadan’ti.
Alatthuṁ kho, bhikkhave, tāni caturāsītipāṇasahassāni vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa santike pabbajjaṁ, alatthuṁ upasampadaṁ.
Te vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho dhammiyā kathāya sandassesi samādapesi samuttejesi sampahaṁsesi; Dann leitete der Buddha Vipassī sie weiter an.
saṅkhārānaṁ ādīnavaṁ okāraṁ saṅkilesaṁ nibbāne ānisaṁsaṁ pakāsesi.
Tesaṁ vipassinā bhagavatā arahatā sammāsambuddhena dhammiyā kathāya sandassiyamānānaṁ samādapiyamānānaṁ samuttejiyamānānaṁ sampahaṁsiyamānānaṁ nacirasseva anupādāya āsavehi cittāni vimucciṁsu. Als sie so unterwiesen wurden, war ihr Geist bald durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit.
15. Purimapabbajitānaṁ dhammābhisamaya 15. Die 84.000, die zuvor fortgezogen waren
Assosuṁ kho, bhikkhave, tāni purimāni caturāsītipabbajitasahassāni: Auch die 84.000 Menschen, die zuvor fortgezogen waren, hörten:
‘vipassī kira bhagavā arahaṁ sammāsambuddho bandhumatiṁ rājadhāniṁ anuppatto kheme migadāye viharati, dhammañca kira desetī’ti. ‚Es scheint, Vipassī der Gesegnete, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha ist in Bandhumatī angekommen und hält sich im Wildpark Refugium auf. Und er lehrt den Dhamma!‘
Atha kho, bhikkhave, tāni caturāsītipabbajitasahassāni yena bandhumatī rājadhānī yena khemo migadāyo yena vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdiṁsu. Da gingen sie nach Bandhumatī zum Wildpark Refugium. Sie gingen zum Buddha Vipassī, verbeugten sich und setzten sich zur Seite hin.
Tesaṁ vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho anupubbiṁ kathaṁ kathesi. Der Buddha Vipassī unterwies sie Schritt für Schritt.
Seyyathidaṁ—dānakathaṁ sīlakathaṁ saggakathaṁ kāmānaṁ ādīnavaṁ okāraṁ saṅkilesaṁ nekkhamme ānisaṁsaṁ pakāsesi.
Yadā te bhagavā aññāsi kallacitte muducitte vinīvaraṇacitte udaggacitte pasannacitte, atha yā buddhānaṁ sāmukkaṁsikā dhammadesanā, taṁ pakāsesi—Und als er erkannte, dass ihr Geist bereit war, geschmeidig, frei von Hindernissen, freudig bewegt und zuversichtlich, da legte er die besondere Lehre der Buddhas dar:
dukkhaṁ samudayaṁ nirodhaṁ maggaṁ. das Leiden, seinen Ursprung, sein Aufhören und den Weg.
Seyyathāpi nāma suddhaṁ vatthaṁ apagatakāḷakaṁ sammadeva rajanaṁ paṭiggaṇheyya; Wie ein reines, fleckenloses Tuch die Farbe richtig annimmt,
evameva tesaṁ caturāsītipabbajitasahassānaṁ tasmiṁyeva āsane virajaṁ vītamalaṁ dhammacakkhuṁ udapādi: ebenso erschien da diesen 84.000 Menschen, wo sie gerade saßen, das unbefleckte, makellose Auge des Dhamma:
‘yaṁ kiñci samudayadhammaṁ sabbaṁ taṁ nirodhadhamman’ti. ‚Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende.‘
Te diṭṭhadhammā pattadhammā viditadhammā pariyogāḷhadhammā tiṇṇavicikicchā vigatakathaṅkathā vesārajjappattā aparappaccayā satthusāsane vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ etadavocuṁ:
‘abhikkantaṁ, bhante, abhikkantaṁ, bhante.
Seyyathāpi, bhante, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: “cakkhumanto rūpāni dakkhantī”ti; evamevaṁ bhagavatā anekapariyāyena dhammo pakāsito.
Ete mayaṁ, bhante, bhagavantaṁ saraṇaṁ gacchāma dhammañca bhikkhusaṅghañca.
Labheyyāma mayaṁ, bhante, bhagavato santike pabbajjaṁ labheyyāma upasampadan’ti. Auch sie baten um die Ordination und erhielten sie.
Alatthuṁ kho, bhikkhave, tāni caturāsītipabbajitasahassāni vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa santike pabbajjaṁ alatthuṁ upasampadaṁ.
Te vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho dhammiyā kathāya sandassesi samādapesi samuttejesi sampahaṁsesi; Dann leitete der Buddha Vipassī sie weiter an.
saṅkhārānaṁ ādīnavaṁ okāraṁ saṅkilesaṁ nibbāne ānisaṁsaṁ pakāsesi.
