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Dīgha Nikāya 9 Lange Lehrreden 9

Poṭṭhapādasutta Mit Poṭṭhapāda

1. Poṭṭhapādaparibbājakavatthu 1. Über den Wanderer Poṭṭhapāda

Evaṁ me sutaṁ—So habe ich es gehört:

ekaṁ samayaṁ bhagavā sāvatthiyaṁ viharati jetavane anāthapiṇḍikassa ārāme. Einmal hielt sich der Buddha bei Sāvatthī in Jetas Wäldchen auf, dem Kloster des Anāthapiṇḍika.

Tena kho pana samayena poṭṭhapādo paribbājako samayappavādake tindukācīre ekasālake mallikāya ārāme paṭivasati mahatiyā paribbājakaparisāya saddhiṁ tiṁsamattehi paribbājakasatehi. Nun befand sich zu der Zeit der Wanderer Poṭṭhapāda zusammen mit 300 Wanderern in Mallikās Kloster für philosophische Debatten mit nur einer Halle, das von Ebenholzbäumen eingefriedet war. Mallikā war die Hauptgemahlin von Pasenadi, und ihre Halle wird in ähnlichem Zusammenhang in MN 78:1.3 erwähnt. Der Kommentar erklärt, Brahmanen, Jainas und andere hätten sich dort versammelt, um „ihre Überzeugungen zu debattieren“ (samayaṁ pavadanti). Offenbar hatte das Klostergelände Unterkünfte für viele Asketen unterschiedlichen Glaubens, aber nur „eine Halle“, wo sie zum Debattieren zusammensaßen. Wir hören oft von solchen Debatten, aber hier erhaschen wir einen Blick auf einen Ort, der dafür eingerichtet war, sie zu ermöglichen. | Lies -ācīra im Sinn von „Begrenzung, Hecke“ (Kommentar: timbarūrukkhapantiyā parikkhittattā; vgl. Sanskrit prācīra, „Einfriedung, Hecke, Zaun, Mauer“). (Sujato)

Atha kho bhagavā pubbaṇhasamayaṁ nivāsetvā pattacīvaramādāya sāvatthiṁ piṇḍāya pāvisi. Da kleidete der Buddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Sāvatthī zum Almosengang.

Atha kho bhagavato etadahosi: Da kam ihm in den Sinn:

“atippago kho tāva sāvatthiyaṁ piṇḍāya carituṁ. „Es ist zu früh für den Almosengang in Sāvatthī. Laut Kommentar beschloss er, als er in die Nähe des Stadttors kam, den Sonnenstand zu prüfen, und stellte fest, dass es zu früh war, um einzutreten. Kommentar und Subkommentar erklären, es klinge nur so, als sei der Buddha im Zweifel gewesen, denn Buddhas wögen ab, bevor sie sich für eine Vorgehensweise entschieden. (Sujato)

Yannūnāhaṁ yena samayappavādako tindukācīro ekasālako mallikāya ārāmo, yena poṭṭhapādo paribbājako tenupasaṅkameyyan”ti. Warum gehe ich nicht zu Mallikās Kloster und besuche den Wanderer Poṭṭhapāda?“ Das kann man als Antwort auf die Kritik verstehen, die in DN 8:22.2 vorgebracht wird, dass der Buddha sich nicht traue, in einer Versammlung zu sprechen. (Sujato)

Atha kho bhagavā yena samayappavādako tindukācīro ekasālako mallikāya ārāmo tenupasaṅkami. Und so tat er es.

Tena kho pana samayena poṭṭhapādo paribbājako mahatiyā paribbājakaparisāya saddhiṁ nisinno hoti unnādiniyā uccāsaddamahāsaddāya anekavihitaṁ tiracchānakathaṁ kathentiyā. Zu dieser Zeit saß Poṭṭhapāda mit einer großen Versammlung von Wanderern beisammen, und sie machten einen Tumult, einen Höllenlärm. Sie führten unwürdige Gespräche aller Art Im Gegensatz zu der Stille der Gemeinschaft des Buddha in DN 2:10.7. (Sujato)

Seyyathidaṁ—rājakathaṁ corakathaṁ mahāmattakathaṁ senākathaṁ bhayakathaṁ yuddhakathaṁ annakathaṁ pānakathaṁ vatthakathaṁ sayanakathaṁ mālākathaṁ gandhakathaṁ ñātikathaṁ yānakathaṁ gāmakathaṁ nigamakathaṁ nagarakathaṁ janapadakathaṁ itthikathaṁ sūrakathaṁ visikhākathaṁ kumbhaṭṭhānakathaṁ pubbapetakathaṁ nānattakathaṁ lokakkhāyikaṁ samuddakkhāyikaṁ itibhavābhavakathaṁ iti vā. wie Gespräche über Könige, Räuber und Oberminister, über Heere, Bedrohungen und Kriege, über Essen, Trinken, Kleider und Schlafstellen, über Kränze und Düfte, über die Familie, Fahrzeuge, Dörfer, Marktflecken, Städte und Länder, über Frauen und Helden, Straßen- und Brunnengespräch, Gespräch über Verstorbene, über allerlei Dinge, Geschichten vom Land und vom Meer und Gespräche über Wiedergeburt in diesem oder jenem Daseinszustand.

Addasā kho poṭṭhapādo paribbājako bhagavantaṁ dūratova āgacchantaṁ; Poṭṭhapāda sah den Buddha von Weitem kommen

disvāna sakaṁ parisaṁ saṇṭhapesi: und brachte seine Versammlung zum Schweigen:

“appasaddā bhonto hontu, mā bhonto saddamakattha. „Seid leise, werte Herren, macht keinen Lärm.

Ayaṁ samaṇo gotamo āgacchati. Hier kommt der Asket Gotama.

Appasaddakāmo kho so āyasmā appasaddassa vaṇṇavādī. Der Ehrwürdige liebt die Stille und preist die Stille.

Appeva nāma appasaddaṁ parisaṁ viditvā upasaṅkamitabbaṁ maññeyyā”ti. Wenn er sieht, dass unsere Versammlung still ist, wird er es hoffentlich für angebracht halten, näherzukommen.“ Der Buddha regt zum Zweck der inneren Entwicklung zur Stille an; Poṭṭhapāda tut es für den guten Ruf. (Sujato)

Evaṁ vutte, te paribbājakā tuṇhī ahesuṁ. Und diese Wanderer verstummten.

Atha kho bhagavā yena poṭṭhapādo paribbājako tenupasaṅkami. Da ging der Buddha zum Wanderer Poṭṭhapāda.

Atha kho poṭṭhapādo paribbājako bhagavantaṁ etadavoca: Dieser sagte zu ihm:

“etu kho, bhante, bhagavā. „Der Gesegnete komme her, Herr! Poṭṭhapādas Anrede ist fast zu ehrerbietig. (Sujato)

Svāgataṁ, bhante, bhagavato. Willkommen dem Gesegneten, Herr!

Cirassaṁ kho, bhante, bhagavā imaṁ pariyāyamakāsi, yadidaṁ idhāgamanāya. Es ist lange her, dass du die Gelegenheit genutzt hast, hierherzukommen.

Nisīdatu, bhante, bhagavā, idaṁ āsanaṁ paññattan”ti. Setz dich bitte, Herr, dieser Sitz ist bereit.“

Nisīdi bhagavā paññatte āsane. Der Buddha setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz,

Poṭṭhapādopi kho paribbājako aññataraṁ nīcaṁ āsanaṁ gahetvā ekamantaṁ nisīdi. während Poṭṭhapāda einen niedrigeren Sitz nahm und sich zur Seite hinsetzte.

Ekamantaṁ nisinnaṁ kho poṭṭhapādaṁ paribbājakaṁ bhagavā etadavoca: Der Buddha sagte zu ihm:

“kāya nuttha, poṭṭhapāda, etarahi kathāya sannisinnā, kā ca pana vo antarākathā vippakatā”ti? „Poṭṭhapāda, worüber habt ihr gerade gesprochen, als ihr hier beisammensaßt? Welches Gespräch wurde unterbrochen?“ Der Buddha ist stets höflich und zeigt als Erstes Interesse an ihnen. (Sujato)

1.1. Abhisaññānirodhakathā 1.1. Über das Aufhören der Wahrnehmung

Evaṁ vutte, poṭṭhapādo paribbājako bhagavantaṁ etadavoca: Daraufhin sagte der Wanderer Poṭṭhapāda zum Buddha:

“tiṭṭhatesā, bhante, kathā, yāya mayaṁ etarahi kathāya sannisinnā. „Herr, das, worüber wir gerade gesprochen haben, wollen wir beiseite lassen.

Nesā, bhante, kathā bhagavato dullabhā bhavissati pacchāpi savanāya. Es wird nicht schwer für dich sein, das später zu erfahren.

Purimāni, bhante, divasāni purimatarāni, nānātitthiyānaṁ samaṇabrāhmaṇānaṁ kotūhalasālāya sannisinnānaṁ sannipatitānaṁ abhisaññānirodhe kathā udapādi: Herr, vor ein paar Tagen saßen mehrere Asketen und Brahmanen, die verschiedenen anderen Konfessionen anhängen, hier beisammen, und ein Gespräch über das Aufhören der Wahrnehmung kam unter ihnen auf: Abhisaññā kommt nirgendwo sonst vor. Hier bedeutet die Vorsilbe abhi- nicht „höher“, sondern „über, betreffs“. Vergleiche abhidhamma und abhivinaya in MN 32:8.6: dve bhikkhū abhidhammakathaṁ kathenti („zwei Mönche unterhalten sich über die Lehre“). Der Kommentar sagt dort, abhi- sei ein reiner Partikel, daher muss es nicht übersetzt werden. (Sujato)

‘kathaṁ nu kho, bho, abhisaññānirodho hotī’ti? ‚Wie kommt das Aufhören der Wahrnehmung zustande?‘ Diese Diskussion scheint unmittelbar von der schwierigen Stelle in Bṛhadāraṇyaka-Upaniṣad 2.4.12 und 4.5.13 angestoßen zu sein. Der Weise Yājñavalkya, der seine Frau Maitreyī unterweist, sagt, das wahre Selbst sei eine schiere Masse von „Bewusstsein“ (vijñāna, Pali viññāṇa), das „große, endlose, unendliche Wirklichkeit“ sei. Wenn man das erkannt hat, so sagt er, gebe es keine „Wahrnehmung“ (saṁjñā, Pali saññā), eine Aussage, die selbst die weise Maitreyī verwirrt. Er erklärt, dass nur in einem scheinbaren Zustand von Dualität (dvaitamiva) getrennte Funktionen des Sinnesbewusstseins am Werk seien; wenn all das als das Selbst erkannt wird, wie, so fragt er, kann man das erkennen, durch das all das erkannt wird? Er unterscheidet implizit zwischen viññāna als „unendliche“ (= vi-) Erkenntnis und saññā als „begrenzte“ (saṁ-) Erkenntnis. Yājñavalkya sagt, das eigenständige Selbst gehe aus diesen Elementen hervor und verschwinde mit ihnen (etebhyo bhūtebhyaḥ samutthāya tānyevānu vinaśyati), aber er erklärt nicht, wie oder warum das vor sich geht, und das ist die Frage, die die Theoretiker hier anzugehen versuchen. (Sujato)

Tatrekacce evamāhaṁsu: Manche sagten:

‘ahetū appaccayā purisassa saññā uppajjantipi nirujjhantipi. ‚Die Wahrnehmungen eines Menschen erscheinen ohne Grund oder Ursache und hören ohne Grund oder Ursache auf. Hier wird Wahrnehmung nicht mit dem „Menschen“ (purisa) gleichgesetzt, sondern gehört vielmehr zu ihm (vgl. etaṁ mama, „das ist mein“). In der anschließenden Diskussion spricht der Buddha nur diese Theorie direkt an, aber die übrigen sind über Rückschlüsse eingeschlossen. (Sujato)

Yasmiṁ samaye uppajjanti, saññī tasmiṁ samaye hoti. Wenn sie erscheinen, wird man jemand mit Wahrnehmung.

Yasmiṁ samaye nirujjhanti, asaññī tasmiṁ samaye hotī’ti. Wenn sie aufhören, wird man jemand ohne Wahrnehmung.‘

Ittheke abhisaññānirodhaṁ paññapenti. So beschreiben Manche das Aufhören der Wahrnehmung.

Tamañño evamāha: Aber jemand anders sagt zu ihnen:

‘na kho pana metaṁ, bho, evaṁ bhavissati. ‚Aber so ist es nicht, gute Herren! Dieses Idiom findet sich auch in SN 47.19:1.10. (Sujato)

Saññā hi, bho, purisassa attā. Die Wahrnehmung ist das Selbst eines Menschen, Das Selbst wird als Wahrnehmung definiert (eso me attā), eins der fünf Aggregate. Vergleiche die verschiedenen Theorien über Selbst und Wahrnehmung in DN 1:2.38.0. (Sujato)

Sā ca kho upetipi apetipi. das eintritt und weggeht.

Yasmiṁ samaye upeti, saññī tasmiṁ samaye hoti. Wenn es eintritt, wird man jemand mit Wahrnehmung.

Yasmiṁ samaye apeti, asaññī tasmiṁ samaye hotī’ti. Wenn es weggeht, wird man jemand ohne Wahrnehmung.‘ Das bedeutet, dass jemand zu einer solchen Zeit kein „Selbst“ besitzt. Das hat vielleicht einen Bezug zu den upaniṣadischen Theorien des Selbst, wenn man schläft und träumt. (Sujato)

Ittheke abhisaññānirodhaṁ paññapenti. So beschreiben Manche das Aufhören der Wahrnehmung.

Tamañño evamāha: Aber jemand anders sagt zu ihnen:

‘na kho pana metaṁ, bho, evaṁ bhavissati. ‚Aber so ist es nicht, gute Herren!