Tesaṁ vipassinā bhagavatā arahatā sammāsambuddhena dhammiyā kathāya sandassiyamānānaṁ samādapiyamānānaṁ samuttejiyamānānaṁ sampahaṁsiyamānānaṁ nacirasseva anupādāya āsavehi cittāni vimucciṁsu. Und als sie so unterwiesen wurden, war ihr Geist bald durch Nicht-Ergreifen von den Befleckungen befreit.
16. Cārikāanujānana 16. Erlaubnis, zu wandern
Tena kho pana, bhikkhave, samayena bandhumatiyā rājadhāniyā mahābhikkhusaṅgho paṭivasati aṭṭhasaṭṭhibhikkhusatasahassaṁ. Zu dieser Zeit nun befand sich in Bandhumatī ein großer Saṅgha von 6.800.000 Mönchen und Nonnen.
Atha kho, bhikkhave, vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa rahogatassa paṭisallīnassa evaṁ cetaso parivitakko udapādi: Da kam dem Buddha Vipassī, als er für sich allein in Klausur war, dieser Gedanke in den Sinn:
‘mahā kho etarahi bhikkhusaṅgho bandhumatiyā rājadhāniyā paṭivasati aṭṭhasaṭṭhibhikkhusatasahassaṁ, yannūnāhaṁ bhikkhū anujāneyyaṁ: ‚Der Saṅgha, der sich in Bandhumatī befindet, ist nun groß. Wie, wenn ich ihn mahnte:
“caratha, bhikkhave, cārikaṁ bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ; „Wandert los, Mönche und Nonnen, zum Nutzen und Glück vieler Menschen, aus Anteilnahme für die Welt, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen. Wie in Kd 1#mt1-101 und SN 4.5:2.3. Eine der ersten Handlungen des Buddha ist es, seinen Schülern Befugnisse zu geben. (Sujato)
mā ekena dve agamittha; Es sollen nicht zwei auf einer Straße gehen.
desetha, bhikkhave, dhammaṁ ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāsetha. Lehrt den Dhamma, der am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut ist, bedeutsam und gut ausgedrückt. Und legt ein geistliches Leben dar, das ganz vollständig und rein ist.
Santi sattā apparajakkhajātikā, assavanatā dhammassa parihāyanti, Es gibt Wesen, die wenig Sand in den Augen haben. Sie werden verkümmern, weil sie die Lehre nicht gehört haben.
bhavissanti dhammassa aññātāro. Es werden solche da sein, die die Lehre verstehen!
Api ca channaṁ channaṁ vassānaṁ accayena bandhumatī rājadhānī upasaṅkamitabbā pātimokkhuddesāyā”’ti. Wenn aber sechs Jahre vergangen sind, sollt ihr alle nach Bandhumatī kommen, um die Ordenssatzung aufzusagen.“‘ Im Vinaya des gegenwärtigen Buddha erfolgt die Rezitation alle zwei Wochen am uposatha („Besinnungstag“) und schließt nur die Mönche oder Nonnen ein, die in einem bestimmten Kloster ansässig sind. Hier kamen sie aus ganz Indien zusammen. (Sujato)
Atha kho, bhikkhave, aññataro mahābrahmā vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa cetasā cetoparivitakkamaññāya seyyathāpi nāma balavā puriso samiñjitaṁ vā bāhaṁ pasāreyya, pasāritaṁ vā bāhaṁ samiñjeyya; evameva—brahmaloke antarahito vipassissa bhagavato arahato sammāsambuddhassa purato pāturahosi. Da verschwand ein gewisser Großer Brahmā, der den Gedankengang des Buddha Vipassī erkannte, so leicht, wie ein kräftiger Mensch den Arm strecken oder beugen würde, aus der Brahmāwelt und erschien wieder vor dem Buddha Vipassī.
Atha kho so, bhikkhave, mahābrahmā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā yena vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho tenañjaliṁ paṇāmetvā vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ etadavoca: Er ordnete seine Robe über einer Schulter, erhob seine zusammengelegten Hände zum Buddha Vipassī und sagte:
‘evametaṁ, bhagavā, evametaṁ, sugata. ‚Das ist wirklich wahr, Gesegneter! Das ist wirklich wahr, Heiliger!
Mahā kho, bhante, etarahi bhikkhusaṅgho bandhumatiyā rājadhāniyā paṭivasati aṭṭhasaṭṭhibhikkhusatasahassaṁ, anujānātu, bhante, bhagavā bhikkhū: Der Saṅgha, der sich in Bandhumatī befindet, ist nun groß. Bitte mahne ihn, wie du es gedacht hast.
“caratha, bhikkhave, cārikaṁ bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ;
mā ekena dve agamittha;
desetha, bhikkhave, dhammaṁ ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāsetha.
Santi sattā apparajakkhajātikā, assavanatā dhammassa parihāyanti, bhavissanti dhammassa aññātāro”ti.
Api ca, bhante, mayaṁ tathā karissāma yathā bhikkhū channaṁ channaṁ vassānaṁ accayena bandhumatiṁ rājadhāniṁ upasaṅkamissanti pātimokkhuddesāyā’ti. Und, Herr, ich werde dafür sorgen, dass die Mönche und Nonnen, wenn sechs Jahre vergangen sind, nach Bandhumatī kommen, um die Ordenssatzung aufzusagen.‘
Idamavoca, bhikkhave, so mahābrahmā. Das sagte der Große Brahmā.
Idaṁ vatvā vipassiṁ bhagavantaṁ arahantaṁ sammāsambuddhaṁ abhivādetvā padakkhiṇaṁ katvā tattheva antaradhāyi. Dann verbeugte er sich, umrundete den Buddha Vipassī respektvoll, die rechte Seite ihm zugewandt, und verschwand eben dort.
Atha kho, bhikkhave, vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho sāyanhasamayaṁ paṭisallānā vuṭṭhito bhikkhū āmantesi: Da kam der Buddha Vipassī am späten Nachmittag aus seiner Klausur und wandte sich an die Mönche und Nonnen. Er berichtete ihnen, was vorgefallen war. Dann sagte er:
‘idha mayhaṁ, bhikkhave, rahogatassa paṭisallīnassa evaṁ cetaso parivitakko udapādi:
“mahā kho etarahi bhikkhusaṅgho bandhumatiyā rājadhāniyā paṭivasati aṭṭhasaṭṭhibhikkhusatasahassaṁ.
Yannūnāhaṁ bhikkhū anujāneyyaṁ—
caratha, bhikkhave, cārikaṁ bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ;
mā ekena dve agamittha;
desetha, bhikkhave, dhammaṁ ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāsetha.
Santi sattā apparajakkhajātikā, assavanatā dhammassa parihāyanti, bhavissanti dhammassa aññātāro.
Api ca channaṁ channaṁ vassānaṁ accayena bandhumatī rājadhānī upasaṅkamitabbā pātimokkhuddesāyā”’ti.
Atha kho, bhikkhave, aññataro mahābrahmā mama cetasā cetoparivitakkamaññāya seyyathāpi nāma balavā puriso samiñjitaṁ vā bāhaṁ pasāreyya, pasāritaṁ vā bāhaṁ samiñjeyya; evameva—brahmaloke antarahito mama purato pāturahosi.
Atha kho so, bhikkhave, mahābrahmā ekaṁsaṁ uttarāsaṅgaṁ karitvā yenāhaṁ tenañjaliṁ paṇāmetvā maṁ etadavoca:
‘evametaṁ, bhagavā, evametaṁ, sugata.
Mahā kho, bhante, etarahi bhikkhusaṅgho bandhumatiyā rājadhāniyā paṭivasati aṭṭhasaṭṭhibhikkhusatasahassaṁ.
Anujānātu, bhante, bhagavā bhikkhū—
caratha, bhikkhave, cārikaṁ bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ;
mā ekena dve agamittha;
desetha, bhikkhave, dhammaṁ …pe…
santi sattā apparajakkhajātikā, assavanatā dhammassa parihāyanti, bhavissanti dhammassa aññātāroti.
Api ca, bhante, mayaṁ tathā karissāma, yathā bhikkhū channaṁ channaṁ vassānaṁ accayena bandhumatiṁ rājadhāniṁ upasaṅkamissanti pātimokkhuddesāyā’ti.
Idamavoca, bhikkhave, so mahābrahmā.
Idaṁ vatvā maṁ abhivādetvā padakkhiṇaṁ katvā tattheva antaradhāyi.
‘Anujānāmi, bhikkhave, caratha cārikaṁ bahujanahitāya bahujanasukhāya lokānukampāya atthāya hitāya sukhāya devamanussānaṁ; ‚Wandert los, Mönche und Nonnen, zum Nutzen und Glück vieler Menschen, aus Anteilnahme für die Welt, zum Segen, Nutzen und Glück von Göttern und Menschen.
mā ekena dve agamittha; Es sollen nicht zwei auf einer Straße gehen.
desetha, bhikkhave, dhammaṁ ādikalyāṇaṁ majjhekalyāṇaṁ pariyosānakalyāṇaṁ sātthaṁ sabyañjanaṁ kevalaparipuṇṇaṁ parisuddhaṁ brahmacariyaṁ pakāsetha. Lehrt den Dhamma, der am Anfang gut, in der Mitte gut und am Ende gut ist, bedeutsam und gut ausgedrückt. Und legt ein geistliches Leben dar, das ganz vollständig und rein ist.