Santi hi, bho, samaṇabrāhmaṇā mahiddhikā mahānubhāvā. Es gibt Asketen und Brahmanen, die große Macht und Stärke besitzen. Der Kommentar sagt, diese wundermächtigen Asketen seien Anhänger des āthabbaṇa, d. h. der Übungen, die im Atharvaveda bewahrt sind. Dieser „vierte Veda“ wird im frühen Pali nur einmal namentlich genannt (Snp 4.14:13.1), wo er, wie hier, mit dem Vorführen von Magie und dem Anwenden von Zaubersprüchen assoziiert ist. Der Kommentar trieft nur so vor Verachtung: „Angeblich verzaubern die, die den Āthabbaṇa üben, Leute, zeigen den Kopf eines Lebewesens, als sei er abgeschnitten, oder seine Hand, als sei sie abgeschnitten, oder das Wesen, als sei es tot. Dann zeigen sie es wieder im normalen Zustand; indem sie dieses ausmalen, sagen sie: ‚Vom Aufhören sind sie entstanden.‘“ (Sujato)

Te imassa purisassa saññaṁ upakaḍḍhantipi apakaḍḍhantipi. Sie setzen einem Menschen Wahrnehmung ein oder entnehmen sie. Siehe DN 29:16.20 zu upakaḍḍhati und apakaḍḍhati in dieser Bedeutung. (Sujato)

Yasmiṁ samaye upakaḍḍhanti, saññī tasmiṁ samaye hoti. Wenn sie sie einsetzen, wird man jemand mit Wahrnehmung.

Yasmiṁ samaye apakaḍḍhanti, asaññī tasmiṁ samaye hotī’ti. Wenn sie sie entnehmen, wird man jemand ohne Wahrnehmung.‘

Ittheke abhisaññānirodhaṁ paññapenti. So beschreiben Manche das Aufhören der Wahrnehmung.

Tamañño evamāha: Aber jemand anders sagt zu ihnen:

‘na kho pana metaṁ, bho, evaṁ bhavissati. ‚Aber so ist es nicht, gute Herren!

Santi hi, bho, devatā mahiddhikā mahānubhāvā. Es gibt Gottheiten, die große Macht und Stärke besitzen.

Tā imassa purisassa saññaṁ upakaḍḍhantipi apakaḍḍhantipi. Sie setzen einem Menschen Wahrnehmung ein oder entnehmen sie.

Yasmiṁ samaye upakaḍḍhanti, saññī tasmiṁ samaye hoti. Wenn sie sie einsetzen, wird man jemand mit Wahrnehmung.

Yasmiṁ samaye apakaḍḍhanti, asaññī tasmiṁ samaye hotī’ti. Wenn sie sie entnehmen, wird man jemand ohne Wahrnehmung.‘

Ittheke abhisaññānirodhaṁ paññapenti. So beschreiben Manche das Aufhören der Wahrnehmung.

Tassa mayhaṁ, bhante, bhagavantaṁyeva ārabbha sati udapādi: Da musste ich an den Buddha denken:

‘aho nūna bhagavā, aho nūna sugato, yo imesaṁ dhammānaṁ sukusalo’ti. ‚Sicher muss das der Gesegnete sein, der Heilige, der in solchen Dingen so bewandert ist.‘

Bhagavā, bhante, kusalo, bhagavā pakataññū abhisaññānirodhassa. Der Buddha ist bewandert im Aufhören der Wahrnehmung und damit wohl vertraut. Pakataññū ist nirgendwo sonst in den Suttas bezeugt, aber es findet sich im Vinaya, zum Beispiel in Bu Pc 72:1.8. (Sujato)

Kathaṁ nu kho, bhante, abhisaññānirodho hotī”ti? Wie kommt das Aufhören der Wahrnehmung zustande, Herr?“

1.2. Sahetukasaññuppādanirodhakathā 1.2. Wahrnehmung erscheint mit einer Ursache

“Tatra, poṭṭhapāda, ye te samaṇabrāhmaṇā evamāhaṁsu: „Was das betrifft, Poṭṭhapāda, so haben diese Asketen und Brahmanen, die sagen,

‘ahetū appaccayā purisassa saññā uppajjantipi nirujjhantipī’ti, āditova tesaṁ aparaddhaṁ. die Wahrnehmungen eines Menschen erschienen ohne Grund oder Ursache und hörten ohne Grund oder Ursache auf, von Beginn an Unrecht.

Taṁ kissa hetu? Warum ist das so?

Sahetū hi, poṭṭhapāda, sappaccayā purisassa saññā uppajjantipi nirujjhantipi. Weil die Wahrnehmungen eines Menschen aus einem Grund und einer Ursache erscheinen und aufhören.

Sikkhā ekā saññā uppajjati, sikkhā ekā saññā nirujjhati. Durch Schulung erscheinen manche Wahrnehmungen, und manche Wahrnehmungen hören auf. Das Argument des Buddha ist hier: Da es möglich ist, durch Übung die Natur des eigenen Geistes zu verändern, können solche Veränderungen kein Zufall sein. (Sujato)

Kā ca sikkhā”ti? Bhagavā avoca. Und was ist diese Schulung?“, sagte der Buddha. Es ist ungewöhnlich, wenn nicht einmalig, dass „sagte der Buddha“ (bhagavā avoca) in einem solchen Zusammenhang eingefügt wird. Normalerweise fügt der Text, sobald jemand zu sprechen beginnt, keine Markierungen ein, die den Sprecher kennzeichnen, wenn nicht ein Grund vorliegt wie etwa eine Unterbrechung für eine Frage. (Sujato)

“Idha, poṭṭhapāda, tathāgato loke uppajjati arahaṁ, sammāsambuddho …pe… „Da erscheint, Poṭṭhapāda, ein Klargewordener in der Welt, vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha …

Evaṁ kho, poṭṭhapāda, bhikkhu sīlasampanno hoti So hat ein Mönch die Tugend vervollkommnet. … Singhalesische Manuskripte, gefolgt von der PTS-Ausgabe, schließen hier die Abschnitte mit der Metapher über die Sicherheit des Königs (DN 2:63.1) und das Bewachen der Tore der Sinne ein. (Sujato)

…pe…

tassime pañcanīvaraṇe pahīne attani samanupassato pāmojjaṁ jāyati, pamuditassa pīti jāyati, pītimanassa kāyo passambhati, passaddhakāyo sukhaṁ vedeti, sukhino cittaṁ samādhiyati. Wenn er sieht, dass die Hindernisse in ihm aufgegeben sind, lodert Freude auf. Wenn er voller Freude ist, lodert Ekstase auf. Wenn der Geist in Ekstase ist, wird der Körper still. Wenn der Körper still ist, empfindet er Seligkeit. Und wenn er voller Seligkeit ist, versenkt sich der Geist im Samādhi.

So vivicceva kāmehi, vivicca akusalehi dhammehi, savitakkaṁ savicāraṁ vivekajaṁ pītisukhaṁ paṭhamaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. Ganz abgeschieden von den Sinnenfreuden, abgeschieden von untauglichen Eigenschaften, tritt er in die erste Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Abgeschiedenheit geborene Ekstase und Seligkeit, während man den Geist ausrichtet und hält.

Tassa yā purimā kāmasaññā, sā nirujjhati. Die sinnliche Wahrnehmung, die er vorher hatte, hört auf. Das Fortschreiten durch die Jhānas wird als Verfeinerung der Wahrnehmungen erklärt. (Sujato)

Vivekajapītisukhasukhumasaccasaññā tasmiṁ samaye hoti, vivekajapītisukhasukhumasaccasaññīyeva tasmiṁ samaye hoti. Zu dieser Zeit hat er eine subtile und wahrhaftige Wahrnehmung der aus Abgeschiedenheit geborenen Ekstase und Seligkeit. „Subtil und wahrhaftig“ ist sukhumasacca, ein Ausdruck, der nur hier vorkommt. (Sujato)

Evampi sikkhā ekā saññā uppajjati, sikkhā ekā saññā nirujjhati. So erscheinen durch Schulung manche Wahrnehmungen, und manche Wahrnehmungen hören auf.

Ayaṁ sikkhā”ti bhagavā avoca. Und das ist diese Schulung“, sagte der Buddha.

“Puna caparaṁ, poṭṭhapāda, bhikkhu vitakkavicārānaṁ vūpasamā ajjhattaṁ sampasādanaṁ cetaso ekodibhāvaṁ avitakkaṁ avicāraṁ samādhijaṁ pītisukhaṁ dutiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. „Wenn dann das Ausrichten und Halten des Geistes sich beruhigt, tritt ein Mönch in die zweite Vertiefung ein und verweilt darin; da gibt es aus Versenkung geborene Ekstase und Seligkeit, mit innerer Klarheit und geeintem Geist, ohne Ausrichten und Halten.

Tassa yā purimā vivekajapītisukhasukhumasaccasaññā, sā nirujjhati. Die subtile und wahrhaftige Wahrnehmung der aus Abgeschiedenheit geborenen Ekstase und Seligkeit, die er vorher hatte, hört auf.

Samādhijapītisukhasukhumasaccasaññā tasmiṁ samaye hoti, samādhijapītisukhasukhumasaccasaññīyeva tasmiṁ samaye hoti. Zu dieser Zeit hat er eine subtile und wahrhaftige Wahrnehmung der aus Versenkung geborenen Ekstase und Seligkeit.

Evampi sikkhā ekā saññā uppajjati, sikkhā ekā saññā nirujjhati. So erscheinen durch Schulung manche Wahrnehmungen, und manche Wahrnehmungen hören auf.

Ayampi sikkhā”ti bhagavā avoca. Und das ist diese Schulung“, sagte der Buddha.

“Puna caparaṁ, poṭṭhapāda, bhikkhu pītiyā ca virāgā upekkhako ca viharati sato ca sampajāno, sukhañca kāyena paṭisaṁvedeti, yaṁ taṁ ariyā ācikkhanti: ‘upekkhako satimā sukhavihārī’ti, tatiyaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. „Mit dem Schwinden der Ekstase tritt ein Mönch dann in die dritte Vertiefung ein und verweilt darin; da meditiert er mit Gleichmut, achtsam und bewusst, und erfährt persönlich die Seligkeit, von der die Edlen erklären: ‚Gleichmütig und achtsam meditiert man in Seligkeit.‘

Tassa yā purimā samādhijapītisukhasukhumasaccasaññā, sā nirujjhati. Die subtile und wahrhaftige Wahrnehmung der aus Versenkung geborenen Ekstase und Seligkeit, die er vorher hatte, hört auf.

Upekkhāsukhasukhumasaccasaññā tasmiṁ samaye hoti, upekkhāsukhasukhumasaccasaññīyeva tasmiṁ samaye hoti. Zu dieser Zeit hat er eine subtile und wahrhaftige Wahrnehmung von gleichmütiger Seligkeit.

Evampi sikkhā ekā saññā uppajjati, sikkhā ekā saññā nirujjhati. So erscheinen durch Schulung manche Wahrnehmungen, und manche Wahrnehmungen hören auf.

Ayampi sikkhā”ti bhagavā avoca. Und das ist diese Schulung“, sagte der Buddha.

“Puna caparaṁ, poṭṭhapāda, bhikkhu sukhassa ca pahānā dukkhassa ca pahānā pubbeva somanassadomanassānaṁ atthaṅgamā adukkhamasukhaṁ upekkhāsatipārisuddhiṁ catutthaṁ jhānaṁ upasampajja viharati. „Indem er Glück und Schmerz aufgibt, und mit dem Vergehen früherer Fröhlichkeit und Traurigkeit, tritt ein Mönch dann in die vierte Vertiefung ein und verweilt darin, ohne Glück oder Schmerz, mit reinem Gleichmut und reiner Achtsamkeit.

Tassa yā purimā upekkhāsukhasukhumasaccasaññā, sā nirujjhati. Die subtile und wahrhaftige Wahrnehmung von gleichmütiger Seligkeit, die er vorher hatte, hört auf.

Adukkhamasukhasukhumasaccasaññā tasmiṁ samaye hoti, adukkhamasukhasukhumasaccasaññīyeva tasmiṁ samaye hoti. Zu dieser Zeit hat er eine subtile und wahrhaftige Wahrnehmung eines neutralen Gefühls.

Evampi sikkhā ekā saññā uppajjati, sikkhā ekā saññā nirujjhati. So erscheinen durch Schulung manche Wahrnehmungen, und manche Wahrnehmungen hören auf.

Ayampi sikkhā”ti bhagavā avoca. Und das ist diese Schulung“, sagte der Buddha.