Santi sattā apparajakkhajātikā, assavanatā dhammassa parihāyanti, Es gibt Wesen, die wenig Sand in den Augen haben. Sie werden verkümmern, weil sie die Lehre nicht gehört haben.
bhavissanti dhammassa aññātāro. Es werden solche da sein, die die Lehre verstehen!
Api ca, bhikkhave, channaṁ channaṁ vassānaṁ accayena bandhumatī rājadhānī upasaṅkamitabbā pātimokkhuddesāyā’ti. Wenn aber sechs Jahre vergangen sind, sollt ihr alle nach Bandhumatī kommen, um die Ordenssatzung aufzusagen.‘
Atha kho, bhikkhave, bhikkhū yebhuyyena ekāheneva janapadacārikaṁ pakkamiṁsu. Da machten sich die meisten der Mönche und Nonnen noch am gleichen Tag auf und wanderten durch das Land.
Tena kho pana samayena jambudīpe caturāsīti āvāsasahassāni honti. Da gab es zu dieser Zeit 84.000 Klöster im Land des Rosenapfelbaums. Das „Land des Rosenapfelbaums“ ist jambudīpa, der südasiatische Subkontinent einschließlich Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesh und Afghanistan. Die Zahl 84.000 erscheint nicht übertrieben, da chinesische Pilger viele Tausende von Klöstern überall in Indien verzeichneten. Im heutigen Thailand gibt es etwa 40.000 Klöster. (Sujato)
Ekamhi hi vasse nikkhante devatā saddamanussāvesuṁ: Und als das erste Jahr zu Ende ging, erhoben die Gottheiten den Ruf:
‘nikkhantaṁ kho, mārisā, ekaṁ vassaṁ; ‚Kameraden, das erste Jahr ist zu Ende.
pañca dāni vassāni sesāni; Nun bleiben noch fünf Jahre.
pañcannaṁ vassānaṁ accayena bandhumatī rājadhānī upasaṅkamitabbā pātimokkhuddesāyā’ti. Wenn fünf Jahre vergangen sind, sollt ihr alle nach Bandhumatī gehen, um die Ordenssatzung aufzusagen.‘
Dvīsu vassesu nikkhantesu … Und als das zweite Jahr zu Ende ging …
tīsu vassesu nikkhantesu … als das dritte …
catūsu vassesu nikkhantesu … als das vierte …
pañcasu vassesu nikkhantesu devatā saddamanussāvesuṁ: als das fünfte Jahr zu Ende ging, erhoben die Gottheiten den Ruf:
‘nikkhantāni kho, mārisā, pañcavassāni; ‚Kameraden, das fünfte Jahr ist zu Ende.
ekaṁ dāni vassaṁ sesaṁ; Nun bleibt noch ein Jahr.
ekassa vassassa accayena bandhumatī rājadhānī upasaṅkamitabbā pātimokkhuddesāyā’ti. Wenn ein Jahr vergangen ist, sollt ihr alle nach Bandhumatī gehen, um die Ordenssatzung aufzusagen.‘
Chasu vassesu nikkhantesu devatā saddamanussāvesuṁ: Und als das sechste Jahr zu Ende ging, erhoben die Gottheiten den Ruf:
‘nikkhantāni kho, mārisā, chabbassāni, ‚Kameraden, das sechste Jahr ist zu Ende.
samayo dāni bandhumatiṁ rājadhāniṁ upasaṅkamituṁ pātimokkhuddesāyā’ti. Jetzt ist die Zeit, dass ihr alle nach Bandhumatī gehen sollt, um die Ordenssatzung aufzusagen.‘
Atha kho te, bhikkhave, bhikkhū appekacce sakena iddhānubhāvena appekacce devatānaṁ iddhānubhāvena ekāheneva bandhumatiṁ rājadhāniṁ upasaṅkamiṁsu pātimokkhuddesāyāti. Und noch am gleichen Tag gingen die Mönche und Nonnen nach Bandhumatī, um die Ordenssatzung aufzusagen. Manche bedienten sich ihrer eigenen übersinnlichen Kraft, andere der übersinnlichen Kraft der Gottheiten.
Tatra sudaṁ, bhikkhave, vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho bhikkhusaṅghe evaṁ pātimokkhaṁ uddisati: Und dort sagte Vipassī der Gesegnete, der Vollendete, der vollkommen erwachte Buddha die Ordenssatzung folgendermaßen auf: Die folgenden Strophen bilden den Höhepunkt der gesamten Lehrrede. Sie sind als Ovāda Pātimokkha bekannt, die „Ordenssatzung zur Ermahnung“. Es scheint, dass sie vor der Einführung des Regelverzeichnisses, das ebenfalls patimokkha genannt wird, am Uposatha aufgesagt wurden. Die meisten der vorhandenen Vinayas schließen diese Strophen noch im Pātimokkha-Text ein, wobei der Palitext eine bemerkenswerte Ausnahme darstellt. (Sujato)
‘Khantī paramaṁ tapo titikkhā, ‚Geduldiges Annehmen ist die höchste Inbrunst. Der Buddha deutet tapas von schmerzhafter Kasteiung zu sanftem Hinnehmen um. (Sujato)
Nibbānaṁ paramaṁ vadanti buddhā; Erlöschen ist das Höchste, sagen die Buddhas. Diese Strophen sprechen von „Buddhas“ in der Mehrzahl. (Sujato)
Na hi pabbajito parūpaghātī, Kein wahrer Hausloser verletzt jemand anderen,
Na samaṇo hoti paraṁ viheṭhayanto. noch tut ein Asket jemand anderem weh.