“Puna caparaṁ, poṭṭhapāda, bhikkhu sabbaso rūpasaññānaṁ samatikkamā paṭighasaññānaṁ atthaṅgamā nānattasaññānaṁ amanasikārā ‘ananto ākāso’ti ākāsānañcāyatanaṁ upasampajja viharati. „Dann übersteigt da ein Mönch jegliche Formwahrnehmung, und mit dem Vergehen der Wahrnehmung von Eindrücken, und indem er den Geist nicht auf die Wahrnehmung von Vielfalt richtet, tritt er im Wissen: ‚Raum ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Raumes ein und verweilt darin. Wir sind den „formlosen Meditationszuständen“ (arūpasamāpatti) vorher begegnet, wo sie eine subtile Grundlage für die Bindung an ein Selbst bildeten (DN 1:3.13.4). Hier erscheinen sie als Teil der schrittweisen Verfeinerung des Bewusstseins durch das Aufhören zunehmend subtiler Wahrnehmungen. (Sujato)

Tassa yā purimā rūpasaññā, sā nirujjhati. Die Wahrnehmung von leuchtender Form, die er vorher hatte, hört auf. Das ist die Lichtwahrnehmung, die später ein „Zeichen“ (nimitta) genannt wurde. Während der ersten vier Jhānas besteht sie als ein „subtiler“ (sukhuma) Abglanz oder ein Echo der „stofflichen“ (olārika) materiellen Grundlage der Meditation wie etwa des Atems oder der Körperteile. Obwohl es ein rein geistiges Phänomen ist, ist es noch „Form“ (rūpa), da es physikalische Eigenschaften wie Licht oder Ausdehnung hat. (Sujato)

Ākāsānañcāyatanasukhumasaccasaññā tasmiṁ samaye hoti, ākāsānañcāyatanasukhumasaccasaññīyeva tasmiṁ samaye hoti. Zu dieser Zeit hat er eine subtile und wahrhaftige Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Raumes. Das Licht (obhāsa) der Jhānas entwickelt sich von etwas „Begrenztem“ (paritta) zu etwas „Grenzenlosem“ (appamāṇa, MN 128:29.1). Dann verschwindet selbst die Wahrnehmung dieses grenzenlosen Lichtes, und nur unendlicher Raum bleibt zurück. (Sujato)

Evampi sikkhā ekā saññā uppajjati, sikkhā ekā saññā nirujjhati. So erscheinen durch Schulung manche Wahrnehmungen, und manche Wahrnehmungen hören auf.

Ayampi sikkhā”ti bhagavā avoca. Und das ist diese Schulung“, sagte der Buddha.

“Puna caparaṁ, poṭṭhapāda, bhikkhu sabbaso ākāsānañcāyatanaṁ samatikkamma ‘anantaṁ viññāṇan’ti viññāṇañcāyatanaṁ upasampajja viharati. „Dann übersteigt da ein Mönch vollständig die Dimension des unendlichen Raumes, tritt im Wissen: ‚Bewusstsein ist unendlich‘, in die Dimension des unendlichen Bewusstseins ein und verweilt darin. Die Wahrnehmung des unendlichen Raumes schwindet, und nur unendliches Bewusstsein, das gewahr ist, bleibt zurück. (Sujato)

Tassa yā purimā ākāsānañcāyatanasukhumasaccasaññā, sā nirujjhati. Die subtile und wahrhaftige Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Raumes, die er vorher hatte, hört auf.

Viññāṇañcāyatanasukhumasaccasaññā tasmiṁ samaye hoti, viññāṇañcāyatanasukhumasaccasaññīyeva tasmiṁ samaye hoti. Zu dieser Zeit hat er eine subtile und wahrhaftige Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Bewusstseins.

Evampi sikkhā ekā saññā uppajjati, sikkhā ekā saññā nirujjhati. So erscheinen durch Schulung manche Wahrnehmungen, und manche Wahrnehmungen hören auf.

Ayampi sikkhā”ti bhagavā avoca. Und das ist diese Schulung“, sagte der Buddha.

“Puna caparaṁ, poṭṭhapāda, bhikkhu sabbaso viññāṇañcāyatanaṁ samatikkamma ‘natthi kiñcī’ti ākiñcaññāyatanaṁ upasampajja viharati. „Dann übersteigt da ein Mönch vollständig die Dimension des unendlichen Bewusstseins, tritt im Wissen: ‚Da ist überhaupt nichts‘, in die Dimension des Nichts ein und verweilt darin. Man ist nicht einmal mehr des unendlichen Bewusstseins gewahr, sondern des noch gewaltigeren Nichts. (Sujato)

Tassa yā purimā viññāṇañcāyatanasukhumasaccasaññā, sā nirujjhati. Die subtile und wahrhaftige Wahrnehmung der Dimension des unendlichen Bewusstseins, die er vorher hatte, hört auf.

Ākiñcaññāyatanasukhumasaccasaññā tasmiṁ samaye hoti, ākiñcaññāyatanasukhumasaccasaññīyeva tasmiṁ samaye hoti. Zu dieser Zeit hat er eine subtile und wahrhaftige Wahrnehmung der Dimension des Nichts.

Evampi sikkhā ekā saññā uppajjati, sikkhā ekā saññā nirujjhati. So erscheinen durch Schulung manche Wahrnehmungen, und manche Wahrnehmungen hören auf. Der letzte der vier formlosen Zustände ist die Dimension, die weder Wahrnehmung noch keine Wahrnehmung hat. Da sie definitionsgemäß außerhalb des Bereichs der Wahrnehmung liegt, wird sie hier nicht aufgeführt. (Sujato)

Ayampi sikkhā”ti bhagavā avoca. Und das ist diese Schulung“, sagte der Buddha.

“Yato kho, poṭṭhapāda, bhikkhu idha sakasaññī hoti, so tato amutra tato amutra anupubbena saññaggaṁ phusati. „Poṭṭhapāda, von dem Augenblick an, in dem ein Mönch die Verantwortung für seine Wahrnehmung übernimmt, geht er von einer Stufe zur nächsten voran und erreicht schrittweise den Gipfel der Wahrnehmung. Zu sakasaññī („übernimmt die Verantwortung für seine Wahrnehmung“) siehe Bu Pj 2:6.2.2. Ein wichtiger Faktor bei der Frage, ob ein Gegenstand gestohlen wurde, ist, ob der Beschuldigte ihn „als sein Eigentum wahrnimmt“. Hier bedeutet es, dass man versteht, dass man seine eigenen Wahrnehmungen durch Meditation entwickeln kann. (Sujato)

Tassa saññagge ṭhitassa evaṁ hoti: Wenn er auf dem Gipfel der Wahrnehmung steht, denkt er:

‘cetayamānassa me pāpiyo, acetayamānassa me seyyo. ‚Absichten zu haben, ist schlecht für mich; es ist besser, keine Absichten zu haben.

Ahañceva kho pana ceteyyaṁ, abhisaṅkhareyyaṁ, imā ca me saññā nirujjheyyuṁ, aññā ca oḷārikā saññā uppajjeyyuṁ; Denn wenn ich beabsichtigen und einen Willen bilden würde, würden diese Wahrnehmungen in mir aufhören, und andere, gröbere Wahrnehmungen würden entstehen. „Beabsichtigen und entscheiden“ ist ceteyyaṁ abhisaṅkhareyyaṁ (1. Pers. Singular Optativ). Diese Synonyme werden in der Bedeutung eines subtilen Gefühls von Willen und Absicht gebraucht, das solchen erhabenen Zuständen zugrunde liegt (MN 52:14.3) und das man loslassen muss, da es sonst zu Wiedergeburt führt (MN 140:22.10). (Sujato)

yannūnāhaṁ na ceva ceteyyaṁ na ca abhisaṅkhareyyan’ti. Warum bilde ich nicht weder einen Willen, noch bilde ich eine Absicht?‘

So na ceva ceteti, na ca abhisaṅkharoti. Er bildet weder einen Willen, noch bildet er eine Absicht.

Tassa acetayato anabhisaṅkharoto tā ceva saññā nirujjhanti, aññā ca oḷārikā saññā na uppajjanti. Diese Wahrnehmungen hören in ihm auf, und andere, gröbere Wahrnehmungen entstehen nicht.

So nirodhaṁ phusati. Er berührt das Aufhören.

Evaṁ kho, poṭṭhapāda, anupubbābhisaññānirodhasampajānasamāpatti hoti. Und so, Poṭṭhapāda, wird das fortschreitende Aufhören der Wahrnehmung im Bewusstsein von Ursache und Wirkung erreicht. Vergleiche mit „fortschreitendes Aufhören“ (AN 9.31), „fortschreitendes Aufhören der Bedingungen“ (SN 36.15), „fortschreitende Meditationen“ (AN 9.32) usw. | „Im Bewusstsein von Ursache und Wirkung“ ist sampajāna, das uns zuvor als „Situationsbewusstsein“ bei täglichen Handlungen begegnet ist oder als „Bewusstsein“ im dritten Jhāna. Hier bezieht es sich auf eine reflektierende Fähigkeit, mit der man die Natur der tiefen Meditation als Folge von Ursachen und Wirkungen versteht. (Sujato)

Taṁ kiṁ maññasi, poṭṭhapāda, Was denkst du, Poṭṭhapāda?

api nu te ito pubbe evarūpā anupubbābhisaññānirodhasampajānasamāpatti sutapubbā”ti? Hast du das jemals zuvor gehört?“

“No hetaṁ, bhante. „Nein, Herr. Ausgehend vom Kern von Yājñavalkyas Theorie des Aufhörens begrenzter Wahrnehmung erweiterte der Buddha diese mit psychologischen und praktischen Elementen und ließ die metaphysische Annahme des Selbst aus. (Sujato)

Evaṁ kho ahaṁ, bhante, bhagavato bhāsitaṁ ājānāmi: Ich verstehe die Worte des Buddha so: Poṭṭhapāda zeigt dem Buddha, dass er aufgepasst hat. Man beachte, wie es kulturell als normal erscheint, dass es möglich ist, den genauen Wortlaut der Unterweisung zu behalten und zu wiederholen. (Sujato)

‘yato kho, poṭṭhapāda, bhikkhu idha sakasaññī hoti, so tato amutra tato amutra anupubbena saññaggaṁ phusati, ‚Von dem Augenblick an, in dem ein Mönch die Verantwortung für seine Wahrnehmung übernimmt, geht er von einer Stufe zur nächsten voran und erreicht schrittweise den Gipfel der Wahrnehmung.

tassa saññagge ṭhitassa evaṁ hoti: Wenn er auf dem Gipfel der Wahrnehmung steht, denkt er:

“cetayamānassa me pāpiyo, acetayamānassa me seyyo. „Absichten zu haben, ist schlecht für mich; es ist besser, keine Absichten zu haben.

Ahañceva kho pana ceteyyaṁ abhisaṅkhareyyaṁ, imā ca me saññā nirujjheyyuṁ, aññā ca oḷārikā saññā uppajjeyyuṁ; Denn wenn ich beabsichtigen und einen Willen bilden würde, würden diese Wahrnehmungen in mir aufhören, und andere, gröbere Wahrnehmungen würden entstehen.

yannūnāhaṁ na ceva ceteyyaṁ, na ca abhisaṅkhareyyan”ti. Warum bilde ich nicht weder einen Willen, noch bilde ich eine Absicht?“

So na ceva ceteti, na cābhisaṅkharoti, tassa acetayato anabhisaṅkharoto tā ceva saññā nirujjhanti, aññā ca oḷārikā saññā na uppajjanti. Diese Wahrnehmungen hören in ihm auf, und andere, gröbere Wahrnehmungen entstehen nicht.

So nirodhaṁ phusati. Er berührt das Aufhören.

Evaṁ kho, poṭṭhapāda, anupubbābhisaññānirodhasampajānasamāpatti hotī’”ti. Und so wird das fortschreitende Aufhören der Wahrnehmung im Bewusstsein von Ursache und Wirkung erreicht.‘“

“Evaṁ, poṭṭhapādā”ti. „Das ist richtig, Poṭṭhapāda.“

“Ekaññeva nu kho, bhante, bhagavā saññaggaṁ paññapeti, udāhu puthūpi saññagge paññapetī”ti? „Beschreibt der Buddha nur einen Gipfel der Wahrnehmung oder viele?“

“Ekampi kho ahaṁ, poṭṭhapāda, saññaggaṁ paññapemi, puthūpi saññagge paññapemī”ti. „Ich beschreibe den Gipfel der Wahrnehmung sowohl als einen als auch als viele.“

“Yathā kathaṁ pana, bhante, bhagavā ekampi saññaggaṁ paññapeti, puthūpi saññagge paññapetī”ti? „Aber Herr, wie beschreibst du den Gipfel der Wahrnehmung sowohl als einen als auch als viele?“

“Yathā yathā kho, poṭṭhapāda, nirodhaṁ phusati tathā tathāhaṁ saññaggaṁ paññapemi. „Ich beschreibe den Gipfel der Wahrnehmung anhand der spezifischen Art, in der jemand das Aufhören berührt. Die Bedeutung dieser Stelle ist mir nicht klar. Sie könnte bedeuten, dass die Einsicht auf der Grundlage jeder dieser Meditationsstufen entwickelt werden kann, sodass der Gipfel der Wahrnehmung sich von Mensch zu Mensch unterscheidet. Der Kommentar sagt, es beziehe sich auf unterschiedliche Meditationsgegenstände oder einfach verschiedene Anlässe zur Meditation. (Sujato)

Evaṁ kho ahaṁ, poṭṭhapāda, ekampi saññaggaṁ paññapemi, puthūpi saññagge paññapemī”ti. So beschreibe ich den Gipfel der Wahrnehmung sowohl als einen als auch als viele.“

“Saññā nu kho, bhante, paṭhamaṁ uppajjati, pacchā ñāṇaṁ, udāhu ñāṇaṁ paṭhamaṁ uppajjati, pacchā saññā, udāhu saññā ca ñāṇañca apubbaṁ acarimaṁ uppajjantī”ti? „Aber Herr, erscheint Wahrnehmung zuerst und Erkennen danach? Oder erscheint Erkennen zuerst und Wahrnehmung danach? Oder erscheinen beide zur gleichen Zeit?“ Poṭṭhapādas Unterscheidung zwischen „Wahrnehmung“ (saññā) und „Erkenntnis“ (ñāṇa) spiegelt Yājñavalkyas Unterscheidung zwischen „Wahrnehmung“ (saṁjā) und „Bewusstsein“ (vijñāna, oder, in der wiederholten Passage in BU 4.5.13, prajñāna). (Sujato)

“Saññā kho, poṭṭhapāda, paṭhamaṁ uppajjati, pacchā ñāṇaṁ, saññuppādā ca pana ñāṇuppādo hoti. „Wahrnehmung erscheint zuerst und Erkennen danach. Das Erscheinen der Wahrnehmung führt zum Erscheinen des Erkennens. Wahrnehmung wurde als Fortschreiten durch immer feinere Meditationszustände (samādhi) beschrieben. Nur dann erscheint die „Erkenntnis“ (ñāṇa) der Einsicht. (Sujato)