Sabbapāpassa akaraṇaṁ, Nichts Schlechtes tun, Diese berühmten Zeilen dienen als knappe Zusammenfassung des gesamten buddhistischen Pfades. (Sujato)
kusalassa upasampadā; sich das Gute zu eigen machen „Sich zu eigen machen“ ist upasampadā, „eintreten in“. Es ist das gleiche Wort, das für die Ordination benutzt wird und für das Eintreten in ein Jhāna. (Sujato)
Sacittapariyodapanaṁ, und den Geist läutern: Durch Meditation. (Sujato)
etaṁ buddhānasāsanaṁ. Das ist die Anleitung der Buddhas. Das buddhasāsana („Anleitung des Buddha“ oder „Lehrsystem des Buddha“) ist das übliche Wort, das Buddhisten benutzen, wenn sie sich auf ihre eigene Religion beziehen. (Sujato)
Anūpavādo anūpaghāto, Niemanden schlecht machen oder ihm Leid zufügen,
Pātimokkhe ca saṁvaro; Zügelung in der Ordenssatzung, Hier bedeutet „Ordenssatzung“ die Prinzipien, die in diesen Strophen skizziert sind. In der stufenweisen Schulung (DN 2 usw.) werden sie weiter ausgeführt und münden letztendlich in die ausführliche Rechtssatzung des Vinayapiṭaka. (Sujato)
Mattaññutā ca bhattasmiṁ, Maßhalten beim Essen,
Pantañca sayanāsanaṁ; in einer abgelegenen Unterkunft leben
Adhicitte ca āyogo, und sich dem höheren Geist weihen: Der „höhere Geist“ sind die vier Jhānas (AN 3.90:3.2). (Sujato)
Etaṁ buddhānasāsanan’ti. Das ist die Anleitung der Buddhas.‘
17. Devatārocana 17. Von Gottheiten unterrichtet
Ekamidāhaṁ, bhikkhave, samayaṁ ukkaṭṭhāyaṁ viharāmi subhagavane sālarājamūle. Dieses eine Mal, Mönche und Nonnen, hielt ich mich bei Ukkaṭṭhā im Subhaga-Wald am Fuß eines wunderbaren Salbaumes auf. Der Buddha kehrt in seiner Rede nun in das gegenwärtige Leben zurück. Ukkaṭṭhā ist der Wohnort von Pokkharasāti (DN 3:2.13.1) und Schauplatz der erstaunlichen und kosmisch bedeutsamen Lehrreden MN 1 und MN 49. (Sujato)
Tassa mayhaṁ, bhikkhave, rahogatassa paṭisallīnassa evaṁ cetaso parivitakko udapādi: Während ich für mich allein in Klausur war, kam mir dieser Gedanke in den Sinn:
‘na kho so sattāvāso sulabharūpo, yo mayā anāvutthapubbo iminā dīghena addhunā aññatra suddhāvāsehi devehi. ‚Es ist nicht leicht, einen Aufenthalt der Lebewesen zu finden, an dem ich nicht zuvor in all der langen Zeit gewohnt hätte, außer bei den Göttern der reinen Aufenthalte. Nur Nichtwiederkehrer werden in den reinen Aufenthalten (suddhāvāsā) geboren, wo sie das vollständige Erwachen verwirklichen. (Sujato)
Yannūnāhaṁ yena suddhāvāsā devā tenupasaṅkameyyan’ti. Warum gehe ich nicht zu ihnen?‘
Atha khvāhaṁ, bhikkhave, seyyathāpi nāma balavā puriso samiñjitaṁ vā bāhaṁ pasāreyya, pasāritaṁ vā bāhaṁ samiñjeyya; evameva—ukkaṭṭhāyaṁ subhagavane sālarājamūle antarahito avihesu devesu pāturahosiṁ. Und so leicht, wie ein kräftiger Mensch den Arm strecken oder beugen würde, verschwand ich da aus dem Subhaga-Wald und erschien wieder bei den Aviha-Göttern.