So evaṁ pajānāti: Man versteht:

‘idappaccayā kira me ñāṇaṁ udapādī’ti. ‚Mein Erkennen erschien durch eine spezifische Bedingung.‘ Der Ausdruck „spezifische Bedingung“ (idappaccayā) ist vom abhängigen Entstehen gut bekannt (z. B. SN 12.20:2.3), wo er sich auf die allgemeine Situation der fortlaufenden Existenz im Umherwandern bezieht. Wenn man Einsicht entwickelt, nimmt man seine eigene Meditationserfahrung als seine zentrale Stelle an. Das wird dann auf ein Verständnis der Natur der bewussten Existenz erweitert. (Sujato)

Iminā kho etaṁ, poṭṭhapāda, pariyāyena veditabbaṁ—Das ist eine Art, zu verstehen,

yathā saññā paṭhamaṁ uppajjati, pacchā ñāṇaṁ, saññuppādā ca pana ñāṇuppādo hotī”ti. wie Wahrnehmung zuerst erscheint und Erkennen danach, und dass das Erscheinen der Wahrnehmung zum Erscheinen des Erkennens führt.“

1.3. Saññāattakathā 1.3. Wahrnehmung und das Selbst

“Saññā nu kho, bhante, purisassa attā, udāhu aññā saññā añño attā”ti? „Herr, ist Wahrnehmung das Selbst eines Menschen oder ist Wahrnehmung ein Ding, das Selbst ein anderes?“ Das schöpft aus der anfänglichen Darstellung der verschiedenen Theorien von Mensch und Wahrnehmung (DN 9:6.4). (Sujato)

“Kaṁ pana tvaṁ, poṭṭhapāda, attānaṁ paccesī”ti? „Aber Poṭṭhapāda, glaubst du an ein Selbst?“ „Glauben“ ist paccesi, wörtlich „zurückfallen auf“. Es impliziert, dass eine Idee etwas ist, auf das man sich stützt oder das man als grundlegend betrachtet. Der Buddha will wissen, wo Poṭṭhapāda steht, bevor er das Thema erschließt. (Sujato)

“Oḷārikaṁ kho ahaṁ, bhante, attānaṁ paccemi rūpiṁ cātumahābhūtikaṁ kabaḷīkārāhārabhakkhan”ti. „Herr, ich glaube an ein festes Selbst, das geformt ist, aus den vier Grundzuständen besteht und essbare Nahrung zu sich nimmt.“ Trotz seiner vorherigen Fragen über Wahrnehmung und Selbst stellt sich Poṭṭhapāda auf die Seite einer rein materialistischen Ansicht und setzt das „Selbst“ mit dem organischen „stofflichen“ Körper gleich. (Sujato)

“Oḷāriko ca hi te, poṭṭhapāda, attā abhavissa rūpī cātumahābhūtiko kabaḷīkārāhārabhakkho. Evaṁ santaṁ kho te, poṭṭhapāda, aññāva saññā bhavissati añño attā. „Angenommen, es gäbe so ein festes Selbst, Poṭṭhapāda. In diesem Fall wäre Wahrnehmung ein Ding, das Selbst ein anderes. Wieder erklärt der Buddha Poṭṭhapāda nicht voreilig, ob er richtig oder falsch liegt, sondern zieht die Schlussfolgerungen aus seiner Aussage. (Sujato)

Tadamināpetaṁ, poṭṭhapāda, pariyāyena veditabbaṁ yathā aññāva saññā bhavissati añño attā. Hier ist eine andere Art, zu verstehen, wie Wahrnehmung ein Ding ist und das Selbst ein anderes:

Tiṭṭhateva sāyaṁ, poṭṭhapāda, oḷāriko attā rūpī cātumahābhūtiko kabaḷīkārāhārabhakkho, atha imassa purisassa aññā ca saññā uppajjanti, aññā ca saññā nirujjhanti. Solange das feste Selbst fortbesteht, erscheinen manche Wahrnehmungen in einem Menschen, und andere hören auf. Hier ist tiṭṭhateva nicht „beiseite lassen“ sondern „bleibt“. Vergleiche die ähnliche Konstruktion in MN 107:13.1. (Sujato)

Iminā kho etaṁ, poṭṭhapāda, pariyāyena veditabbaṁ yathā aññāva saññā bhavissati añño attā”ti. Das ist eine andere Art, zu verstehen, wie Wahrnehmung ein Ding ist und das Selbst ein anderes.“

“Manomayaṁ kho ahaṁ, bhante, attānaṁ paccemi sabbaṅgapaccaṅgiṁ ahīnindriyan”ti. „Herr, ich glaube an ein geistgeschaffenes Selbst, das in allen Haupt- und Nebengliedern unversehrt ist, ohne dass eine Fähigkeit fehlte.“ Das ist der „subtile“ (sukhuma) Körper, der der Form entspricht, die man in den vier Jhānas erfährt. In allen Manuskripten scheint an dieser Stelle das zu erwartende rūpī zu fehlen, aber es kommt kommt in der entsprechenden Passage über „Inkarnation“ weiter unten. (Sujato)

“Manomayo ca hi te, poṭṭhapāda, attā abhavissa sabbaṅgapaccaṅgī ahīnindriyo, evaṁ santampi kho te, poṭṭhapāda, aññāva saññā bhavissati añño attā. „Angenommen, es gäbe so ein geistgeschaffenes Selbst, Poṭṭhapāda. In diesem Fall wäre Wahrnehmung ein Ding, das Selbst ein anderes.

Tadamināpetaṁ, poṭṭhapāda, pariyāyena veditabbaṁ yathā aññāva saññā bhavissati añño attā. Hier ist eine andere Art, zu verstehen, wie Wahrnehmung ein Ding ist und das Selbst ein anderes:

Tiṭṭhateva sāyaṁ, poṭṭhapāda, manomayo attā sabbaṅgapaccaṅgī ahīnindriyo, atha imassa purisassa aññā ca saññā uppajjanti, aññā ca saññā nirujjhanti. Solange das geistgeschaffene Selbst fortbesteht, erscheinen manche Wahrnehmungen in einem Menschen, und andere hören auf.

Imināpi kho etaṁ, poṭṭhapāda, pariyāyena veditabbaṁ yathā aññāva saññā bhavissati añño attā”ti. Das ist eine andere Art, zu verstehen, wie Wahrnehmung ein Ding ist und das Selbst ein anderes.“

“Arūpiṁ kho ahaṁ, bhante, attānaṁ paccemi saññāmayan”ti. „Herr, ich glaube an ein formloses Selbst, das aus Wahrnehmung besteht.“ Das setzt das Selbst mit dem gleich, was man in den formlosen Meditationen erfährt. Poṭṭhapāda kreist einfach durch mögliche Selbsttheorien, ohne wirklich die Folgerungen durchzudenken. (Sujato)

“Arūpī ca hi te, poṭṭhapāda, attā abhavissa saññāmayo, evaṁ santampi kho te, poṭṭhapāda, aññāva saññā bhavissati añño attā. „Angenommen, es gäbe so ein formloses Selbst, Poṭṭhapāda. In diesem Fall wäre Wahrnehmung ein Ding, das Selbst ein anderes.

Tadamināpetaṁ, poṭṭhapāda, pariyāyena veditabbaṁ yathā aññāva saññā bhavissati añño attā. Hier ist eine andere Art, zu verstehen, wie Wahrnehmung ein Ding ist und das Selbst ein anderes:

Tiṭṭhateva sāyaṁ, poṭṭhapāda, arūpī attā saññāmayo, atha imassa purisassa aññā ca saññā uppajjanti, aññā ca saññā nirujjhanti. Solange das formlose Selbst fortbesteht, erscheinen manche Wahrnehmungen in einem Menschen, und andere hören auf.

Imināpi kho etaṁ, poṭṭhapāda, pariyāyena veditabbaṁ yathā aññāva saññā bhavissati añño attā”ti. Das ist eine andere Art, zu verstehen, wie Wahrnehmung ein Ding ist und das Selbst ein anderes.“

“Sakkā panetaṁ, bhante, mayā ñātuṁ: „Aber, Herr, kann ich wissen, Poṭṭhapāda kann nur einen Glauben an verschiedene Theorien bezeugen, doch er weiß nicht, wie er diese für sich selbst bewerten soll. (Sujato)

‘saññā purisassa attā’ti vā ‘aññāva saññā añño attā’ti vā”ti? ob Wahrnehmung das Selbst eines Menschen ist oder ob Wahrnehmung ein Ding ist und das Selbst ein anderes?“

“Dujjānaṁ kho etaṁ, poṭṭhapāda, tayā aññadiṭṭhikena aññakhantikena aññarucikena aññatrāyogena aññatrācariyakena: „Es ist schwer für dich, das zu verstehen, Poṭṭhapāda, da du eine andere Ansicht, ein anderes Bekenntnis und einen anderen Glauben hast – es sei denn, du weihst dich der Übung unter Anleitung der Tradition.“ Der Text wechselt von añña (z. B. aññadiṭṭhikena), „anderer“, zu aññatra (aññatr’āyogena), das normalerweise „außer“ bedeutet. Die meisten Autoritäten folgen dem Kommentar, der aññatra hier im Sinn von „anderer“ annimmt. Ich denke aber, der Wechsel ist absichtlich; der Buddha will ihn nicht entmutigen, sondern ihn nur wissen lassen, was erforderlich wäre. (Sujato)

‘saññā purisassa attā’ti vā, ‘aññāva saññā añño attāti’ vā”ti.

“Sacetaṁ, bhante, mayā dujjānaṁ aññadiṭṭhikena aññakhantikena aññarucikena aññatrāyogena aññatrācariyakena: „Nun, wenn das so ist, Herr,

‘saññā purisassa attā’ti vā, ‘aññāva saññā añño attā’ti vā;

kiṁ pana, bhante, ‘sassato loko, idameva saccaṁ moghamaññan’”ti? was sagst du dann dazu: ‚Das Weltall ist ewig. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘?“ Das ist die berühmte Auflistung der zehn „nicht erklärten Punkte“, die man überall in den Suttas findet (z. B. MN 63, MN 72, das gesamte 44. Saṁyutta). Sie scheinen als eine Art Checkliste fungiert zu haben, mit der Philosophen beurteilt und eingeteilt werden konnten. | Das Wort loka kommt in einer Reihe von Bedeutungen vor, aber hier bezieht es sich auf das gesamte „Weltall“ mit zahllosen Welten. (Sujato)

“Abyākataṁ kho etaṁ, poṭṭhapāda, mayā: „Das wurde von mir nicht erklärt, Poṭṭhapāda.“

‘sassato loko, idameva saccaṁ moghamaññan’”ti.

“Kiṁ pana, bhante, ‘asassato loko, idameva saccaṁ moghamaññan’”ti? „Was sagst du dann dazu: ‚Das Weltall ist zeitlich. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘?“

“Etampi kho, poṭṭhapāda, mayā abyākataṁ: „Auch das wurde von mir nicht erklärt.“

‘asassato loko, idameva saccaṁ moghamaññan’”ti.

“Kiṁ pana, bhante, ‘antavā loko …pe… „Was sagst du dann dazu: ‚Das Weltall ist endlich. …‘ …

‘anantavā loko … ‚Das Weltall ist unendlich. …‘ …

‘taṁ jīvaṁ taṁ sarīraṁ … ‚Seele und Körper sind ein und dasselbe. …‘ …

‘aññaṁ jīvaṁ aññaṁ sarīraṁ … ‚Die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes. …‘ …

‘hoti tathāgato paraṁ maraṇā … ‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort. …‘ …

‘na hoti tathāgato paraṁ maraṇā … ‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod nicht fort. …‘ …

‘hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇā … ‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort und besteht auch nicht fort. …‘ …

‘neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’”ti? ‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod weder fort, noch besteht er nicht fort. Das allein ist die Wahrheit, alles andere ist unnütz‘?“

“Etampi kho, poṭṭhapāda, mayā abyākataṁ: „Auch das wurde von mir nicht erklärt.“

‘neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā, idameva saccaṁ moghamaññan’”ti.

“Kasmā panetaṁ, bhante, bhagavatā abyākatan”ti? „Warum wurden diese Dinge vom Buddha nicht erklärt?“

“Na hetaṁ, poṭṭhapāda, atthasaṁhitaṁ na dhammasaṁhitaṁ nādibrahmacariyakaṁ, na nibbidāya na virāgāya na nirodhāya na upasamāya na abhiññāya na sambodhāya na nibbānāya saṁvattati, „Weil sie nicht nützlich und für die Grundlagen des geistlichen Lebens nicht bedeutsam sind. Sie führen nicht zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

tasmā etaṁ mayā abyākatan”ti. Darum habe ich sie nicht erklärt.“

“Kiṁ pana, bhante, bhagavatā byākatan”ti? „Aber was wurde vom Buddha erklärt?“

“Idaṁ dukkhanti kho, poṭṭhapāda, mayā byākataṁ. Ayaṁ dukkhasamudayoti kho, poṭṭhapāda, mayā byākataṁ. Ayaṁ dukkhanirodhoti kho, poṭṭhapāda, mayā byākataṁ. Ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadāti kho, poṭṭhapāda, mayā byākatan”ti. „Das Folgende habe ich erklärt: ‚Das ist das Leiden.‘ … ‚Das ist der Ursprung des Leidens.‘ … ‚Das ist das Aufhören des Leidens.‘ … ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt.‘“

“Kasmā panetaṁ, bhante, bhagavatā byākatan”ti? „Warum wurden diese Dinge vom Buddha erklärt?“

“Etañhi, poṭṭhapāda, atthasaṁhitaṁ, etaṁ dhammasaṁhitaṁ, etaṁ ādibrahmacariyakaṁ, etaṁ nibbidāya virāgāya nirodhāya upasamāya abhiññāya sambodhāya nibbānāya saṁvattati; „Weil sie nützlich und für die Grundlagen des geistlichen Lebens bedeutsam sind. Sie führen zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

tasmā etaṁ mayā byākatan”ti. Darum habe ich sie erklärt.“

“Evametaṁ, bhagavā, evametaṁ, sugata. „Das ist wirklich wahr, Gesegneter! Das ist wirklich wahr, Heiliger!