Tasmiṁ, bhikkhave, devanikāye anekāni devatāsahassāni anekāni devatāsatasahassāni yenāhaṁ tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā maṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. Ekamantaṁ ṭhitā kho, bhikkhave, tā devatā maṁ etadavocuṁ: In dieser Klasse von Göttern begaben sich viele tausend, viele hunderttausend Gottheiten zu mir, verbeugten sich, stellten sich zur Seite hin und sagten zu mir: „Klasse von Göttern“ ist devanikāya. Ich verwende „Gottheit“, um devatā von deva abzugrenzen, aber es gibt keinen substanziellen Unterschied. (Sujato)
‘ito so, mārisā, ekanavutikappe yaṁ vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho loke udapādi. ‚Vor 91 Äonen, Kamerad, erschien in der Welt der Buddha Vipassī, vollendet und vollkommen erwacht.
Vipassī, mārisā, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho khattiyo jātiyā ahosi, khattiyakule udapādi. Er wurde als Adliger in einer Adelsfamilie geboren.
Vipassī, mārisā, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho koṇḍañño gottena ahosi. Er gehörte zum Stamm Koṇḍañña.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa asītivassasahassāni āyuppamāṇaṁ ahosi. Er lebte 80.000 Jahre.
Vipassī, mārisā, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho pāṭaliyā mūle abhisambuddho. Er erwachte am Fuß eines Patalabaumes.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa khaṇḍatissaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Er hatte ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Khaṇḍa und Tissa.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ. Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi aṭṭhasaṭṭhibhikkhusatasahassaṁ. Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi bhikkhusatasahassaṁ. Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi asītibhikkhusahassāni. Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa ime tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. Er hatte drei Zusammenkünfte von Schülern, alles Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst waren – eine Zusammenkunft von 6.800.000, eine von 100.000 und eine von 80.000.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa asoko nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Als Hauptaufwärter hatte er einen Mönch mit Namen Asoka.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa bandhumā nāma rājā pitā ahosi. Sein Vater war König Bandhumā,
Bandhumatī nāma devī mātā ahosi janetti. seine leibliche Mutter war Königin Bandhumatī
Bandhumassa rañño bandhumatī nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi. und ihre Hauptstadt hieß Bandhumatī.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa evaṁ abhinikkhamanaṁ ahosi evaṁ pabbajjā evaṁ padhānaṁ evaṁ abhisambodhi evaṁ dhammacakkappavattanaṁ. Und so war seine Entsagung, so sein Fortziehen, so sein Bemühen, so sein Erwachen, und so rollte er das Rad des Dhamma vorwärts. Das ist ein Verzeichnis der wichtigsten Ereignisse in jeder Buddha-Biografie. (Sujato)
Te mayaṁ, mārisā, vipassimhi bhagavati brahmacariyaṁ caritvā kāmesu kāmacchandaṁ virājetvā idhūpapannā’ti … Und, Kamerad, nachdem wir unter diesem Buddha Vipassī das geistliche Leben geführt hatten, verloren wir unsere Begierde nach Sinnenfreuden und wurden hier wiedergeboren.‘ Die Lebensdauer in einem solchen Reich kann viele Hunderte von Äonen betragen. (Sujato)
pe… Und andere Gottheiten kamen und berichteten in ähnlicher Weise über das Leben der Buddhas Sikhī, Vessabhū, Kakusandha, Koṇāgamana und Kassapa. Diese fehlen an dieser Stelle im Palitext, werden aber weiter unten erwähnt, und der Kommentar sagt, sie sollten hier aufgenommen werden. (Sujato)
Tasmiṁyeva kho, bhikkhave, devanikāye anekāni devatāsahassāni anekāni devatāsatasahassāni yenāhaṁ tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā maṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. Ekamantaṁ ṭhitā kho, bhikkhave, tā devatā maṁ etadavocuṁ: In dieser Klasse von Göttern begaben sich viele tausend, viele hunderttausend Gottheiten zu mir, verbeugten sich, stellten sich zur Seite hin und sagten zu mir:
‘imasmiṁyeva kho, mārisā, bhaddakappe bhagavā etarahi arahaṁ sammāsambuddho loke uppanno. ‚Im gegenwärtigen, von Glück gesegneten Äon bist du, Kamerad, als Buddha in der Welt erschienen, vollendet und vollkommen erwacht.
Bhagavā, mārisā, khattiyo jātiyā khattiyakule uppanno. Du wurdest als Adliger in einer Adelsfamilie geboren.
Bhagavā, mārisā, gotamo gottena. Du gehörst zum Stamm Gotama.
Bhagavato, mārisā, appakaṁ āyuppamāṇaṁ parittaṁ lahukaṁ yo ciraṁ jīvati, so vassasataṁ appaṁ vā bhiyyo. Deine Lebensdauer ist kurz, knapp und flüchtig. Ein langes Leben dauert hundert Jahre oder ein wenig länger.
Bhagavā, mārisā, assatthassa mūle abhisambuddho. Du bist am Fuß eines Pappelfeigenbaumes erwacht.