Yassadāni, bhante, bhagavā kālaṁ maññatī”ti. Bitte, Herr, geh nach deinem Belieben.“

Atha kho bhagavā uṭṭhāyāsanā pakkāmi. Da erhob sich der Buddha von seinem Sitz und ging.

Atha kho te paribbājakā acirapakkantassa bhagavato poṭṭhapādaṁ paribbājakaṁ samantato vācā sannitodakena sañjhabbharimakaṁsu: Kurz nachdem der Buddha gegangen war, überhäuften diese Wanderer Poṭṭhapāda von allen Seiten mit Hohn und Spott: Diese Wendung kehrt in SN 21.9:1.4 und AN 3.64:11.1 wieder, mit Lesartvarianten. (Sujato)

“evameva panāyaṁ bhavaṁ poṭṭhapādo yaññadeva samaṇo gotamo bhāsati, taṁ tadevassa abbhanumodati: „Was der Asket Gotama auch sagt, Poṭṭhapāda stimmt ihm zu:

‘evametaṁ, bhagavā, evametaṁ, sugatā’ti. ‚Das ist wirklich wahr, Gesegneter! Das ist wirklich wahr, Heiliger!‘

Na kho pana mayaṁ kiñci samaṇassa gotamassa ekaṁsikaṁ dhammaṁ desitaṁ ājānāma: Wir verstehen, dass der Asket Gotama überhaupt keine kategorische Lehre aufstellte bezüglich der Frage, ob das Weltall ewig sei, und so weiter.“

‘sassato loko’ti vā, ‘asassato loko’ti vā, ‘antavā loko’ti vā, ‘anantavā loko’ti vā, ‘taṁ jīvaṁ taṁ sarīran’ti vā, ‘aññaṁ jīvaṁ aññaṁ sarīran’ti vā, ‘hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti vā, ‘na hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti vā, ‘hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti vā, ‘neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti vā”ti.

Evaṁ vutte, poṭṭhapādo paribbājako te paribbājake etadavoca: Daraufhin sagte Poṭṭhapāda zu ihnen:

“ahampi kho, bho, na kiñci samaṇassa gotamassa ekaṁsikaṁ dhammaṁ desitaṁ ājānāmi: „Auch ich verstehe, dass der Asket Gotama überhaupt keine kategorische Lehre aufstellte bezüglich der Frage, ob das Weltall ewig sei, und so weiter.

‘sassato loko’ti vā, ‘asassato loko’ti vā …pe…

‘neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti vā;

api ca samaṇo gotamo bhūtaṁ tacchaṁ tathaṁ paṭipadaṁ paññapeti dhammaṭṭhitataṁ dhammaniyāmataṁ. Dennoch ist die Übung, die er beschreibt, zutreffend, richtig und wirklich. Es ist die Beständigkeit natürlicher Gesetzmäßigkeiten, die Gewähr natürlicher Gesetzmäßigkeiten.

Bhūtaṁ kho pana tacchaṁ tathaṁ paṭipadaṁ paññapentassa dhammaṭṭhitataṁ dhammaniyāmataṁ, kathañhi nāma mādiso viññū samaṇassa gotamassa subhāsitaṁ subhāsitato nābbhanumodeyyā”ti? Wie könnte ein vernünftiger Mensch wie ich daher nicht zustimmen, dass das, was vom Asketen Gotama gut gesagt wurde, tatsächlich gut gesagt wurde?“

2. Cittahatthisāriputtapoṭṭhapādavatthu 2. Über Citta Hatthisāriputta

Atha kho dvīhatīhassa accayena citto ca hatthisāriputto poṭṭhapādo ca paribbājako yena bhagavā tenupasaṅkamiṁsu; upasaṅkamitvā citto hatthisāriputto bhagavantaṁ abhivādetvā ekamantaṁ nisīdi. Nachdem zwei oder drei Tage vergangen waren, gingen Citta Hatthisāriputta und Poṭṭhapāda zum Buddha. Citta Hatthisāriputta verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin, Der Kommentar sagt, Citta sei der Sohn eines Elefantenzureiters gewesen. Hier zeigt er dem Buddha gegenüber mehr Respekt als Poṭṭhapāda. (Sujato)

Poṭṭhapādo pana paribbājako bhagavatā saddhiṁ sammodi. Sammodanīyaṁ kathaṁ sāraṇīyaṁ vītisāretvā ekamantaṁ nisīdi. aber der Wanderer Poṭṭhapāda tauschte mit dem Buddha Willkommensgrüße aus, und nach der Begrüßung und dem Austausch von Höflichkeiten setzte er sich zur Seite hin.

Ekamantaṁ nisinno kho poṭṭhapādo paribbājako bhagavantaṁ etadavoca: Poṭṭhapāda berichtete dem Buddha, was sich zugetragen hatte, nachdem er gegangen war. Der Buddha sagte:

“tadā maṁ, bhante, te paribbājakā acirapakkantassa bhagavato samantato vācāsannitodakena sañjhabbharimakaṁsu:

‘evameva panāyaṁ bhavaṁ poṭṭhapādo yaññadeva samaṇo gotamo bhāsati, taṁ tadevassa abbhanumodati:

“evametaṁ, bhagavā, evametaṁ, sugatā”ti.

Na kho pana mayaṁ kiñci samaṇassa gotamassa ekaṁsikaṁ dhammaṁ desitaṁ ājānāma:

“sassato loko”ti vā, “asassato loko”ti vā, “antavā loko”ti vā, “anantavā loko”ti vā, “taṁ jīvaṁ taṁ sarīran”ti vā, “aññaṁ jīvaṁ aññaṁ sarīran”ti vā, “hoti tathāgato paraṁ maraṇā”ti vā, “na hoti tathāgato paraṁ maraṇā”ti vā, “hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇā”ti vā, “neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā”ti vā’ti.

Evaṁ vuttāhaṁ, bhante, te paribbājake etadavocaṁ:

‘ahampi kho, bho, na kiñci samaṇassa gotamassa ekaṁsikaṁ dhammaṁ desitaṁ ājānāmi:

“sassato loko”ti vā, “asassato loko”ti vā …pe…

“neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā”ti vā;

api ca samaṇo gotamo bhūtaṁ tacchaṁ tathaṁ paṭipadaṁ paññapeti dhammaṭṭhitataṁ dhammaniyāmataṁ.

Bhūtaṁ kho pana tacchaṁ tathaṁ paṭipadaṁ paññapentassa dhammaṭṭhitataṁ dhammaniyāmataṁ, kathañhi nāma mādiso viññū samaṇassa gotamassa subhāsitaṁ subhāsitato nābbhanumodeyyā’”ti?

“Sabbeva kho ete, poṭṭhapāda, paribbājakā andhā acakkhukā; „Poṭṭhapāda, alle diese Wanderer sind blind und ohne Sehvermögen.

tvaṁyeva nesaṁ eko cakkhumā. Du bist der einzige, dessen Augen klar sind.

Ekaṁsikāpi hi kho, poṭṭhapāda, mayā dhammā desitā paññattā; Denn ich habe Lehren als kategorisch gelehrt und aufgezeigt, Dieser Punkt scheint bei einer Anzahl moderner Kommentatoren unterzugehen, die aus Stellen wie den zehn nicht erklärten Punkten schließen, dass der Buddha sich weigerte, überhaupt verbindliche Erklärungen abzugeben. Der Buddha war vielmehr ein vibhajjavādin (MN 99:4.4, AN 10.94:4.7), „einer, der spricht, nachdem er die Frage aufgegliedert hat“. (Sujato)

anekaṁsikāpi hi kho, poṭṭhapāda, mayā dhammā desitā paññattā. und ich habe Lehren als nicht kategorisch gelehrt und aufgezeigt.

Katame ca te, poṭṭhapāda, mayā anekaṁsikā dhammā desitā paññattā? Und welche Lehren habe ich als nicht kategorisch gelehrt und aufgezeigt?

‘Sassato loko’ti kho, poṭṭhapāda, mayā anekaṁsiko dhammo desito paññatto; ‚Das Weltall ist ewig‘ …

‘asassato loko’ti kho, poṭṭhapāda, mayā anekaṁsiko dhammo desito paññatto; ‚Das Weltall ist zeitlich‘ …

‘antavā loko’ti kho, poṭṭhapāda …pe… ‚Das Weltall ist endlich‘ …

‘anantavā loko’ti kho, poṭṭhapāda … ‚Das Weltall ist unendlich‘ …

‘taṁ jīvaṁ taṁ sarīran’ti kho, poṭṭhapāda … ‚Seele und Körper sind ein und dasselbe‘ …

‘aññaṁ jīvaṁ aññaṁ sarīran’ti kho, poṭṭhapāda … ‚Die Seele ist ein Ding, der Körper ein anderes‘ …

‘hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti kho, poṭṭhapāda … ‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort‘ …

na hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti kho, poṭṭhapāda … ‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod nicht fort‘ …

‘hoti ca na ca hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti kho, poṭṭhapāda … ‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod fort und besteht auch nicht fort‘ …

‘neva hoti na na hoti tathāgato paraṁ maraṇā’ti kho, poṭṭhapāda, mayā anekaṁsiko dhammo desito paññatto. ‚Ein Klargewordener besteht nach dem Tod weder fort, noch besteht er nicht fort.‘

Kasmā ca te, poṭṭhapāda, mayā anekaṁsikā dhammā desitā paññattā? Und warum habe ich solche Lehren als nicht kategorisch gelehrt und aufgezeigt?

Na hete, poṭṭhapāda, atthasaṁhitā na dhammasaṁhitā na ādibrahmacariyakā na nibbidāya na virāgāya na nirodhāya na upasamāya na abhiññāya na sambodhāya na nibbānāya saṁvattanti. Weil sie nicht nützlich und für die Grundlagen des geistlichen Lebens nicht bedeutsam sind. Sie führen nicht zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

Tasmā te mayā anekaṁsikā dhammā desitā paññattā. Darum habe ich diese Lehren als nicht kategorisch gelehrt und aufgezeigt.

2.1. Ekaṁsikadhammā 2.1. Lehren, die kategorisch sind

Katame ca te, poṭṭhapāda, mayā ekaṁsikā dhammā desitā paññattā? Und welche Lehren habe ich als kategorisch gelehrt und aufgezeigt?

Idaṁ dukkhanti kho, poṭṭhapāda, mayā ekaṁsiko dhammo desito paññatto. ‚Das ist das Leiden‘, das habe ich als kategorisch gelehrt und aufgezeigt.

Ayaṁ dukkhasamudayoti kho, poṭṭhapāda, mayā ekaṁsiko dhammo desito paññatto. ‚Das ist der Ursprung des Leidens‘, das habe ich als kategorisch gelehrt und aufgezeigt.

Ayaṁ dukkhanirodhoti kho, poṭṭhapāda, mayā ekaṁsiko dhammo desito paññatto. ‚das ist das Aufhören des Leidens‘, das habe ich als kategorisch gelehrt und aufgezeigt.

Ayaṁ dukkhanirodhagāminī paṭipadāti kho, poṭṭhapāda, mayā ekaṁsiko dhammo desito paññatto. ‚Das ist die Übung, die zum Aufhören des Leidens führt‘, das habe ich als kategorisch gelehrt und aufgezeigt.

Kasmā ca te, poṭṭhapāda, mayā ekaṁsikā dhammā desitā paññattā? Und warum habe ich solche Lehren als kategorisch gelehrt und aufgezeigt?

Ete hi, poṭṭhapāda, atthasaṁhitā, ete dhammasaṁhitā, ete ādibrahmacariyakā ete nibbidāya virāgāya nirodhāya upasamāya abhiññāya sambodhāya nibbānāya saṁvattanti. Weil sie nützlich und für die Grundlagen des geistlichen Lebens bedeutsam sind. Sie führen zu Ernüchterung, Schwinden der Leidenschaft, Aufhören, Frieden, Einsicht, Erwachen und Erlöschen.

Tasmā te mayā ekaṁsikā dhammā desitā paññattā. Darum habe ich solche Lehren als kategorisch gelehrt und aufgezeigt.

Santi, poṭṭhapāda, eke samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben:

‘ekantasukhī attā hoti arogo paraṁ maraṇā’ti. ‚Das Selbst erfährt nach dem Tod ausschließlich Glück, und es ist heil.‘ Siehe DN 1:2.38.2. (Sujato)

Tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi: Ich gehe zu ihnen und sage:

‘saccaṁ kira tumhe āyasmanto evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: ‚Ist es wirklich wahr, ist das die Ansicht der Ehrwürdigen?‘ Der Buddha verlässt sich nicht auf Gerüchte; als Erstes überprüft er die Fakten mit den Betroffenen. Das bekräftigt nicht nur sein Bekenntnis zur Wahrheit, es zeigt auch Respekt und schafft eine gemeinsame Basis, von der aus die Auseinandersetzung beginnen kann. (Sujato)

“ekantasukhī attā hoti arogo paraṁ maraṇā”’ti?