Bhagavato, mārisā, sāriputtamoggallānaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ. Du hast ein erlesenes Paar von Hauptschülern mit Namen Sāriputta und Moggallāna.
Bhagavato, mārisā, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi aḍḍhateḷasāni bhikkhusatāni. Bhagavato, mārisā, ayaṁ eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ. Du hast eine Zusammenkunft von Schülern – 1.250 Mönche und Nonnen, deren Befleckungen aufgelöst sind.
Bhagavato, mārisā, ānando nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko. Als Hauptaufwärter hast du einen Mönch mit Namen Ānanda.
Bhagavato, mārisā, suddhodano nāma rājā pitā ahosi. Dein Vater war König Suddhodana,
Māyā nāma devī mātā ahosi janetti. deine leibliche Mutter war Königin Māyā
Kapilavatthu nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi. und eure Hauptstadt hieß Kapilavatthu.
Bhagavato, mārisā, evaṁ abhinikkhamanaṁ ahosi evaṁ pabbajjā evaṁ padhānaṁ evaṁ abhisambodhi evaṁ dhammacakkappavattanaṁ. Und so war deine Entsagung, so dein Fortziehen, so dein Bemühen, so dein Erwachen, und so rolltest du das Rad des Dhamma vorwärts.
Te mayaṁ, mārisā, bhagavati brahmacariyaṁ caritvā kāmesu kāmacchandaṁ virājetvā idhūpapannā’ti. Und, Kamerad, nachdem wir unter dir das geistliche Leben geführt hatten, verloren wir unsere Begierde nach Sinnenfreuden und wurden hier wiedergeboren.‘
Atha khvāhaṁ, bhikkhave, avihehi devehi saddhiṁ yena atappā devā tenupasaṅkamiṁ …pe… Dann ging ich zusammen mit den Aviha-Göttern zu den Atappa-Göttern …
atha khvāhaṁ, bhikkhave, avihehi ca devehi atappehi ca devehi saddhiṁ yena sudassā devā tenupasaṅkamiṁ. zu den Göttern von schönem Anblick …
Atha khvāhaṁ, bhikkhave, avihehi ca devehi atappehi ca devehi sudassehi ca devehi saddhiṁ yena sudassī devā tenupasaṅkamiṁ. Atha khvāhaṁ, bhikkhave, avihehi ca devehi atappehi ca devehi sudassehi ca devehi sudassīhi ca devehi saddhiṁ yena akaniṭṭhā devā tenupasaṅkamiṁ. Tasmiṁ, bhikkhave, devanikāye anekāni devatāsahassāni anekāni devatāsatasahassāni yenāhaṁ tenupasaṅkamiṁsu, upasaṅkamitvā maṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. Ekamantaṁ ṭhitā kho, bhikkhave, tā devatā maṁ etadavocuṁ: und zu den Göttern mit schönem Blick. Und zusammen mit all diesen Göttern ging ich zu den Akaniṭṭha-Göttern, wo wir ein ähnliches Gespräch hatten.
‘ito so, mārisā, ekanavutikappe yaṁ vipassī bhagavā arahaṁ sammāsambuddho loke udapādi.
Vipassī, mārisā, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho khattiyo jātiyā ahosi.
Khattiyakule udapādi.
Vipassī, mārisā, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho koṇḍañño gottena ahosi.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa asītivassasahassāni āyuppamāṇaṁ ahosi.
Vipassī, mārisā, bhagavā arahaṁ sammāsambuddho pāṭaliyā mūle abhisambuddho.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa khaṇḍatissaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ.
Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi aṭṭhasaṭṭhibhikkhusatasahassaṁ.
Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi bhikkhusatasahassaṁ.
Eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi asītibhikkhusahassāni.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa ime tayo sāvakānaṁ sannipātā ahesuṁ sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa asoko nāma bhikkhu upaṭṭhāko ahosi aggupaṭṭhāko.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa bandhumā nāma rājā pitā ahosi bandhumatī nāma devī mātā ahosi janetti.
Bandhumassa rañño bandhumatī nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi.
Vipassissa, mārisā, bhagavato arahato sammāsambuddhassa evaṁ abhinikkhamanaṁ ahosi evaṁ pabbajjā evaṁ padhānaṁ evaṁ abhisambodhi, evaṁ dhammacakkappavattanaṁ.
Te mayaṁ, mārisā, vipassimhi bhagavati brahmacariyaṁ caritvā kāmesu kāmacchandaṁ virājetvā idhūpapannā’ti.