Te ce me evaṁ puṭṭhā ‘āmā’ti paṭijānanti. Und sie antworten: ‚Ja.‘

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi: Ich sage zu ihnen:

‘api pana tumhe āyasmanto ekantasukhaṁ lokaṁ jānaṁ passaṁ viharathā’ti? ‚Aber meditiert ihr, indem ihr eine ausschließlich glückliche Welt erkennt und seht?‘ Das Verb viharati heißt „verweilen“ und fungiert als Hilfsverb, das auf eine Dauer hinweist. Im spirituellen Kontext bedeutet es oft „eine Periode oder ein Zustand der Meditation“. Die erste Frage bezieht sich darauf, ob sie einen solchen Zustand in einer regulären Meditationspraxis sehen. (Sujato)

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti. Wenn sie so gefragt werden, sagen sie: ‚Nein.‘

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi: Ich sage zu ihnen:

‘api pana tumhe āyasmanto ekaṁ vā rattiṁ ekaṁ vā divasaṁ upaḍḍhaṁ vā rattiṁ upaḍḍhaṁ vā divasaṁ ekantasukhiṁ attānaṁ sañjānāthā’ti? ‚Aber habt ihr für einen einzigen Tag oder eine einzige Nacht, oder nur für einen halben Tag oder eine halbe Nacht, ein ausschließlich glückliches Selbst wahrgenommen?‘ Vielleicht sind sie nicht in der Lage, eine Meditation zu entwickeln, um dieses Selbst zu sehen, aber sie könnten irgendwann eine Art Wahrnehmung oder Vision oder Einsicht gehabt haben. (Sujato)

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti. Wenn sie so gefragt werden, sagen sie: ‚Nein.‘

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi: Ich sage zu ihnen:

‘api pana tumhe āyasmanto jānātha: ‚Aber kennt ihr

“ayaṁ maggo ayaṁ paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”’ti? einen Pfad und eine Übung, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen?‘ Wenn sie auch keine Erfahrung haben, könnten sie doch zumindest eine Vorstellung haben, wie man diese Erfahrung erreicht. (Sujato)

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti. Wenn sie so gefragt werden, sagen sie: ‚Nein.‘

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi: Ich sage zu ihnen:

‘api pana tumhe āyasmanto yā tā devatā ekantasukhaṁ lokaṁ upapannā, tāsaṁ bhāsamānānaṁ saddaṁ suṇātha: ‚Aber habt ihr je die Stimme der Gottheiten gehört, die in einer ausschließlich glücklichen Welt wiedergeboren wurden, die sagten:

“suppaṭipannāttha, mārisā, ujuppaṭipannāttha, mārisā, ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāya; „Übt gut, Kameraden, übt aufrichtig, um eine ausschließlich glückliche Welt zu verwirklichen. Sie haben nicht einmal einen Bericht darüber gehört. (Sujato)

mayampi hi, mārisā, evaṁpaṭipannā ekantasukhaṁ lokaṁ upapannā”’ti? Denn so haben wir geübt, und wir wurden in einer ausschließlich glücklichen Welt wiedergeboren“?‘

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti. Wenn sie so gefragt werden, sagen sie: ‚Nein.‘

Taṁ kiṁ maññasi, poṭṭhapāda, Was denkst du, Poṭṭhapāda?

nanu evaṁ sante tesaṁ samaṇabrāhmaṇānaṁ appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti? Wenn das so ist, stellt sich da nicht heraus, dass das, was sie sagen, keine beweisbare Grundlage hat?“ „Keine beweisbare Grundlage“ gibt appāṭihīrakataṁ wieder. Es ist mit pāṭihāra verwandt, das gewöhnlich als „Wunder“ verstanden wird. Aber die Wurzelbedeutung ist „Demonstration, Beweis“, und der Sinn „Wundervorführung“ ist sekundär. (Sujato)

“Addhā kho, bhante, evaṁ sante tesaṁ samaṇabrāhmaṇānaṁ appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti. „Sicherlich ist das so, Herr.“

“Seyyathāpi, poṭṭhapāda, puriso evaṁ vadeyya: „Angenommen, Poṭṭhapāda, ein Mann würde sagen:

‘ahaṁ yā imasmiṁ janapade janapadakalyāṇī, taṁ icchāmi taṁ kāmemī’ti. ‚Ganz gleich, wer die erlesenste Dame im Land ist, sie ist es, die ich will, die ich begehre!‘ Janapadakalyāṇī wird üblicherweise mit „die schönste Dame im Land“ wiedergegeben. In SN 47.20:2.2 erfahren wir, dass sie eine umwerfende Sängerin und Tänzerin ist. Und obwohl sie für ihre Schönheit berühmt war (Ud 3.2:9.1), bedeutet das Wort kalyāṇa normalerweise „(moralisch) gut, erlesen, entzückend“ und bezieht sich nicht ausschließlich auf das Äußere. (Sujato)

Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man sagte zu ihm:

‘ambho purisa, yaṁ tvaṁ janapadakalyāṇiṁ icchasi kāmesi, jānāsi taṁ janapadakalyāṇiṁ khattiyī vā brāhmaṇī vā vessī vā suddī vā’ti? ‚He, Mann, diese erlesenste Dame im Land, die du begehrst – weißt du, ob sie eine Adlige, eine Brahmanin, eine Landarbeiterin oder eine Hilfsarbeiterin ist?‘

Iti puṭṭho ‘no’ti vadeyya. Wenn er so gefragt würde, würde er sagen: ‚Nein.‘

Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man sagte zu ihm:

‘ambho purisa, yaṁ tvaṁ janapadakalyāṇiṁ icchasi kāmesi, jānāsi taṁ janapadakalyāṇiṁ evaṁnāmā evaṅgottāti vā, dīghā vā rassā vā majjhimā vā kāḷī vā sāmā vā maṅguracchavī vāti, amukasmiṁ gāme vā nigame vā nagare vā’ti? ‚He, Mann, diese erlesenste Dame im Land, die du begehrst – kennst du ihren Namen oder ihren Stamm? Weißt du, ob sie groß, klein oder mittelgroß ist? Ob ihre Haut schwarz, braun oder lohfarben ist? Aus welchem Dorf, welchem Marktflecken oder welcher Stadt sie stammt?‘

Iti puṭṭho ‘no’ti vadeyya. Wenn er so gefragt würde, würde er sagen: ‚Nein.‘

Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man sagte zu ihm:

‘ambho purisa, yaṁ tvaṁ na jānāsi na passasi, taṁ tvaṁ icchasi kāmesī’ti? ‚He, Mann, begehrst du eine, die du nie auch nur gekannt oder gesehen hast?‘

Iti puṭṭho ‘āmā’ti vadeyya. Wenn er so gefragt würde, würde er sagen: ‚Ja.‘

Taṁ kiṁ maññasi, poṭṭhapāda, Was denkst du, Poṭṭhapāda?

nanu evaṁ sante tassa purisassa appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti? Wenn das so ist, stellt sich da nicht heraus, dass die Aussage dieses Mannes keine beweisbare Grundlage hat?“

“Addhā kho, bhante, evaṁ sante tassa purisassa appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti. „Sicherlich ist das so, Herr.“

“Evameva kho, poṭṭhapāda, ye te samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: „Ebenso gibt es da Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben …

‘ekantasukhī attā hoti arogo paraṁ maraṇā’ti.

Tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi:

‘saccaṁ kira tumhe āyasmanto evaṁvādino evaṁdiṭṭhino:

“ekantasukhī attā hoti arogo paraṁ maraṇā”’ti?

Te ce me evaṁ puṭṭhā ‘āmā’ti paṭijānanti.

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi:

‘api pana tumhe āyasmanto ekantasukhaṁ lokaṁ jānaṁ passaṁ viharathā’ti?

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti.

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi:

‘api pana tumhe āyasmanto ekaṁ vā rattiṁ ekaṁ vā divasaṁ upaḍḍhaṁ vā rattiṁ upaḍḍhaṁ vā divasaṁ ekantasukhiṁ attānaṁ sañjānāthā’ti?

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti.

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi:

‘api pana tumhe āyasmanto jānātha:

“ayaṁ maggo ayaṁ paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā”’ti?

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti.

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi:

‘api pana tumhe āyasmanto yā tā devatā ekantasukhaṁ lokaṁ upapannā, tāsaṁ bhāsamānānaṁ saddaṁ suṇātha:

“suppaṭipannāttha, mārisā, ujuppaṭipannāttha, mārisā, ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāya;

mayampi hi, mārisā, evaṁpaṭipannā ekantasukhaṁ lokaṁ upapannā”’ti?

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti.

Taṁ kiṁ maññasi, poṭṭhapāda, nanu evaṁ sante tesaṁ samaṇabrāhmaṇānaṁ appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti? Wenn das so ist, stellt sich da nicht heraus, dass das, was sie sagen, keine beweisbare Grundlage hat?“

“Addhā kho, bhante, evaṁ sante tesaṁ samaṇabrāhmaṇānaṁ appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti. „Sicherlich ist das so, Herr.“

“Seyyathāpi, poṭṭhapāda, puriso cātumahāpathe nisseṇiṁ kareyya pāsādassa ārohaṇāya. „Angenommen, Poṭṭhapāda, ein Mann würde an einer Kreuzung eine Leiter bauen, um damit auf ein Pfahlbau-Langhaus zu steigen. Nisseni kommt außer hier nur in Bu Ss 6:2.3.6 und Bu Ss 7:2.67 vor, wo es etwas ist, das man trägt, d. h. eher eine Leiter als eine Treppenflucht. (Sujato)

Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man sagte zu ihm:

‘ambho purisa, yassa tvaṁ pāsādassa ārohaṇāya nisseṇiṁ karosi, jānāsi taṁ pāsādaṁ puratthimāya vā disāya dakkhiṇāya vā disāya pacchimāya vā disāya uttarāya vā disāya ucco vā nīco vā majjhimo vā’ti? ‚He, Mann, dieses Pfahlbau-Langhaus, für das du eine Leiter baust – weißt du, ob es im Norden, im Süden, im Osten oder im Westen ist? Ob es groß, klein oder mittelgroß ist?‘

Iti puṭṭho ‘no’ti vadeyya. Wenn er so gefragt würde, würde er sagen: ‚Nein.‘

Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man sagte zu ihm:

‘ambho purisa, yaṁ tvaṁ na jānāsi na passasi, tassa tvaṁ pāsādassa ārohaṇāya nisseṇiṁ karosī’ti? ‚He, Mann, baust du eine Leiter für ein Pfahlbau-Langhaus, das du nie auch nur gekannt oder gesehen hast?‘

Iti puṭṭho ‘āmā’ti vadeyya. Wenn er so gefragt würde, würde er sagen: ‚Ja.‘

Taṁ kiṁ maññasi, poṭṭhapāda, Was denkst du, Poṭṭhapāda?

nanu evaṁ sante tassa purisassa appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti? Wenn das so ist, stellt sich da nicht heraus, dass die Aussage dieses Mannes keine beweisbare Grundlage hat?“

“Addhā kho, bhante, evaṁ sante tassa purisassa appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti. „Sicherlich ist das so, Herr.“

“Evameva kho, poṭṭhapāda, ye te samaṇabrāhmaṇā evaṁvādino evaṁdiṭṭhino: „Ebenso gibt es da Asketen und Brahmanen, die diese Doktrin, diese Ansicht haben …

‘ekantasukhī attā hoti arogo paraṁ maraṇā’ti.

Tyāhaṁ upasaṅkamitvā evaṁ vadāmi:

‘saccaṁ kira tumhe āyasmanto evaṁvādino evaṁdiṭṭhino:

“ekantasukhī attā hoti arogo paraṁ maraṇā”’ti?

Te ce me evaṁ puṭṭhā ‘āmā’ti paṭijānanti.

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi:

‘api pana tumhe āyasmanto ekantasukhaṁ lokaṁ jānaṁ passaṁ viharathā’ti?

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti.

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi:

‘api pana tumhe āyasmanto ekaṁ vā rattiṁ ekaṁ vā divasaṁ upaḍḍhaṁ vā rattiṁ upaḍḍhaṁ vā divasaṁ ekantasukhiṁ attānaṁ sañjānāthā’ti?

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti.

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi:

‘api pana tumhe āyasmanto jānātha ayaṁ maggo ayaṁ paṭipadā ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāyā’ti?

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti.

Tyāhaṁ evaṁ vadāmi:

‘api pana tumhe āyasmanto yā tā devatā ekantasukhaṁ lokaṁ upapannā tāsaṁ devatānaṁ bhāsamānānaṁ saddaṁ suṇātha:

“suppaṭipannāttha, mārisā, ujuppaṭipannāttha, mārisā, ekantasukhassa lokassa sacchikiriyāya;

mayampi hi, mārisā, evaṁ paṭipannā ekantasukhaṁ lokaṁ upapannā”’ti?

Iti puṭṭhā ‘no’ti vadanti.

Taṁ kiṁ maññasi, poṭṭhapāda, nanu evaṁ sante tesaṁ samaṇabrāhmaṇānaṁ appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti? Wenn das so ist, stellt sich da nicht heraus, dass das, was sie sagen, keine beweisbare Grundlage hat?“

“Addhā kho, bhante, evaṁ sante tesaṁ samaṇabrāhmaṇānaṁ appāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti. „Sicherlich ist das so, Herr.“

2.2. Tayoattapaṭilābha 2.2. Drei Arten der Verkörperung

“Tayo kho me, poṭṭhapāda, attapaṭilābhā—„Poṭṭhapāda, es gibt diese drei Arten der Verkörperung: Attapaṭilābha ist wörtlich „erneuter Erwerb des Selbst“, wobei attā vom Kommentar als attabhāva erklärt wird, „der Zustand des Selbst“, der bei der Wiedergeburt erworben wird, d. h. „Reinkarnation“ oder „erneute Verkörperung“. (Sujato)

oḷāriko attapaṭilābho, manomayo attapaṭilābho, arūpo attapaṭilābho. eine feste Verkörperung, eine geistgeschaffene Verkörperung und eine formlose Verkörperung. Das rekapituliert die drei Thesen bezüglich Wahrnehmung und Selbst, die Poṭṭhapāda von DN 9:22.1 an aufgestellt hat. (Sujato)

Katamo ca, poṭṭhapāda, oḷāriko attapaṭilābho? Und was ist eine feste Verkörperung?

Rūpī cātumahābhūtiko kabaḷīkārāhārabhakkho, ayaṁ oḷāriko attapaṭilābho. Sie ist geformt, besteht aus den vier Grundzuständen und nimmt essbare Nahrung zu sich.

Katamo manomayo attapaṭilābho? Was ist eine geistgeschaffene Verkörperung?

Rūpī manomayo sabbaṅgapaccaṅgī ahīnindriyo, ayaṁ manomayo attapaṭilābho. Sie ist geformt, geistgeschaffen, in allen Haupt- und Nebengliedern unversehrt, ohne dass eine Fähigkeit fehlte.

Katamo arūpo attapaṭilābho? Was ist eine formlose Verkörperung?

Arūpī saññāmayo, ayaṁ arūpo attapaṭilābho. Sie ist formlos und besteht aus Wahrnehmung.

Oḷārikassapi kho ahaṁ, poṭṭhapāda, attapaṭilābhassa pahānāya dhammaṁ desemi: Ich lehre den Dhamma für das Ziel, die feste, die geistgeschaffene und die formlose Verkörperung aufzugeben:

‘yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti. ‚Wenn ihr danach übt, werden verunreinigende Eigenschaften in euch aufgegeben und läuternde Eigenschaften nehmen zu. Ihr werdet in die Fülle und den Überfluss der Weisheit eintreten und darin leben, nachdem ihr sie durch eigene Einsicht in eben diesem Leben erkannt habt.‘

Siyā kho pana te, poṭṭhapāda, evamassa: Poṭṭhapāda, du denkst vielleicht:

‘saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissati, dukkho ca kho vihāro’ti. ‚Verunreinigende Eigenschaften werden aufgegeben und läuternde Eigenschaften nehmen zu. Man wird in die Fülle und den Überfluss der Weisheit eintreten und darin leben, nachdem man sie durch eigene Einsicht in eben diesem Leben erkannt hat. Aber ein solches Leben ist Leiden.‘ Vergleiche mit der ähnlichen Aussage in SN 22.2:10.1. (Sujato)

Na kho panetaṁ, poṭṭhapāda, evaṁ daṭṭhabbaṁ. Aber so sollst du es nicht sehen.

Saṅkilesikā ceva dhammā pahīyissanti, vodāniyā ca dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissati, pāmujjañceva bhavissati pīti ca passaddhi ca sati ca sampajaññañca sukho ca vihāro. Verunreinigende Eigenschaften werden aufgegeben und läuternde Eigenschaften nehmen zu. Man wird in die Fülle und den Überfluss der Weisheit eintreten und darin leben, nachdem man sie durch eigene Einsicht in eben diesem Leben erkannt hat. Und da wird nur Freude und Glück sein, Stille, Achtsamkeit und Situationsbewusstsein. Ein solches Leben ist selig.

Manomayassapi kho ahaṁ, poṭṭhapāda, attapaṭilābhassa pahānāya dhammaṁ desemi:

‘yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti.

Siyā kho pana te, poṭṭhapāda, evamassa:

‘saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissati, dukkho ca kho vihāro’ti.

Na kho panetaṁ, poṭṭhapāda, evaṁ daṭṭhabbaṁ.

Saṅkilesikā ceva dhammā pahīyissanti, vodāniyā ca dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissati, pāmujjañceva bhavissati pīti ca passaddhi ca sati ca sampajaññañca sukho ca vihāro.

Arūpassapi kho ahaṁ, poṭṭhapāda, attapaṭilābhassa pahānāya dhammaṁ desemi:

‘yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti.

Siyā kho pana te, poṭṭhapāda, evamassa:

‘saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissati, dukkho ca kho vihāro’ti.

Na kho panetaṁ, poṭṭhapāda, evaṁ daṭṭhabbaṁ.

Saṅkilesikā ceva dhammā pahīyissanti, vodāniyā ca dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissati, pāmujjañceva bhavissati pīti ca passaddhi ca sati ca sampajaññañca sukho ca vihāro.

Pare ce, poṭṭhapāda, amhe evaṁ puccheyyuṁ: Poṭṭhapāda, wenn andere uns fragen würden:

‘katamo pana so, āvuso, oḷāriko attapaṭilābho, yassa tumhe pahānāya dhammaṁ desetha, yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti, tesaṁ mayaṁ evaṁ puṭṭhā evaṁ byākareyyāma: ‚Aber Geehrte, was ist diese feste Verkörperung, für deren Aufgeben ihr lehrt?‘, dann würden wir so antworten:

‘ayaṁ vā so, āvuso, oḷāriko attapaṭilābho, yassa mayaṁ pahānāya dhammaṁ desema, yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti. ‚Dieses ist diese feste Verkörperung.‘

Pare ce, poṭṭhapāda, amhe evaṁ puccheyyuṁ: Wenn andere uns fragen würden:

‘katamo pana so, āvuso, manomayo attapaṭilābho, yassa tumhe pahānāya dhammaṁ desetha, yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti? ‚Aber Geehrte, was ist diese geistgeschaffene Verkörperung, für deren Aufgeben ihr lehrt?‘,

Tesaṁ mayaṁ evaṁ puṭṭhā evaṁ byākareyyāma: dann würden wir so antworten:

‘ayaṁ vā so, āvuso, manomayo attapaṭilābho yassa mayaṁ pahānāya dhammaṁ desema, yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti. ‚Dieses ist diese geistgeschaffene Verkörperung.‘ Der Buddha verweist auf die Erfahrung, um zu zeigen, wovon er spricht, anstatt eine lange theoretische Erklärung zu geben. Ayaṁ ist ein Pronomen für die Gegenwart, es wird gebraucht, um anzuzeigen, was vor dem Subjekt gegenwärtig ist. (Sujato)

Pare ce, poṭṭhapāda, amhe evaṁ puccheyyuṁ: Wenn andere uns fragen würden:

‘katamo pana so, āvuso, arūpo attapaṭilābho, yassa tumhe pahānāya dhammaṁ desetha, yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti? ‚Aber Geehrte, was ist diese formlose Verkörperung, für deren Aufgeben ihr lehrt?‘,

Tesaṁ mayaṁ evaṁ puṭṭhā evaṁ byākareyyāma: dann würden wir so antworten:

‘ayaṁ vā so, āvuso, arūpo attapaṭilābho yassa mayaṁ pahānāya dhammaṁ desema, yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti. ‚Dieses ist diese formlose Verkörperung.‘

Taṁ kiṁ maññasi, poṭṭhapāda, Was denkst du, Poṭṭhapāda?

nanu evaṁ sante sappāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti? Wenn das so ist, stellt sich da nicht heraus, dass diese Aussage eine beweisbare Grundlage hat?“

“Addhā kho, bhante, evaṁ sante sappāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti. „Sicherlich ist das so, Herr.“

“Seyyathāpi, poṭṭhapāda, puriso nisseṇiṁ kareyya pāsādassa ārohaṇāya tasseva pāsādassa heṭṭhā. „Angenommen, Poṭṭhapāda, ein Mann würde direkt unter einem Pfahlbau-Langhaus eine Leiter bauen, um damit auf dieses Pfahlbau-Langhaus zu steigen.

Tamenaṁ evaṁ vadeyyuṁ: Man sagte zu ihm:

‘ambho purisa, yassa tvaṁ pāsādassa ārohaṇāya nisseṇiṁ karosi, jānāsi taṁ pāsādaṁ, puratthimāya vā disāya dakkhiṇāya vā disāya pacchimāya vā disāya uttarāya vā disāya ucco vā nīco vā majjhimo vā’ti? ‚He, Mann, dieses Pfahlbau-Langhaus, für das du eine Leiter baust – weißt du, ob es im Norden, im Süden, im Osten oder im Westen ist? Ob es groß, klein oder mittelgroß ist?‘

So evaṁ vadeyya: Er würde sagen:

‘ayaṁ vā so, āvuso, pāsādo, yassāhaṁ ārohaṇāya nisseṇiṁ karomi, tasseva pāsādassa heṭṭhā’ti. ‚Dieses ist das Pfahlbau-Langhaus, für das ich direkt darunter eine Leiter baue.‘

Taṁ kiṁ maññasi, poṭṭhapāda, Was denkst du, Poṭṭhapāda?

nanu evaṁ sante tassa purisassa sappāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti? Wenn das so ist, stellt sich da nicht heraus, dass die Aussage dieses Mannes eine beweisbare Grundlage hat?“

“Addhā kho, bhante, evaṁ sante tassa purisassa sappāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti. „Sicherlich ist das so, Herr.“

“Evameva kho, poṭṭhapāda, pare ce amhe evaṁ puccheyyuṁ:

‘katamo pana so, āvuso, oḷāriko attapaṭilābho …pe…

katamo pana so, āvuso, manomayo attapaṭilābho …pe…

katamo pana so, āvuso, arūpo attapaṭilābho, yassa tumhe pahānāya dhammaṁ desetha, yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti?

Tesaṁ mayaṁ evaṁ puṭṭhā evaṁ byākareyyāma:

‘ayaṁ vā so, āvuso, arūpo attapaṭilābho, yassa mayaṁ pahānāya dhammaṁ desema, yathāpaṭipannānaṁ vo saṅkilesikā dhammā pahīyissanti, vodāniyā dhammā abhivaḍḍhissanti, paññāpāripūriṁ vepullattañca diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja viharissathā’ti.

Taṁ kiṁ maññasi, poṭṭhapāda, nanu evaṁ sante sappāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti?

“Addhā kho, bhante, evaṁ sante sappāṭihīrakataṁ bhāsitaṁ sampajjatī”ti.

Evaṁ vutte, citto hatthisāriputto bhagavantaṁ etadavoca: Als der Buddha geendet hatte, sagte Citta Hatthisāriputta:

“yasmiṁ, bhante, samaye oḷāriko attapaṭilābho hoti, moghassa tasmiṁ samaye manomayo attapaṭilābho hoti, mogho arūpo attapaṭilābho hoti; „Herr, sind, während man eine feste Verkörperung hat, die geistgeschaffene und die formlose Verkörperung fiktiv, Citta stellt eine ontologische Frage in der Annahme, dass diese drei Zustände bestehende Wirklichkeiten des Selbst sind. (Sujato)

oḷāriko vāssa attapaṭilābho tasmiṁ samaye sacco hoti. und nur die feste Verkörperung ist wirklich?

Yasmiṁ, bhante, samaye manomayo attapaṭilābho hoti, moghassa tasmiṁ samaye oḷāriko attapaṭilābho hoti, mogho arūpo attapaṭilābho hoti; Sind, während man eine geistgeschaffene Verkörperung hat, die feste und die formlose Verkörperung fiktiv,

manomayo vāssa attapaṭilābho tasmiṁ samaye sacco hoti. und nur die geistgeschaffene Verkörperung ist wirklich?

Yasmiṁ, bhante, samaye arūpo attapaṭilābho hoti, moghassa tasmiṁ samaye oḷāriko attapaṭilābho hoti, mogho manomayo attapaṭilābho hoti; Sind, während man eine formlose Verkörperung hat, die feste und die geistgeschaffene Verkörperung fiktiv,

arūpo vāssa attapaṭilābho tasmiṁ samaye sacco hotī”ti. und nur die formlose Verkörperung ist wirklich?“

“Yasmiṁ, citta, samaye oḷāriko attapaṭilābho hoti, neva tasmiṁ samaye manomayo attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati, na arūpo attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati; „Während man eine feste Verkörperung hat, wird das nicht als geistgeschaffene oder formlose Verkörperung gerechnet, Der Buddha formuliert die Frage um zu einer mit konventioneller Beschreibung. Er beschreibt Zustände, in denen man wiedergeboren werden kann, keine zugrunde liegenden ontologischen Entitäten. (Sujato)

oḷāriko attapaṭilābhotveva tasmiṁ samaye saṅkhaṁ gacchati. sondern nur als feste Verkörperung.

Yasmiṁ, citta, samaye manomayo attapaṭilābho hoti, neva tasmiṁ samaye oḷāriko attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati, na arūpo attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati; Während man eine geistgeschaffene Verkörperung hat, wird das nicht als feste oder formlose Verkörperung gerechnet,

manomayo attapaṭilābhotveva tasmiṁ samaye saṅkhaṁ gacchati. sondern nur als geistgeschaffene Verkörperung.

Yasmiṁ, citta, samaye arūpo attapaṭilābho hoti, neva tasmiṁ samaye oḷāriko attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati, na manomayo attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati; Während man eine formlose Verkörperung hat, wird das nicht als feste oder geistgeschaffene Verkörperung gerechnet,

arūpo attapaṭilābhotveva tasmiṁ samaye saṅkhaṁ gacchati. sondern nur als formlose Verkörperung.