Tasmiṁyeva kho, bhikkhave, devanikāye anekāni devatāsahassāni anekāni devatāsatasahassāni yenāhaṁ tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā maṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. Ekamantaṁ ṭhitā kho, bhikkhave, tā devatā maṁ etadavocuṁ:
‘ito so, mārisā, ekatiṁse kappe yaṁ sikhī bhagavā …pe…
te mayaṁ, mārisā, sikhimhi bhagavati tasmiññeva kho, mārisā, ekatiṁse kappe yaṁ vessabhū bhagavā …pe…
te mayaṁ, mārisā, vessabhumhi bhagavati …pe…
imasmiṁyeva kho, mārisā, bhaddakappe kakusandho koṇāgamano kassapo bhagavā …pe…
te mayaṁ, mārisā, kakusandhamhi koṇāgamanamhi kassapamhi bhagavati brahmacariyaṁ caritvā kāmesu kāmacchandaṁ virājetvā idhūpapannā’ti.
Tasmiṁyeva kho, bhikkhave, devanikāye anekāni devatāsahassāni anekāni devatāsatasahassāni yenāhaṁ tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā maṁ abhivādetvā ekamantaṁ aṭṭhaṁsu. Ekamantaṁ ṭhitā kho, bhikkhave, tā devatā maṁ etadavocuṁ:
‘imasmiṁyeva kho, mārisā, bhaddakappe bhagavā etarahi arahaṁ sammāsambuddho loke uppanno.
Bhagavā, mārisā, khattiyo jātiyā, khattiyakule uppanno.
Bhagavā, mārisā, gotamo gottena.
Bhagavato, mārisā, appakaṁ āyuppamāṇaṁ parittaṁ lahukaṁ yo ciraṁ jīvati, so vassasataṁ appaṁ vā bhiyyo.
Bhagavā, mārisā, assatthassa mūle abhisambuddho.
Bhagavato, mārisā, sāriputtamoggallānaṁ nāma sāvakayugaṁ ahosi aggaṁ bhaddayugaṁ.
Bhagavato, mārisā, eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi aḍḍhateḷasāni bhikkhusatāni.
Bhagavato, mārisā, ayaṁ eko sāvakānaṁ sannipāto ahosi sabbesaṁyeva khīṇāsavānaṁ.
Bhagavato, mārisā, ānando nāma bhikkhu upaṭṭhāko aggupaṭṭhāko ahosi.
Bhagavato, mārisā, suddhodano nāma rājā pitā ahosi.
Māyā nāma devī mātā ahosi janetti.
Kapilavatthu nāma nagaraṁ rājadhānī ahosi.
Bhagavato, mārisā, evaṁ abhinikkhamanaṁ ahosi, evaṁ pabbajjā, evaṁ padhānaṁ, evaṁ abhisambodhi, evaṁ dhammacakkappavattanaṁ.
Te mayaṁ, mārisā, bhagavati brahmacariyaṁ caritvā kāmesu kāmacchandaṁ virājetvā idhūpapannā’ti.
Iti kho, bhikkhave, tathāgatassevesā dhammadhātu suppaṭividdhā, yassā dhammadhātuyā suppaṭividdhattā tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarati, nāmatopi anussarati, gottatopi anussarati, āyuppamāṇatopi anussarati, sāvakayugatopi anussarati, sāvakasannipātatopi anussarati ‘evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ’ itipi. Und so ist der Klargewordene in der Lage, sich an Geburt, Namen, Stamm, Lebensdauer, Hauptschüler und Zusammenkünfte von Schülern der Buddhas der Vergangenheit zu erinnern, die vollkommen verloschen sind, die das Ausufern abgeschnitten, die Spur abgeschnitten, den Kreislauf zu Ende gebracht haben und über alles Leiden hinausgegangen sind. Es ist sowohl, weil ich das Prinzip der Lehren klar durchdrungen habe,
‘Evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ’ itipīti.
Devatāpi tathāgatassa etamatthaṁ ārocesuṁ, yena tathāgato atīte buddhe parinibbute chinnapapañce chinnavaṭume pariyādinnavaṭṭe sabbadukkhavītivatte jātitopi anussarati, nāmatopi anussarati, gottatopi anussarati, āyuppamāṇatopi anussarati, sāvakayugatopi anussarati, sāvakasannipātatopi anussarati ‘evaṁjaccā te bhagavanto ahesuṁ’ itipi. als auch, weil Gottheiten es mir gesagt haben.“ Das ist die ausführliche Antwort auf die Frage, die die Mönche und Nonnen in DN 14:1.13.6 stellen. (Sujato)
‘Evaṁnāmā evaṅgottā evaṁsīlā evaṁdhammā evaṁpaññā evaṁvihārī evaṁvimuttā te bhagavanto ahesuṁ’ itipī”ti.
Idamavoca bhagavā. Das sagte der Buddha.
Attamanā te bhikkhū bhagavato bhāsitaṁ abhinandunti. Zufrieden begrüßten die Mönche und Nonnen die Worte des Buddha.
Mahāpadānasuttaṁ niṭṭhitaṁ paṭhamaṁ.