Sace taṁ, citta, evaṁ puccheyyuṁ: Citta, angenommen, du würdest gefragt:

‘ahosi tvaṁ atītamaddhānaṁ, na tvaṁ nāhosi; ‚Warst du in der Vergangenheit? Das nimmt eine der großen philosophischen Debatten der Buddhisten nach der Entstehung von Sekten vorweg, die zur Bildung des Sarvāstivāda führte. Die Kerndoktrin dieser Schule besagte, dass „alles (in der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart) existiert“. Der Buddha beschreibt Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart mit den drei grammatischen Zeiten. (Sujato)

bhavissasi tvaṁ anāgatamaddhānaṁ, na tvaṁ na bhavissasi; Wirst du in der Zukunft sein?

atthi tvaṁ etarahi, na tvaṁ natthī’ti. Bist du in der Gegenwart?‘

Evaṁ puṭṭho tvaṁ, citta, kinti byākareyyāsī”ti? Wie würdest du antworten?“

“Sace maṁ, bhante, evaṁ puccheyyuṁ: „Herr, wenn ich so gefragt würde,

‘ahosi tvaṁ atītamaddhānaṁ, na tvaṁ na ahosi;

bhavissasi tvaṁ anāgatamaddhānaṁ, na tvaṁ na bhavissasi;

atthi tvaṁ etarahi, na tvaṁ natthī’ti.

Evaṁ puṭṭho ahaṁ, bhante, evaṁ byākareyyaṁ: würde ich folgendermaßen antworten:

‘ahosāhaṁ atītamaddhānaṁ, nāhaṁ na ahosiṁ; ‚Ich war in der Vergangenheit.

bhavissāmahaṁ anāgatamaddhānaṁ, nāhaṁ na bhavissāmi; Ich werde in der Zukunft sein.

atthāhaṁ etarahi, nāhaṁ natthī’ti. Ich bin in der Gegenwart.‘

Evaṁ puṭṭho ahaṁ, bhante, evaṁ byākareyyan”ti. So würde ich antworten.“

“Sace pana taṁ, citta, evaṁ puccheyyuṁ: „Aber Citta, angenommen, du würdest gefragt:

‘yo te ahosi atīto attapaṭilābho, sova te attapaṭilābho sacco, mogho anāgato, mogho paccuppanno? ‚Ist die Verkörperung, die du in der Vergangenheit hattest, deine einzig wirkliche, und die in der Zukunft und der Gegenwart sind fiktiv?

Yo te bhavissati anāgato attapaṭilābho, sova te attapaṭilābho sacco, mogho atīto, mogho paccuppanno? Ist die Verkörperung, die du in der Zukunft haben wirst, deine einzig wirkliche, und die in der Vergangenheit und der Gegenwart sind fiktiv?

Yo te etarahi paccuppanno attapaṭilābho, sova te attapaṭilābho sacco, mogho atīto, mogho anāgato’ti. Ist die Verkörperung, die du in der Gegenwart hast, deine einzig wirkliche, und die in der Vergangenheit und der Zukunft sind fiktiv?‘

Evaṁ puṭṭho tvaṁ, citta, kinti byākareyyāsī”ti? Wie würdest du antworten?“

“Sace pana maṁ, bhante, evaṁ puccheyyuṁ: „Herr, wenn ich so gefragt würde,

‘yo te ahosi atīto attapaṭilābho, sova te attapaṭilābho sacco, mogho anāgato, mogho paccuppanno.

Yo te bhavissati anāgato attapaṭilābho, sova te attapaṭilābho sacco, mogho atīto, mogho paccuppanno.

Yo te etarahi paccuppanno attapaṭilābho, sova te attapaṭilābho sacco, mogho atīto, mogho anāgato’ti.

Evaṁ puṭṭho ahaṁ, bhante, evaṁ byākareyyaṁ: würde ich folgendermaßen antworten:

‘yo me ahosi atīto attapaṭilābho, sova me attapaṭilābho tasmiṁ samaye sacco ahosi, mogho anāgato, mogho paccuppanno. ‚Die Verkörperung, die ich in der Vergangenheit hatte, war zu der Zeit wirklich, und die in der Zukunft und der Gegenwart waren fiktiv.

Yo me bhavissati anāgato attapaṭilābho, sova me attapaṭilābho tasmiṁ samaye sacco bhavissati, mogho atīto, mogho paccuppanno. Die Verkörperung, die ich in der Zukunft haben werde, wird zu der Zeit wirklich sein, und die in der Vergangenheit und der Gegenwart werden fiktiv sein.

Yo me etarahi paccuppanno attapaṭilābho, sova me attapaṭilābho sacco, mogho atīto, mogho anāgato’ti. Die Verkörperung, die ich in der Gegenwart habe, ist zu dieser Zeit wirklich, und die in der Vergangenheit und der Zukunft sind fiktiv.‘

Evaṁ puṭṭho ahaṁ, bhante, evaṁ byākareyyan”ti. So würde ich antworten.“

“Evameva kho, citta, yasmiṁ samaye oḷāriko attapaṭilābho hoti, neva tasmiṁ samaye manomayo attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati, na arūpo attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati. „Ebenso wird, während man eine feste Verkörperung hat, das nicht als geistgeschaffene oder formlose Verkörperung gerechnet, sondern nur als feste Verkörperung.

Oḷāriko attapaṭilābhotveva tasmiṁ samaye saṅkhaṁ gacchati.

Yasmiṁ, citta, samaye manomayo attapaṭilābho hoti …pe… Während man eine geistgeschaffene Verkörperung hat, wird das nicht als feste oder formlose Verkörperung gerechnet, sondern nur als geistgeschaffene Verkörperung.

yasmiṁ, citta, samaye arūpo attapaṭilābho hoti, neva tasmiṁ samaye oḷāriko attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati, na manomayo attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati; Während man eine formlose Verkörperung hat, wird das nicht als feste oder geistgeschaffene Verkörperung gerechnet, sondern nur als formlose Verkörperung.

arūpo attapaṭilābhotveva tasmiṁ samaye saṅkhaṁ gacchati.

Seyyathāpi, citta, gavā khīraṁ, khīramhā dadhi, dadhimhā navanītaṁ, navanītamhā sappi, sappimhā sappimaṇḍo. Von der Kuh stammt die Milch, von der Milch die Sauermilch, von der Sauermilch die Butter, von der Butter das Ghee und vom Ghee die Ghee-Crème; und die Ghee-Crème gilt als das Beste unter ihnen.

Yasmiṁ samaye khīraṁ hoti, neva tasmiṁ samaye dadhīti saṅkhaṁ gacchati, na navanītanti saṅkhaṁ gacchati, na sappīti saṅkhaṁ gacchati, na sappimaṇḍoti saṅkhaṁ gacchati; Während es Milch ist, wird es nicht als Sauermilch, Butter, Ghee oder Ghee-Crème gerechnet,

khīrantveva tasmiṁ samaye saṅkhaṁ gacchati. sondern nur als Milch.

Yasmiṁ samaye dadhi hoti …pe… Während es Sauermilch,

navanītaṁ hoti … Butter,

sappi hoti … Ghee

sappimaṇḍo hoti, neva tasmiṁ samaye khīranti saṅkhaṁ gacchati, na dadhīti saṅkhaṁ gacchati, na navanītanti saṅkhaṁ gacchati, na sappīti saṅkhaṁ gacchati; oder Ghee-Crème ist, wird es nicht als etwas anderes gerechnet,

sappimaṇḍotveva tasmiṁ samaye saṅkhaṁ gacchati. sondern nur als das jeweilige Produkt.

Evameva kho, citta, yasmiṁ samaye oḷāriko attapaṭilābho hoti …pe… Ebenso wird, während man eine feste Verkörperung hat, das nicht als geistgeschaffene oder formlose Verkörperung gerechnet, sondern nur als feste Verkörperung.

yasmiṁ, citta, samaye manomayo attapaṭilābho hoti …pe… Während man eine geistgeschaffene Verkörperung hat, wird das nicht als feste oder formlose Verkörperung gerechnet, sondern nur als geistgeschaffene Verkörperung.

yasmiṁ, citta, samaye arūpo attapaṭilābho hoti, neva tasmiṁ samaye oḷāriko attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati, na manomayo attapaṭilābhoti saṅkhaṁ gacchati; Während man eine formlose Verkörperung hat, wird das nicht als feste oder geistgeschaffene Verkörperung gerechnet, sondern nur als formlose Verkörperung.

arūpo attapaṭilābhotveva tasmiṁ samaye saṅkhaṁ gacchati.

Imā kho, citta, lokasamaññā lokaniruttiyo lokavohārā lokapaññattiyo, yāhi tathāgato voharati aparāmasan”ti. Das sind der Sprachgebrauch, die Begriffsbestimmungen, Ausdrücke und Beschreibungen, die in der Welt gemeinsam sind, und der Klargewordene benutzt sie, ohne daran hängenzubleiben.“ Wörter wie „Selbst“ werden üblicherweise auf eine bestimmte Art gebraucht, und in diesem Zusammenhang sind sie völlig in Ordnung. Aber was von dem Wort „Selbst“ bezeichnet wird, verändert sich ständig, da es sich in verschiedenen Zuständen wiederverkörpert. Es ist wie bei einem Fluss, der den gleichen Namen behält, obwohl sein Wasser ständig ausgetauscht wird. Wenn wir unter dem Einfluss der Bindungen annehmen, es gebe eine metaphysische Wirklichkeit, die dem herkömmlichen „Selbst“ zugrunde liege, verlassen wir das, was man empirisch überprüfen kann. Man beachte aber, dass der Buddha nicht behauptet, es gebe zwei Ebenen der Wahrheit, eine herkömmliche und eine absolute; diese Unterscheidung findet man im frühen Buddhismus nicht. | Vergleiche MN 139:3.9, MN 74:13.1. (Sujato)

Evaṁ vutte, poṭṭhapādo paribbājako bhagavantaṁ etadavoca: Als der Buddha geendet hatte, sagte Poṭṭhapāda zu ihm:

“abhikkantaṁ, bhante, abhikkantaṁ, bhante. „Vortrefflich, Herr! Vortrefflich!

Seyyathāpi, bhante, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ bhagavatā anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der Buddha die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.

Esāhaṁ, bhante, bhagavantaṁ saraṇaṁ gacchāmi dhammañca bhikkhusaṅghañca. Ich nehme Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.

Upāsakaṁ maṁ bhagavā dhāretu ajjatagge pāṇupetaṁ saraṇaṁ gatan”ti. Von diesem Tag an soll der Buddha mich als Laienschüler in Erinnerung behalten, der für sein ganzes Leben Zuflucht genommen hat.“

2.3. Cittahatthisāriputtaupasampadā 2.3. Citta Hatthisāriputtas Ordination

Citto pana hatthisāriputto bhagavantaṁ etadavoca: Aber Citta Hatthisāriputta sagte zum Buddha:

“abhikkantaṁ, bhante, abhikkantaṁ, bhante. „Vortrefflich, Herr! Vortrefflich!

Seyyathāpi, bhante, nikkujjitaṁ vā ukkujjeyya, paṭicchannaṁ vā vivareyya, mūḷhassa vā maggaṁ ācikkheyya, andhakāre vā telapajjotaṁ dhāreyya: ‘cakkhumanto rūpāni dakkhantī’ti; evamevaṁ bhagavatā anekapariyāyena dhammo pakāsito. Als würde er das Umgestürzte aufrichten oder das Verborgene enthüllen oder den Verirrten den Weg weisen oder im Dunkeln ein Licht anzünden, sodass Menschen mit klaren Augen sehen könnten, was da ist, so hat der Buddha die Lehre auf vielerlei Weise klargemacht.

Esāhaṁ, bhante, bhagavantaṁ saraṇaṁ gacchāmi dhammañca bhikkhusaṅghañca. Ich nehme Zuflucht zum Buddha, zur Lehre und zum Saṅgha der Mönche und Nonnen.

Labheyyāhaṁ, bhante, bhagavato santike pabbajjaṁ, labheyyaṁ upasampadan”ti. Herr, darf ich in Gegenwart des Buddha die Weihe des Fortziehens erhalten, die Ordination?“

Alattha kho citto hatthisāriputto bhagavato santike pabbajjaṁ, alattha upasampadaṁ. Und Citta Hatthisāriputta erhielt in Gegenwart des Buddha die Weihe des Fortziehens, die Ordination.

Acirūpasampanno kho panāyasmā citto hatthisāriputto eko vūpakaṭṭho appamatto ātāpī pahitatto viharanto na cirasseva—yassatthāya kulaputtā sammadeva agārasmā anagāriyaṁ pabbajanti, tadanuttaraṁ—brahmacariyapariyosānaṁ diṭṭheva dhamme sayaṁ abhiññā sacchikatvā upasampajja vihāsi. Nicht lange nach seiner Ordination gelangte der Ehrwürdige Citta Hatthisāriputta, als er allein lebte, zurückgezogen, beflissen, eifrig und entschlossen, bald in eben diesem Leben zum äußersten Höhepunkt des geistlichen Lebens. Er lebte an dem Ziel, das er durch eigene Einsicht erkannt hatte, für welches ehrbare Menschen zu Recht aus dem Haus fortziehen ins hauslose Leben. In AN 6.60 treffen wir Citta Hatthisāriputta, einen noch recht jungen Mönch, wie er seine Ältesten rüde unterbricht. Als er ermahnt wird, legt er die Robe ab, aber er nimmt wieder die Ordination und wird später ein Arahant. Wir können diese beiden Erzählungen miteinander vereinbaren, wenn wir anerkennen, dass die Wendung acira, „nicht lange nach“, ein konventioneller Ausdruck ist, der auch mehrere Jahre beschreiben kann. Dann fanden die Ereignisse von AN 6.60 irgendwann zwischen seiner Ordination und seinem Erwachen. (Sujato)

“khīṇā jāti, vusitaṁ brahmacariyaṁ, kataṁ karaṇīyaṁ, nāparaṁ itthAttāyā”ti abbhaññāsi. Er verstand: „Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.“

Aññataro kho panāyasmā citto hatthisāriputto arahataṁ ahosīti. Und der Ehrwürdige Citta Hatthisāriputta wurde einer der Vollendeten.

Poṭṭhapādasuttaṁ niṭṭhitaṁ navamaṁ.
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